Der ultimative Total War: Warhammer 2 Guide – Tipps, Tricks & Strategie

Strategiebretter wie Total War: Warhammer 2 sind nicht gerade einfach. Aber mit unserem ausführlichen Guide (auch zu Mortal Empires) wird der Sieg zum Kinderspiel.

  • von Benjamin Danneberg am 17.10.2017, 11:36 Uhr

Mit Total War: Warhammer 2 hat Entwickler Creative Assembly eine hervorragende neue Kampagne für Strategiefans veröffentlicht.

Wir kümmern uns nicht in erster Linie um die Eroberung der Alten Welt, sondern wir müssen innerhalb einer bestimmten Zeit die Aufgaben bewältigen, die uns im Rahmen der Geschichte gestellt werden.

Dabei geht es um den Mahlstrom, der sich auf dem Kontinent Ulthuan, der Heimat der Hochhelfen, befindet und dafür sorgen soll, dass die Mächte des Chaos nicht ungehindert in die Welt gelangen können.

Allerdings hat irgendwer damit begonnen, den Mahlstrom zu manipulieren. Infolgedessen ist der mächtige, magische Wirbel instabil geworden und benötigt unbedingt Unterstützung, damit er nicht zusammenbricht. Wahlweise versuchen wir auch, ihn zu schwächen – je nachdem für welche Rasse wir uns entscheiden.

Fünf Rituale müssen wir mit unserer Fraktion durchführen, um unser Ziel zu erreichen. Doch dabei werden wir von anderen Fraktionen behindert und auch das Chaos dringt immer wieder zu uns vor und stellt unsere taktischen und strategischen Fähigkeiten auf die Probe.

Total War: Warhammer 2 ist kein einfaches Spiel und wir müssen schon wissen, was wir tun, damit wir erfolgreich sind. Wir haben mit den Hochelfen die Kampagne gewonnen (Schwierigkeitsgrade Normal und Schwer) und werden euch in unserem ausführlichen Guide jetzt unsere Tricks und Tipps verraten.

Inhaltsverzeichnis

Welche Rasse sollte ich spielen?

Es gibt (in der Release-Version) vier spielbare Rassen: Die Hochelfen, die Echsen, die Dunkelelfen und die Skaven. Sie unterscheiden sich teilweise deutlich in der Spielanlage.

Hochelfen

Starke Infanterie (Phönixgarde und Schwertmeister von Hoeth) und extrem gute Bogenschützen sorgen für Schlachtfelddominanz, Drachenritter sind gerade bei Flankenangriffen oder Hinterhalten verheerend.

Das Ass im Ärmel sind jedoch die Drachen: Sie können gegnerische Einheiten fantastisch binden, halten viel und teilen ordentlich aus. Hochelfen (auch Asur genannt) benötigen Einfluss, der durch Entscheidungen bei Hofintrigen und der Erledigung von Aufträgen verdient wird. Gute Kommandanten kosten sehr viel Einfluss.

Echsenmenschen

Über sein geomantisches Netz (eine magische Verbindung seiner Städte und Dörfer) bekommt das uralte Echsenvolk verbesserte Provinzboni und kann so beispielsweise das Wachstum ankurbeln.

Auf dem Schlachtfeld sind sie durch die Zauber ihrer Kommandanten und Magier sehr gefährlich (Echsen habe eine besondere Verbindung zur Magie), aber insbesondere ihre monströsen Einheiten wie beispielsweise Kroxigore oder Stegadons sind an Zähigkeit und Kampfkraft kaum zu überbieten.  

Dunkelelfen

Die mordlüsternen Druchii wollen neben der Rache an ihren Brüdern und Schwestern von den Hochelfen eigentlich nur eines: Töten. Ihre Infanterie wie die Hexenkriegerinnen und die Henker von Haer Ganeth sind absolut tödlich, sobald sie auf Nahkampfreichweite heran kommen.

Die Reichweite ihrer Armbrustschützen ist erheblich geringer als die der Hochelfen, dafür verursachen sie deutlich mehr Schaden. Der Schwarze Drache und die (sehr langsame) feuerspeiende Kriegshydra sind ihre großen Trümpfe, solange sie nicht unter massives Feuer geraten.

Dunkelelfen müssen auf die Loyalität ihrer Kommandanten aufpassen. Sie können schwarze Archen als mobile Basen bauen, die über Wasser schweben und Küstenregionen in Kampfsituationen sogar mit Artilleriefeuer unterstützen.

Skaven

Hässlich, widerlich und doch auf beunruhigende Weise faszinierend: Das Rattenvolk setzt auf Masse und fiese Steampunk-Apparaturen bis hin zu Frankenstein-Experimenten.

Die Skaven haben das gleiche Loyalitätsproblem mit ihren Kommandanten wie die Dunkelelfen, erschwerend kommt noch der Hunger-Faktor hinzu: Hungern ihre Armeen, dann sinken Wachstum, Einnahmen, der Führerschaftswert in Kämpfen und die öffentliche Ordnung.

Haben sie dagegen genug Nahrungsgebäude gebaut oder können sich die Ratten an den Leichen der Feinde gütlich tun, dann gibt’s Boni.

Im Kampf sind ihre vielfältigen Nah- und Fernkampfeinheiten nur durch Masse gefährlich, abgesehen vielleicht von den Rattenogern. Richtig gefährlich werden die Skaven durch ihre Artillerie (Seuchenklauenkatapult und Warpblitzkanone) sowie das Todesrad und die Höllengrubenbrut.

Schwierigkeitsgrade

Ihr könnt eine Partie in Total War: Warhammer 2 in insgesamt fünf Schwierigkeitsgraden schlagen. Die genauen Modifikatoren sind leider nicht bekannt, es kann also sein, dass es zusätzliche Faktoren gibt (bspw. erhöhter Schaden oder verringerte Nachladezeiten für die KI):

Leicht – Eure Fraktion zahlt weniger Einheitenunterhalt und es gibt Boni auf Führerschaft in Kämpfen

Normal – Für euch und die KI sind die Standardeinstellungen aktiv und niemand bekommt Boni oder Mali

Schwer – Ihr zahlt höheren Unterhalt für eure Armeen, die KI bekommt Boni auf Führerschaft, geht aggressiver vor (unter anderem auch mit mehr Helden) und es gibt mehr Chaosgegner, wenn ihr ein Ritual ausführt.

Sehr schwer – Legt bei allen unter dem vorigen Punkt genannten Effekten nochmal eine Schippe drauf.

