Rumbleverse: 10 bärenstarke Tipps für Einsteiger

Mit Rumbleverse veröffentlichte Epic Games seinen nächsten großen Battle-Royale-Titel nach Fortnite. Was ihr beachten solltet, um im Handumdrehen erste Erfolge zu feiern, verrät dieser Tipps-&-Tricks-Guide.

  • von Sönke Siemens am 26.08.2022, 14:36 Uhr
Rumbleverse Einsteiger Tipps

In diesem Tipps-Guide zu Rumbleverse erfahrt ihr unter anderem:

  • Was ihr in der Anfangsphase einer Partie beachten solltet
  • Welche Schadensstufen neue Perks freischalten und was die einzelnen Perks bewirken
  • Wie ihr die voll aufgeladene Superstar-Fähigkeit optimal nutzt
  • Was es mit dem Angriffs-Prioritäten-System auf sich hat

Während in Fortnite Fernkämpfe und das Bauen von Deckungen im Vordergrund stehen, dreht Rumbleverse vom US-Entwickler Iron Galaxy Studios den Spieß um und konzentriert sich voll auf Nahkämpfe. Die Folge ist ein besonders actionreiches Battle-Royale-Erlebnis für bis zu 40 Spieler, das sich spürbar von anderen Genre-Vertretern unterscheidet. Damit ihr regelmäßig unter die Top 5 kommt, haben wir zehn wertvolle Tipps für euch zusammengestellt.

Absolviert alle Tutorials im Spielplatzmodus

Das Kampf- als auch das Fortbewegungssystem von Rumbleverse sind deutlich komplexer, als es auf den ersten Blick den Anschein hat. Um euch in aller Ruhe mit den zahlreichen Mechaniken vertraut zu machen, solltet ihr euch zunächst dem Spielplatzmodus widmen. Dieser erscheint im Hauptmenü unten rechts und gibt euch die Möglichkeit, ohne Stress die komplette Karte zu erkunden und verschiedene Tutorials zu absolvieren.

Um die Tutorial-Hinweise zu lesen, müsst ihr zunächst den entsprechend markierten Ort auf der Karte besuchen. Orientiert euch dazu an den am Horizont angezeigten Lichtsäulen.

Wichtig: Schaltet den Kampfmodus zunächst aus, damit euch andere Spieler, die sich ebenfalls im Spielplatzmodus tummeln, nicht angreifen. Ist der Kampfmodus deaktiviert, weht eine weiße Flagge über eurem Kopf. Fühlt ihr euch gewappnet, könnt ihr den Kampfmodus natürlich jederzeit aktivieren.

Landet in den Außenbereichen des Rings und auf Gebäuden

Obwohl Rumbleverse erst im August 2022 erschien, stößt man bereits auf viele erfahrene Spieler, die mit Anfängern in der Regel kurzen Prozess machen. Damit euch das nicht passiert, solltet ihr anfangs erst einmal in den Randbereichen des Rings landen.

Dort ist für gewöhnlich weniger los und wenn ihr auf andere Spieler stoßt, dann sind es meist nur Einzelpersonen. Die Gefahr, frühzeitig in chaotische Schlagabtausche verwickelt zu werden, ist dadurch niedriger.

Gewöhnt euch zudem an, zu Matchbeginn auf höheren Gebäuden zu landen, auf denen sich Kisten befinden. Dies hat gleich mehrere Vorteile: Zum einen könnt ihr eure Figur so frühzeitig und meist ohne Gegenwehr mit grundlegenden Power-ups eindecken. Einmal mit Specialmoves sowie Angriffs-, Ausdauer- und Lebensenergie-Boosts ausgestattet, habt ihr von hier oben zum anderen einen deutlich besseren Überblick und könnt Feinde aus der Luft kommend überraschen.

