Warhammer 40.000: Dawn of War 3 – Tipps und Tricks für Einsteiger

Spielt ihr gern Echtzeitstrategie und liebt das Warhammer 40K-Universum? Dann seid ihr bei Dawn of War 3 richtig. Wir erklären in unserem Einsteiger-Guide worauf ihr achten müsst, welche versteckten Funktionen es gibt und wie ihr euer eigenes Spiel aufzieht.

  • von Benjamin Danneberg am 02.05.2017, 18:55 Uhr

Das Warhammer-Universum ist natürlich für viele PC-Spiele bekannt, beispielsweise Total War: Warhammer oder Space Hulk – Deathwing. Seinen Ursprung haben diese Spiele in der Tabletop-Version, in der Spieler mit Miniaturen ähnlich einem Brettspiel auf Schlachtfeldern gegeneinander antreten. Während Warhammer normalerweise ein Fantasy-Setting mit Zwergen, Elfen und anderen Rassen besitzt, spielt Warhammer 40.000 (auch als Warhammer 40K bekannt) in einer dystopischen Zukunft unserer Realität, nämlich im 41. Jahrtausend nach Christi Geburt.

Das sind die Rassen aus Dawn of War 3

In diesem Universum prügeln sich die Menschen mit vielen anderen Rassen um die Vorherrschaft im Universum. Zum menschlichen Imperium gehören unter anderem die Space Marines, die wir auch in diesem Guide wiederfinden. Diese Krieger wurden mit spezieller Gen-Saat zu Elitekämpfern, was sich unter anderem in ihrer Größe und ihren übermenschlichen Fähigkeiten zeigt.

Die Eldar dagegen sind eine elfenähnliche Rasse, die einst das Universum beherrschte, nun aber fast ausgestorben sind. Sie setzen auf fortgeschrittene Technologien und sind nebenbei für die Geburt des Chaosgottes Slanesh veranwortlich.

Die Orks sind dagegen tumbe Schläger: Grün, muskelbepackt und in Horden (Clans) organisiert. Wie im Tierreich üblich, werden sie vom stärksten Ork, dem Boss angeführt. Konflikte werden eigentlich immer nur mit roher Gewalt gelöst. Dafür nutzen sie selbst zusammengezimmerte Kriegsmaschinen, die zwar sehr primitiv sind, dafür aber robust und effektiv. Übrigens glauben die Orks, dass ihre Fahrzeuge schneller sind, wenn sie rot angemalt werden …

Spielt die Kampagne

Im Prinzip ist die Kampagne ein besseres, langes Tutorial. Die einzelnen Missionen müsst ihr jeweils mit unterschiedlichen Rassen spielen, das heißt, ihr spielt ungeachtet eurer Vorlieben sowohl Space Marines, Orks und Eldar. Spezialisieren ist also eher schwierig, dafür verdient ihr aber bereits Schädel (Währung für Freischaltungen) und könnt neue Elite-Einheiten zusammensparen.

Konzentriert euch auf eine Rasse!

Wenn ihr gegen die KI oder gegen andere Spieler einzelne Matches spielt, dann konzentriert euch unbedingt auf eine Rasse und lernt ihre Feinheiten richtig kennen: Welche Einheiten sind in welcher Phase des Spiels sinnvoll, welche Elite-Einheiten können wann und wo am besten eingesetzt werden. Der gezielte Einsatz von Elite-Einheiten kann gerade im späten Spielverlauf entscheidend sein.

Folgende Rassen stehen euch zur Verfügung:

Space Marines: In der frühen Spielphase eher schwach, werden mit der Freischaltung schwerer Einheiten und Fahrzeuge im späteren Verlauf richtig stark.

Orks: Die Grünhäute sind gerade zu Beginn durch große Squads gut für schnelle Überraschungsangriffe geeignet. Im späteren Spielverlauf ist vor allem das Upgraden der Einheiten durch Schrott auf dem Schlachtfeld essentiell, allerdings erfordert das sehr viel Mikromanagement.

Eldar: Schnelle Fortbewegung und starke Fernkampfeinheiten zeichnen die Eldar aus. Sie sind durch ihre Fähigkeit, die Basis zu verlegen und durch Portale zu gehen, perfekt für Hinterhalte und Überraschungsangriffe geeignet.

Freischaltungen durch Schädel

Je nachdem welchen Schwierigkeitsgrad ihr vor einem Match wählt, bekommt ihr am Ende mehr oder weniger Erfahrung (für die Elite-Einheiten) und Schädel. Mit den Schädeln schaltet ihr neue Elite-Einheiten, Skins (also unterschiedliche Outfits für Helden) und Doktrinen frei.

