RimWorld: Alles Wissenswerte zum erfolgreichen Survival-Spiel

Mit einer kleinen Gruppe Kolonisten strandet ihr am äußeren Rand der Galaxis und seid fortan für deren Überleben in widrigen Umständen verantwortlich. Wir geben euch alle wichtigen Infos über das über eine Million Mal verkaufte Ausnahmespiel.

  • von Gloria H. Manderfeld am 22.02.2019, 16:15 Uhr
Spielszene aus Rimworld

Unser Guide zum Indie-Game RimWorld von Ludeon Studios erklärt euch folgendes:

  • Wie RimWorld entstanden ist
  • Worum es bei RimWorld geht
  • Was die Spielziele von RimWorld sind
  • Welche unterschiedlichen Spielmodi es gibt
  • Welche Herausforderungen euch im Spiel erwarten

Die Mischung von Tower Defense, Survival, Hausbau und taktischen Kämpfen, die ihr bei RimWorld bekommt, hat seit 2013 über eine Million Spieler begeistert. Als die leitende Hand einer kleinen Kolonie von gestrandeten Weltraumfahrern bewahrt ihr eure Schützlinge vor allen möglichen Gefahren beim Besiedeln eines bis dahin unbekannten Planeten. Dieser Guide versammelt alles Wissenswerte zum Spiel und erklärt euch einige der Hintergründe.

Inhaltsverzeichnis

1. Welche Vorgeschichte hat RimWorld?
2. Wie sind die PC-Systemanforderungen?
3. Was erwartet euch bei RimWorld?
4. Welche Optionen legt ihr vor Spielstart fest?
5. Welchen Klimazonen erwarten euch im Spiel?
6. Welche Erzähler-Kis gibt es bei RimWorld?
7. Wie verbessert ihr eure Kolonie?
8. Mit welchen Feinden müsst ihr rechnen?
9. Wie sieht der Kolonisten-Alltag aus?
10. Wie kann ich RimWorld an meinen Spielgeschmack anpassen?

1. Welche Vorgeschichte hat RimWorld?

Zunächst finanzierte Tynan Sylvester, der Programmierer hinter RimWorld, die erste Entwicklung des Spiels im Oktober 2013 mit einer sehr erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne auf Kickstarter. Ursprünglich wollte er nur 20 000 kanadische Dollar sammeln, doch die Spieler liebten sein Projekt und so kamen bis zum Ende des Finanzierungszeitraums ganze 268 312 kanadische Dollar zusammen.

Im November 2013 veröffentlichte Sylvester eine erste Alpha-Version von RimWorld. Nach einer ausgiebigen Early Access-Phase, in der viele Fan-Wünsche ins Spiel übernommen wurden, erschien RimWorld schließlich am 17. Oktober 2018 nach mehreren Alpha- und Beta-Versionen als fertiges Spiel für den PC. Bereits am 31. Januar 2018 vermeldeten die Ludeon Studios, dass RimWorld eine Million Mal verkauft wurde. Bis heute hat RimWorld 97% positive Bewertungen auf Steam.

2. Was sind die PC-Systemanforderungen?

Mindestanforderungen

  • Betriebssystem: Windows 7 SP1, Windows 8.1, Windows 10
  • Prozessor: Core 2 Duo E4300 1.8 GHz oder Athlon II X2 270
  • Grafikkarte: GeForce 210 oder Intel HD Graphics 3000
  • RAM: 2 GB
  • Speicherplatz: 500 MB Festplatte

Empfohlene Konfiguration

  • Betriebssystem: Windows 7 SP1, Windows 8.1, Windows 10
  • Prozessor: Core 2 Duo E4400 2.0 Ghz oder Athlon 64 X2 Dual Core 4200+
  • Grafikkarte: GeForce GT 340 oder Radeon X1900 GT
  • RAM: 2 GB
  • Speicherplatz: 500 MB Festplatte

3. Was erwartet euch bei RimWorld?

Schauplatz des in zweidimensionaler Grafik und aus der Vogelperspektive gespielten Spiels ist ein unbekannter Planet am Rande der bekannten Galaxis im Jahr 5500. Dieser wird bereits von verschiedenen Gruppierungen mit unterschiedlichem technischen Fortschritt bewohnt. Je nach gewähltem Szenario stranden ein einzelner Überlebender oder eine Gruppe aus drei Weltraumreisenden nach einem Unfall ihres Raumschiffs auf diesem Planeten.

Alternativ beginnt ihr das Spiel mit einem wenig entwickelten Stamm aus fünf Ureinwohnern, die aus ihrer Heimat vertrieben wurden. Als Spieler sorgt ihr für das Überleben aller, während eine Erzähler-KI mit immer neue Ereignisse und Herausforderungen wie Überfälle, menschenfressende Tieren oder eine Hitzewelle einstreut. Eure Kolonisten können sich miteinander anfreunden und sogar Beziehungen oder Feindschaften entwickeln.

Ihr lasst eure Kolonisten Unterkünfte und Produktionsstätten errichten, Nahrung anbauen, Tiere jagen oder züchten und wehrt die Angriffe feindlicher Gruppierungen ab, die wenig Lust auf die neuen Nachbarn haben. Mit freundlichen Volksgruppen treibt ihr Handel.