Teilt schon früh Schaden aus, um zügig Perks zu erhalten

Wer sich in Rumbleverse früh in Schlägereien stürzt und dabei Schaden austeilt, sammelt Schadenspunkte, die beim Erreichen bestimmter Punktegrenzen nützliche Perks freischalten. Wie viele Schadenspunkte zum Freischalten des nächsten Perks noch nötig sind, seht ihr rechts unten im Bild in der Leiste mit dem ESC-Symbol daneben. Obacht: Sobald ein Perk freigeschaltet wurde, wird der Schadenspunktezähler auf Null zurückgesetzt.

Innerhalb einer Partie könnt ihr auf diese Weise maximal zehn zufällige Perks freischalten. Die zu erreichenden Schadensgrenzen seht ihr im Folgenden:

  • Perk 1: ab 500 Schaden
  • Perk 2: ab 750 Schaden
  • Perk 3: ab 1.000 Schaden
  • Perk 4: ab 1.500 Schaden
  • Perk 5: ab 2.000 Schaden
  • Perk 6: ab 2.500 Schaden
  • Perk 7: ab 3.000 Schaden
  • Perk 8: ab 4.250 Schaden
  • Perk 9: ab 7.000 Schaden
  • Perk 10: ab 10.000 Schaden

Hier außerdem eine Übersicht aller uns bekannten Perks in Rumbleverse:

  • Aerodynamisch: Elbows aus geringer Höhe verursachen größere Explosionen.
  • Ballistisch: Führt einen ballistischen Schlag aus, nachdem euch ein Dropkick gelungen ist.
  • Bombastisch: Das Ende der Hammerfaust-Kombi verursacht eine Explosion.
  • Flink: Ausweichen kostet 50 Prozent weniger Ausdauer.
  • Hasenfuß: Weitsprung verbraucht 40 Prozent weniger Ausdauer.
  • Läufer: Dashen verbraucht 40 Prozent weniger Ausdauer.
  • Meditation: Steht still, um langsam Lebenspunkte zu regenerieren.
  • Sadist: Verursacht Schaden und heilt euch um 2 Prozent.
  • Temperament: Verursacht temporär 20 Prozent mehr Schaden, nachdem ihr selbst Schaden genommen habt.
  • Waffenmeister: Waffenangriffe verursachen 30 Prozent mehr Schaden.
  • Weg mit den Pfunden: Regeneriert 20 Prozent LP nach Verwendung einer Proteingranate.
  • Windfaust: Backfrist beim Aufstehen schafft mehr Platz.
  • Woooooo: Basisangriffe und aufgeladene Basisangriffe bauen die Superstar-Anzeige schneller auf.
  • Zufriedenheit: Erzielt eine Eliminierung, um Energiegeladen und Heilung zu erhalten.

Behaltet eure Ausdauer im Auge

Egal, ob ihr rennt, zuschlagt, ausweicht oder ein Gebäude emporklettert – all diese Aktionen verbrauchen Ausdauer. Ist sie verbraucht, sprich der gelbe Balken über eurer Lebensenergieleiste leer, seid ihr erst dann wieder handlungsfähig, wenn er sich etwas aufgeladen hat.

Problematisch wird es, wenn ihr weitere Aktionen durchführt, obwohl ihr keine Ausdauer mehr habt. Dann erreicht euer Rumbleverse-Recke den sogenannten Erschöpft-Zustand. Blockt ihr dann Angriffe oder erleidet Treffer, folgt eine Ausdauer-Pause. Diese wirkt wie eine Art Betäubung und führt dazu, dass ihr eingehenden Angriffen nichts mehr entgegenzusetzen habt.

Um Ausdauer in regulärem Tempo zu regenerieren, reicht es, wenn ihr kurzzeitig keine Spezialaktionen durchführt. Besonders schnell erholt sich eure Ausdauer, wenn ihr die Blocken-Taste gedrückt haltet. Daher gilt: Gewöhnt euch in Kämpfen an, auch dann kurzzeitig zu blocken, wenn dies gar nicht notwendig ist. So habt ihr schneller wieder Stamina und könnt häufiger Moves durchführen, die euren Gegner aus dem Konzept bringen.

