Through the Darkest of Times Tipps: So leitet ihr den Widerstand

Im historischen Runden-Strategiespiel Through the Darkest of Times führt ihr eine Widerstandsbewegung gegen das Dritte Reich an. Unser Tipps-Guide zeigt euch, was ihr beim Kampf gegen den Faschismus beachten müsst.

  • von Dennis Anjuschin am 30.01.2020, 15:30 Uhr
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In unserem Through the Darkest of Times Tipps-Guide lernt ihr:

  • Warum jede Entscheidung gut überlegt sein muss.
  • Auf welche Aktivitäten ihr euch anfangs konzentrieren solltet.
  • Was ihr beim Einsatz eurer Mitstreiter zu beachten habt.
  • Wie ihr es vermeidet, aufzufliegen.

Through the Darkest of Times ist das Debüt des deutschen Indie-Studios PaintBucketGames. Schon im Vorfeld erregte das rundenbasierte Strategiespiel dank seiner Prämisse einiges an Aufmerksamkeit: Ihr organisiert eine Widerstandsbewegung im Dritten Reich. Widerstands-Kriege gegen Nazis kennt man aus Titeln wie Wolfenstein: The New Order (Jetzt bei MediaMarkt kaufen!), doch Through the Darkest of Times ist anders.

Ihr steuert keinen Supersoldaten, sondern ganz normale Menschen, die sich dazu entschlossen haben, gegen die Ungerechtigkeit anzukämpfen. Statt sich durch Horden von Gegnern zu ballern, verteilt ihr Flyer und nehmt an Demonstrationen teil. Trotz des Comic-Grafikstils haben es sich die Entwickler zum Ziel gesetzt, das Leben unter dem Nationalsozialismus authentisch und realistisch umzusetzen. Eure Aufgabe ist es nicht, die Nazis zu stürzen, sondern bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges zu überleben und währenddessen möglichst viele Menschen zu retten.

Damit die ersten Spielstunden nicht zu frustrierend sind, haben wir die besten Tipps zum Einstieg für euch zusammengetragen.

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So wirken sich eure Entscheidungen im Spiel aus

Jede Entscheidung die ihr trefft – angefangen bei der Wahl eurer Hauptfigur – kann weitreichende Konsequenzen mit sich bringen. Geschlecht, Name, Beruf, Ethnizität (die findet ihr erst im Laufe des Spiels heraus) und ideologische Orientierung könnt ihr euch nicht frei nach eurem Belieben aussuchen, sondern ihr wählt eine Figur, die das Spiel per Zufallsprinzip zusammenstellt.

Je nachdem für wen ihr euch entscheidet, führt das zu einem veränderten Ablauf der Handlung. Spielt ihr zum Beispiel eine Kommunistin, könnt ihr nach dem Reichstagsbrand definitiv mit einem Besuch von SA und Polizei (Historischer Kontext: Die Nazis machten Kommunisten für die Brandstiftung verantwortlich) rechnen.

Der Spielablauf lässt sich im Wesentlichen in eine Strategie-Phase und kürzere Story-Abschnitte einteilen. Die Story-Abschnitte spielen sich wie klassische Text-Adventures, in denen ihr meist aus zwei bis vier Handlungsmöglichkeiten wählt. Diese können dabei teils bis in den späteren Spielablauf wirkende Konsequenzen mit sich bringen.

Legt ihr euch beispielsweise mit der Truppe von SA-Männern an, die gerade einen alten Mann verprügeln, sorgt das dafür, dass eure Figur verletzt wird und deswegen in den nächsten Runden beeinträchtigt ist. Dafür erhaltet ihr aber die Visitenkarte des alten Mannes und somit einen wertvollen Kontakt für spätere Kapitel. Wägt also bei jeder noch so kleinen Entscheidung mögliche Risiken und Vorteile ab.

