Gwent: Thronebreaker – So umfangreich wird die Kampagne

Das Sammelkartenspiel Gwent bekommt auch eine Einzelspieler-Kampagne. Die hat Entwickler CD Projekt RED auf der gamescom genauer vorgestellt.

  • von Patricia Geiger am 28.08.2017, 13:47 Uhr

Dass das Sammelkartenspiel Gwent, die Standalone-Variante des Minispiels aus The Witcher 3: Wild Hunt, eine Solo-Kampagne bekommen wird, war schon länger bekannt. Bei der gamescom haben die Entwickler von CD Projekt RED diese nun aber zum ersten Mal präsentiert.

Die Singleplayer-Kampagne »Thronebreaker«

Mit Thronebreaker bekommt das Sammelkartenspiel Gwent eine komplette Einzelspieler-Geschichte, die unsere Erwartungen bei der ersten Präsentation weit übertroffen hat.

Wir bekommen hier zwar keine bombastischen Videosequenzen wie im Witcher, aber dafür hat der gezeichnete Look der Kampagne einen ganz eigenen Charme. Hinzu kommt, dass die Kampagne komplett vertont ist – für ein Sammelkartenspiel ist das keinesfalls selbstverständlich.

Thronebreaker spielt zeitlich vor den Witcher-Spielen. Entsprechend ist auch nicht wie in der Witcher-Serie gewohnt Geralt von Riva unser Hauptcharakter, sondern Königin Meve von Lyrien und Rivien. Die beiden Königreiche werden während des zweiten Nilfgaard-Krieges von Nilfgaard erobert.

Der bei der gamescom präsentierte Prolog der Kampagne war dabei noch recht hoffnungsfroh – wer allerdings das Witcher-Universum kennt, der weiß, dass die Stimmung schnell umschlagen kann. Die Ankündigung der Entwickler, dass es sich in der Kampagne von Gwent um eine »düstere Geschichte« handeln wird, verheißt ebenfalls nichts Gutes. Diesen Eindruck untermauert auch der erste Teaser-Trailer.

Spezielle Inhalte für die Kampagne

In Thronebreaker werden die Spieler sich über fünf Maps hinweg Duelle liefern. Das Kartenspiel dient dabei eigentlich als Vehikel, um die Schlachten der Geschichte nachzustellen. 20 neue Karten werden dadurch ins Spiel kommen, einige davon einzigartig und nur zum Zweck, die Story von Thronebreaker zu erzählen.

Abgesehen davon wäre CD Projekt aber auch nicht CD Projekt, wenn sie nicht sogar in die Kampagne eines Sammelkartenspiels Rollenspiel-Elemente einbauen würden. Dabei handelt es sich um ein Dialog-System, in dem wir Entscheidungen treffen müssen – und die dann auch den Verlauf der Kampagne beeinflussen. Je nachdem, wie gütig oder streng Königin Meve agiert, finden wir Verbündete, verlieren sie oder lernen sie gar nicht ernst kennen.

Ein extrem spannender Ansatz, den wir für den Singleplayer von Gwent vorher nicht auf dem Schirm hatten, der uns dafür aber umso positiver überrascht hat. Denn selbstverständlich wirken sich unsere Entscheidungen nicht nur mittel-, sondern auch langfristig auf den Verlauf der Geschichte aus.

Nebenmissionen und Schatzkisten

Hinzu kommt auch noch, dass die Kampagne nicht linear ist und wir von einer Mission in die andere geschoben werden. Stattdessen können wir die Gebiete einigermaßen frei erkunden und dabei unter anderem Kisten finden, die uns dabei helfen, neue Karten zu erhalten oder bereits vorhandene Karten stärker zu machen. Um an die Kisten zu kommen, müssen wir an manchen Stellen erst einmal Umgebungsrätsel lösen – dafür werden wir aber auch mit besserem Inhalt belohnt, manchmal sogar mit Premium-Karten für den Multiplayer.

Außerdem warten Nebenquests darauf, gefunden und erledigt zu werden. Auch hier erhalten wir natürlich für den Abschluss eine Belohnung, die der Mühe entsprechend ausfällt.

An bestimmten Punkten kann Meve mit ihrer Gefolgschaft auch ein Lager aufschlagen. Dort ist es dann möglich, die Einheiten zu trainieren oder im Kommandozentrum das Kartendeck zu bearbeiten.

Gold und Rekruten

Im Camp können die beiden Ressourcen – Gold und Rekruten – ausgegeben werden, um neue Einheiten beziehungsweise Karten zu erwerben. Dabei ist anzumerken, dass beide Ressourcen einfach nur durch das Spielen von Gwent erhalten werden können. Beispielsweise sammeln wir Rekruten durch bestimmte Entscheidungen in Dialogen ein.

In der Kantine treffen wir dann auf alle Charaktere, die sich bisher Meves Tross angeschlossen haben. Hier weisen die Entwickler erneut darauf hin, dass wir unseren Entscheidungen entsprechend später nicht alle der Charaktere rekrutiert haben könnten, die uns in der Demo gezeigt wurden.

Einen finalen Release-Termin für Gwent gibt es momentan noch nicht. Die Beta zum Multiplayer ist aktuell aber auf Xbox One , PlayStation 4 und PC verfügbar. Eine Switch-Version von Gwent ist zum aktuellen Zeitpunkt nicht geplant, wie die Entwickler auf Nachfrage bestätigten.

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Patricia Geiger
Patricia Geiger

Mit der ersten PlayStation ist Patricia den Videospielen verfallen und seitdem nicht mehr davon losgekommen, wobei ihr Herz nach wie vor den Konsolen gehört. Eigentlich dreht sich alles um Rollenspiele, Ego-Shooter und Action-Adventures, ab und an wagt sie sich aber auch an Rundenstrategie oder Jump'n'Runs.