Just Cause 4: Open-World-Spaß mit ausgefeiltem Physiksystem

Avalanche Studios arbeiten nicht nur an Rage 2 für Bethesda, sondern setzen auch noch ihre beliebte Just-Cause-Reihe fort. Just Cause 4 legt dem actionreichen und spaßigen Zerstörungschaos des Vorgängers dabei noch eine Schippe drauf!

  • von Sebastian Weber am 11.06.2018, 10:46 Uhr

Dass Entwickler Avalanche Studios an Just Cause 4 arbeitet, geisterte in den vergangenen Wochen bereits als Gerücht durch das Internet. Auf der Pressekonferenz von Microsoft enthüllte Publisher Square Enix das Actionspiel aber offiziell und zeigte einen ersten Trailer.

Bereits dieser kurze Clip ließ darauf schließen, dass das neue Abenteuer von Held Rico Rodriguez noch verrückter und actionreicher würde als das in Just Cause 3. Die Kollegen von GameStar.de hatten nun in Los Angeles aber die Chance, hinter verschlossenen Türen einen ersten Blick auf Just Cause 4 zu werfen und geben so einen ersten Eindruck vom Open-World-Actionspaß.

Just Cause 4 setzt auf Physik und jede Menge Freiheit

Just Cause 4 entführt seinen Helden Rico in das erdachte Land Solis, das irgendwo in Südamerika angesiedelt ist. So sind tropische Regenwälder, Gebirgskämme und auch Wüsten euer Spielplatz.

Dort tretet ihr wieder einmal gegen paramilitärische Fieslinge an, diesmal Black Hand genannt. Die offene Spielwelt dürft hier dabei erkunden und befreien wie ihr mögt, die Kollegen der GameStar ziehen hier den Vergleich mit Far Cry 5.

Wo sich Just Cause 4 aber sicherlich vom Ubisoft-Shooter unterscheidet, ist in der Freiheit wie ihr agieren könnt. Rico hat zum Beispiel wieder seinen Greifhaken als Equipment bei sich. Mit diesem durftet ihr bereits in Just Cause 3 Dinge miteinander verbinden, sodass sie sich anziehen.

Wenn ihr diesen also mit dem einen Ende an der Motorhaube eines Autos und mit dem anderen Ende an der Straße befestigt habt, dann überschlug sich das Gefährt, wenn er mit Vollgas unterwegs war. Das gleiche funktionierte mit Helikoptern und Türmen, mit Soldaten und Sprengfässern und so weiter. Eurer Kreativität war in Just Cause 3 also keine Grenze gesetzt.

Just Cause 4 erweitert dieses System. Zum Beispiel lässt sich der Greifhaken modifizieren, damit fortan die aufeinanderprallenden Objekte automatisch in die Luft fliegen.

Daneben könnt ihr in Just Cause 4 aber wohl sogar das Wetter für eure Zwecke nutzen – so etwa Tornados. Kommt ein solcher Sturm auf, dann dürft ihr laut GameStar.de diesen so manipulieren, dass er in eine feindliche Basis weht und dort alles zu Kleinholz verarbeitet. Wer Angst hat, dass er von Unwettern wie Tornados oder Sandstürmen selbst erfasst wird, der kann sich mit dem Greifhaken am Boden befestigen und dann abwarten, bis die Gegner als leichte Ziele vorbeigeschleudert werden.

Mit dem Greifhaken wiederum könnt ihr Schiffscontainer mit Ballons und Schubdüsen bestücken und die Metalldinger so in Fluggeräte umfunktionieren. Oder aber ihr klebt ein Fahrzeug an einen Kran, setzt dessen Greifarm unter Druck, sodass er umherschleudert und zerstört damit eine komplette Autobahnbrücke.

All das stellt Just Cause 4 physikalisch korrekt dar, sodass jedes Objekt in der Spielwelt vom Wetter oder von eurer Zerstörungswut beeinflusst wird.

E3 2018

Technisch guter Eindruck

Bei all diesen Möglichkeiten, die Spielwelt und eure Kontrahenten ins Chaos zu stürzen, stellt sich natürlich die Frage, ob all die Effekte und Objekte nicht dazu führen, dass Konsolen und PCs ins Schwitzen geraten.

Die Demo, welche die Kollegen der GameStar in Los Angeles gesehen haben, lief zumindest auf dem PC tadellos. Entwickler Avalanche Studios gab auf Nachfrage an, dass das technische Grundgerüst von Anfang an große Priorität in der Entwicklung hatte.

Wir dürfen also gespannt sein, wie sich Just Cause 4 schlägt, wenn es am 04. Demzember 2018 für den PC, die PlayStation 4 und die Xbox One auf den Markt kommt.

Konsequente Weiterentwicklung

Just Cause 4 erweist sich somit also als wohl durchdachte Fortsetzung. Genau das, was Just Cause 3 ausmachte, bauen die Entwickler in Just Cause 4 wohl noch einmal ordentlich aus.

Ihr könnt euch also über eine große und hübsche offene Spielwelt freuen, in der ihr anstellen könnt was ihr mögt. Der Greifhaken, mit dem ihr jedes beliebige Objekt mit jedem anderen beliebigen Gegenstand verbinden könnt, um zu sehen, welchen Effekt das hat, war nämlich schon im Vorgänger der Star des Spiels.

Dank der Weiterentwicklung, sowohl spielerisch als auch technisch, scheint Just Cause 4 hier noch mehr Kreativität zu erlauben. Das sorgt dann nicht nur für jede Menge verrückten Spielspaß für euch, sondern wird sicherlich auch jede Menge absurge Videos auf YouTube spülen, in denen die Spieler dieses System an seine Grenzen zu treiben versuchen.

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Sebastian Weber
Sebastian Weber

Seit den ersten Pixelmännchen auf einem Commodore PET, liebt Sebastian Videospiele und hat heute vom PC, über Xbox One, PlayStation 4 bis hin zur Nintendo Switch alles zu Hause stehen, was virtuelle Welten auf den Bildschirm bringt. Dabei sind vor allem Rollenspiele und Action-Titel die erste Wahl.