Legendär – Alle vorigen Effekte treten ein. Darüber hinaus dürft ihr nicht manuell speichern (z. B. vor Kämpfen) und während die Pause in einem Gefecht aktiv ist, könnt ihr keine Befehle geben.

Gefechtsrealismus

Wenn ihr rechts neben der Schwierigkeitseinstellung auf die Zahnräder klickt, dann könnt ihr die Gefechtsschwierigkeit festlegen und den Gefechtsrealismus (auch bei niedrigen Schwierigkeitsgraden) hinzuschalten.

Das entfernt Radar, Pausenbefehle, Spielgeschwindigkeitseinstellungen und belegt euch mit Kameraeinschränkungen. Beispielsweise sind Feinde ab 600 Metern Entfernung für euch nicht mehr sichtbar.

Zum obigen Bild: Das ist die Startposition der Hochelfen unter ihrem Lord Teclis. Das Bild zeigt eine mögliche Reihenfolge, um die eigene Provinz zu erobern (die drei Städte unten), den direkten Gegner zu schwächen (3.), eine Stadt mit Ritualwährung zu erobern (4.) und dann den direkten Feind komplett auszulöschen (5.). Punkt 3 und 4 kann auch getauscht werden, wenn ihr schnell Ritualwährung aufbauen wollt. Punkt 5 lässt sich auch auslassen und ihr könnt stattdessen ein Friedensabkommen treffen, da die Stadt euch eigentlich nicht weiter interessiert.

Grundlegende Hilfe für die Startphase

Schaut euch zu Beginn vor allem die Umgebung an. Eine feindliche Fraktion hat sich in eurer Provinz breitgemacht und beherrscht zwei Städte. Die müsst ihr euch zuerst zurückholen.

Rekrutiert zu diesem Zweck neue Einheiten für eure Armee. Bewegt euren Kommandanten dafür in die nächstgelegene Stadt und holt euch je drei Nahkampf- und Fernkampfeinheiten.

Das dauert zwei Runden. Danach nehmt ihr die Provinzstädte ein und löscht – wenn möglich – die entsprechende Fraktion komplett aus. Sie hält normalerweise zwei oder drei weitere Ortschaften in der Nähe.

Sucht als nächstes eine Stadt in der Nähe, die Ritualwährung generiert (beispielsweise Wegsteinsplitter bei den Hochelfen oder Schriftrollen von Hekarth bei den Dunkelelfen).

Diese Stadt ist euer erstes größeres Ziel. (Dieser Schritt kann natürlich auch vorgezogen werden, wenn die Kartensituation das hergibt, so wie im obigen Bild). Sobald sie gesichert ist, fangt mit dem systematischen Ausbau von Infrastruktur und Militär an.

Profi-Tipp: Eine gesunde Aggressivität kann für die initiale Phase sehr hilfreich sein. Das heißt aber auch, dass ihr in den ersten Gefechten taktisch sehr gut spielen und eventuell auch mal eine Unterzahl in einen Sieg verwandeln müsst. Ziel dabei: Die oben im Bild gezeigte Reihenfolge in möglichst wenig Runden zu bewältigen.

Tipps zur Infrastruktur

Jede Provinz besteht aus einer Provinzhauptstadt und einer oder mehreren Nebenstädten. Hauptstädte können immer auf volle fünf Ausbaustufen erweitert werden, Nebenstädte maximal auf drei. Deshalb müsst ihr genau planen, was ihr an welcher Stelle bauen wollt. Beachtet dabei folgende Regeln:

Einkünfte steigern: Gold ist Trumpf

Es gibt nichts Wichtigeres in Total War: Warhammer 2 als Gold. Gold benötigt ihr für den Einkauf und den Unterhalt von Armeen. Je höher eure Einkünfte pro Runde sind, desto mehr Militär könnt ihr euch leisten und desto höher sind eure Chancen auf Erfolg.

Vor allem in Bezug auf den Mahlstrom braucht ihr unbedingt mehrere Armeen, damit ihr eure Mitbewerber vor der Beendigung von Ritualen bewahren könnt. Deshalb legt ihr in der ersten Spielhälfte den Fokus auf alle Gebäude, die euch Geld und Wachstum bringen.

Ebenfalls ganz wichtig: Handelsabkommen. Produziert ihr viele Handelswaren und unterhaltet viele Handelsabkommen, dann sprudelt das Gold nur so. Allerdings müsst ihr dann auch darauf achten, dass eure Handelspartner euch wohlgesonnen bleiben.

Zum obigen Bild: Ab Gebäudestufe 4 kann nur noch in einer Provinzhauptstadt ausgebaut werden. Daher legt ihr in der jeweiligen Hauptstadt die fortgeschrittenen militärischen Gebäude und die Wahrzeichen an. Gibt es kein Wahrzeichen, dann wählt rechts bei Infrastruktur den fünfstufigen Unterhaltungskomplex. Häfen und Rohstoffe solltet ihr ebenfalls immer ausbauen, ob in einer Hauptstadt oder Nebenstadt. Für Nebenstädte sind vor allem Garnisonen und Wirtschaftsgebäude wichtig.

Welche Gebäude soll ich wo bauen?

In Städten mit Ressourcen (am Ressourcen-Icon neben dem Namen zu erkennen) baut ihr immer die entsprechende Ressource ab. Die erhöht euer Handelsaufkommen enorm, so ihr denn Handelsabkommen eingegangen seid.

Auch Wahrzeichen solltet ihr immer ausbauen. In eurer Fraktionshauptstadt baut ihr eure wichtigsten Rekrutierungsgebäude, in den Nebenstädten vor allem Wirtschafts-, Wachstums- und Ordnungsgebäude. Darüber hinaus sollte jede Stadt voll ausgebaute Garnisonen bekommen.

Wichtig: Plant die Reihenfolge der Gebäude entsprechend eurem Technologiebaum, sofern nötig (bspw. bei den Hochelfen). Präferiert jene Gebäude, die ihr für die Forschung benötigt, damit ihr nicht irgendwann Runden ohne Forschung erlebt. 

Profi-Tipp: Ihr könnt eure Einheitenproduktion voll auf die Fraktions-Hauptstadt verlegen, um alle anderen Städte vor allem wirtschaftlich auszubeuten. Allerdings könnt ihr dann nur noch global rekrutieren, was die Rekrutierungskosten erhöht. Achtung: Manche Rekrutierungsgebäude können trotzdem sinnvoll sein, wenn sie Garnisonseinheiten bereitstellen. Lest die Texte genau!