Ein weiterer Trick besteht darin, bei einem Fall aus großer Höhe entweder direkt auf einem Gegner oder Umgebungsobjekten wie Fahrzeugen, Sprungfedern oder Kisten zu landen. Gelingt euch das, verbraucht der Sturz gar keine Ausdauer.

Lenkt ihr euren Sturz direkt in einen rot markierten Zielkreis am Boden, wird ebenfalls keine Ausdauer verbraucht und zur Belohnung kommt sogar noch ein großes gebratenes Huhn zum Vorschein. Verzehrt es, um verloren gegangene Lebensenergie zu regenerieren.

Konsumiert Pulver-Boosts passend zu eurem Spielstil

In vielen Kisten in Rumbleverse und in der Umgebung findet ihr Behälter mit drei Sorten von Pulver. Armpulver (rot) wirkt sich positiv auf eure Angriffsstärke aus und verbessert sie um 10 Prozent. Herzpulver (grün) hebt eure maximale Lebensenergie um 100 Punkte an, während Beinpulver (gelb) die maximale Ausdauer um 10 Punkte steigert.

Konsumiert ihr einen Pulvertyp bereits zum fünften Mal, verdoppelt sich der Effekt für diese Einnahme sogar. Statt 10 Ausdauerpunkten bekommt ihr dann beispielsweise 20. Wie oft ihr welches Pulver bereits eingenommen habt, verrät die Anzeige unten rechts im Bild. Doch Vorsicht: Sobald ihr insgesamt zehnmal Pulverbehälter konsumiert habt, weigert sich eure Spielfigur, weiteres Pulver zu sich zu nehmen.

Je nach Spielstil ergibt es daher Sinn, sich im Matchverlauf auf bestimmte Pulver zu konzentrieren. Wer beispielsweise viel Ausdauer benötigt, weil er ständig ausweicht, rennt oder klettert, sollte vorrangig Beinpulver vertilgen. Wer sich regelmäßig in Kämpfe stürzt, fährt gut damit, wenn er viel Herz- und Armpulver zu sich nimmt. Letztendlich geht hier aber Probieren über Studieren.

Nutzt Büsche für Hinterhalte

Grapital City, die Spielwelt von Rumbleverse, ist voll mit Büschen. Diese sind nicht nur Zierde, sondern dienen auch als Versteck. Eine gute Position und passendes Timing vorausgesetzt, könnt ihr eure Gegner so fies aus dem Hinterhalt angreifen. Komplett unsichtbar seid ihr im dichten Grün allerdings nicht: Sobald ihr euch in einem Busch versteckt habt, rieseln Blätter zu Boden.

Speziell am Ende einer Runde, wenn der Kreis bereits stark geschrumpft ist, solltet ihr verstärkt auf diesen Hinweis achten. Anders als in Fortnite lassen sich Büsche in Rumbleverse übrigens nicht zerstören.

Werft Waffen auf fliehende Feinde

Merkt ein Gegner, dass er euch unterlegen ist, rennt er meist weg. Habt ihr gerade nicht ausreichend Ausdauer, um ihm hinterher zu sprinten, könnt ihr ihn in der Regel trotzdem noch erwischen, wenn ihr eine Waffe ausrüstet und diese auf ihn werft. Das klappt insbesondere dann ganz gut, wenn jemand kletternd flüchtet.

Gerade keine Waffe wie beispielsweise einen Stuhl zur Hand? Dann schnappt euch eine Mülltonne, reißt ein Straßenschild aus der Verankerung oder nehmt einen der vielen weiß-orangefarbenen Betonpoller als Projektil. Empfehlung: Wer sichergehen will, dass er stets über ein Wurfobjekt verfügt, sollte frühzeitig einen Waffengegenstand in einem der vier Inventar-Slots lagern.

