Battlefield 5: Feuersturm-Preview: Der neue Battle Royale-Star?

In wenigen Tagen erscheint mit Feuersturm der Battle-Royale-Modus zu Battlefield 5. Wir haben den Modus für euch vorab gespielt.

  • von Patricia Geiger am 21.03.2019, 14:01 Uhr
Battlefield Feuersturm Nanahavn

In unserer Vorschau zu Battlefield 5: Feuersturm lest ihr:

  • wie Battlefield in den Battle Royale-Ring steigt
  • was Feuersturm anders macht

Mit Feuersturm bekommt nun auch Battlefield 5 einige Monate nach Release seinen Battle Royale-Modus. Wir durften Feuersturm bereits vorab bei Entwickler Criterion für euch spielen und haben alle wichtigen Infos zusammengestellt.

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Groß, größer, Feuersturm

Battlefield 5 hat bereits einige beeindruckend große Karten, allerdings wird die extra für Feuersturm geschaffene neue Map “Halvøy” diese in den Schatten stellen. Sie ist zehnmal so groß wie “Hamada”, die bisher größte Karte des Spiels.

Dabei bietet die Map jede Menge Abwechslung: Ein Teil der Karte ist schneebedeckt, es gibt kleine Seen, Industrieanlagen und ein Waldgebiet. Zusätzlich bieten landschaftliche Höhenunterschiede sowie zahlreiche Gebäude und Gebäudekomplexe diverse Möglichkeiten zum vertikalen Kampf.

Zum Launch am 25. März gibt es einen Modus für Vierteams sowie einen Solomodus. Ein zusätzlicher Modus für Zweierteams soll später noch folgen.

Der Horizont brennt und alles bricht zusammen

Anders als bei anderen Battle Royale-Spielen wie PUBG ist der brennende Ring, der das Spielfeld einschränkt, bereits von Anfang an auf der Map zu sehen. Das bringt auch gleich eine der Besonderheiten von Feuersturm mit sich: Der Ring wird in jeder Runde zufällig auf die Karte gesetzt, wodurch sich bei jedem Start eine verschobene Spielfläche mit anderen Möglichkeiten und Einschränkungen ergibt.

Dadurch nutzt sich die Spielumgebung bei weitem nicht so schnell ab und wir müssen uns bei jedem Rundenstart neu orientieren. So etwas wie eine Lieblings-Landezone lässt sich durch diesen Zufallsfaktor deutlich schwieriger bestimmen als bei Karten, die in jeder Runde komplett zur Verfügung stehen.

Der Ring engt dabei nicht nur nach und nach die Map weiter ein und treibt die Spieler zusammen, sondern zerstört auch alles, was ihm im Weg steht. Es ist möglich, sich kurz im Feuer aufzuhalten, allerdings frisst es sich relativ schnell durch die Panzerung und die Lebenspunkte, daher solltet ihr auf jeden Fall die Beine in die Hand nehmen, wenn die Feuerwalze auf euch zurollt.

Aber nicht nur die Feuerwalze lässt keinen Stein auf dem anderen: In Feuersturm wurde die komplette Zerstörung übernommen, wie man sie auch sonst aus Battlefield kennt. Granaten, Panzerfäuste oder Panzer können so zielgerichtet auch Häuser zerstören und so das Leben für Camper erschweren.

Panzer müssen verdient werden

Wie es sich für Battlefield gehört, gibt es in Feuersturm auch Fahrzeuge und Hubschrauber. Einige davon stehen frei verfügbar auf der Map und können direkt gefahren werden, wobei sie unterschiedlich viele Sitzplätze bieten.

Der Traktor, der auch im Trailer schon als Zugmaschine für ein Geschütz gezeigt wird, ist beispielsweise nur für einen Fahrgast ausgelegt. Aber mit ein bisschen Kreativität dürfte darauf auch ein ganzes Squad Platz finden. Schließlich haben es die Spieler ja auch in Battlefield 1 geschafft, zu dritt auf einem Pferd zu reiten:

Nicht so einfach kommen Spieler in Feuersturm an die Panzer. Sie sind in Bunkeranlagen untergebracht, die erst geöffnet werden müssen. Dazu ist Teamarbeit erforderlich: Zwei Spieler müssen gleichzeitig an Ventilen drehen.

Die anderen beiden Spieler des Squads haben derweil die Aufgabe, ihre Kameraden zu schützen: Sobald wir anfangen, das Tor zu öffnen, geht ein weit über die Map hörbarer Alarm los und zieht damit andere Spieler an, die uns den Panzer gerne abluchsen wollen.

Wer sowohl an Land als auch zu Wasser unterwegs sein will, sollte die Augen nach dem Amphibienfahrzeug offen halten. Ein weiteres Vehikel für das komplette Squad sind Helikopter, allerdings ist hier Vorsicht geboten: Beim Anspielevent haben wir komplette Squads sterben sehen, weil ein unerfahrener Pilot eine Bruchlandung hingelegt hat.

Bei Launch wird es in Feuersturm insgesamt 17 Fahrzeuge geben.

Heilung, Panzerung und Co: First come, first serve

Anders als beispielsweise in Apex Legends, in dem die unterschiedlichen Charaktere mit Fähigkeiten ausgestattet sind, habt ihr in Feuersturm zu Beginn nur ein Messer und euer Können. Ihr solltet als – wie üblich für Battle Royale – schnell nach Waffen und Ausrüstung suchen.

Mit Ausrüstung meinen wir in diesem Fall insbesondere einen Rucksack. Die bieten euch, je nach Seltenheitsstufe, unterschiedlich viele Plätze für Panzerung.

