FIFA 17 Ultimate Team für Profis: Stärke, Tempo, schwacher Fuß

Gute Werte sind bei FIFA 17 Ultimate Team wichtig: Je höher die Zahlen, desto besser der Spieler. Einige Merkmale sind aber entscheidender als andere.

  • von eSport Studio am 16.12.2016, 9:54 Uhr

Welches diese entscheidenden Merkmale sind, hat der zweimalige Weltmeister August “Agge” Rosenmeier auf der DreamHack in Schweden verlautbaren lassen. “Wir Proplayer schauen nach Stärke, Tempo und wie viele Sterne ein Spieler auf dem schwachen Fuß hat”, sagte Rosenmeier nach seinem Sieg im Finale. Wenn wir ein wenig tiefer in die Mechanik von FIFA 17 blicken, ergibt diese Aussage durchaus Sinn.

Stärke

Das Attribut Stärke kommt vor allem in der Verteidigung zum Tragen. Mit hohen Werten sind Spieler eher in der Lage, einen Ball vom Gegner zu erobern. Mit der neuesten FIFA-Version kam das Shielding ins Spiel – und das orientiert sich maßgeblich am Stärke-Attribut, wie Lead Gameplay Producer Sam Rivera in einem Interview durchblicken ließ. Laut Rivera benötigt ein Spieler eine höhere Stärke als der Gegenspieler, um ihn vom Ball wegzustoßen und das Leder abzuschirmen. Stärke ist aber auch für Stürmer wichtig: Sie müssen sich im Strafraum gegen einen Verteidiger behaupten, um nicht einfach zur Seite gestoßen zu werden.

Tempo

Anders als Stärke ist Tempo ein kombinierter Wert aus Beschleunigung und Sprintgeschwindigkeit. Beides ist immens wichtig in FIFA, für Angreifer wie Verteidiger. Euer Stürmer soll dem Verteidiger davonlaufen können, während umgekehrt euer Verteidiger mithalten muss. Der Tempowert ist auf jeder Karte in FIFA Ultimate Team (FUT) oben links zu finden, aber mit Vorsicht zu genießen: Ein Spieler mit hoher Geschwindigkeit und niedriger Beschleunigung bekommt durchaus einen hohen Durchschnittswert. Er ist aber nicht so brauchbar wie ein Kicker, bei dem die beiden Werte ausgeglichen sind.

Sterne auf dem schwachen Fuß

Die Sterne sind für professionelle Spieler ebenso von großer Bedeutung. Je mehr ein Kicker davon hat, desto höher ist der prozentuale Anteil seiner normalen Attribute, wenn er mit dem “falschen” Fuß schießt. Bei wenigen Sternen schießt er beispielsweise nur mit 70 Prozent seines Abschlusswerts. Die Beidfüßigkeit ist aber auch deswegen hilfreich, weil ihr dann vorm Strafraum nicht überlegen müsst, auf welche Seite der Ball muss, damit er überhaupt aufs Tor geht.

Der Wolfsburger Timo ‘TimoX’ Siep erklärt die Perspektive der Profis: “Gareth Bale kann zum Beispiel nur mit links schießen, dadurch weiß der Gegner, dass man sich den Ball vor dem Schuss auf den linken Fuß legen wird. Neymar hingegen kann mit beiden Füßen schießen und damit ist es schwerer für den Verteidiger zu spekulieren, wo man ihn hinbewegen wird.”

“Agge” hatte auf der DreamHack Breel Embolo als seinen “SuperSub”, also seinen wichtigsten und variabelsten Einwechselspieler auf der Bank sitzen. Embolo besitzt in Tempo und Stärke jeweils 88 Punkte, was außergewöhnlich gut ist. Vier Sterne auf dem schwachen Fuß runden die Bewertung ab. Dennoch hat Embolo nur eine Gesamtwertung von 81 und ist damit eigentlich deutlich schlechter als Ronaldo, Griezmann oder Bale.

Sucht ihr neue Spieler für euer FUT-Team, sollten die drei Profi-Werte immer an erster Stelle stehen. Dann findet sich auch der perfekte Kandidat für die freie Position.

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