Blizzard sperrt weitere Hearthstone-Profis

Der Bann des Hearthstone-Profis Blitzchung zieht weitere Konsequenzen nach sich. Entwickler Blizzard sperrt weitere Spieler.

  • von eSport Studio am 18.10.2019, 13:21 Uhr

In der letzten Woche berichteten wir vom Bann des Hearthstone-Profis Blitzchung, nachdem er in einem Interview beim Hearthstone-Turnier seine Unterstützung für die Demonstranten von Hong Hong verkündete. Nun folgen weitere Sperrungen von Hearthstone-Spielern.

Patient Zero: Blitzchung

Die Kontroverse um den Hearthstone-Profi Blitzchung hält die Gamingwelt weiterhin in Atem. Nach einem Sieg bei den Hearthstone-Grandmasters stellte sich der Profi aus Hong Kong öffentlich an die Seite seiner Landsleute, die seit Monaten auf den Straßen der chinesischen Sonderverwaltungszone für ihre Rechte demonstrieren. Blizzard reagierte prompt und sperrte den eSportler für ein Jahr. Auch das Preisgeld wurde ihm aberkannt.

Mit dieser Entscheidung brachten die Entwickler jedoch die eigenen Fans gegen sich auf. Blizzards Reaktion verursachte einen internationalen Aufschrei. Spieler aus aller Welt verurteilten die Entscheidung und stellten sich im Namen der Meinungsfreiheit an die Seite des geschädigten Profis.

Weitere Sperren durch Blizzard

Die Heftigkeit des Zwischenfalls zwang Blizzard rasch zum Einlenken. So verkürzten sie Blitzchungs Strafe auf sechs Monate. Auch das Preisgeld von seinen bisherigen Spielen bei den Hearthstone Grandmasters wurde ihm zugesichert. Doch der Schaden war bereits angerichtet. In einem Hearthstone-Turnier bei der amerikanischen Collegiate Hearthstone Championship stellte sich das College-Team der American University an die Seite von Blitzchung, indem Sie nach ihrem Sieg ein Schild mit der Inschrift “Befreit Hong Kong, boykottiert Blizzard” in die Kamera hielten.

Zunächst verzichtete Blizzard auf eine Sperre der drei amerikanischen Hearthstone-Spieler, was allerdings eine weitere Welle der Empörung hervorrief. Kritische Stimmen warfen dem Entwicklerstudio vor, finanziellen Interessen über grundlegende Menschenrechte wie die Meinungsfreiheit zu stellen. Der Hashtag #BoycottBlizzard verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Weltweit schlossen sich Spieler der Bewegung an, deinstallierten Blizzard-Spiele, zogen Vorbestellungen von Blizzardprodukten wie Overwatch für die Nintendo Switch zurück und löschten sogar ihre Battle.net-Accounts.

Als Reaktion auf die anhaltende Kritik aus den Reihen der eigenen Fans zog Blizzard nun Konsequenzen und sperrte das Team der American University für sechs Monate. Die Mannschaft begrüßte die Entscheidung, nachdem sie aus Protest freiwillig aus dem Turnier austraten und in einem Interview verkündeten, im Geiste der Gleichberechtigung auf eine Sperre vorbereitet zu sein.

Im Statement, dass der Spieler Casey Chambers auf Twitter teilte heißt es:

“Ich bin froh, verkünden zu können, dass das AU Hearthstone-Team eine sechsmonatige Sperre erhalten hat. Auch wenn die Reaktion spät kam, begrüßen wir die Gleichbehandlung aller Spieler, sodass niemand über den Regeln steht.”

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Die Tatsache, dass sich ein Team über seine Sperre freut, dürfte wohl eine Premiere für die Hearthstone-Szene sein. Die Kontroverse um Blizzard und den Einfluss der Volksrepublik China auf die westliche Gamingindustrie ist damit aber noch lange nicht beendet.

von Constantin Krüger

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