Fallout 76: Keine NPCs in der Spielwelt

Chefentwickler Todd Howard hat bestätigt, dass Fallout 76 weder einen Offline-Modus noch NPCs haben wird.

  • von Patricia Geiger am 12.06.2018, 17:00 Uhr

Die Fallout-Reihe war bisher der Inbegriff des Singleplayer-Rollenspiels: Alleine zog man durch das postnukleare Ödland, erfüllte Aufträge und schoss dabei Ghule und ähnliche unansehnliche Gestalten zu Brei.

Das allerdings hat zumindest (vorrübergehend) mit Fallout 76 ein Ende. Das kurz vor der E3 angekündigte und nun dank Trailer vollständig enthüllte Spiel krempelt einige Grundprämissen der Reihe um.

E3 2018

Kein Offline-Modus für Fallout 76

Wer gehofft hat, Fallout 76 offline spielen zu können, muss sich mit dem Gegenteil anfreunden. Das Spiel wird keinen Offline-Modus haben. Selbst wenn ihr also als einsamer Wanderer durch das Ödland streift, gibt es keine Möglichkeit, tatsächlich alleine im Spiel unterwegs zu sein. Es kann jederzeit zum Aufeinandertreffen mit anderen Spielern kommen.

Keine NPCs im Ödland

Fallout 76 wird ein Vorgänger zu allen bisher erschienen Teilen. Wer daher damit gerechnet hat, im Zweifel dadurch bedingt auf weniger NPCs zu treffen, muss sich auf etwas ganz anderes einstellen: Wie Chefentwickler Todd Howard in einem Interview bestätigt hat, wird es keinen einzigen NPC in West Virginia geben.

Jeder Charakter, den ihr unterwegs trefft, gehört einem anderen Spieler. Lediglich die Monster und Mutanten sind computergesteuert. Wer hingegen einer Bande Plünderern in die Arme läuft, hat es dabei mit anderen echten Spielern zu tun. Als mögliche Auftraggeber oder Startpunkte für Quests in Fallout 76 nennt Howard Roboter, Terminals und Holovideos. Eine Welt komplett ohne NPCs erscheint aber dennoch gewöhnungsbedürftig.

Dauer-PvP, keine Mods & kein V.A.T.S.-Modus?

Die Tatsache, dass alle Charaktere im Spiel echte Menschen sind, legt die Befürchtung von Dauer-PvP (also konstanten Konfrontationen mit Mitstreitern) nahe. Wie genau Bethesda dieses Thema handhaben will, lässt Todd Howard offen.

Allerdings scheinen die Macher von Fallout 76 das Thema zumindest auf dem Schirm zu haben: Man arbeite am PvP-Balancing. Es soll keine Frustmomente für die Spieler geben, etwas Drama sei allerdings durchaus erwünscht.

Chefentwickler Howard hielt seine Aussagen insgesamt vage, er deutete jedoch an, dass das Treffen von Vorkehrungen möglich sei, um nicht ständig in Kämpfe mit anderen Spielern verwickelt zu werden. Ob ihr euch möglicherweise sogar komplett dagegen verwehren könnt, verriet er jedoch nicht. Er bekräftigte allerdings, dass sein Team natürlich sicherstellen wolle, dass andere Spieler euch in Fallout 76 die individuelle Erfahrung nicht kaputtmachen.

Trotz Online-Ausrichtung soll es den V.A.T.S.-Modus vereinfacht gesagt das Zielen in Zeitlupe mit Auswahl eines bestimmten Körperteils  wieder geben, nur eben ohne den Zeitlupen-Aspekt. Wir dürfen also in Fallout 76 den Gegnern immer noch gezielt ins Bein schießen und sie so verlangsamen, nur diesmal eben in Echtzeit.

Wer bisher in Fallout 4 viel Zeit mit Modding verbracht hat, darf das auch in Fallout 76 wieder tun. Laut Todd Howard werde es private Server geben, auf denen Spieler dann nach Lust und Laune Mods ausprobieren dürfen. Diese werden allerdings nicht direkt zum Release verfügbar sein.

Fallout 76 erscheint am 14. November 2018 für PlayStation 4, Xbox One und PC.

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Patricia Geiger
Patricia Geiger

Mit der ersten PlayStation ist Patricia den Videospielen verfallen und seitdem nicht mehr davon losgekommen, wobei ihr Herz nach wie vor den Konsolen gehört. Eigentlich dreht sich alles um Rollenspiele, Ego-Shooter und Action-Adventures, ab und an wagt sie sich aber auch an Rundenstrategie oder Jump'n'Runs.

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