Die eSport-Topverdiener im Jahr 2016

Das vergangene Jahr bescherte uns einige spannende eSport-Events mit hohen Preisgeldern. Hier sind die Profis mit den höchsten Einnahmen.

  • von eSport Studio am 03.01.2017, 8:54 Uhr

Knapp 92,1 Millionen US-Dollar gab es im Jahr 2016 weltweit für eSportler zu erspielen – das sind fast 50 Prozent mehr als im Vorjahr. Besonders Dota 2-Spieler hatten Grund zur Freude: The International 6 schüttete mit 20,7 Millionen US-Dollar das meiste Preisgeld in der Geschichte des eSport aus. 

Für die chinesischen Wings Gaming hat sich das vergangene Jahr besonders gelohnt: Mit dem Sieg des Internationals gewann das Team insgesamt 9,1 Millionen US-Dollar. Davon durfte jeder Spieler geschätzt 1,8 Millionen mit nach Hause nehmen – keine schlechte Ausbeute für die Dota-Profis. Diese Summe bringt Li “iceice” Peng und seinen vier Kollegen den ersten Platz der bestverdienenden eSportler des Jahres 2016 ein.

An sechster Stelle folgen die Dota-Profis Rasmus “MiSeRy” Filipsen und Aliwi “w33” Omar. Beide spielten Anfang des vergangenen Jahres noch bei Team Secret, wurden dann aber unsanft aus der Mannschaft entfernt. In Folge traten sie der Organisation Digital Chaos bei und errangen im August 2016 sogar die Vizeweltmeisterschaft beim International. Mit knapp 982.900 US-Dollar Preisgeld knacken beide zwar nicht die Million, aber sichern sich trotzdem zwei Plätze in der Top 10.

Dota-Spieler dominieren

Auf den ersten 20 Plätzen der Topverdienerliste tummeln sich ausschließlich Dota 2-Profis. Erst Platz 21 bringt Abwechslung: Der League of Legends-Spieler Lee “Duke” Ho Seong macht mit knapp 423.000 US-Dollar an Preisgeldern den Dota-Kollegen Konkurrenz. Der 22-Jährige gewann mit seinem ehemaligen Team SK Telecom T1 die LoL-Weltmeisterschaft und erspielte sich allein hier satte 338.000 US-Dollar. Auf den nächsten Plätzen folgen seine Teamkollegen, unter anderem der bekannteste LoL-Profi der Welt, Lee “Faker” Sang-hyeok.

Die erfolgreichsten Counter-Strike: Global Offensive-Profis sind ebenfalls nicht weit: Platz 31 belegt der Brasilianer Gabriel “FalleN” Toledo. Unter der Flagge von Luminosity etablierte er sich als einer der besten CS:GO-Spielern der Welt. Im Juli 2016 wechselte “FalleN” dann mit seinem gesamten Team zur deutschen Organisation SK Gaming und ist seither nicht weniger erfolgreich: Insgesamt 368.500 US-Dollar erspielte er 2016.

Deutschland enttäuscht

Für deutsche eSportler verlief das Jahr 2016 eher enttäuschend. Dota 2-Profi Kuro “KuroKy” Takhasomi gewann 363.000 US-Dollar, was nur 30.000 US-Dollar mehr sind als im Vorjahr. Dies bringt ihn auf Platz 37. Ex-Teamkollege Adrian “FATA-” Trinks liegt mit seinen 343.000 US-Dollar gerade mal auf Platz 46. Unter den erfolgreichsten 150 eSportlern des Jahres 2016 sind die beiden die einzigen Deutschen.  Erst auf Platz 171 folgt Peter ‘NinjaDimi’ Dimitrov mit 106.000 US-Dollar Preisgeld.

Aber der eSport wächst. Bis zum Jahr 2020 soll die deutsche Szene bis zu 130 Millionen Euro Umsatz machen, wie die Wirtschaftsberater von Deloitte prognostizieren. Womöglich gehen dann aus ihr auch mehr Profis hervor, die im internationalen Vergleich mithalten können.

von Kristin Banse

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