Neben dem weiteren Verlauf der Handlung, wirken sich eure Entscheidungen in den Story-Abschnitten auch auf die Planungs-Phase aus. Redet ihr mit den richtigen Persönlichkeiten und trefft dabei die richtigen Entscheidungen, könnt ihr damit unter anderem neue Aktionen auf der Spielkarte freischalten. Freischaltbare Aktionen reichen dabei von Demonstrationen bis hin zu Treffen mit ausländischen Geheimdiensten.

Through the Darkest of Times: Tipps zu den wichtigsten Aktivitäten

Das Spiel besteht aus vier Kapiteln, die jeweils einen historisch relevanten Zeitraum zwischen 1933 (Machtergreifung Hitlers) und 1945 (Niederlage des Deutschen Reiches) abdecken. Jedes Kapitel besteht aus einer festgelegten Anzahl von Runden, wobei eine Runde, eine Woche innerhalb der Spielwelt darstellt.

Anhand der Ziffern, die an jedes Icon auf der Spielkarte angehängt sind, könnt ihr erkennen, wie viele Runden ihr noch spielen könnt, ehe das Kapitel beendet ist. Da die Anzahl eurer Züge für ein Kapitel begrenzt ist, ist es gerade anfangs besonders wichtig, bestimmte Aktionen zu priorisieren, um später Vorteile herauszuziehen.

Da das Geld zu Beginn knapp ist, solltet ihr im ersten Kapitel immer mindestens einen Mitstreiter zum Spendensammeln rausschicken. Des Weiteren solltet ihr euch zu Beginn auf das Rekrutieren von Mitgliedern und Unterstützern konzentrieren. Mitglieder treten eurem Widerstand direkt bei und sind somit für die Ausführung von Aktionen essentiell, während Unterstützer euch durch Spenden finanzieren. Gerade letztere sind langfristig wichtig, denn in den späteren Kapiteln werden die Möglichkeiten zum Spendensammeln eingegrenzt, zumal ihr dann immer wieder einen Mitstreiter für das Spendensammeln einsetzen müsst.

Ebenfalls wichtig ist es, Kontakte zu verschiedenen Gruppierungen und Persönlichkeiten aufzubauen. In Arbeiterbezirken und christlichen Gemeinden könnt ihr euch eine gute Quelle für Spenden schaffen, während ihr durch den Kontakt zu Kaufleuten beispielsweise an verbotene Bücher aus dem Ausland kommt. Trefft ihr euch mit Akademikern, können die euch Zugang zum Campus der Universität verschaffen, wo ihr dann Flyer verteilen dürft. Baut euch zu Beginn ein Netzwerk aus verschiedenen Gruppen von Unterstützern auf, damit ihr in späteren Kapiteln davon profitiert.

So setzt ihr eure Mitstreiter richtig ein

Jedes Mitglied besitzt einen eigenständigen Charakter und besondere Fähigkeiten. Wie auch die Hauptfigur, haben eure Mitstreiter einen Beruf, einen ethnischen Hintergrund und eigene politische oder religiöse Ansichten. Alle haben Stärken und Schwächen, die vor allem bei der Planung von Aktionen eine Rolle spielen.

Wie geeignet ein Mitstreiter ist, könnt ihr sehen, indem ihr eine Aktion anklickt und auf die Informationen im Interface achtet. Dort wird euch angezeigt, welche Fähigkeiten unbedingt benötigt werden, welche hilfreich sind und welche eher schädlich sind. Zieht ihr einen Mitstreiter in eine der drei Boxen, könnt ihr anhand von fünf Faktoren feststellen, wie sinnvoll eure Wahl ist:

  1. Die Vorbereitungsleiste wächst oder sinkt
  2. Die Gefahrleiste steigt oder sinkt.
  3. Benötigte Fähigkeiten, welche die ausgewählte Figur erfüllt, werden eingefärbt (Siehe das Herz in der Wolke im angehängten Screenshot).
  4. Hilfreiche Fähigkeiten werden blau eingefärbt.
  5. Schädliche Fähigkeiten werden rot eingefärbt.