Tipps zum Provinzmanagement

Klickt auf eine Stadt und dann unten links, neben dem Infofenster mit den Werten für Wachstum, Korruption etc. auf das kleine Aufklappmenü.

Sobald ihr eine komplette Provinz besitzt, dürft ihr dort Erlasse festlegen. Wählt für die ersten Runden Boni auf Einkommen, schaltet später auf Boni für Wachstum bzw. geringere Baukosten (falls vorhanden) um.

Technologien perfekt auf die eigenen Bedürfnisse ausrichten

Wählt eure Technologien mit Bedacht. Insbesondere Hochelfen (Echsenmenschen und Skaven weniger, Dunkelelfen überhaupt nicht) brauchen bestimmte Gebäude und Gebäudestufen, um Technologien überhaupt zur Erforschung freischalten zu können.

Steigert nach Möglichkeit vor allem zu Beginn wirtschaftliche Boni. Wenn ihr militärische Technologien erforscht, dann richtet diese genau auf eure Bedürfnisse aus. Wenn ihr kaum mit Kavallerie spielt, dann braucht ihr auch keine Boni dafür erforschen.

Guide zu den Lords, Kommandanten & Helden

Kommandanten und Helden können den Unterschied in einzelnen Gefechten, als auch in der gesamten Kampagne machen.

Sie können mit umfangreicher Ausrüstung ausgestattet werden, die ihr nach gewonnen Schlachten, bei der Erkundung oder durch Dialogoptionen bekommt.

Wichtig ist, dass ihr Kommandanten und Helden auf eure Armee und ihre Rolle darin auslegt. Ein Kommandant mit Boni für Bogenschützen bringt kaum Vorteile, wenn ihr nur wenige Bogenschützen habt.  

Kommandanten richtig leveln

Je schneller ihr anfangs neue Armeen aushebt, desto schneller könnt ihr euch auf der Karte breitmachen und desto weniger (harte) Gegenwehr findet ihr vor. Darum solltet ihr das Einkommen durch den Kommandanten in den Kampagneneffekten des Skillbaums (untere Reihe) zuerst steigern.

Soll euer Kommandant sich in Gegenden rumtreiben, in denen Chaos-, Skaven- oder Dunkelelfenkorruption für Verschleiß bei den Truppen sorgt, dann ist die untere Reihe auch hier hilfreich: Habt ihr im ersten Teil genug Punkte ausgegeben, dürft ihr im zweiten Teil nicht nur die Unterhaltskosten der Armee des jeweiligen Kommandanten senken, sondern auch den Verschleiß aus allen Quellen reduzieren. Und das ist sehr wichtig, vor allem wenn die Armee ohne Stützpunkt agiert.

Für euren Lord ist es zudem wichtig, seine (magischen) Charakterfertigkeiten auszubauen. Zauber können so manche Schlacht entscheiden, wenn sie richtig eingesetzt werden. Und natürlich solltet ihr die Schlachteffekte so wählen, dass sie der Zusammenstellung eurer Armee entsprechen.

Lords können darüber hinaus oft mächtige Reittiere erhalten, beispielsweise Drachen. Die Auswirkungen eines neuen Reittiers auf Lord, Kommandant und Held könnt ihr vorher durch ein Mouse-Over über die Fähigkeit sehen (die Werte in den Charakterstatistiken verändern sich entsprechend).

Lasst eure Kommandanten nicht zu lange irgendwo herumstehen. Je nach Aktion bekommen Kommandanten passive Boni, beispielsweise Boni auf Führerschaft gegen eine bestimmte Rasse, wenn sie oft erfolgreich gegen diese gekämpft haben.

Es gibt aber auch negative Auswirkungen, wenn ein Kommandant mit seinen Truppen lange in einer einzigen Stadt verharrt. Deshalb bewegt eure Truppen herum, haltet sie in Aktion. Marschiert mit ihnen von einer Stadt zur anderen und zurück. Das kann euch nicht nur neue Boni bringen, es verhindert schlicht negative Auswirkungen.  

Helden richtig leveln

Helden könnt ihr entweder auf sich gestellt durch die Gegend wandern lassen und gegen feindliche Städte einsetzen, indem ihr beispielsweise die Mauern oder die Garnison schwächt. Das kann sich positiv auf eine folgende Belagerung auswirken.

Oder ihr könnt sie auch in eine Armee aufnehmen und direkt mitkämpfen lassen. Was auch immer ihr mit ihnen tut, ihr solltet einige Dinge im Hinterkopf behalten.

Magier sind extrem mächtig. Gerade Heilungsmagie und Sprüche mit großem Wirkungsgrad sind genial. Achtet bei Magiern vor allem darauf, Energiereserven der Winde der Magie (sozusagen das Warhammer-Mana) auszubauen. Das bestimmt nämlich, wie viele Zauber ihr wirken könnt.

Manche Helden bringen Boni auf die Verstärkungsrate nach Verlusten. Je schneller eure Armee nach einem Gefecht wieder voll einsatzbereit ist, desto besser.

Vergesst niemals, eure Helden auf Gegenaktionen zu skillen. Ihr werdet vielen gegnerischen Helden begegnen, die erheblichen Schaden anrichten können, wenn ihr sie nicht aufhaltet. Investiert auf jeden Fall (und nicht zu spät) genug Punkte in Spezialist (erhöht Erfolgschance einer Heldenaktion und senkt ihre Kosten) und Attentat. Eure Städte und Armeen werden es euch später danken.

Ausrüstung sinnvoll verteilen

Es gibt viele verschiedene magische Gegenstände, angefangen bei Rüstungen und Waffen bis hin zu Bannern für Einheiten und Gefolgsleuten mit speziellen Boni. Auch hier gilt: Verteilt die Klamotten sinnvoll!

Wenn ihr einen Gefolgsmann bekommt, der jeglichen Verschleiß der Armee verhindert, dann gehört er dem Kommandanten zugewiesen, der sich in unwirtlichen Gebieten herumtreibt. Dagegen sollte das Banner der Eile beispielsweise vorrangig Einheiten zugewiesen werden, die schnell zuschlagen sollen, beispielsweise Kavallerie.

Allgemeine Kampagnen-Strategie

Wie stark sollte ich expandieren?

