Gamescom 2016: Cosplayer dürfen keine Waffen tragen

Wegen Amok- und Terrorfurcht verschärfen die Gamescom-Verantwortlichen die Sicherheitsmaßnahmen, verbieten Waffenattrappen und empfehlen, Taschen zuhause zu lassen.

  • von Stephan Freundorfer am 03.08.2016, 12:00 Uhr

Die schrecklichen Ereignisse der letzten Wochen in Ansbach, Würzburg und München werden auch auf die diesjährige Gamescom in Köln Auswirkungen haben. Die Kölnmesse hat beschlossen, die Sicherheitsmaßnahmen beim Einlass aufs Messegelände und die Kostümbestimmungen zu verschärfen.

Ein wichtiger Punkt des neuen Sicherheitskonzepts ist die verschärfte Einlasskontrolle: Taschen und Rucksäcke werden nun beim Einlass kontrolliert, was zu entsprechend längeren Wartzeiten führen dürfte (auch wenn man von „variablen“ Kontrollen spricht, sie also wohl nicht durchgehend stattfinden).

Die Kontrollen sollen nicht nur für Messebesucher gelten, auch Aussteller und Pressevertreter müssen sich auf die Maßnahmen einstellen. Daher ruft die Kölnmesse dazu auf, möglichst auf die Mitnahme von Rucksäcken und Taschen zu verzichten. 

Cosplayer sind besonders von den strengeren Sicherheitsmaßnahmen betroffen: Sie dürfen keine Attrappen von Waffen oder waffenähnlichen Gegenständen mehr mit auf die Messe nehmen. Und auch in der Stadt Köln – so zumindest die Bitte der Messeleitung – solle man auf das Tragen solcher Attrappen verzichten. Grund für die neue Bestimmung sei, „Kinder und Familien sowie andere Besucher der Gamescom, aber auch Bewohner und Gäste der Stadt Köln (…) nicht zu verängstigen.“ 

Cosplayer, die von Spieleherstellern als sogenannte ‚Walking Acts‘ über die Messeflure geschickt werden, dürfen übrigens noch Waffenattrappen tragen, müssen diese aber im Vorfeld beim Veranstalter anmelden.

Stephan Freundorfer
Stephan Freundorfer