Doktrinen

Im Elite-Menü findet ihr rechts drei Felder, in die sogenannte Doktrinen gehören. Klickt ihr darauf, kommt ihr in die Doktrin-Übersicht. Über den Button »Info« bekommt ihr zusätzliche Informationen und könnt die gewünschte Doktrin freischalten. Per Klick fügt ihr sie rechts einem der drei Slots zu und aktiviert sie so für das Spiel.

Achtet darauf, nur Doktrinen zu verwenden, die euch wirklich voranbringen. Prüft dazu die Bedingungen, unter denen eine Doktrin wirkt. Die Informationen dazu wurden (sehr unübersichtlich) unter den Menüpunkt Lernen –> Codex –> Doktrinen ausgelagert.

Zusätzlich dazu gibt es im Menü jeder einzelnen Eliteeinheit zwei spezielle Doktrinen. Die Anwesenheits-Doktrin ist standardmäßig aktiviert, wirkt sich aber erst auf das Spiel aus, wenn die Elite-Einheit auf dem Feld steht. Erreicht der Held Stufe Drei, können wir stattdessen eine Befehls-Doktrin auswählen. Die Effekte werden jetzt bereits wirksam, wenn der Held ausgerüstet ist – er muss also nicht auf dem Schlachtfeld stehen. Mit Stufe Acht wird die Befehls-Doktrin für die Doktrin-Slots verfügbar, also ganz unabhängig vom Helden. Damit können beide Doktrinen einer Eliteeinheit gleichzeitig in einem Match verfügbar sein.

Ressourcen

Damit ihr im Spiel Einheiten und Gebäude bauen könnt, braucht ihr Ressourcen. Nehmt dazu Ressourcenknoten ein und baut dort die entsprechenden Erweiterungen. Zieht mit einem Arbeiter unbedingt auch gleich einen Horchposten hoch. Das bringt ein bisschen Verteidigung und ihr könnt jetzt in der Nähe des Knotens Gebäude errichten.

Folgende Ressourcen gibt es im Spiel:

Anforderung (gelbes Sechseck): Wird für den Kauf einfacher Einheiten und Gebäude benötigt.

Energie (blauer Blitz): Wird für den Kauf von fortgeschrittenen Einheiten, Fahrzeugen und Gebäuden sowie Verbesserungen benötigt.

Elitepunkte (violettes Viereck): Wird benötigt, um Elite-Einheiten rufen zu können und wird über Zeit gesammelt. Mouse-Over über das violette Viereck zeigt die Zeit bis zum nächsten Punkt an.  

Upgrades nicht vergessen!

Achtet immer darauf, Upgrades zu machen – man kann die nämlich schnell vergessen! Schaltet die Ränge für das verbesserte Hauptquartier frei, damit ihr Fahrzeuge bauen und Einheitenverbesserungen (in der Waffenkammer) erforschen könnt.

Manche Einheiten haben zudem optionale Verbesserungen, beispielsweise Spezialangriffe, die ihr erforschen könnt.

Deckungen & Hinterhalte nutzen

Das Deckungssystem in DoW3 beschränkt sich nur noch auf schwere Deckungen und Tarndeckung. Erstere sind kreisförmige Strukturen, die eingenommen werden können und dann einen Schutzschild erzeugen, der vor Fernkampfschaden schützt. Der Schild kann nur durch massiven Schaden zerstört werden. Elite-Einheiten und Nahkämpfer können in den Schild vorrücken und die Besatzung angreifen. Sorgt daher immer dafür, dass eure Fernkämpfer (beispielsweise Scharfschützen) in der schweren Deckung auch von Nahkämpfern geschützt werden.

Bei der Tarndeckung handelt es sich um kleine Gebiete auf der Karte, in die sich Einheiten (auch riesige Eliteeinheiten) begeben können und unsichtbar sind, solange sie nicht angreifen oder durch Gegner aufgedeckt werden. Ihr könnt Tarndeckung sehr gut verwenden, um Hinterhalte zu legen oder eure Truppen vor einem Sturmangriff zu sammeln, ohne dass der Feind Wind davon bekommen soll.  

