Massenentlassungen bei Activision Blizzard: Ist Call of Duty am Ende?

Trotz Rekordzahlen in 2018 entlässt das Unternehmen hinter Spielen wie World of Warcraft, Call of Duty, Diablo und Overwatch hunderte Mitarbeiter. Welche Auswirkungen könnte das auf die beliebten Serien haben?

  • von Konstantinos Fotopoulos am 13.02.2019, 14:08 Uhr
Call-of-Duty-Black-Ops-4-Activision

Die Gerüchte kursieren seit einigen Tagen im Internet, nun ist es offiziell: Activision Blizzard entlässt acht Prozent der Stellen, was schätzungsweise knapp 800 Mitarbeitern entspricht. Dies wurde im Rahmen der Präsentation der Finanzergebnisse bekannt gegeben.

Activision Blizzard freut sich über Rekordjahr

Auf dem Papier scheint alles blendend zu laufen für das im Jahre 2008 gegründete Unternehmen. Activision CEO Bobby Kotick gab bekannt, dass 2018 mit Call of Duty Black Ops 4, dem ersten Call of Duty-Battle Royale-Spiel, und der Veröffentlichung der World of Warcraft-Erweiterung Battle for Azeroth, das finanziell erfolgreichste Jahr der Firmengeschichte war.

Gerüchte über die herannahenden Entlassungen machten aber schon seit einer Woche die Runde. Die Chefetage von Activision Blizzard soll demnach schon länger daran interessiert sein, die Kosten zu senken, den Entwicklungsprozess zu optimieren und die Geschäftszahlen noch weiter zu verbessern.

Was bedeutet das für Call of Duty, Overwatch und Co.?

Stehen viele der beliebten Serien nun vor dem Aus? Hier sollte man sich Activision auf der einen und Blizzard auf der anderen Seite getrennt voneinander betrachten.

Auf der Activision-Seite scheinen das Teilunternehmen Activision Publishing, das auch ein Büro in Deutschland hat, die Tochtergesellschaft King Digital Entertainment (Candy Crush Saga) und auch einige Entwicklerstudios von den Entlassungen betroffen zu sein.

Fans von Call of Duty sollten sich aber keine Sorgen machen. In derselben Präsentation gab CEO Bobby Kotick bekannt, dass 2019 ein neuer Call of Duty-Teil vom Entwicklerstudio Infinity Ward (CoD: Infinite Warfare) erscheinen wird. Der neue Teil soll wieder eine Einzelspieler-Kampagne und neues Koop-Gameplay bieten.

Blizzard hingegen wird gar keine Entwickler entlassen, wie der CEO J. Allen Brack in einem Blogpost mitgeteilt hat. Demnach wurden nur Nicht-Entwickler-Teams “neu organisiert”, um Kosten zu sparen.

Welche langfristigen Auswirkungen der massive Stellenabbau auf die Spiele von Activision Blizzard haben wird, ist noch nicht abzusehen. Der nächste Release des Unternehmens ist das Action-Adventure Sekiro – Shadows die Twice von den Dark Souls-Entwicklern, das am 22. März für PS4, Xbox One und PC erscheint.

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Konstantinos Fotopoulos
Konstantinos Fotopoulos

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