Cyberpunk 2077: Infos zu Gameplay, Grafik & Spielwelt des Rollenspiels

Auf der E3 2018 hat Entwickler CD Projekt endlich sein Rollenspiel Cyberpunk 2077 erstmals gezeigt. Wir fassen für euch zusammen, was über Gameplay, Grafik, Spielwelt und Co. nun bekannt ist.

  • von Sebastian Weber am 13.06.2018, 12:44 Uhr
Cyberpunk 2077

Entwickler CD Projekt, der zuletzt The Witcher 3 auf den Markt brachte, kündigte das Rollenspiel Cyberpunk 2077 bereits im Mai 2012 an, woraufhin im Januar 2013 ein erster Teaser-Trailer folgte. Seitdem geisterten immer wieder mal Gerüchte durch das Internet, doch die Fans warteten bisher vergebens darauf, einen Blick auf Cyberpunk 2077 werfen zu können.

Auf der Pressekonferenz von Microsoft auf der E3 2018 gab es nun einen ersten »richtigen« Trailer, der Szenen zeigen soll, die aus dem Spiel stammen. Außerdem zeigte CD Projekt einigen Pressevertretern in Los Angeles eine Demo von Cyberpunk 2077, sodass nun langsam die ersten Informationen zum Spielverlauf im Internet auftauchen.

Wir fassen euch die bislang bekannten Details zusammen, damit ihr wisst, warum ihr euch auf Cyberpunk 2077 freuen solltet, wenn es irgendwann für den PC, die PlayStation 4 und die Xbox One veröffentlicht wird. Einen Release-Termin gibt es bis jetzt nämlich noch nicht.

E3 2018

Die offiziellen Infos zu Cyberpunk 2077

Bevor wir jedoch mit den Eindrücken der Presse-Kollegen loslegen, verraten wir euch erst einmal, was CD Projekt selbst zum Spielverlauf enthüllt hat:

  • Charaktererstellung: In Cyberpunk 2077 schlüpft ihr in die Rolle eines Charakters namens V. Diesen dürft ihr komplett nach euren Wünschen gestalten. Geschlecht, Aussehen aber auch die Hintergrundgeschichte lassen sich frei festlegen und sollen Einfluss auf den Spielverlauf haben. Zudem bietet euch Cyberpunk 2077 die Möglichkeit, euren Helden mit Skills aber auch Körperverbesserungen auszustatten.
  • Keine festgelegten Klassen: Wie in jedem Rollenspiel, gibt es auch in Cyberpunk 2077 unterschiedliche Charakterklassen. Allerdings handelt es sich dabei nicht um ein starres Korsett, bei dem ihr zu Beginn eine wählt und dann die gesamte Spielzeit damit leben müsst. Stattdessen dürft ihr die Fähigkeiten der verschiedenen Klassen beliebig freischalten und kombinieren, wenn ihr euch nicht auf einen Weg festlegen möchtet.
  • Ego-Sicht: Anders als The Witcher 3 nutzt Cyberpunk 2077 die Ego-Sicht, wie ihr sie aus Shootern wie Call of Duty: Black Ops 4 oder Battlefield 5 kennt. CD Projekt begründet den Wechsel weg von der 3rd-Person-Perspektive damit, dass die Geschichte von Cyberpunk 2077 so noch intensiver wirken soll.
  • Interaktive Dialoge: Die Gespräche mit anderen Figuren in Cyberpunk 2077 soll jede Menge Interaktivität bieten. Laut CD Projekt könnt ihr daher in Gesprächen jederzeit Kommentare dazwischen funken oder aber eine Konversation auch jederzeit beenden, etwa indem ihr dem Gegenüber eine Kugel zwischen die Augen jagt.
  • Weder Gut noch Böse: Die Grenzen zwischen Gut und Böse sollen in Cyberpunk 2077 fließend sein. Im Spielverlauf müsst ihr daher immer wieder schwierige Entscheidungen treffen, um euren Charakter zu definieren, seid dabei aber komplett frei.
  • Offene Spielwelt: Cyberpunk 2077 bietet wie auch The Witcher 3 eine Open World. In dieser dürft ihr jederzeit hingehen, wo ihr mögt und auch tun, was ihr wollt. Die Stadt Night City, in der Cyberpunk 2077 spielt, umfasst sechs unterschiedliche Distrikte mit hunderten Gebäuden und tausenden Räumen, die ihr erkunden könnt. So soll Cyberpunk 2077 ständig Aufgaben für euch bieten.
  • Geld regiert die Welt: In Cyberpunk 2077 ist euer Fortschritt offenbar stark daran gekoppelt, wie viel Geld ihr parat habt. Damit könnt ihr natürlich Ausrüstung kaufen, die für Quests hilfreich ist, ihr könnt aber auch Autos erstehen, wenn ihr sie nicht stehlt oder aber sogar in Gebäude und ähnliches investieren.
  • Hacking: Die Stadt Night City ist komplett vernetzt und daher ist das sogenannte Net ein wichtiger Bestandteil des Spielverlaufs. Dieses könnt ihr erkunden und offenbar auch für eure Zwecke nutzen – was an zum Beispiel Watch Dogs 2 erinnern könnte. Innerhalb von Missionen könnt ihr aber auch auf Hacker treffen, welche Gebäude oder Systeme vor euch beschützen wollen und das nicht nur in der realen Welt, sondern auch im Net selbst.
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Gameplay-Demo zu Cyberpunk 2077 auf der E3 2018

