Destiny 2: Guided Games und mehr Clan-Suport für die Community

Die Community wird in Destiny 2 mehr in den Fokus gerückt. Dazu sollen neue Clan-Features so wie die Guided Games beitragen. Wir haben im Interview zusätzliche Infos zur sozialen Komponente des Spiels bekommen.

  • von Patricia Geiger am 23.05.2017, 16:20 Uhr

Bei der Gameplay-Premiere in Los Angeles zu Destiny 2 wurden bereits während des Live-Streams zahlreiche Neuerungen im sozialen Bereich angekündigt, zum Beispiel was die Clans angeht. Komplett neu ist darüber hinaus das Feature der sogenannten »Guided Games«. Wir hatten während des Events die Möglichkeit, mit Social Lead M.E. Chung über die Neuerungen zu sprechen.

Neuerungen bei den Clans

Während aktuell die komplette Verwaltung der Clans noch außerhalb des Spiels, zum Beispiel über die Webseite bungie.net, erfolgt, bekommt Destiny 2 auch im Spiel Clan-Features. Das macht es den Leitern zum Beispiel einfacher, neue Beitrittsanfragen zu beantworten. Hinzu kommen Clan-Banner, welche die Spielergemeinschaften frei gestalten können, um sich von anderen abzugrenzen und eine eigene Identität zu schaffen.

Wer aktuell bereits Mitglied eines Clans ist, kann aufatmen: Die bestehenden Clans werden alle in Destiny 2 übernommen. »Das war uns extrem wichtig, es sind schließlich die Communities der Spieler, die man auch behalten möchte«, so M.E. Chung. Man wollte den Spielern die Arbeit ersparen, die Clans noch einmal neu erstellen zu müssen.

Mit dem Start von Destiny 2 wird es ein neues Belohungssystem innerhalb der Clans geben, wie bereits im Stream angekündigt worden war. Zu den konkreten Mechaniken durfte uns M.E. Chung noch nichts verraten, aber immerhin zu den Gedanken dahinter. 

Über das neue System werden alle Spieler belohnt, die zum Clan gehören. Um ein konkretes Beispiel zu nennen: Absolvieren sechs Spieler eines Clans erfolgreich einen Raid, bekommen auch alle anderen Mitglieder eine Belohnung. Gleiches gilt für den PvP-Bereich.

Als Vorbild dient hier American Football, genauer gesagt der Super Bowl. Alle am Sieg beteiligten Personen des Vereins erhalten dabei einen Ring – selbst die für die Platzpflege zuständigen Personen.

Das neue Belohnungssystem in Destiny 2 soll Frustration bei Spielern vorbeugen, die zum Beispiel durch Schule, Job oder Familie einfach nicht so viel Zeit zum Spielen haben wie andere Clan-Mitglieder. Durch die Belohnungen sollen diese Spieler ihren Clan-Kameraden künftig nicht mehr hinterherhinken und das Zusammengehörigkeitsgefühl gestärkt werden. Legt man einen Raid-Boss um, tut man das zukünftig schließlich nicht mehr nur für die kleine Gruppe, sondern für den gesamten Clan.

Das hat es mit den Guided Games auf sich

Komplett neu in Destiny 2 werden die Guided Games sein. Sie bieten Solospielern die Möglichkeit, sich kleineren Gruppen für Raids oder den Dämmerungsstrike  anzuschließen. Für diese Aktivitäten gab es im Vorgänger bekanntlich kein Matchmaking und man musste sich außerhalb des Spiels zu 3er- und 6er-Gruppen zusammenschließen.

»Das am meisten nachgefragte Feature der Spieler war Matchmaking für Raids«, erklärte M.E. Chung. Bereits während der Präsentation hatte Chefentwickler Luke Smith erklärt, dass nur 50 Prozent der Spieler im ersten Destiny überhaupt einen Raid gesehen hatten. Eine Lösung dafür zu finden war laut der Entwicklerin allerdings leider gesagt als getan, da Bungie eine Community aufbauen und toxische Gruppendynamiken unter allen Umständen vermeiden wollte.

Bungie hat daher Destiny 2 als Neustart angesehen, sowohl im Bezug auf die Art, wie die Story erzählt wird, als auch im sozialen Bereich. Eine Herausforderung war hier, einen Weg zu finden, Solospieler mit Clans zusammenzubringen.

»Die Leute sind gut darin zu identifizieren, was sie mögen und wie sie sprechen. Es gehört zu den menschlichen Grundeigenschaften. Gleichzeitig sind Menschen aber auch unglaublich gut darin, sich zu verstellen und einem vorgegebenen Kontext anzupassen. An einer Bar verhalten wir uns automatisch anders als auf einem Kinderspielplatz.«, sagte M.E. Chung. 

Aus dieser Grundlage habe sich dann die Idee entwickelt, dass die Clans sich mit ihren Regeln präsentieren und die Spieler darauf basierend ihre Entscheidung treffen können, ob sie mit den entsprechenden Leuten zusammenspielen möchten.

Wie diese Zusammenführung von Clans und Einzelspielern genau funktionieren wird, konnten wir nicht in Erfahrung bringen. Dazu soll es jedoch zu einem späteren Zeitpunkt weitere Informationen geben. M.E. Chung versicherte uns jedoch, dass es im Spiel alle notwendigen Tools geben wird, um als Gruppe zusätzliche Spieler einzuladen. Beziehungsweise umgekehrt, um als Einzelspieler nach einer Gruppe zu suchen.

Ingame-Events, Socials Hubs und mehr

Ebenfalls keine konkreten Informationen gab es zu regelmäßigen Ingame-Events wie den Prüfungen von Osiris und dem Eisenbanner-Turnier. Es wird solche Events in Destiny 2 zwar auf jeden Fall wieder geben, nur in welchem Umfang und wann durfte uns M.E. Chung noch nicht verraten.

Auch Social Hubs wird es in Destiny 2 wieder geben. Auch wenn der Turm nicht mehr dazu gehört, schließlich wird er direkt zu Beginn des Spiels von den Kabalen in Schutt und Asche gelegt. Wo die neuen Hubs sein werden und welche Funktionen sie bieten, ist aktuell jedoch auch noch ein Geheimnis. Was wir jedoch schon erfahren konnten: Die neuen Hubs sind in den Verlauf der Geschichte integriert.

Destiny 2 wird am 8. September 2017 für PlayStation 4, Xbox One und PC erscheinen. Wir haben an anderer Stelle alle wichtigen Infos der Gameplay-Premiere für euch zusammengefasst.

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Patricia Geiger
Patricia Geiger

Mit der ersten PlayStation ist Patricia den Videospielen verfallen und seitdem nicht mehr davon losgekommen, wobei ihr Herz nach wie vor den Konsolen gehört. Eigentlich dreht sich alles um Rollenspiele, Ego-Shooter und Action-Adventures, ab und an wagt sie sich aber auch an Rundenstrategie oder Jump'n'Runs.