Call of Duty Infinite Warfare: Wertungen besser als Verkaufszahlen

Call of Duty Infinite Warfare Warfare fährt ordentliche Wertungen ein, schwächelt aber bei den Verkaufszahlen: Der Start in Großbritannien läuft nur noch halb so gut wie 2015.

  • von Stephan Freundorfer am 08.11.2016, 8:24 Uhr

Mit Spannung wurde der Release von Call of Duty: Infinite Warfare erwartet, der dreizehnte Teil der über 175 Millionen Mal verkauften Spieleserie entführt Shooter-Fans zum ersten Mal in den Weltraum und auf ferne Planeten. Alles was ihr über die jüngste, vom Studio Infinity Ward gefertigte Episode sonst noch wissen müsst, haben wir hier übrigens für Euch zusammengetragen.

Doch wie kommt das jüngste Call of Duty bei der Shooter-Gemeinde an, die gerne mal über das Auf-der-Stelle-treten der Reihe klagt und mit den großartigen Actiontiteln Battlefield 1 sowie Titanfall 2 momentan vielleicht schon genug zu tun hat? Zumindest die Presse blickt bislang wohlwollend auf Infinite Warfare, die Kollegen von der GamePro kommen beim noch nicht ganz finalen Test auf eine Tendenz von 80 bis 85%, der Wertungs-Aggregator Metacritic errechnet aus aktuell 50 Reviews einen Schnitt von 80.

Das ist nicht viel schlechter als das Vorjahres-Call of Duty Black Ops 3 mit einem Schnitt von 81. Die Verkaufszahlen allerdings spiegeln die Qualität von Infinite Warfare im Moment nicht wieder, zumindest wenn man die ersten Meldungen aus Großbritannien betrachtet. Die dortigen Marktforscher GfK Chart-Track berichten, dass Call of Duty: Infinite Warfare zum Start 48,4% weniger als der Vorgänger verkauft hat. Die in diesem Jahr fehlenden Umsetzungen für PS3 und Xbox 360 rausgerechnet, beträgt das Minus immer noch 43,6%. Dennoch hat das Spiel den zweitbesten Start 2016 in Großbritannien hingelegt, besser lief bislang nur FIFA 17.

Gründe für den Einbruch der Verkaufszahlen gibt es sicher viele: Black Ops ist das beliebteste Call of Duty-Universum, Infinite Warfare vertraut auf eine nagelneue Szenerie. Zudem ist die aktuelle Shooter-Konkurrenz sehr stark, die Spieler haben es nicht nötig, sich Call of Duty: Infinite Warfare zum Start zu holen. Und zuletzt: Die GfK-Zahlen sind nur eine Momentaufnahme unserer Nachbarn im Norden. Wie das Spiel auf Dauer und in anderen Territorien verkauft, muss sich noch herausstellen.

Stephan Freundorfer
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