Entwickler CD Projekt hat sein Rollenspiel Cyberpunk 2077 nun aber nicht nur auf der E3 2018 mit einem ersten richtigen Trailer wieder in Rampenlicht gerückt. Die polnischen Macher von The Witcher 3 haben ausgewählten Journalisten vor Ort auch eine erste Gameplay-Demo gezeigt.

50 Minuten lang durften unter anderem die Kollegen von GameStar.de aber auch von GameInformer.com Spielszenen bewundern und können einige der oben genannten Punkte bestätigen bzw. teilweise sogar noch etwas genauer erläutern. Auch diese Erkenntnisse fassen wir nun für euch zusammen:

  • Der Charaktereditor gibt euch offenbar enorm viele Möglichkeiten, euren Helden bzw. eure Heldin zu entwerfen. Neben dem Geschlecht könnt ihr das Aussehen sehr detailliert bestimmen bis hin zu Narben, Tätowierungen, Frisur oder Make-up. Dazu legt ihr aber auch Werte wie Stärke, Intelligenz oder Konstitution fest, immerhin handelt es sich bei Cyberpunk 2077 um ein Rollenspiel. Auch die Hintergrundgeschichte eures Charakters dürft ihr bestimmen und auch, warum ihr in Night City seid. Das soll später Einfluss auf den Spielverlauf haben.
  • Ein wichtiger Wert in Cyberpunk 2077 ist die sogenannte Street Credibility, die euer Ansehen in Night City wiedergibt. Dieser Wert wird durch eure Aktionen beeinflusst und kann steigen oder sinken. Jeder Charakter in der Spielwelt von Cyberpunk 2077 hat offenbar einen Anschluss, der ein wenig an den Film »Matrix« zu erinnern scheint. An diesen kann sich V offenbar anschließen, um zum Beispiel Gesundheitsdaten eines Bewusstlosen auszulesen. Ihr könnt damit aber wohl auch Informationen direkt aus den Köpfen anderer herunterladen.
  • Mit Hilfe von Implantaten könnt ihr V verbessern. Ein Augenimplantat zum Beispiel hilft euch, die Welt zu scannen. So erkennt ihr Gefahren oder Eingänge schneller und könnt sogar zoomen. Außerdem dürft ihr Charaktere in der Welt dann fokussieren und bekommt Informationen zu ihnen angezeigt, etwa welche Stufe sie besitzen oder welche Art von Charakter sie sind. Ein anderes Implantat für die Hand wiederum hilft dabei, dass V ihre Schusswaffen ruhiger hält. Neben offiziellen Implantaten könnt ihr bei zwielichtigen Ärzten auch illegale Erweiterungen in euren Körper einbauen lassen.
  • Wenn ihr euch hinter das Steuer eines Wagens klemmt, dann habt ihr dort die Wahl zwischen der Ego- und der 3rd-Person-Ansicht. Während ihr umher fahrt, könnt ihr weiterhin eure Schusswaffe benutzen – ähnlich wie in Grand Theft Auto 5. In der gezeigte Demo zum Beispiel greifen einige Gangster V während der Fahrt an, sodass ihr euch dann aus dem Wagen lehnen und schießen könntet.
  • CD Projekt warnt, dass es innerhalb von Missionen immer ratsam ist, erst die Umgebung auszuspähen, bevor ihr euch entscheidet wie ihr vorgeht. Nicht immer ist ein direkter Angriff schlau, manchmal ist es besser vorsichtig und schleichend vorzugehen oder aber mit Charakteren zu sprechen.