Das hängt ganz davon ab, welche Rasse ihr spielt und wie ihr wirtschaftlich aufgestellt seid. Mit den Dunkelelfen oder Skaven sind ständige Kriege absolut angesagt, schließlich wollen die mordlüsternen Kommandanten beschäftigt werden. Allerdings muss ja nicht jede Siedlung besetzt werden – ausrauben oder niederreißen reicht völlig aus.

Lohnenswert sind in jedem Fall solche Siedlungen, die Handelswaren oder besondere Gebäude mitbringen. Das erkennt ihr an den kleinen Icons neben dem Siedlungsnamen. Ebenfalls sinnvoll sind Städte, die Ritualwährung produzieren können, zu erkennen an der Lichtsäule über der Stadt.

Zum obigen Bild: Städte, die Ritualwährung herstellen können, werden auch durch den Kriegsnebel mit einer Lichtsäule angezeigt.

Wieviel ihr einnehmt, müsst ihr von eurer Armeen-Zahl und euren wirtschaftlichen Verhältnissen abhängig machen. Es reicht völlig aus, strategisch und punktuell Siedlungen und Provinzen einzunehmen.

Vor allem in Feindesland solltet ihr Stützpunkte haben, um Rituale der Feinde unterbrechen zu können. Wichtig ist in jedem Fall, dass ihr die Siedlungen, die ihr behalten wollt, auch verteidigen könnt. Sorgt also jeweils für starke Armeen in Reichweite sowie eine starke Garnison.

Expandiert ihr zu schnell und zu viel, geht euch nicht nur das Geld aus: Ihr könnt die Siedlungen nicht mehr sinnvoll ausbauen und geratet auch mit anderen wichtigen Ausbauten (beispielsweise in der Fraktionshauptstadt) schnell in Verzug.

In Total War: Warhammer 2 geht es unter anderem um Effizienz, also plant eure Ausbreitung mit Bedacht. Es sei denn ihr seid stinkreich und habt jede Menge starker Armeen – dann könnt ihr auch einfach die ganze Karte erobern.

Wie gehe ich mit einer Rebellion richtig um?

Rebellionen entstehen dann, wenn die öffentliche Ordnung auf einen Wert von -100 sinkt. Dann entsteht in der aufbegehrenden Provinz eine Separatistenarmee, die allerdings anfangs nur aus wenigen Einheiten besteht. Über mehrere Runden rekrutieren die Rebellen erst Einheiten, bevor sie eine eurer Städte angreifen. Je eher ihr sie also angreift, desto einfacher wird der Kampf für euch.

Profi-Tipp: Unterhaltet eine Provinz – sofern möglich – immer in einem Zustand der Rebellion (keine Gebäude bauen, die Ordnung geben; Armeen außerhalb der Provinz stationieren). Dadurch bekommt ihr immer wieder Übungsschlachten für euren Kommandanten und könnt so die Erfahrung der Truppen leicht steigern.

Zum obigen Bild: Epische Ausrüstung bekommt ihr durch die beiden großen Fraktions-Szenarien.

Wann sollte ich die Fraktionsmissionen angehen?

Jede Fraktion bekommt im Laufe der Kampagne zwei besondere Missionen zugeteilt, in denen ihr euch mit der Armee eures Lords in bestimmten Szenarien durchsetzen müsst. Beispielsweise müssen die Hochelfen in einer riesigen Höhle den Hinterhalt einer großen Skavenarmee überleben.

Diese Missionen sind nicht ganz ohne, ihr schafft sie aber in der Regel schon früh im Spiel, sobald ihr volle 20 Einheiten in der Armee habt. Lasst euch also nicht zu viel Zeit mit der Erledigung, schließlich bekommt euer Lord dadurch extrem starke Gegenstände.

Diplomatie geschickt nutzen

Vergesst nicht, Diplomatie zu betreiben. Bietet immer wieder Nichtangriffspakte, Friedensabkommen und Bündnisse, sowie Handelsabkommen an. Insbesondere um eure Kernländer herum sind gute Beziehungen wertvoll – sofern möglich. Schließlich müsst ihr euch dann nicht ständig sorgen, angegriffen zu werden. Wohingegen ihr selbst ja immer noch jederzeit Krieg erklären könnt …

Vorsicht bei Konföderationen

Habt ihr eine andere Fraktion diplomatisch so sehr um den Finger gewickelt, dass sie bereit ist, sich mit eurer Fraktion unter eurem Banner zu vereinen, gehen alle ihre Ländereien und Truppen in euren Besitz über. Deshalb Vorsicht: Wenn ihr euch gerade euren besten Handelspartner einverleibt, kann sich aus einem dicken Finanz-Plus schnell ein fettes Minus (durch Truppen-Unterhalt beispielsweise) ergeben. Überlegt euch diesen Schritt also gut!

Langfristige Effekte bevorzugen

Ihr bekommt immer mal wieder Dialoge mit bis zu vier Entscheidungsmöglichkeiten mit jeweils unterschiedlichen Auswirkungen. Je nachdem was ihr gerade benötigt (beispielsweise brauchen die Hochelfen oft dringend Einfluss) solltet ihr euch hier langfristig orientieren.

Beispielsweise ist für Hochelfen ein satter Einfluss-Bonus manchmal extrem wertvoll (um einen starken Kommandanten oder Helden zu rekrutieren), dafür muss aber für einige Runden mit erheblichen Mali gerechnet werden. Wenn aber in den nächsten Runden kein Kampf ansteht, sind Mali auf Kampfmodifikationen vielleicht zu verschmerzen. 

Die Welt ist voller Boni, ihr braucht nur zuzugreifen

Überall im Wasser finden sich Wracks oder andere Points of Interest, die wir durchstöbern können. Es lohnt sich, eine kleine Truppe zu haben, die gezielt nach solchen Orten sucht.

Dort bekommt ihr Boni für den Kampf oder die Kampagnenkarte (ersteres ist beispielsweise hilfreich, wenn ihr gerade ein Ritual starten wollt!), findet magische Gegenstände oder bekommt einen Haufen Gold.

Wählt die richtigen Einheiten für eure Armee

Mit der Zeit bekommt ihr ein Gefühl dafür, welche Einheiten am besten zu eurem Spielstil passen. Je nachdem ob ihr defensiv oder offensiv vorgeht, müsst ihr eure Truppen anders zusammenstellen.

