Intel Optane Memory und Intel SSD 545s machen eurem PC Beine

Mit der SSD-Festplatte 545s hat Intel die weltweite erste SSD für Endverbraucher veröffentlicht, die 64 Zellschichten und 3D-NAND-Technologie bietet, was hohe Kapazität und Haltbarkeit ermöglicht. Außerdem hat Intel den sogenannten Optane Memory vorgestellt, der reguläre Festplatten auf SSD-Niveau beschleunigt.

  • von Sebastian Weber am 08.08.2017, 13:19 Uhr

Dieser Artikel entstand in Kooperation mit INTEL.

Ende Juni hat Intel eine neue SSD-Festplatte angekündigt, die auf die Modellbezeichnung Intel 545s hört und damit das bisherige Modell 540s ablösen soll.

Die neue Festplatte ist dabei die erste SSD weltweit, die 64 Zellschichten und 3D-NAND-Technologie bietet und für den Endverbraucher regulär im Handel erhältlich ist.

Doch was bringt diese neue Technik? Bei 3D-NAND liegen die Speicherchips nicht wie üblich in einer Ebene vor, sondern in mehreren Schichten, die miteinander verbunden sind.

Dieser dreidimensionale Aufbau hat den Vorteil, dass auf gleicher Fläche mehr Speicherkapazität untergebracht werden kann. Sprich: Die Festplatte, die ihr kauft, bleibt von den reinen Ausmaßen des Geräts so wie gehabt, aber die Hersteller können künftig viel mehr Speicherchips in das kleine Gehäuse packen, als bisher.

Gleichzeitig ermöglicht es aber auch höhere Zellabstände, was wiederum für eine höhere Haltbarkeit der Speicherchips sorgt.

Die Chips, die in der Festplatte verbaut sind, hat Intel selbst entwickelt. Dabei handelt es sich um Chips mit 64 Zellschichten, mit denen Intel nach eigenen Angaben einen neuen Rekord aufgestellt hat, wie viel Kapazität pro Chip möglich ist. Das führt also zu höherem Speicherplatz und auch günstigeren Preisen in der Zukunft.

Die neue Intel SSD 545s soll somit laut dem Unternehmen High-End-Leistung in euren heimischen Rechner bringen und gleichzeitig dennoch zu einem erschwinglichen Preis im Handel stehen.

Die Schreibrate der Intel 545s liegt 550 MB pro Sekunde, die Leserate bei 500 MB pro Sekunde. Zur Markteinführung wird die Intel 545s in einer Variante mit 512 Gigabyte Speicherplatz in den Handel kommen, mit einem Formfaktor von 2.5 Zoll. Später sollen weitere Modelle folgen, die dann die Bandbreite von 128 Gigabyte bis zu 2 Terrabyte abdecken sollen. Außerdem gewährt Intel eine Garantie von 5 Jahren auf die neuen SSD-Festplatten.

Intel Optane Memory

Eine weitere Hardware-Neuerung von Intel nennt sich Optane Memory, der regulären Festplatten Beine machen und sie auf die Geschwindigkeit von SSD-Speichern bringen soll.

Der Optane Memory ist ein Speicherchip, den Intel aktuell mit 16 und 32 Gigabyte Größe anbietet und der direkt auf das Mainboard gesteckt wird. Anschließend wird er mit eurer Festplatte verbunden.

Einzige Voraussetzungen, damit ihr Optane Memory nutzen könnt: ein Mainboard mit 200er-Chipsatz, ein Intel-Core-i3, i5 oder i7-Prozessor der siebten Generation (Kaby Lake) und eine aktuelle Version des BIOS. Danach könnt ihr den Festplattenaufmotzer unter Windows 10 verwenden.

Was bringt Optane Memory?

Die 16 oder 32 Gigabyte, die der Optane-Memory-Chip mit sich bringt, dienen als Cache für eure Festplatte. Die Treiber-Software analysiert, welche Programme ihr häufig verwendet und lagert dann Teile davon auf dem besonders schnellen Speicher zwischen, damit die Anwendungen deutlich schneller gestartet und genutzt werden können. Auch die Zeit, die der PC benötigt, um Windows beim Start zu laden, soll sich damit merklich verkürzen.

Das ist auch kein Wunder, denn die Lese- und Schreibgeschwindigkeit des Optane Memory kann sich durchaus sehen lassen. Lesend erreicht er bis zu 1.350 MB/s (32 GB) bzw. 900 MB/s (16 GB) und schreiben bis zu 290 MB/s (32 GB) bzw. 145 MB/s (16 GB).

Zwei Beispiele zeigen dabei, wie rasant die Software auf eurem Rechner mit Optane Memory starten kann: Während Adobe Photoshop Elements mit der regulären Festplatte ganze 45,6 Sekunden auf einem Testrechner von Intel brauchte, bis es einsatzbereit war, half Optane Memory hier deutlich auf die Sprünge und die Bildbearbeitung konnte nach unglaublichen 2,5 Sekunden losgehen.

Auch Microsofts Office Suite war nach 13,8 Sekunden fertig geladen, während es zuvor rund dreimal so lange, nämlich 45,5 Sekunden dauerte.

Für wen lohnt sich Optane Memory?

Die neuen Optane-Memory-Chips sollen laut Intel rund 45 und 80 Euro kosten. Da reguläre Festplatten heute noch immer günstiger mehr Speicher bieten als SSDs könnte eine Anschaffung sich also lohnen, wenn ihr großen Speicherbedarf habt, aber gleichzeitig nicht auf die Geschwindigkeit verzichten wollt, die eine SSD bieten würde.

Ebenso ist der Optane Memory natürlich für all diejenigen eine gute Alternative, die bereits eine große reguläre Festplatte in ihrem Rechner haben und sich scheuen, diese durch eine vergleichbare und evtl. sehr teure SSD zu ersetzen.

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Sebastian Weber
Sebastian Weber

Seit den ersten Pixelmännchen auf einem Commodore PET, liebt Sebastian Videospiele und hat heute vom PC, über Xbox One, PlayStation 4 bis hin zur Nintendo Switch alles zu Hause stehen, was virtuelle Welten auf den Bildschirm bringt. Dabei sind vor allem Rollenspiele und Action-Titel die erste Wahl.