Gebäude bauen oder verlegen

Wenn ihr an Ressourcenknoten Horchposten gebaut habt, dann könnt ihr im nahen Umkreis Gebäude hochziehen, beispielsweise eine Kaserne. Dadurch ist der Nachschub näher an der Front und ihr müsst mit verwundeten Truppen (und Eliteeinheiten) nicht so weit zurücklaufen um euch wieder zu verstärken. Das bedeutet gleichzeitig mehr Druck auf den Gegner. Eldar können auch einfach ihre Gebäude verlegen und müssen sie nicht unbedingt neu bauen.

Eskalationsstufen

Alle zehn Minuten erhöht sich die Eskalationsstufe (bis Stufe Vier). Zu Beginn müsst ihr viel Wert auf Ressourcenknoten legen, damit ihr Einheiten bauen könnt. Für verlorene Einheiten bekommt ihr einen Teil der Baukosten zurück, mit jeder weiteren Phase sinkt dieser Bonus aber. Gleichzeitig steigt die Menge an Ressourcen, die ihr erhaltet sowie die Gesundheit von Geschützen und Schildgeneratoren.

Anfangs ist es also enorm wichtig, dass ihr euch mit verwundeten Truppen zurückzieht und sie wieder verstärkt. Im späteren Spielverlauf (wenn genug Ressourcen da sind) geht ihr eher auf schnelle Produktion über und bestellt Einheiten vor, die ihr dann über den Sammelpunkt zum gewünschten Ort nachrücken lasst.

Elite-Einheiten richtig einsetzen

Die Eliteeinheiten sind der Schlüssel zum Spiel, gerade im späteren Spielverlauf wird es enorm wichtig, sie und ihre Fähigkeiten sinnvoll einzusetzen. Bei der Auswahl der Helden für ein Spiel kommt es auf mehrere Dinge an:

Elitepunkte-Kosten: Je weniger Punkte ein Held kostet, desto schneller könnt ihr ihn verwenden. Das bietet im frühen Spiel einen Vorteil, wenn ihr schnell handelt. Spielt ihr eher langsam und bedächtig und wollt lieber mit großem Geschütz aufräumen, dann nehmt die teuren Eliteeinheiten.

Archetyp: Achtet auf den Archetyp eures Elite-Helden. Panzer können viel einstecken, Unterstützer helfen den eigenen Truppen, Bomber verursachen heftigen Schaden, Attentäter sind für Hit&Run-Taktiken geeignet und Helden mit Massenkontrolle beeinflussen gegnerische Einheiten.

Beachtet hierbei die Werte in der Elite-Übersicht. Wenn ihr gern mit der Brechstange spielt, nützt euch ein Unterstützer-Held herzlich wenig. Achtet besonders in den großen Schlachten der späten Spielphase darauf, eure Helden nicht unnötig zu verheizen. Heilt sie stattdessen regelmäßig an eigenen Gebäuden.

Strategische Tipps

Zum Schluss dieses Einsteiger-Guides noch ein paar allgemeine, strategische Tipps:

Sofort Ressourcen sichern: Startet zu Matchbeginn sofort mit der Einnahme von Ressourcenpunkten und lasst von Arbeitereinheiten gleich Horchposten bauen. Damit sorgt ihr zu Anfang für einen guten Schutz der Ressourcenknoten. Im späteren Spielverlauf verlieren die Horchposten aber stark an Bedeutung.  

Arbeiter verheizen: Um schnelle gegnerische Einheiten (beispielsweise der Eldar) zu binden, damit auch langsame Nahkämpfer ihren Job machen können, hilft ein kleiner dreckiger Trick: Schickt die schnellen Arbeiter-Einheiten gegen den Gegner. Das hält sie so lange auf, dass ein ordentliches Kämpfchen möglich wird. Achtung: Das lohnt natürlich nur gegen wenige einzelne Squads!    

Drop-Pods richtig bestücken: Bestellt für die Drop-Pods der Space Marines vorrangig Assault Marines. Der Einschlag der Pods verursacht Schaden und muss daher möglichst dort erfolgen, wo es richtig heißt hergeht. Die Assault Marines halten was aus und binden direkt eine ganze Reihe Gegner. Fernkampfeinheiten haben im Nahkampf in der Regel nichts zu suchen.  
Habt ihr eure Bevölkerungsgrenze ausgeschöpft, dann wählt ihr Deathstorm für die Pods. Dabei handelt es sich um Pods mit sechs Geschützen, die nur eine begrenzte Zeitspanne existieren und deshalb nicht zum Einheitenlimit zählen.

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Benjamin Danneberg
Benjamin Danneberg

Projektmanager GameZ und des Virtual Reality-Magazins VR-World.com. Außerdem Youtube-Täter auf Game.Play.Me. Bekennender "Life is Strange"-Fanboy.