Ignoriert diese Hinweise – besonders die Vorbereitungs- und Gefahrleiste – nicht, denn sie sind ein Indikator dafür, wie hoch die Aussichten auf Erfolg sind. Wollt ihr zum Beispiel bei den Christen Spenden sammeln, ist es unklug einen atheistischen Kommunisten hinzuschicken. Habt ihr vor, ein Geschäft mit einem Kaufmann zu machen, macht es selbstverständlich mehr Sinn, einen Kaufmann aus dem Team damit zu beauftragen, statt es auf den Textilarbeiter abzuwälzen.

Um die Erfolgsaussichten einer Aktion zu erhöhen, könnt ihr Gegenstände aus dem Inventar einsetzen. Sucht ihr etwa Unterstützer, hilft es Dokumente über Nazi-Verbrechen mitzunehmen, da sich die Leute so eher überreden lassen.

Through the Darkest of Times: Vorsicht vor Zeugen

Der Feind hat eine ganze Armee auf seiner Seite, während ihr nur eine kleine Gruppe von mutigen Bürgern seid. Lasst deshalb immer Vorsicht walten. Wenn eure Figuren Aktionen ausführen, kommt es immer mal wieder vor, dass sie entweder von Zeugen gesehen werden oder denken, dass sie gesehen worden sind. Wurde ein Mitstreiter bei etwas verdächtigem gesehen, steigt die Gefahr, dass er verhaftet werden könnte.

Ihr erkennt das an den roten Punkten links vom Status (Kartenbildschirm) des jeweiligen Widerständlers. Bis zu vier Punkte kann ein Mitglied bekommen, danach geht es sofort in den Knast. Zwar könnt ihr das Mitglied anschließend wieder befreien, doch das kostet meist Material, Geld und erregt Aufmerksamkeit. Zudem sinkt die Moral eurer Gruppe ein ganzes Stück ab und bei einem Wert von null löst sich der Widerstand von selbst auf.

Läuft ein Mitstreiter Gefahr, zu viel Aufmerksamkeit zu erregen, lasst ihr ihn am besten einige Runden nichts tun. Im späteren Spielverlauf könnt ihr außerdem Unterkünfte freischalten, wo ihr Mitstreiter eine Runde lang verweilen lassen könnt. Bedeutet, dass das Mitglied eine Runde aussetzt, aber dafür sinkt auch die Anzahl roter Punkte.

Manchmal passieren unvorhersehbare Dinge, wenn ihr eine Aktion ausführt. Zum Beispiel werden Passanten oder Polizisten misstrauisch und fangen an Verdacht zu schöpfen oder ihr werdet angegriffen. In diesem Fall kommt ihr in den Aktionsbildschirm und entscheidet, ob ihr flüchtet, euch versteckt oder eure Aktion knallhart durchzieht. Flüchtet ihr, passiert euch zwar nichts, aber ihr verliert die Belohnung. Beim Verstecken sinkt das Risiko, aber ihr bekommt auch nur halb so viel.

Entscheidet ihr euch dafür, durchzuziehen, kann das nach hinten losgehen und ihr werdet verletzt oder ihr kommt durch und sackt die gesamte Belohnung ein. Nehmt Medizin und Fluchtmittel mit, wenn ihr besonders riskante Missionen, wie etwa eine Befreiung aus dem Gefängnis, annehmt.

Ansonsten ist es aber zufällig, ob ein Zeuge zum Beispiel tatsächlich die Polizei ruft oder einfach nur weitergeht. Zeugen verlieren meist das Interesse, bei Angriffen raten wir entweder zum Verstecken – wenn ihr Medizin dabei habt und nicht schon verletzt seid – oder zur Flucht.

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Dennis Anjuschin
Dennis Anjuschin

Tagsüber Vollzeit-Student, abends Teilzeit-Gear. Ist in Raccoon City aufgewachsen und hat ein besonderes Faible für Retro-Shooter ala DOOM und Turok.

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