Generell gilt für alle Ausrüstungsteile und Waffen, dass es sie in drei Seltenheitsstufen gibt: grün, blau und magenta. Dabei erklärt es sich quasi von selbst, dass die Items mit höherem Seltenheitsgrad besser sind als die mit niedrigem.

Mit etwas Glück findet ihr Rang 3-Gegenstände einfach so, oft sind sie allerdings in Safes oder der Nähe von Panzern versteckt – ihr müsst euch also auch das verdienen. Die Safes könnt ihr ohne Hilfsmittel öffnen, es dauert allerdings eine ganze Weile, bis das Zahlenschloss endlich geknackt ist. Ihr solltet euch also entweder sicher sein, dass niemand außer euch in der Nähe ist oder zumindest einen Mitspieler haben, der euch den Rücken freihält.

Zusätzlich bietet euch aber ein größerer Rucksack vor allem auch mehr Platz für Heilung, Munition und ungenutzte Panzerplatten. Haltet hier also besonders die Augen offen. Denn diese ziemlich wichtigen Ressourcen sind endlich – deckt euch also damit ein, wenn ihr sie irgendwo seht.

Zusätzlich zu den Safes und Bunkeranlagen gibt es auch noch Nachschub-Punkte. Diese müsst ihr, ähnlich wie im klassischen Conquest-Modus, einnehmen. Hier erhaltet ihr dann Ausrüstung, mit etwas Glück aber auch einen Panzer oder die Möglichkeit, einen Airstrike zu rufen, um einem verschanzten Team einzuheizen.

Keine Klassen in Feuersturm

Wie wir bereits erwähnt haben, gibt es keine besonderen Fähigkeiten in Feuersturm. ihr könnt zwar eine der vier Standardklassen aus Battlefield vor Rundenbeginn auswählen, allerdings ändert sich dadurch nur das Erscheinungsbild eures Charakters.

Producer Arthur Rohart von Criterion erklärte uns im Interview, dass die Klassen aus unterschiedlichen Gründen weggefallen sind, obwohl sie sich im Squad-Modus mit vier Spielern zumindest in der Theorie durchaus angeboten hätten.

Allem voran geht es vor allem darum, für alle Spieler zu Rundenbeginn gleiche Bedingungen zu schaffen, was mit den Klassen nicht möglich wäre. Da die Gesundheit im Battle Royale so wichtig ist, würde ein Medic sich hier deutlich auf das Gleichgewicht auswirken.

Außerdem schränken die Klassen in Battlefield die Waffenwahl ein, was sich mit dem Battle Royale Genre ebenfalls nicht verträgt. Hier geht es schließlich darum, das beste aus dem Equipment zu machen, das man findet und sich bessere Ausrüstung zu erkämpfen.

Die Klassen sind in Feuersturm aber trotzdem enthalten, weil sie sich auf das äußere Erscheinungsbild der Charaktere auswirken und damit in direkter Verbindung zum Rest von Battlefield 5 stehen. Alle kosmetischen Gegenstände, die ihr euch an anderer Stelle erspielt habt, stehen auch für den Battle Royale-Modus zur Verfügung.

Letztes Gefecht im Todeskampf

Wurdet ihr von einem Gegner in die Knie gezwungen, ist zumindest im Squad-Modus noch nicht alles verloren. Eure Teammitglieder können euch wieder auf die Beine helfen, wenn die Gefahr gebannt ist.

Zusätzlich dazu habt ihr in Feuersturm aber auch noch die Möglichkeit, euch mit eurer Handfeuerwaffe oder – falls alle Stricke reißen – mit eurer Nahkampfwaffe zu wehren, bevor euer Gegner euch den Todesstoß versetzt.

So könnt ihr zumindest für eure Mitspieler noch die Gefahr aus dem Weg räumen, bevor sie euch aufhelfen. Zumindest, wenn euer Gegner direkt vor euch steht und nicht mit einem Scharfschützengewehr irgendwo lauert.

Patricia Geiger

Bringt Freunde mit

Beim Anspielevent konnte ich sowohl den Squad- als auch Solomodus von Feuersturm ausprobieren und hatte in beiden Varianten meinen Spaß. Dennoch hat mir persönlich der Squad-Modus deutlich besser gefallen. Es ergeben sich dadurch andere Dynamiken und Möglichkeiten, beispielsweise bei den Bunkeranlagen.

Außerdem ist hier der Nervenkitzel am Ende fast noch größer, wenn es keine sichere Zone mehr gibt und man mit wenigen anderen Spielern auf engstem Raum kämpft. Schließlich geht es um den Sieg des gesamten Teams und nicht nur den persönlichen Erfolg.

Eigentlich bin ich kein großer Fan des Battle Royale-Genres, aber mit Feuersturm werde ich trotzdem einige Zeit verbringen. Für mich machen es die kleinen Details aus: Die Zerstörung macht es Campern deutlich schwerer, da auch Scharfschützen hier die Beine in die Hand nehmen müssen. Auch das Ausrüsten der Panzerplatten ist ein netter optischer Aspekt, der sich dann aber auch auf das Gameplay auswirkt.

Das geforderte Teamplay, um an einen Panzer zu kommen und das Einnehmen von Nachschub-Punkten stellen für mich einen zusätzlichen Reiz dar. Und die sich durch den verschobenen Feuerring jede Runde veränderte Karte sollte ebenfalls dafür sorgen, dass Feuersturm nicht so schnell zur Routine wird.

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Patricia Geiger
Patricia Geiger

Mit der ersten PlayStation ist Patricia den Videospielen verfallen und seitdem nicht mehr davon losgekommen, wobei ihr Herz nach wie vor den Konsolen gehört. Eigentlich dreht sich alles um Rollenspiele, Ego-Shooter und Action-Adventures, ab und an wagt sie sich aber auch an Rundenstrategie oder Jump'n'Runs.

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