Amiibo-Ratgeber: Nintendos kunterbunte Sammelfiguren

Immer wieder heißt es, die Amiibo seien viel mehr als Sammelfiguren. Schließlich sind sie Nintendos Antwort auf den riesigen Erfolg der Toys-to-Life-Welle. Aber wie funktionieren sie? Wie kann ich sie einsetzen? In unserem Ratgeber fassen wir zusammen, was man über die interaktiven Spielzeuge wissen muss.

  • von Ann-Kathrin Kuhls am 21.03.2016, 16:50 Uhr

Amiibo sind Sammelfiguren aus bekannten Nintendo-Spielen wie Super Mario oder The Legend of Zelda. Ähnlich wie in Skylanders oder Disney Infinity handelt es sich hier um so genannte Toys-to-Life-Produkte: Wir können mit Mario, Link und Co sowohl in der echten Welt als auch im Spiel unseren Spaß haben. Das funktioniert mit einem einfachen Trick: Jede der Figuren ist in ihrem Sockel mit einem Chip versehen, der mit einem Sensor im Wii U Gamepad oder dem New 3DS in alle Spiele eingelesen werden kann, die die Amiibo unterstützen. Dort schalten sie dann versteckte Charaktere, Kostüme oder besondere Fähigkeiten frei.

Fortschritte oder Veränderungen der Figur werden auf dem Speicherchip festgehalten. Auch auf dem Nintendo 3DS, der älteren Version des Handhelds, können Amiibo eingelesen werden, allerdings benötigen wir hierzu einen Adapter aus dem Fachhandel. Neben den Figuren sind mittlerweile auch Karten erhältlich, auf denen die selben Informationen eingelesen werden können. Speicherstände oder Veränderungen werden hier allerdings nicht gespeichert.

Amiibo gibt es eigentlich von jeder größeren Nintendo-Spieleserie. Je beliebter die Serie ist und je mehr Charaktere sie enthält, desto mehr Amiibo werden herausgebracht: Aus Super Mario wurden beispielsweise Mario selbst in vier Varianten, Prinzessin Peach, Toad, Luigi, Yoshi und Bowser veröffentlicht. Nintendos Ausflug in den Toys-to-Life-Sektor war ein voller Erfolg. Seit dem Produktstart im November 2014 wurden bereits über 21 Millionen Amiibo-Figuren und über 8 Millionen Karten verkauft.

Was macht ein Amiibo?

Die Amiibo haben kein eigenes Spiel. Meist ist er aber mit allen aktuellen Titeln seiner Serie kompatibel. Das ist beispielsweise beim Link Amiibo und der The-Legend-of-Zelda-Serie der Fall. Link füllt in Twilight Princess unseren Pfeilvorrat wieder auf und schaltet in Hyrule Warriors die Gleiterwaffe frei. Zusätzlich dazu lässt er sich aber auch in vielen anderen Spielen einsetzen: In Super Smash Bros. für den 3DS können wir ihn im Spiel trainieren, in Yoshi’s Woolly World, Super Mario Maker und Mario Kart 8 schaltet er Link-Kostüme für Yoshi, Mario und die Miis frei. Die meisten Amiibos enthält Animal Crossing: Neben den 16 Sammelfiguren existieren bereits 200 Amiibo-Karten, die jeweils einen der Bewohner freischalten. Die meisten greifbaren Sammelfiguren hat jedoch die Super-Smash-Bros.-Collection: Bis jetzt sind knapp sechzig Charaktere veröffentlicht, beziehungsweise angekündigt.

Anders verhält es sich mit den limitierten Amiibo. Der goldene Mega-Man liegt zwar der Ladenversion der gleichnamigen Legacy Collection bei, allerdings ist diese in Deutschland nur digital erhältlich. Ohne Ladenversion können wir uns aber auch den goldenen Amiibo an den Hut stecken. Solche Fälle sind aber eher die Ausnahme. Normalerweise sind die Figuren ohne Probleme im Fachhandel erhältlich. 

Was muss ich bei der Benutzung beachten?

Die Amiibo sind reine Speichermedien und benötigen deswegen keine Batterie oder ähnliches. Da der Chip jedoch elektronisch ist, sollte Kontakt mit Wasser, beispielsweise in der Badewanne oder der Waschmaschine vermieden werden. Ansonsten sind die Figuren allerdings sehr robust und können auch schon mal vom Regal fallen, ohne Schaden zu nehmen. Die Sensoren am New 3DS und dem Wii U GamePad sind da schon ein bisschen empfindlicher. Krümel, Feuchtigkeit oder zähe Masse, die auf das Feld läuft, kann dafür sorgen, dass der Sensor keine der Figuren mehr erkennt, ähnlich wie bei einer zerkratzen Brille. Kümmern wir uns aber richtig um Figuren und Sensoren, sind die hochwertig verbauten Produkte sehr langlebig.

von Ann-Kathrin Kuhls

Ann-Kathrin Kuhls
Ann-Kathrin Kuhls

Erstes Spiel: Jazz Jackrabbit Lieblingsgenres: Action-Adventure, (Japan-)Rollenspiele, Strategie Lieblingsspiele/-serien: Final Fantasy, The Last of Us, Alice: Madness Returns, XCOM: Enemy Unknown