Days Gone: PS4-Zombie-Apokalypse für Fortgeschrittene

Auf der E3 2017 hat Sony mehr vom kommenden Open-World-Abenteuer gezeigt. Vor allem den Wetterbericht solltet ihr im fertigen Spiel nie verpassen.

  • von Jonas Gössling am 17.06.2017, 14:12 Uhr

Letztes Jahr hat Sony mit Days Gone den nächsten potentiellen Hit angekündigt. Das Spiel hat euch dabei sofort gezeigt, mit welcher extrem heftigen Gefahr hier es zu tun bekommt: Zombies. Aber nicht nur ein paar minderbemittelte, langsame, sondern schnelle, aggressive Untote. Zu allem Übel werden sie euch in einer Masse jagen, die es bislang so nur in Filmen wie World War Z gab.

Auf der E3 2017 hat Sony nun gezeigt, wie das eigentliche Spiel dahinter funktionieren wird. Days Gone wird seinen Fokus dabei in erster Linie auf zwei Aspekte legen, eine dynamische Welt und spielerische Freiheit.

Wie das Wetter Days Gone beeinflusst

Das große Stichwort für die Welt vom PS4-Zombie-Spiel lautet »dynamisch«. Zwar erinnert Setting und Aussehen des Spiels an Titel wie The Last of Us. Aber anders als Naughty Dogs Endzeit-Abenteuer reist ihr in Days Gone durch eine waschechte Open World. Dementsprechend sind die meisten Situationen nicht vorgefertigt.

Die Welt soll sich dadurch lebendig anfühlen, dass sich das Wetter dynamisch verändert und die Kreaturen sich deswegen auch stets anders verhalten. Regen dämpft eure Schritte und Zombies hören euch nicht sofort. Schnee macht euch hingegen sichtbarer und gleichzeitig werden die Untoten stärker und vor allem zahlreicher. Auch die Tageszeit soll die Fauna beeinflussen.

Die Zombies selbst sollen im Spiel eine ständige Bedrohung sein. Nicht einmal auf eurem Motorrad seid ihr vor den Biestern sicher. So wird es spezielle »Runner« geben, die schneller laufen als euer Bike fahren kann. Bei großen Mengen an Gegnern solltet ihr hingegen die Beine in die Hand nehmen, hier werdet ihr chancenlos sein. Days Gone will, dass ihr euch niemals sicher fühlt.

Ihr müsst euch an die PS4-Open-World anpassen

Weil die Welt in den meisten Situationen keinem vorgegeben Muster folgt, solltet ihr eure Umgebung auch immer aufmerksam beobachten. Denn wenn euch bei Regen niemand hören kann, ist es natürlich einfacher Gegner auszuschalten. Umgekehrt sollt ihr bei Schnee besonders vorsichtig vorgehen.

Es kann zum Beispiel sein, dass ihr mit dem Motorrad des Protagonisten Deacon St. John in eine Falle auf der Straße hineinfahrt. Der Hinterhalt kann von Räubern gelegt worden sein, die euch anschließend ausrauben und töten wollen. Wie in der Serie The Walking Dead sollen nämlich die Zombies nicht die schlimmste Bedrohung sein. In diesem Falle entbrennt ein Kampf ums nackte Überleben – mit Schusswechsel, fliegenden Fäusten und viel Krach.

Ihr könntet aber auch abseits der Straße unterwegs sein und den Hinterhalt im Vorfeld bemerken. Dann dürft ihr euch an die Feinde heranschleichen und sie leise mit dem Messer ausschalten, bevor die euch überhaupt bemerken. Zusätzlich vermeidet ihr so, Zombies anzulocken, denn die sollen von lauten Geräuschen angezogen werden. Solche Zufälle und Situationen sollen sich immer wieder ergeben und ihr sollt sie so lösen dürfen, wie ihr es wollt. Auch wenn ihr dabei immer eure Ressourcen im Auge haben müsst.

Days Gone: Crafting und Verschleiß

Munition wird nicht überall herumliegen, ihr werdet immer mit dem arbeiten müssen, was euer Inventar hergibt. Days Gone wird dabei ein Crafting-System unterstützen. Ihr werdet euch demnach Molotow-Cocktails, Sprengstoff und noch viele weitere Waffen und Items selbst zusammenbauen dürfen.

Euer Motorrad wird dabei als erweiteter Speicher herhalten, da Deacon nicht unendlich viel mit sich herum tragen kann. So dient das Fahrzeug auch als mobile Mini-Basis, an der ihr euch auf neue Konfrontationen vorbereitet – egal ob auf Zombies oder andere Menschen.

An Kämpfen werdet ihr aber nicht vorbei kommen, egal ob laut oder leise. Hierbei kommt neben dem Ressourcen-Management noch eine weitere Mechanik zum Tragen. Denn jede Waffe geht mit der Zeit kaputt. So will Days Gone sicherstellen, dass ihr nicht alle Gegner schleichend und in Ruhe meuchelt. Gleichzeitig müsst ihr so das mit dem Crafting-System experimentieren.

Offene Fragen und Fazit zum potentiellen PS4-Hit

Auf der E3 2017 hat Sony gezeigt, wie genau ihr Days Gone spielt. Aber trotzdem gibt es noch viele Fragezeichen zum Spiel. Wie wird zum Beispiel die Hauptstory aussehen? Kann der Open-World-Titel mit seiner dynamischen Welt und zufälligen Events auch eine packende Geschichte im Stile eines The Last of Us inszenieren?

Wirkt sich Wetter und Tageszeit im fertigen Produkt wirklich so dramatisch aus? Motiviert das Crafting langfristig und gibt es genügend in der offenen Welt zu entdecken?

Days Gone macht Lust auf mehr und wirkt spielerisch durchdacht. Vor allem die dynamische Welt könnte für viele spannende Momente sorgen. Ob das Open-World-Abenteuer dabei aber eine interessante Kampagne bietet und die Gameplay-Mechaniken langfristig fesseln, hinter diesen Aspekten steht aktuell immer noch ein dickes Fragezeichen.

Days Gone wird ein Open-World-Spiel mit Endzeit-Szenario und sehr vielen Zombies. Wann genau der PlayStation 4-exklusive Titel erscheint, ist unbekannt.

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Jonas Gössling
Jonas Gössling

Jonas liebt Computerspiele, Videospiele - er hat einfach generell viel lieb. Vor allem die Wandlung und die Hintergründe des Mediums fasziniert ihn mit zunehmenden Alter immer mehr und sorgt bei ihm für einiges an Trivia-Wissen.