Wir können euch hier keine perfekte Lösung vorschlagen, weil die Einheitenzusammenstellung eine sehr individuelle Sache ist. Allerdings solltet ihr immer mindestens eine Belagerungseinheit (bspw. Speerschleudern der Hoch- und Dunkelelfen oder Seuchenklauenkatapult der Skaven) dabeihaben. Gerade bei Burgbelagerungen sind sie unerlässlich.

Eine ausgewogene Armee ist meistens besser, als extrem spezialisierte Armeen. Letztere können durchaus auf wirklich böse Überraschungen treffen. Eine zu 80 Prozent auf Bogenschützen ausgelegte Armee ist für eine Festungsverteidigung hervorragend geeignet, gegen einen Haufen Kavallerie auf freiem Feld könnten sie aber ziemlich alt aussehen.

Mit den Hochelfen haben wir folgende Einheiten in unsere Armeen berufen und damit hervorragende Ergebnisse erzielt:

Einheit Anzahl Art Vorteile
Kommandant 1 unterschiedlich
Held 1 unterschiedlich
Phönixgarde 3 Nahkampf gegen große Gegner
Schwertmeister von Hoeth 3 Nahkampf gegen Infanterie
Seegarde von Lothern (Schild) 2 Fern- und Nahkampf gegen große Gegner
Bogenschützen (leichte Rüstung) 5 Fernkampf hohe Reichweite
Drachenprinzen 2 Kavallerie Flankenangriffe
Adlerklaue-Speerschleuder 1 Artillerie gegen Infanterie und große Gegner
Sternendrache 2 Große Einheit gut gegen alles

Truppen nachliefern lassen

Die stärksten Einheiten bekommt ihr erst später im Spielverlauf. Dann sind aber einige eurer Armeen schon weit über die Welt verteilt. Entweder ihr rekrutiert neue Einheiten global (was erheblich teurer ist als lokal) und löst alte Einheiten au. Oder ihr befolgt unseren Profi-Tipp:

Lasst einen Kommandanten aus der Provinz, in der die Truppen lokal rekrutiert werden können, die Einheiten ausliefern. Rekrutiert die Truppen, reist zum Ziel-Kommandanten und klickt auf ihn, um den Einheitentausch zu initiieren.  

Bewegt eure Armeen mit Vorsicht!

Beobachtet die Gegend genau und versucht, nicht in Hinterhalte zu geraten. Greift lieber selbst Skaven an, als ihnen die Chance zu geben, euch anzugreifen, was oft zu einem Hinterhalt-Kampf führt.

Greift auch keine Armeen an, die zu nah an ihren eigenen Städten stehen – die Garnison kann sonst als Verstärkung zu Hilfe kommen.

Besonders wenn ihr Skaven verfolgt oder in der Nähe von Ruinen angreift, müsst ihr auf der Hut sein, schließlich seht ihr nicht, ob sich in der Ruine eine Skaven-Stadt mit einer wartenden, blutdurstigen Armee befindet.

Riten nicht vergessen!

Im Eifer des Kampagnengefechts vergesst ihr schnell mal die vier Riten, die ihr benutzen dürft. Neben erheblichen Boni im Kampf für manche Einheiten, kann hier auch die Verlustverstärkung für einige Runden erhöht werden. Im richtigen Moment eingesetzt, kann so ein Ritus den Unterschied ausmachen.

Kampf-Guide

Kämpfe sind das Herzstück von Total War: Warhammer 2. Aber wie schafft ihr es, eine Stadt gegen drei volle Armeen des Chaos zu halten, ohne dass auch nur ein Chaoskrieger es in die Stadt geschafft hat? Mit unseren Tipps zu zünftigen Kloppereien werdet ihr … nun ja, zumindest etwas mehr wissen.

Mit zwei Armeen attackieren: So geht’s!

Wenn ihr zwei Armeen habt und beide in die Schlacht führen wollt, dann müsst ihr die Armee, die die Schlacht nicht eröffnen soll, zuerst ziehen. Platziert sie in der Nähe der anderen Armee am Rand der roten Einflusszone des Feindes. Greift dann mit der anderen Armee an. Die erste Armee wird als Verstärkung hinzukommen.

Zum obigen Bild: Wollt ihr gegen Skaven die Initiative behalten, müsst ihr eure Truppen in der richtigen Reihenfolge ziehen. Erst holen wir Armee Nr. 1 bis ganz dicht an den gegnerischen Einflussradius heran, dann greifen wir mit der stationierten Armee aus der Stadt (Nr. 2) an.

Automatischer Kampf: Was muss ich beachten?

Kämpft so oft es geht automatisch, es sei denn, ihr wollt die perfekte Kampagne spielen und auch den schwächsten Gegner mit voller strategischer Gewalt überrollen.

Achtet darauf, dass der Gegner absolut unterlegen ist (siehe Bild) und alle eure Truppen mindestens mehr als die Hälfte ihrer Soldaten besitzen.

Wenn ihr euch nicht sicher seid, dann spielt die Schlacht lieber selbst. Wollt ihr auch härtere Schlachten automatisch bestreiten, ist eine Verstärkungsarmee angeraten (siehe den ersten Punkt in diesem Abschnitt).

Tipps & Tricks bei der Aufstellung

Die Aufstellung kann bereits über Sieg oder Niederlage entscheiden. Wenn ihr beim Anmarsch der gegnerischen Truppen bemerkt, dass ihr völlig falsch steht, dann kann eine umfangreiche Repositionierung euch genau die Zeit kosten, die eure Fernkämpfer gebraucht hätten, um den Feind sturmreif zu schießen. Daher nachfolgend ein paar grundsätzliche Tipps zur Aufstellung.

Zum obigen Bild: Unsere Aufstellung im Gelände erfolgt nach Möglichkeit erhöht. Dabei platzieren wir Bogenschützen und Infanterie so nebeneinander, dass eine dichte Abdeckung des Gebiets vor der Frontlinie durch Fernkämpfer erfolgt, die Nahkämpfer aber schnell aus der Linie vorstoßen können. Verstecke wie Wälder sind ebenfalls praktisch, insbesondere für Flankenangriffe.

Im offenen Gelände

Gegen die KI empfiehlt sich unserer Erfahrung nach mit den Hochelfen defensives Verhalten, während ihr mit den anderen Fraktionen (vor allem den Skaven) eher offensiv agieren solltet.

In der Defensive solltet ihr die Fernkämpfer auf erhöhtem Gelände positionieren – der Gegner kommt nur verhältnismäßig langsam die Steigung hoch und kann in der Zeit von Bogenschützen auseinander genommen werden.

