Destiny 2: Bann für PC-Spieler wegen Voicechat und Streaming?

Bereits im August hatte Bungie bekannt gegeben, dass Destiny 2 auf dem PC mit einigen beliebten Programmen nicht kompatibel ist. Nun wurden Spieler scheinbar für deren Nutzung sogar gebannt.

  • von Patricia Geiger am 25.10.2017, 11:08 Uhr

Update vom 26.10.:

Nachdem Bungie in einem Statement gestern Abend erneut dementiert hatte, Spieler ungerechtfertigt aus Destiny 2 verbannt zu haben, gibt es nun eine Wende. Inzwischen wurde die Meldung auf der offiziellen Webseite , die auch gleichzeitig als Hub des Spiels dient, aktualisiert. Nun heißt es: 

Update: Während unserer Bann-Überprüfung haben wir eine Spielergruppe identifiziert, die zu Unrecht gebannt wurden. Die Sperre dieser Spieler wurde aufgehoben. Die Banns standen nicht im Zusammenhang mit den genannten Drittanbieter-Programmen. Wir werden den Bann-Prozess weiter überprüfen um Spaß und Fairness im Spiel zu gewährleisten.«

Bungie hatte im Originalstateent angegeben, dass keine Sperrungen für die Nutzung von Programmen wie Discord, Xsplit, OBS, RTSS, etc. verhängt worden seien.

Originalmeldung:

Bereits Anfang August, also einige Wochen vor der Beta zur PC-Version von Destiny 2, hatte Entwickler Bungie bekannt gegeben, dass das Spiel nicht mit beliebten Programmen wie Discord oder Fraps kompatibel sein würde. Allerdings wurden nun scheinbar Spieler für deren Nutzung gebannt.

Eine einfache Nicht-Kompatibilität bedeutet normalerweise, das die Programme schlichtweg nicht miteinander verwendet werden können und eins davon im Zweifel einfach nicht startet, eine Fehlermeldung anzeigt oder im schlimmsten Fall abstürzt. 

Spieler beschweren sich in Foren

Allerdings häufen sich die Beschwerden von Spielern auf Reddit und Co. darüber, dass sie nach der Nutzung eines der als nicht-kompatibel angegebenen Programme direkt gebannt wurden. Besonders bitter: Die Banns in Destiny 2 sind permanent, wie Bungie in einem Artikel erklärt, der auf den 23.Oktober 2017 datiert ist. Hier wird zwischen zwei Meldungen unterschieden:

»Wenn ein Spieler eine Nachricht erhält, in der eine Konto- oder Gerät-Einschränkung erwähnt wird, bedeutet das, dass er temporär keinen Spiel-Zugang auf Konto- oder Hardware-Level hat. Spieler, die eine Konto-Einschränkung erhalten haben, können nach dem Ablauf derselbigen wieder an Destiny-Aktivitäten teilnehmen. Spieler, die eine Gerät-Einschränkung erhalten haben, können bis zum Ablauf der Einschränkung Destiny 2 nicht auf der entsprechenden Hardware spielen.«

und

»Wenn ein Spieler eine Nachricht erhält, in der eine Konto- oder Gerät-Sperrung erwähnt wird, bedeutet das, dass er dauerhaft keinen Spiel-Zugang auf Konto- oder Hardware-Level hat.«

Zusätzlich gibt es auch keine Möglichkeit, sich gegen den zweiten Fall zu wehren. Hierzu heißt es: 

»Es gibt keine Möglichkeiten, sich über Kontoeinschränkungen oder -Sperrungen zu beschweren oder sie loszuwerden. Permanente Kontosperrungen werden nur nach rigorosem Nachprüfen verhangen, um sicher zu gehen, dass keine Unschuldigen bestraft werden. Bungie wird individuelle Kontoeinschränkungen oder -Sperrungen weder kommentieren noch diskutieren.«

Interessant ist dabei, dass in der Liste der verbotenen Aktionen zwar selbstverständlich die Nutzung von Hacks oder Trainern in Destiny 2 aufgelistet wird, aber eben nicht die Nutzung der Software, die nun Spielern zum Verhängnis zu werden scheint.

Bungie bestreitet Sperrungen wegen Software

Laut dem Chefentwickler der PC-Version von Destiny 2 sind die Beschwerden allerdings »Internet-Blödsinn«. Es werden demnach nur die Programme selbst geblockt, deren Code aktiv in das Spiel eingeschleust wird. Sperrungen gebe es dafür allerdings keine.

Doch auch in direkter Reaktion auf diese Entwickleraussage berichten Spieler davon, dass sie beispielsweise für die Nutzung der Hardware-Monitoring-Software MSI Afterburner geblockt wurden.

Wir werden die Entwicklung weiter im Auge behalten und diese News updaten, wenn sich an der Sachlage etwas ändern sollte.

Bis dahin können wir aber schlichtweg einfach nur davon abraten, eines der von Bungie als inkompatibel angegebenen Programme zu verwenden.

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Patricia Geiger
Patricia Geiger

Mit der ersten PlayStation ist Patricia den Videospielen verfallen und seitdem nicht mehr davon losgekommen, wobei ihr Herz nach wie vor den Konsolen gehört. Eigentlich dreht sich alles um Rollenspiele, Ego-Shooter und Action-Adventures, ab und an wagt sie sich aber auch an Rundenstrategie oder Jump'n'Runs.