Avengers: Infinity War – Review (spoilerfrei)

Ziemlich genau 10 Jahre ist es her, seitdem der erste Film des Marvel Cinematic Universe, Iron Man, in den deutschen Kinos erstmalig über die Leinwand flimmerte. Ganze 18 Filme und 11 Serien später laufen nun die gesponnenen Fäden im ersten Teil des epischen Superhelden Höhepunkts zusammen. Ob Infinity War dem Hype gerecht wird oder nicht erfahrt ihr in unserer spoilerfreien Review.

  • von Andreas Sperling am 26.04.2018, 17:04 Uhr

Die größte Herausforderung bei einem Projekt wie Infinity War ist jedem Charakter die verdiente Screentime zu geben. Jeder Fan hat seinen Favoriten und so musste man kein Dr. Strange sein um sich auszurechnen, dass hier einer der größten potentiellen Knackpunkte des Films liegen könnten. Schnell wirkt ein Film überladen oder aber es werden Figuren zu Gunsten anderer Helden vernachlässigt.

Zum großen Glück glänzt hier Infinity War auf ganzer Linie. Alle wichtigen Charaktere der Superhelden-Liga bekommen ausreichend Zeit ihre Rolle zu spielen und zur übergreifenden Story beizutragen. Dabei sind manche Abschnitte mal mehr spannend als andere, aber wirkliche Langeweile kommt zu keiner Zeit auf.

Doch wer ist eigentlich die zentrale Figur des Films? Dies wurde durch die Trailer nicht wirklich offensichtlich und war ein sehr erfrischender, wenn auch überraschender Griff in die Storykiste.

Es ist Thanos! Sämtliche Handlungsstränge drehen sich um ihn. Es wird auf seine Vorgeschichte eingegangen, seine Motivation wird beleuchtet und ist sogar auf einer gewissen Ebene nachvollziehbar. Wir sehen wie er persönliche Opfer erbringen muss und darunter leidet. Er ist Protagonist und Antagonist in einer Person. Das ist der wohl genialste Kniff welchen die Regie-Brüder Anthony und Joe Russo bringen konnten. Besonders wenn man berücksichtigt wie schnell eine solche Entscheidung daneben gehen kann.

Nichts anderes als ein Geniestreich war jedoch notwendig, um nach 18 Filmen noch irgendeine Form von Überraschung zu generieren. Mit CGI Explosionen alleine lassen sich viele Zuschauer nicht mehr hinter den Ofen hervorlocken und die klassische Superheldenformel ist bereits mehr als abgegriffen. Umso erfreulicher ist es, dass nicht der sichere Studioweg gegangen wurde. Natürlich ist Infinity War kein Schindlers Liste und das will der Film auch gar nicht sein. Nichtsdestotrotz haben es die Russo Brüder geschafft eine Comicverfilmung zu schaffen, die mehr kann als der klassische 08/15 Superhelden-Streifen und das will auch schon was heißen.

Wenn ihr noch mehr zu Infinity War sehen wollt, schaut euch doch unsere Videodiskussion mit IGN an. Dort werden sowohl spoilerfreie Abschnitte des Films diskutiert, als auch storyrelevante Teile.

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Andreas Sperling
Andreas Sperling

Erstes Spiel: Moon Patrol (Atari 2600), Super Mario Land, Tetris (Gameboy) Lieblingsgenres: Survival Horror, Action-Adventure, Rollenspiele Lieblingsspiele/-serien: Resident Evil, Catherine, Metal Gear Solid 1 & 3, Dead by Daylight

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