Besonders wichtig: Wenn ihr im Aufstellungsgebiet Wald habt, platziert Einheiten darin, damit ihr sie als plötzliche Verstärkung oder im besten Fall als Hinterhalt nutzen könnt.  

Achtung: Große Einheiten wie Drachen oder Todesräder können niemals versteckt werden!

In der Offensive solltet ihr euch breit aufstellen, eventuell sogar teilen und einen Zangenangriff versuchen bzw. den Gegner zwingen, sich für eine Seite zu entscheiden. Das ermöglicht euch Flankenangriffe.

Nutzt auch hier die Tarnung, die Waldstücke euch bieten. Aber Achtung: Greift niemals mit Fußtruppen einen Feind an, der mit Fernkämpfern auf einem Berg oder Hügel steht. Lockt ihn herunter oder versucht, ihn von allen Seiten zu attackieren, damit ihr nicht systematisch zusammengeschossen werdet.

Bei Belagerungen

Wird eure Stadt belagert, dann stellt eure Fernkämpfer vorn an die Mauern. Nahkämpfer bringen euch hier zu Beginn gar nichts. Stellt Nahkämpfer auf die hintere Mauerseite, für einen späteren Positionstausch.

Besetzt unbedingt alle Türme (siehe das Reckteck bei Mouse-Over hinter den Türmen, darin muss eine Einheit stehen, damit der Turm aktiviert wird), die den Feind attackieren können. Für weitere Tipps zur Verteidigung einer Stadt lest die Tipps später in diesem Artikel.

Tipps für die Belagerung von Städten

Eine Stadt zu belagern, kann wirklich haarig sein, vor allem wenn die sich gegenüberstehenden Armeen ausgeglichen stark sind oder ihr als Angreifer sogar in der Minderheit seid. Mit unseren Tipps knackt ihr trotzdem jeden Wall.

Niemals ohne Belagerungstürme angreifen

Wenn ihr die zwei Runden, die es braucht, um Belagerungstürme herzustellen, nicht investiert, müssen eure Truppen die Mauern mit Leitern hochklettern. Und ihr wisst ja aus drölfzig Historien- und Fantasy-Filmen, wie gut das funktioniert. Also: Belagerungstürme bauen und erst dann angreifen.  

Einen Turm am Rand knacken

Zuerst müsst ihr einen Turm am Rand zerstören. Die Verteidigungstürme sind sehr stark und ihr wollt es nicht auf einen Frontalangriff ankommen lassen.

Stellt eure Truppen eng zusammengedrängt am Rand auf, aber ein gutes Stück hinter der gelben Frontlinie. Positioniert eure Belagerungswaffe in Reichweite des Zielturms. Stellt euren Kommandanten und euren Helden (wenn vorhanden) ganz vorn an die Linie (siehe folgendes Bild).

Kommandant und Held sollen das Feuer des Turms auf sich ziehen, sind schwerer zu treffen als eine volle Einheit Fußsoldaten, nehmen weniger Schaden und können sich im besten Fall gegenseitig hochheilen.

Startet jetzt das Gefecht und lasst eure Belagerungswaffe den Turm zerstören.

Mauern reinigen

Beharkt mit eurer Belagerungswaffe die Mauer rund um den zerstörten Turm, wenn möglich mit Mehrfachgeschossen, die die verteidigenden Soldaten aufs Korn nehmen.

Bewegt dann Bogenschützen in Reichweite der Mauer (möglichst im toten Winkel eventueller feindlicher Schützen) und nehmt die dort stationierten Truppen aufs Korn.

Sollten Zauberer oder Kommandanten auf der Mauer stehen, fokussiert sie mit allen Bogenschützen, die ihr habt, denn ihre Zauber sind unangenehm.

Habt ihr selbst Magier, können diese die Aufräumarbeiten auf der Mauer unterstützen (Sprüche gegen mehrere Einheiten sind hier zu empfehlen).

Beseitigt geduldig alle Verteidiger und schießt auch auf die Verteidiger hinter der Mauer, wenn möglich. Auf diese Weise dezimiert ihr die Verteidiger erheblich und der Mauersturm wird viel einfacher.

Die Mauern und das Tor übernehmen

Stellt jetzt die Belagerungstürme an die Mauern und räumt die letzten Verteidiger weg. Falls eure Bogenschützen noch Munition haben, stellt sie an der Innenseite der Mauern auf, sodass sie eure Nahkämpfer unterstützen können. Die bewegen sich jetzt in den Bereich innen vor dem Tor und übernehmen damit das Tor.

Die Stadt einnehmen

In der Mitte der Stadt befindet sich der Bereich, den ihr übernehmen müsst, um die Stadt zu erobern. Oft gibt es mehrere Wege, die zu diesem Bereich führen, oft verteidigt die KI hier noch mit Kavallerie, Katapulten, Drachen etc.

Zieht eure Kavallerie durch das eroberte Tor in die Stadt und stellt sie so auf, dass sie von den Seiten den Eroberungsbereich angreifen kann.

Greift frontal mit Nahkämpfern, Helden und fliegenden Einheiten an und fallt den letzten Verteidigern mit der Kavallerie in den Rücken. Glückwunsch, die Stadt ist euer!

Zum obigen Bild: Fokussiert mit euren Schützen aus dem toten Winkel zuerst Zauberer oder Helden auf der Mauer, dann die Verteidiger.

So verteidigt ihr Städte erfolgreich

Stellt eure Fernkämpfer wie oben beschrieben (Aufstellung bei Belagerung) auf. Besetzt die Türme, deren kegelförmiger Angriffsbereich Feinde enthält. Startet das Gefecht und pausiert sofort, wenn eure Türme einsatzbereit sind (zu erkennen an der Farbe des Turmsymbols).

Fokussiert die Türme der Reihe nach auf folgende Gegnereinheiten: Belagerungstürme, Rammen, Artillerie, große Gegner, Kommandanten und Helden.

Gibt es mehrere Belagerungstürme oder Rammen, die sich in überlappenden Angriffszonen eurer Türme befinden, fokussiert einen nach dem anderen mit beiden Türmen. Es ist besser, nur ein Belagerungsturm kommt an eure Mauern, als zwei beschädigte Belagerungstürme.

Sobald Leitern oder Belagerungstürme an der Mauer stehen, wechselt die Positionen der Truppen, zieht Bogenschützen zurück und befehlt Nahkämpfer dorthin.

