Die Schöne und das Biest: Märchenhafte Neuauflage

Am 16. März startet die Realverfilmung von Die Schöne und das Biest in den deutschen Kinos. Wir haben uns den Film vorab für euch angesehen.

  • von Patricia Geiger am 08.03.2017, 12:07 Uhr

Wer in den 90er Jahren Kind war, kam an den Disney-Zeichentrickversionen zahlreicher Märchen nicht vorbei, darunter selbstverständlich auch Die Schöne und das Biest. Mit der Realverfilmung wird der Stoff nun für eine neue Generation neu aufbereitet, behält gleichzeitig aber noch den zauberhaften Charme der Vorlage von 1991.

Der Einfluss des Zeichentrickfilms ist den ganzen Film über spürbar, obwohl die ursprünglichen Pläne von Regisseur Bill Condon eigentlich eine Orientierung am Musical vorsahen. Die Sets sind mit jeder Menge Liebe zum Detail gestaltet und ziehen den Zuschauer dadurch schon ganz automatisch in die Märchenwelt. Dabei ist es egal, ob wir das Dorf sehen, in dem Belle (gespielt von Emma Watson) und ihr Vater Maurice (dargestellt von Kevin Kline) leben, die dortige Taverne oder später das Schloss mit seinen verwunschenen Einwohnern und der oppulenten Ausstattung. Die Kostüme des Films verneigen sich ebenfalls vor dem Zeichentrickfilm und sprechen für sich:

Während sich der Realfilm optisch stark an der Vorlage orientiert, wurde an einigen Stellen der Geschichte an den Stellschrauben gedreht. Belle ist nicht mehr nur die Tochter eines Erfinders und Künstlers, sondern beweist auch selbst ihr Talent und erfindet eine Maschine, die ihr die Hausarbeit erleichtert und von einem Esel angetrieben wird. Dadurch wird sie zu einem stärkeren Charakter, ohne erzwungen zu wirken.

Auch die anderen Neuerungen, die wir aus Spoiler-Gründen nicht verraten möchten, ändern die Dramaturgie des Films leicht, wirken aber an keiner Stelle aufgesetzt oder erzwungen. Vielmehr werden dadurch an einigen Stellen Lücken der Geschichte gefüllt und gerade gegen Ende gewinnt die Realverfilmung dadurch sogar noch an Gewicht.

Zu den Neuerungen in Die Schöne und das Biest gehören auch einige One-Liner, die zusätzlichen frischen Wind in die Geschichte bringen und den einen oder anderen Nebencharakter zum heimlichen Star des Films aufsteigen lassen. Sie fügen sich aber genauso nahtlos in das Gesamtkonstrukt ein wie die drei neuen Songs, die für den Film geschrieben wurden. Das kommt jedoch nicht von ungefähr, denn als Komponist kehrte Alan Menken zurück, der schon die Musik des Zeichentrickfilms geschaffen hat.

Die einzelnen Elemente fügen sich aber auch durch die Darsteller zu einem beeindruckenden Gesamtbild zusammen. Die Besetzung macht in Die Schöne und das Biest durchweg einen ausgezeichneten Job, sowohl schauspielerisch als auch bei den Gesangseinlagen, und glänzt mit zahlreichen großen Namen.

  • Emma Watson: Belle
  • Dan Stevens: Biest
  • Luke Evans: Gaston
  • Emma Thompson: Madame Pottine
  • Ewan McGregor: Lumière
  • Ian McKellen: Von Unruh
  • Kevin Kline: Maurice
  • Josh Gad: LeFou
  • Stanley Tucci: Cadenza
  • Audra McDonald: Garderobe
  • Gugu Mbatha-Raw: Babette

Die Schöne und das Biest lässt den Zuschauer die Sorgen des Alltags für einige Momente vergessen und ist gleichzeitig Hommage an die Zeichentrickvorlage und eigenständiger neuer Film. Er ruft beim erwachsenen Publikum Kindheitserinnerungen wach und hat gleichzeitig das Potenzial, eine neue Generation zu verzaubern.

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Patricia Geiger
Patricia Geiger

Mit der ersten PlayStation ist Patricia den Videospielen verfallen und seitdem nicht mehr davon losgekommen, wobei ihr Herz nach wie vor den Konsolen gehört. Eigentlich dreht sich alles um Rollenspiele, Ego-Shooter und Action-Adventures, ab und an wagt sie sich aber auch an Rundenstrategie oder Jump'n'Runs.