Intel Core Prozessoren der 9. Generation sind da: So übertaktet ihr euren PC

Intel bringt seine Core-i-Prozessoren der neunten Generation jetzt mit mehr Möglichkeiten für Bastler auf den Markt. Wir erklären euch, wie ihr durch Übertakten alles aus eurer Hardware herausholt.

  • von Carlo Siebenhüner am 25.04.2019, 16:12 Uhr

Dieser Artikel entstand in Kooperation mit Intel.

In diesem Artikel erfahrt ihr,

  • wie sich die neuen Intel-Prozessoren unterscheiden.
  • was ein »freier Multiplikator« ist.
  • wie ihr mehr Leistung durch Übertakten bekommt.

Ein Gaming-PC muss ordentlich Leistung bringen, um die komplexen Berechnungen stemmen zu können, die Spiele erfordern. Doch ist vielen PC-Nutzern nicht klar, wie viel Power in ihren Prozessoren eigentlich steckt. Wir geben euch einen Crashkurs im Übertakten.

Intel Core 9th Generation: Ein Fest für Übertakter

Mit den Core-i-Prozessoren der neunten Generation bringt Intel seine bis dato schnellsten Gaming-CPUs auf den Markt, die ihr nicht nur in PC’s findet, sondern jetzt auch neu in Notebooks. Durch die reine Standardpower ist eure Gaming-Leistung bereits für die nächsten Jahre gesichert. Doch mit den Rechenkernen mit freiem Multiplikator könnt ihr die Leistung noch um einige Prozente steigern.

Die Leistung eines Prozessors errechnet sich aus zwei Faktoren: Dem Standardtakt multipliziert mit dem Wert des Multiplikators. Besitzt eine CPU den Standardtakt von 1,0 GHz und hat den Multiplikator 3, dann rechnet die Einheit mit 3,0 GHz. Bei dem Großteil der verfügbaren CPUs sind diese zwei Werte festgeschrieben und können, wenn überhaupt, nur unter großem Aufwand geändert werden.

Intel jedoch veröffentlicht seine Produktreihen wahlweise auch mit der Option eines freien Multiplikators. Damit habt ihr die Möglichkeit über Softwaretools oder direkt im BIOS den Multiplikatorwert einzustellen und eure CPU so schneller zu machen. Doch ist dabei einiges zu beachten.

So geht Übertakten richtig

Zum Anfang möchten wir darauf hinweisen, dass beim Übertakten Vorsicht geboten ist, sonst könnt ihr eure CPU nachhaltig schädigen. Wir geben euch hier die Werkzeuge und das Wissen an die Hand, jedoch ist das keine Garantie, dass alles glatt geht. Übertakten ist eine Kunst für sich und besteht, wie ihr gleich sehen werdet, aus sehr viel Testen.

Multiplikatorwert einstellen

Habt ihr euren PC mit einem Intel Core i-Prozessor mit freiem Multiplikator ausgestattet, achtet darauf, dass euer Gehäuse ausreichend gekühlt ist – Kühlung mit Lüftern ist der Standard, doch eine Wasserkühlung ist das Maximum. Übertakten bedeutet zwangsläufig mehr Anstrengungen für euren Prozessor und damit eine höhere Temperatur. Könnt ihr die nicht richtig ableiten, kann euer Rechenkern überhitzen, was zu dauerhaften Schäden führen kann.

Installiert nun die Intel Extreme Tuning Utility auf eurem PC. Ihr könnt die Taktrate eures Prozessors zwar auch im BIOS einstellen, mit dem Programm von Intel geht das jedoch bequemer. Nun erhöht ihr den Multiplikatorwert – geht dabei jedoch in sehr kleinen Schritten im Dezimalbereich vor. Habt ihr einen neuen Wert eingestellt, heißt es Testen.

Stresstests durchführen

Ist der neue Takt eingestellt, läuft euer System vielleicht im Desktop-Modus anständig. Doch der Schein kann trügen, denn unter Last ändern sich die Gegebenheiten. Hier hilft euch Intels Programm ebenfalls, da ein Stresstest direkt integriert ist. Dabei solltet ihr stets die Temperatur der CPU im Auge behalten. Ist euer PC instabil oder stürzt gar ab, kann ein überhitzter Prozessor schuld sein. Seid ihr dauerhaft bei 90°C und mehr, solltet ihr abbrechen.

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Stromspannung einstellen

Passt die Temperatur, doch euer System ist dennoch instabil, stimmt wohl die Prozessorspannung nicht. Soll eure CPU mit einem höheren Takt rechnen, braucht sie mehr Strom, den ihr ebenfalls händisch zuführen könnt.

Im Intel Extreme Tuning Utility könnt ihr die Spannungen im Millivoltbereich anpassen. Erhöht ihr den Takt eures Prozessors um 100-200 MHz, solltet ihr die Spannung um 5-10 mV anheben. Anschließend folgt ein weiterer Stresstest.

Abschluss des Übertaktens

Ist euer Stresstest positiv und das System läuft stabil, habt ihr nun die Wahl. Entweder ihr reizt eure Möglichkeiten weiter aus und erhöht den Takt eures Prozessors weiter – dann fangt wieder beim ersten Schritt an – oder ihr belasst es dabei und habt ein stabiles und dauerhaft schnelleres System.

Mehr Leistung mit den Intel Core 9th Generation

Ihr seht schon, beim Thema Übertakten könnt ihr stundenlang einstellen, testen und herum experimentieren. Die neuesten Prozessoren von Intel geben euch dafür alles an die Hand, was ihr benötigt. Achtet beim Kauf einfach auf das »K« am Ende der Produktbezeichnung – das steht bei Intel klassischerweise für den freien Multiplikator.

Damit ihr eure neu gewonnene Power auch direkt testen könnt, zockt ihr einfach die neuesten Spiele an. Ein Anno 1800 braucht in seinen komplexen Berechnungen besonders viel CPU-Leistung. Vor allem, wenn ihr mit unserem Strategie-Guide schnell eine große Stadt aufbaut. Liegt euch der Sinn eher nach einer knackig-schweren Runde Sekiro, zeigen wir euch, wie ihr alle Enden des Spiels freischaltet.

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Carlo Siebenhüner
Carlo Siebenhüner

Ein langer Weg liegt schon hinter Carlo. Mit Sonic ist er damals auf dem Mega Drive um die Wette gerannt, hat sich »volles Pfund aufs Maul« in Gothic gegeben, baut regelmäßig neue Städte bei Anno und verteilt auch immer mal Headshots in Battlefield (oder versucht es zumindest ;-) ).

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