Profi-Tipp: Bogenschützen am Boden innerhalb der Mauern eignen sich hervorragend, um auf die Mauern zu schießen und damit dringend benötigte Schützenhilfe zu leisten (siehe Bild unten).

Blockiert unbedingt die Tore von innen mit Nahkampftruppen. Befehlt fliegende Einheiten wie Drachen oder Adlern jeweils zu den Brennpunkten auf der Mauer oder an den Toren.

Wenn es sich anbietet, dann unternehmt unbedingt Ausfälle mit Kavallerie (beispielsweise aus Toren, die gar nicht attackiert werden) und fliegenden Einheiten, um beispielweise ungeschützte Fernkämpfer oder Katapulte zu zerstören. (Benutzt für enge Kämpfe und taktische Manöver unbedingt die Zeitlupenfunktion der Spielgeschwindigkeitssteuerung).  

Allgemeine Tipps & Tricks für das Schlachtfeld

Zeitlupe nutzen

Insbesondere in engen Kämpfen müsst ihr jederzeit umdisponieren, eure Strategie anpassen, kleinteilige Truppenbewegungen durchführen und eigentlich überall präsent sein. Dabei hilft die Zeitlupengeschwindigkeit in Verbindung mit der Pausenfunktion enorm.

Zauber nutzen

Eure Kommandanten und Helden haben eine ganze Reihe mächtiger Zauber zur Verfügung. Macht euch mit den Zaubern vertraut und setzt sie sinnvoll ein. Damit könnt ihr einen deutlichen Unterschied machen und enge Schlachten entscheiden.

Angeschlagene Truppen rechtzeitig zurückziehen

Auch wenn ihr gerade dabei seid, zu gewinnen: Lasst stark angeschlagene Truppen das Schlachtfeld verlassen (Button »Zurückziehen«). Gerade wenn ihr auf erfahrene Truppen setzt, ist es wichtig, dass eure Einheiten nicht komplett ausgelöscht werden – logisch! Achtet also auf die Gesundheit eurer Einheiten und reagiert schnell auf Probleme.

Schaltet Artillerie schnell aus

Es ist enorm wichtig, dass ihr gegnerische Artillerie schnell zerstört, denn sie kann teilweise extrem gefährlich für eure Truppen sein. Das Seuchenklauenkatapult der Skaven beispielsweise setzt eurer Infanterie ganz schnell ziemlich übel zu.

Stellt zu diesem Zweck möglichst versteckte Kavallerieeinheiten so auf, dass ihr die feindliche Hauptstreitmacht weiträumig umgehen und der Artillerie in den Rücken fallen könnt.

Alternativ können diesen Job auch fliegende Einheiten erledigen. Sorgt in jedem Fall dafür, dass ihr erst zum Angriff übergeht, wenn sich der Hauptteil der feindlichen Streitkräfte weit genug entfernt hat, dass sie nicht mehr rechtzeitig intervenieren können.

Zum obigen Bild: Wir haben unsere Kavallerie zu Beginn im Wald versteckt und die Gegner an uns vorbeimarschieren lassen. Jetzt zerstören wir die Artillerie und mähen danach durch die feindlichen Bogenschützen.

Fokussiert große Gegner und Kommandanten

Wenn (beispielsweise) die Dunkelelfen mal wieder mit Malekith auf einem Drachen angreifen, dann sorgt dafür, dass eure Helden und Kommandanten ihn gezielt attackieren.

Stellt Bogenschützen und Infanterie ab, um große Bedrohungen zu fokussieren. Vertreibt oder tötet ihr gegnerische Kommandanten, verfallen deren Boni für ihre Truppen.

Und auch große Gegner wie Todesräder, Höllengrubenbrut oder Hydras sind besser schnell weg vom Fenster!  

Schützt eure Flanken

Passt auf, dass der Feind euch nicht umgeht und in den Rücken fällt. Schützt die Flanken eurer Fernkampfreihen und beobachtet die Bewegungen des Feindes, um ihm eventuell zuvorzukommen.

Welche Auswahl soll ich nach einem Kampf treffen?

Nach einem erfolgreichen Kampf dürft ihr wählen, was ihr mit den Gefangenen macht. Entweder ihr erhaltet Gold, ihr ermordet sie für Bonus-Erfahrung für die Truppen, ihr versklavt sie oder ihr nutzt sie um eure eigenen Truppen wieder aufzufüllen. Überlegt euch genau, in welcher Situation ihr seid, wenn ihr diese Entscheidung trefft:

Drohen euch in den nächsten Runden weitere Kämpfe? Habt ihr nicht die Zeit, ein Lager aufzuschlagen und die Verluste zu regenerieren? Dann verstärkt unbedingt die Truppen.

Habt ihr dagegen nichts weiter zu befürchten oder sind eure Truppen allesamt noch in einem recht guten Zustand? Killt den kümmerlichen Gegnerrest und steigert die Truppenerfahrung!

Das Geld dagegen könnt ihr eigentlich fast immer ignorieren, da gibt es bessere Quellen (bspw. Städte auszurauben).

Top-Strategien für die Mahlstrom-Kampagne

Wie gewinnt ihr die Mahlstrom-Kampagne? Mit Wissen und der richtigen Strategie. Wir vermitteln euch jetzt ein paar wertvolle Tipps für den Sieg in der Kampagne.

Ritualwährung produzieren

Konzentriert euch gleich zu Beginn auf die Eroberung von Städten, in denen Ritualwährung gewonnen werden kann. Zwei solcher Städte (ausgebaut, versteht sich) bringen euch ausreichend Ritualressourcen für schnellen Fortschritt.

Ritualstädte gezielt angreifen / erobern

Bewegt mindestens eine starke Armee auf jeden Kontinent bzw. in die Nähe der Ritualstädte gegnerischer Fraktionen. Erobert eine dieser Städte, verteidigt sie und baut sie aus (vor allem die Garnison). Von hier aus kontrolliert ihr die Rituale der anderen Fraktion und verhindert die Beendigung.

Ritualstädte intelligent attackieren

Wenn ihr nicht stark genug seid, um eine feindliche Ritualstadt komplett zu übernehmen, dann bedient euch taktischer Tricks. Nehmt die Stadt ins Visier, die auch von den Chaoseinheiten attackiert wird.

Oft werden die Chaoten zurückgeschlagen, aber die Stadt und die stationierten Einheiten sind dadurch geschwächt.