  • Gespräche können tatsächlich sehr viel Einfluss darauf haben, wie Missionen ablaufen und sind sehr frei gestaltet. Zum Beispiel könnt ihr Figuren mit der Waffe bedrohen, um den Verlauf zu ändern. In der gezeigte Demonstration trifft V auf Gesprächspartner, die sich mit ihrem Gehirn verbinden, um herausfinden zu können, ob sie die Wahrheit sagt oder lügt.
  • In diesem Beispiel erkennen eure Kontrahenten eine Lüge und überwältigen V. In diesem Moment könntet ihr versuchen, die Waffe zu ziehen oder aber stattdessen im Gespräch beschwichtigen – was CD Projekt in der Demo bevorzugt. Mit Waffengewalt würde diese Szene dann jedoch komplett anders verlaufen und auch die Mission weiterhin komplett verändern.
  • Im Kampf habt ihr verschiedenste Waffen zur Wahl. In der Demo gibt es zum Beispiel eine Pistole, deren Kugeln von Wänden abprallen. Es soll aber auch Maschinenpistolen geben, deren Kugeln zielsuchend sind. So könnt ihr auch Gegner attackieren, die sich hinter Deckung verschanzt haben. V hat aber zum Beispiel auch Schwerter im Unterarm, die wie die Klauen von Wolverine hervorschnellen können. Die eigenen sich für den Nahkampf, helfen aber auch bei der Fortbewegung, denn mit ihnen könnt ihr euch an Wänden und in Decken verankern.
  • Ausrüstung bekommt ihr wie in jedem Rollenspiel in Form von Loot. Dabei haben Items auch verschiedene Seltenheitsgrade und neben Waffen gibt es auch Jacken, Oberteile und so weiter – im Grunde also Rüstungen.
  • Mit einer Art Droge, welche V inhaliert, könnt ihr außerdem die Zeit für euch verlangsamen. Dann schaltet Cyberpunk 2077 kurzfristig in eine Form von Bullet Time, damit ihr Widersacher leichter erledigen könnt. Aber: Auch eure Kontrahenten können solche Dinge nutzen. Wenn ein Gegner dann Bullet Time aktiviert hat, bewegt er sich aus eurer Sicht enorm viel schneller und ist entsprechend schwieriger zu treffen.
  • Die Spielwelt von Cyberpunk 2077 ist nicht nur groß, sondern vor allem auch vollgepackt mit Quests. Abseits der Story-Missionen findet ihr deshalb an jeder Ecke irgendeinen Charakter, der eure Hilfe gerne annimmt, dazu gibt es verschiedene Fraktionen, mit denen ihr euch gut stellen könnt oder eben nicht. In all diesen Ausgaben sollen aber vor allem eure Entscheidungen eine wichtige Rolle spielen.
  • Grafisch soll Cyberpunk 2077 richtig gut aussehen. Unmengen an Objekte und Figuren, dazu eine hohe Weitsicht, tolle Texturen und eine generell stimmig gestaltete Spielwelt zeichnen die Optik von Cyberpunk 2077 aus. Lediglich die Gesichtsanimationen überzeugen die Kollegen von GameStar.de noch nicht völlig, ebenso wie die Fahrphysik.

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Sebastian Weber
Sebastian Weber

Seit den ersten Pixelmännchen auf einem Commodore PET, liebt Sebastian Videospiele und hat heute vom PC, über Xbox One, PlayStation 4 bis hin zur Nintendo Switch alles zu Hause stehen, was virtuelle Welten auf den Bildschirm bringt. Dabei sind vor allem Rollenspiele und Action-Titel die erste Wahl.

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