Macht euch mit den Facetten des Superstar-Modus’ vertraut

Wer in der Welt von Rumbleverse hellbaue Sterne aufsammelt, füllt die sogenannte Superstar-Anzeige. Gleiches gilt für jede erfolgreich durchgeführte Attacke und alle Clash-Manöver, also Situationen, in denen sich zwei Kontrahenten zeitgleich mit der gleichen Attacke angreifen.

Einmal voll und aktiviert, könnt ihr im Superstar-Modus auf Knopfruck einen verheerenden Angriff starten, bei dem der Gegner zunächst hoch in die Luft katapultiert und dann zu Boden geschmettert wird.

Während der Superstar-Modus aktiv ist, heilt ihr euch selbst, baut zügiger Ausdauer auf, rennt schneller, springt höher, verursacht mehr Schaden und könnt gefallenen Teammitgliedern schneller auf die Beine helfen. Besonders praktisch: Ist eure Superstar-Leiste voll, der Superstar-Modus aber nicht aktiviert, greift im Falle eines K.O.s eine Art Lebensversicherung, hier Comeback genannt.

Heißt konkret: Euer außer Gefecht gesetzter Held kehrt im Tausch gegen die komplette Superstar-Leiste mit circa 300 Lebenspunkten ins Spiel zurück. Das ist nicht viel, aber besser, als mit dem Gesicht im staubigen Boden zu liegen.

Sorgt also immer dafür, dass die Superstar-Leiste möglichst voll ist. Wichtig: Im 2-Spieler-Modus von Rumbleverse funktioniert ein Comeback nur, wenn der Partner bereits ausgeschieden ist.

Verinnerlicht das Angriffs-Prioritätensystem

In Rumbleverse verfügt jede Attacke über eine sogenannte Angriffspriorität. Dieser Wert spielt immer dann eine Rolle, wenn zwei Spieler sich gegenseitig zur gleichen Zeit angreifen. Dabei gilt: Wer das Manöver mit der höheren Angriffspriorität ausführt, gewinnt. Ganz oben auf der Skala der Angriffsprioritäten stehen Superangriffe, dicht gefolgt von Power- und Waffen-Angriffen.

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Trifft also beispielsweise eine Power-Attacke auf eine mit einer Waffe ausgeführte Attacke, siegt der Power-Move. Genau in der Mitte der Skala liegt der Special Schlag, dicht gefolgt vom Standard Schlag, dem Special Brutal und dem Standard Brutal. Letztgenannter hat die niedrigste Angriffspriorität.

Die eben erläuterte Skala wird auch links im Kartenbildschirm angezeigt. Sind euch hohe Angriffsprioritäten wichtig, dann achtet beim Erlernen von Spezialattacken aus Büchern darauf, dass eine hohe Priorität dort erwähnt wird.

Verschwendet eure Energie nicht an blinkenden Gegnern

Hat ein Gegner eine Tracht Prügel erhalten und wird zu Boden geschleudert, beginnt er in der Regel zu blinken. Greift in diesem Fall nicht weiter an und verschwendet nicht eure Ausdauer, da der Gegner gerade temporär unbesiegbar ist. Erst wenn das Blinken aufhört und euer Kontrahent wieder auf den Beinen steht, könnt ihr nachsetzen.

Eine Ausnahme bildet der sogenannte Mauer-Splat. Gemeint ist eine Komboattacke, bei dem ein Gegner mit voller Wucht gegen eine Wand geschleudert wird. Tritt ein solcher Fall ein, blinkt die Figur in der Regel nicht und kann mit weiteren Schlägen malträtiert werden. Merkt euch Kombos, die Mauer-Splats verursachen und setzt sie geschickt ein.

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Sönke Siemens
Sönke Siemens

Liebt fordernde Koop-Spiele, Controller mit Screenshot-Taste, VR-Brillen mit ausgefeiltem Tracking, mehrtätige Spielemessen und kann sich seit 1989 für nahezu alle Genres begeistern. Podcastet regelmäßig für Games Insider (www.spielejournalist.de).