Assassin’s Creed: Origins – Kein echtes 4K auf der Xbox One X

Nach der Enthüllung von Assassin's Creed: Origins mit der Version für Xbox One X scheint nun klar zu sein, dass trotz starker Hardware kein echtes 4K möglich sein wird.

  • von Sebastian Weber am 16.06.2017, 11:18 Uhr

Als Microsoft auf seiner Pressekonferenz während der E3 2017 seine neue Konsole Xbox One X endlich genauer vorgestellt hat, versprach Xbox -Chef Phil Spencer, dass das Gerät Spiele mit echter, also nativer 4K-Auflösung abliefern wird und das sogar mit 60 Bildern pro Sekunde. Als Beispiel diente hier das Rennspiel Forza 7.

Damit ließ der US-Konzern die japanische Konkurrenz Sony alt aussehen, deren PlayStation 4 Pro in der Regel die 4K-Auflösung nur erreicht, indem sie die Bilder hochskaliert. Daher schien die Xbox One X der PlayStation 4 Pro in Sachen Leistung deutlich überlegen.

Während der Pressekonferenz enthüllte Microsoft zusammen mit Ubisoft den Blockbuster Assassin’s Creed: Origins und zeigte Gameplay-Material, das von der Xbox One X stammen soll.

Die Hardware-Experten von DigitalFoundry haben nun alle vorliegenden Informationen und das Videomaterial ausgewertet, das in 4K-Auflösung veröffentlicht wurde. Dabei kamen sie zum Schluss, dass Assassin’s Creed: Origins zwar in der UltraHD-Auflösung dargestellt wird, es sich dabei aber nicht um echtes, also natives 4K handelt.

Stattdessen scheint Ubisoft auf sogenanntes Checkerboard Rendering zurück zu greifen, um Bayeks Abenteuer in der höheren Auflösung abzuspielen. Hierbei berechnet ein Computer in der Regel nur 50 Prozent der dargestellten Pixel, was Leistung spart. Anschließend dupliziert ein Filter quasi die Bildinformation, sodass am Ende das Gesamtkunstwerk herauskommt. Diese Technik kommt für hohe Auflösungen auch in Rainbow Six: Siege zum Einsatz, das ebenfalls von Ubisoft stammt.

Die Kollegen von DigitalFoundry kommen aber zeitgleich zu dem Schluss, dass Ubisoft bei der Auflösung bzw. der Berechnung des 4K-Bildes zwar ein wenig trickst, das Spiel aber dennoch ein sehr scharfes Bild darstellt, das sicherlich dem Bild der PS4 Pro überlegen sein dürfte.

Spannend wird aber im Bezug auf die Xbox One X sein, ob Ubisoft der einzige Publisher bleiben wird, der seine Entwickler zu solchen Tricks anhält. So geht immerhin nicht die gesamte Hardware-Power für die Berechnung der Grafik flöten, sondern es bleibt noch mehr Rechenleistung übrig für unter anderem die künstliche Intelligenz.

Letztlich könnte das aber schnell Spencers Versprechen zunichte machen, die Xbox One X würde natives 4K abspielen.

Für mehr Informationen rund um Assassin’s Creed: Origins legen wir euch einen ausführlichen Video-Walkthrough mit rund 30 Minuten aus dem Spiel ans Herz. Außerdem haben wir für euch die wichtigsten Begriffe aus dem antiken Ägypten erklärt, damit ihr von Beginn an den vollen Durchblick habt.

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Sebastian Weber
Sebastian Weber

Seit den ersten Pixelmännchen auf einem Commodore PET, liebt Sebastian Videospiele und hat heute vom PC, über Xbox One, PlayStation 4 bis hin zur Nintendo Switch alles zu Hause stehen, was virtuelle Welten auf den Bildschirm bringt. Dabei sind vor allem Rollenspiele und Action-Titel die erste Wahl.