Assassin’s Creed Origins: DLC-Erfolge werfen Fragen auf

Der erste DLC »Die Verborgenen« (oder »The Hidden Ones«) für Assassin's Creed: Origins soll noch im Januar erscheinen. Erste Erfolge dazu sind bereits geleakt, werfen allerdings inhaltliche Fragen auf.

  • von Patricia Geiger am 02.01.2018, 15:16 Uhr

Assassin’s Creed: Origins bekommt nach Plan noch im Januar seinen ersten DLC: »Die Verborgenen«, beziehungsweise »The Hidden Ones«, setzt zeitlich nach der Hauptgeschichte von Origins an. Die Story der Erweiterung dreht sich um die noch junge Assassinen-Bruderschaft, die sich auf der Sinai-Halbinsel mit römischen Besatzern auseinandersetzen muss.

Wie der Trailer zum Season Pass bereits gezeigt hat, sind Spieler auch weiterhin als Bayek unterwegs. Allerdings sind bereits Ende November 2017 schon einige Erfolge der Erweiterung ans Licht gekommen, die bei genauerem Hinsehen zeitliche Fragen aufwerfen.

Geleakte Erfolge zu The Hidden Ones

Die geleakten Erfolge zum DLC von Assassin’s Creed: Origins stammen von der Plattform Steam, die Computerspiele vertreibt. Hier hatte ein User getrickst und einen Screenshot gemacht, bevor die Achievements komplett verborgen wurden.

Bei genauerem Hinsehen wirft die Liste allerdings Fragen auf. Neben typischen, auf Spielmechaniken bezogenen Achievements wie das Töten eines Feindes, während er von Adler Senu abgelenkt wird, gibt es auch einen potentzellen Spoiler zur Story von »Die Verborgenen«.

Es handelt sich um das Achievement »Surgical Strikes«, genauer gesagt um dessen Beschreibung. Den Erfolg schaltet ihr frei, wenn Tacitus, Ptahmose und Ampelius getötet wurden.

Das Problem an der Sache: Falls es sich dabei um den römischen Senator Tacitus handelt, bekommt der »Die Verborgenen«-DLC zeitliche Schwierigkeiten. Denn Tacitus starb erst um 120 nach Christus – die Hauptstory von Assassin’s Creed: Origins endet allerdings 44 Jahre vor Christus. Egal wie, Bayek könnte also rein zeitlich gesehen nichts mit seinem Tod zu tun gehabt haben.

Gleiches gilt auch für den römisches Schriftsteller Lucius Ampelius, von dem keine konkreten Lebensdaten überliefert sind, jedoch wird angenommen, dass er während der Regierungszeit Trajans oder Konstantins gelebt hat. War er tatsächlich ein Zeitgenosse Trajans, lebte er etwa zur gleichen Zeit wie Tacitus (Kaiser Trajan starb 117 nach Christus.).

Echter Leak oder Fake?

Sollten die geleakten Achievements echt sein, gibt es zwei Möglichkeiten, was das für den »Die Verborgenen«-DLC bedeuten kann:

  • Bei den zu tötenden Personen handelt es sich lediglich um Namensvetter der bekannteren Namensträger
  • Es gibt einen Zeitsprung und damit Charakterwechsel innerhalb des DLCs.

Für die zweite Option spricht, dass Kaiser Trajan 106 nach Christus die römische Provinz Arabia Petraea eingerichtet hat, zu der eben auch der Sinai gehört – also der Schauplatz des DLCs zu Assassin’s Creed: Origins. Entsprechend stärker spürbar dürfte ab diesem Zeitpunkt auch die römische Präsenz im Gebiet gewesen sein, was wiederum zu den in der DLC-Beschreibung genannten Besatzern passt.

Allerdings waren die Römer auch schon vorher im Gebiet präsent, denn das Nabatäer-Königreich, zu dem die Sinai-Halbinsel gehört, war schon vorher ein Vasall des Römischen Reiches, sodass ein Zeitsprung nicht nötig wäre. Das würde allerdings für Fragezeichen bei den Opfernamen sorgen.

Andererseits besteht natürlich die Möglichkeit, dass es sich beim vermeintlichen Steam-Screenshot schlicht und ergreifend um einen Fake handelt. Denn obwohl das Bild schon über einen Monat im Netz kursiert, gibt es von Ubisoft noch immer keine Stellungnahme dazu.

Für einen Fake spricht die Verteilung der Achievements: Drei Erfolge für bereits im Hauptspiel integrierte Mechaniken (»Zip it Off«, »Prison Break« und »Team Play«) mit einem DLC nachzureichen, erscheint irgendwie seltsam.

Was tatsächlich Sache ist, werden wir wohl erst im Lauf des Monats erfahren – nämlich dann, wenn der »Die Verborgenen«-DLC erschienen ist. Einen konkreten Termin dafür hat Ubisoft bisher allerdings noch nicht angekündigt.

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Patricia Geiger
Patricia Geiger

Mit der ersten PlayStation ist Patricia den Videospielen verfallen und seitdem nicht mehr davon losgekommen, wobei ihr Herz nach wie vor den Konsolen gehört. Eigentlich dreht sich alles um Rollenspiele, Ego-Shooter und Action-Adventures, ab und an wagt sie sich aber auch an Rundenstrategie oder Jump'n'Runs.