In diesem Zusammenhang kann eine von euch angeheuerte Interventionsarmee ebenfalls gute Vorarbeit leisten, allerdings ist nicht sicher, welche Stadt diese Armee angreifen wird.

Erobert die Stadt im richtigen Moment, idealerweise eine oder zwei Runden vor Ende der Ritualphase. Ist das Ritual gescheitert, zieht schnell wieder ab, wenn möglich über das Meer – hier verfolgt euch die KI nur selten.

Zum obigen Bild: Chaostruppen, die auf eure Rituale hin erscheinen, tauchen oft an der gleichen Stelle auf und marschieren häufig den gleichen Weg zu euren Ritualstätten. Wenn ihr beispielsweise Lord Teclis (Hochelfen) spielt, dann kommen die Chaostruppen in vielen Fällen den markierten Weg entlang. Da bietet sich doch ein Abfangmanöver regelrecht an, oder?

Ritualstädte intelligent verteidigen

Chaostruppen tauchen oft an den immer gleichen Orten auf und nehmen dann die immer gleiche Route in Richtung der Ritualstädte.

Platziert eure Armeen intelligent und versucht, die Chaoten schon vorher abzufangen. Legt euch dabei aber nicht mit allen Chaoten gleichzeitig an.

Provoziert offene Feldschlachten nur, wenn ihr überlegen seid und weitere Armeen des Chaos nicht zur Verstärkung eilen können. Die beste Variante ist eine Verteidigungsschlacht aus dem Schutz einer guten Festung heraus.

Sind eure wichtigsten Städte auf mehrere Kontinente verteilt, beobachtet genau, wo das Chaos auftaucht und platziert eure Armeen entsprechend. Eine starke Armee in einer Ritualstadt ist immer sinnvoll, aber nicht unbedingt immer nötig.

Manche Ritualstädte werden gar nicht angegriffen, andere dagegen massiv. Schaut euch die Zwischensequenz immer genau an, die euch nach der Aktivierung des Rituals zeigt, wo das Chaos gelandet ist.

Mit jedem Ritual werden die Mächte des Chaos stärker und es gibt häufiger Interventionsarmeen anderer Fraktionen. Bereitet euch gut darauf vor.

Kostenloser DLC »Mortal Empires«: Tipps & Tricks

Der aktuelle DLC »Mortal Empires« fügt Total War: Warhammer 2 eine neue Kampagne hinzu, die wieder voll auf Welteroberung setzt. Wer beide Total War: Warhammer-Spiele besitzt, bekommt die Mega-Map umsonst. Die beiden Karten aus den beiden Spielen wurden zu einer Riesenkarte zusammengefügt. Wir haben die Kampagne gespielt und geben euch einige grundlegende Tipps, wie ihr erfolgreich die neue und die alte Welt erobern könnt.

  • Seid vorsichtig. Anders als in der Mahlstromkampagne scheinen beispielsweise Rebellionsarmeen und herumziehende Horden grundsätzlich stärker zu sein, als zuvor (vor allem in höheren Schwierigkeitsgraden). Ihr müsst euch also oft auf richtig harte Kämpfe gefasst machen.
  • Armeen, die auf Hinterhalte setzen (bspw. die Skaven), versuchen ständig, eure Truppen einzeln zu erwischen und euch aus sicheren Positionen zu locken. Überlasst ihnen – wie auch in der Mahlstromkampagne – auf keinen Fall die Initiative.
  • Rückt langsam und strategisch vor. Nehmt ihr zu schnell Ländereien ein und achtet nicht auf Faktoren wie Korruption und öffentliche Ordnung, habt ihr bald mehr Brandherde, als eure Armeen löschen können. Sorgt für positive öffentliche Ordnung und entfernt Korruption, dann erst nehmt euch die nächste Provinz vor.
  • Stattet eure Provinzen unbedingt mit Garnisonen aus und zieht diese unbedingt vor, auch wenn ihr damit auf Gebäude verzichten müsst, die euch eigentlich Geld bringen. Profi-Tipp: Mit Stufe Drei einer Garnison bekommen Siedlungen eine Mauer und die Verteidigung fällt leichter, als im freien Gelände.
  • Verdient euer Geld mit euren Provinzen und verlasst euch nicht auf andere Fraktionen. Während in der Mahlstromkampagne die Hochelfen beispielsweise untereinander stärker zusammengehalten haben und der Handel mit ihnen fast immer Bestand hatte (vorausgesetzt ihr spielt selbst Hochelfen), gilt das in Mortal Empires nicht mehr unbedingt. Hier wird auch gern mal Bruder gegen Bruder gekämpft und Handelsabkommen werden urplötzlich aufgelöst. Verlasst euch also nicht darauf und sorgt für sicheren Armeenunterhalt durch eigene Gebäude.
  • Der Seeweg ist in Mortal Empires in Küstenregionen oft kürzer, als der Weg über Land. Zieht eure Truppen zuerst auf das Wasser und dann auf den Zielpunkt, bspw. eine Küstenstadt.
  • Sorgt für ausgeglichene und starke Armeen. Zieht niemals ohne volle Truppen in ferne Länder. In Mortal Empires geht es um Weltherrschaft und eure Feinde agieren auch so, nämlich mit gut ausgebildeten Truppen und starken Armeekonfigurationen (bspw. heftiger Artillerieunterstützung bei den Skaven).
  • Defensive Taktik im offenen Feld ist schwerer geworden, die KI verlässt eine erhöhte Position seltener und reagiert eher auf eure Aktionen.
    Profi-Tipp: Versucht, einen defensiven Gegner einzukesseln und von zwei oder drei Seiten anzugreifen. Hier hilft die Zeitlupenfunktion erneut, um den Überblick und die Kontrolle zu behalten.
  • Im späteren Spielverlauf gibt es auch hier Chaos-Invasionen, die mit mehreren vollen Armee-Stacks angreifen. Die Chaos-Truppen konzentrieren sich dabei oft auf eure Provinz-Hauptstädte. Sorgt dafür, dass diese gut verteidigt sind. Wenn sich die Gelegenheit bietet, attackiert einzelne Chaos-Armeen aus der Stadt heraus oder mit Verstärkung im Rücken und erledigt sie per automatischem Kampf. 

Wir werden diesen Guide weiterhin aktualisieren, sobald uns neue Erkenntnisse über den Weg laufen. Schaut also immer mal wieder rein.

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Benjamin Danneberg
Benjamin Danneberg