Anthem: Infos zu Loot, Mikrotransaktionen, Anpassung und Online-Modus

Bereits während der E3-Pressekonferenz von EA gab es neue Informationen zu BioWares neuem Action-Rollenspiel Anthem. Chefentwickler Mark Darrah beantwortet seitdem fleißig weitere Fragen zum Spiel via Twitter.

  • von Patricia Geiger am 11.06.2018, 17:29 Uhr

Ein stimmungsvoller Trailer und eine kleine Fragerunde, gefolgt von einer kurzen Gameplay-Präsentation: Während der EA-Play-Pressekonferenz im Rahmen der E3 gab es endlich etwas mehr zu BioWares Action-Rollenspiel Anthem zu sehen.

Das war es allerdings noch nicht: Seit der Präsentation twittert sich Chefentwickler Mark Darrah praktisch die Finger wund und beantwortet Fragen zum Spiel, soweit möglich. Dabei geht es zumindest um die Themen Loot, Mikrotransaktionen, Individualisierung und den Online-Aspekt des Spiels.

E3 2018

Mikrotransaktionen ja, Season Pass, Lootboxen und Pay-to-win nein

Das Thema, das viele Spieler nach dem anfänglichen Chaos bei Star Wars: Battlefront 2 bewegt, sind Mikrotransaktionen und Lootboxen.

Hier gaben die Entwickler zwar bereits während der Präsentation des Spiels Entwarnung, allerdings gab Mark Darrah es auf Nachfrage auch noch einmal schriftlich: Es wird weder Lootboxen noch Pay-to-win in Anthem geben.

Mikrotransaktionen wird es geben, allerdings können Spieler hier nur kosmetische Items gezielt kaufen – die man aber auch alle erspielen kann. Bei den Mikrotransaktionen scheint es sich also nach aktuellem Stand lediglich um eine Abkürzung zu handeln.

Einen Season Pass wird es für Anthem ebenfalls nicht geben, aber Darrah stellte neue Inhalte nach Launch in Aussicht. Ob die dann wie bei Battlefield V für alle Spieler kostenlos sind oder wie in Destiny 2 zusätzlich gekauft werden müssen, ist aktuell noch nicht klar. Allerdings deutet zumindest ein weiterer Tweet darauf hin, dass die Battlefield-Route eingeschlagen wird: Darin sagt der Entwickler, man wolle sicherstellen, dass die Spieler immer gemeinsam spielen könnten.

Loot für alle

Auch zum Thema Loot an sich hat Darrah Fragen beantwortet. Wer Angst hat, sich im Koop mit seinen Freunden um die Beute kloppen zu müssen, kann aufatmen: Der Loot in Anthem wird instanziert, das heißt: Jeder Spieler bekommt seine eigene Belohnung.

Insgesamt wird es 5 oder 6 Seltenheitsstufen bei der Ausrüstung geben, wie man es auch aus anderen Spielen kennt. Zu den Dropraten kann Mark Darrah zum aktuellen Zeitpunkt allerdings noch nichts sagen.

Wer zusammen mit Freunden spielt, kommt trotzdem in der eigenen Geschichte voran – und wird belohnt. Wer am gleichen Punkt in der Story ist und sich dann zusammentut, bekommt auch die gleiche Belohnung. Wer Freunden hilft, die noch etwas hinterherhängen, bekommt andere Belohnungen für das »mentoring«, wie Darrah es nennt.

Optische und funktionale Anpassung

Wir werden in Anthem einen Großteil der Zeit in Javelin-Anzügen verbringen – das geht schon aus dem bisher veröffentlichten Material hervor. Entsprechend liegt der Fokus der optischen Anpassungsmöglichkeiten bei BioWare also auch auf den Anzügen, wie Mark Darrah via Twitter erklärte. Aber es werde trotzdem einen Charaktereditor für den Freelancer geben.

Darüber hinaus wird es aber auch möglich sein, die Waffen und Ausrüstung der Anzüge zu verändern. Teile wird es mit ziemlicher Sicherheit zu kaufen geben, aber Anthem verfügt zudem auch noch über ein Crafting-System. Darrah deutet an, dass Items der höchsten Stufe möglicherweise sogar nur darüber hergestellt werden können, die Jagd nach Ausrüstung aber ohnehin ein Bestandteil des Spielerlebnisses sei.

Online-Features von Anthem

Anthem wird in zwei Bereiche unterteilt sein, die sich grob als Singleplayer- und Koop-Instanz bezeichnen lassen. BioWare selbst nennt es »Meine Geschichte« und »Unsere Welt«. Fort Tarsis, die von der Mauer geschützte Siedlung, ist dabei dem Singleplayer vorbehalten. Hier interagieren Spieler beispielsweise mit NPCs und passen ihre Anzüge an, außerdem ist die Sicht auf die Ego-Perspektive beschränkt.

Der Bereich außerhalb ist die Koop-Zone. Selbst wenn man alleine nach draußen geht, teilt man die Welt dennoch mit anderen Spielern. Konkret bedeutet das: Ändert sich bei einem Spieler durch Wettereinwirkungen die Welt, ändert sie sich auch bei anderen Freelancern. Laut Mark Darrah ist es möglich, Storymissionen auch alleine zu spielen, allerdings geht er davon aus, dass es selbst Koop-Muffeln gemeinsam mit anderen mehr Spaß macht.

Wer keine Anthem-Mitstreiter unter seinen Freunden findet, kann das Matchmaking des Spiels nutzen, das für alle Aktivitäten zur Verfügung steht. Gruppen können bis zu vier Mitglieder haben. Es soll außerdem kein Problem sein, fast nahtlos zwischen dem eigenen Spiel und dem eines beigetretenen Freundes zu springen, um beispielsweise bei Missionen zu helfen.

Anthem wird am 22. Februar 2019 für Xbox One, PlayStation 4 und PC erscheinen.

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Patricia Geiger
Patricia Geiger

Mit der ersten PlayStation ist Patricia den Videospielen verfallen und seitdem nicht mehr davon losgekommen, wobei ihr Herz nach wie vor den Konsolen gehört. Eigentlich dreht sich alles um Rollenspiele, Ego-Shooter und Action-Adventures, ab und an wagt sie sich aber auch an Rundenstrategie oder Jump'n'Runs.

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