Manchmal erhaltet ihr auch kleinere Quests, mit denen ihr das Verhältnis zu euren Nachbarn verbessert oder an seltene Gegenstände gelangen könnt. Durch Forschung erweitert ihr die Kenntnisse eurer Kolonisten und schaltet neue, bessere Technologien wie Verteidigungsgeschütze, geothermale Reaktoren und die Herstellung von Medizin frei.

Eure Kolonisten erwerben durch häufige Fähigkeitenanwendung von beispielsweise Konstruktion, Fernkampf, Forschung und Kochen neue, bessere Kenntnisse in der jeweiligen Fähigkeit. Das lohnt sich, weil die Kolonisten neue Gegenstände mit höherer Qualität herstellen und generell bessere Ergebnisse erzielen, wenn die gesteigerte Fähigkeit abgefragt wird.

Neue Kolonisten treten basiert auf Zufallsereignissen eurer Kolonie bei, alternativ rettet ihr sie vor der Verfolgung durch feindliche Gruppierungen. Oder ihr nehmt bei Überfällen Gefangene, die ihr durch soziale Interaktionen von eurer Kolonie überzeugt. Das langfristige Spielziel liegt darin, den Planeten wieder zu verlassen, indem ihr ein eigenes Raumschiff konstruiert. Oder ihr wagt den gefährlichen Weg zu einem von einer freundlichen KI beherrschten Schiff irgendwo auf dem Planeten.

4. Welche Optionen legt ihr vor Spielstart fest?

Zunächst entscheidet ihr euch für das gewünschte Szenario, also mit wie vielen Überlebenden und unter welchen Bedingungen ihr starten wollt. Gefallen euch die vorgefertigten Szenarien nicht, bastelt ihr euch mit dem spieleigenen Editor ein eigenes Szenario nach Wunsch.

Danach sucht ihr euch eine von drei Erzähler-KIs und einen von fünf Schwierigkeitsgraden von einfach bis grausam aus. und entscheidet euch, ob ihr jederzeit speichern können wollt oder nur bei Spielende. Im gnadenlosen Spielmodus sind alle Herausforderungen auf extreme Schwierigkeit voreingestellt – das ist nur was für RimWorld-Profis!

Durch die Wahl des aus einem Begriff generierten Seeds erschafft ihr euren künftigen, einzigartigen Spielplaneten. Auch die Größe der Landfläche, die Niederschlagsmenge und Durchschnittstemperatur des Planeten stellt ihr ein.

Habt ihr die Spielwelt generiert, sucht ihr euch einen Startplatz für eure Kolonie in der gewünschten Klimazone auf der angezeigten Weltkarte aus. Hier seht ihr auch, wie viele freundliche und feindliche Gruppierungen es auf dem Planeten gibt und wo sie ihre Siedlungen gebaut haben.

Zu guter Letzt bekommt ihr noch eine Auswahl an möglichen Kolonisten präsentiert, von denen ihr je nach zuvor gewähltem Szenario einen oder mehrere mit ins Spiel nehmen könnt. In der Kolonistenauswahl seht ihr neben der optischen Erscheinung und dem Namen auch Alter, Vorgeschichte, positive wie negative Eigenschaften und die Fähigkeiten des Kolonisten.

Eine Übersicht verrät, wie ausgewogen überlebenswichtige Fähigkeiten in der gewählten Gruppe verteilt sind und welche wichtigen Fähigkeiten den Kolonisten vielleicht noch fehlen. Passen euch die vorgenerierten Kolonisten nicht, lasst ihr einfach so lange neue auswürfeln, bis ihr eure Wunschmannschaft zusammen gestellt habt.

5. Welche Klimazonen erwarten euch im Spiel?

Die wärmsten Klimazonen sind der tropische Regenwald, tropischer Sumpf, Wüste und Savanne, in denen ganzjährig Nahrung angebaut werden kann. Weniger extrem geht es im gemäßigten Wald, (Stein-) Wüste und Sumpf zu, dort baut ihr während zwei Dritteln oder der Hälfte des Jahres Nahrung an.

Im kühleren Nadelwald, den nördlichen Wüstengebieten und der Tundra wachsen nur während einem Drittel des Jahres essbare Pflanzen, im ewigen Eis ist landwirtschaftlicher Anbau ohne technische Lösung gar nicht möglich. Generell gilt: je nördlicher ihr euer Startgebiet wählt, desto lebensfeindlicher sind die Bedingungen.

6. Welche Erzähler-KIs gibt es bei RimWorld?

Zu Beginn eines neuen Spieldurchgangs wählt ihr eine von drei grundlegenden Erzähler-KIs, deren Verhalten ihr zusätzlich durch sechs Schwierigkeitsstufen erweitert. Den Erzähler wie auch den Schwierigkeitsgrad könnt ihr jederzeit anpassen und schaltet je nach Wunsch zu mehr Spannung oder gemütlicherem Aufbautempo.

  • Cassandra Klassik bietet euch einen langsam, aber stetig ansteigenden Schwierigkeitsgrad, bei dem der Abstand zwischen den einzelnen Herausforderungen nach und nach geringer wird.
  • Phoebe Chillout lässt euch viel Zeit für einen langsamen Aufbau, da sie lange Friedensphasen zwischen die einzelnen Ereignisse streut. Dafür aber können die Ereignisse umso schwieriger ausfallen.
  • Reiner Zufall ist ganz und gar unvorhersehbar. Sowohl die Menge der Ereignisse wie auch deren Schwierigkeitsgrad wird absolut zufällig bestimmt, sodass ihr durchaus auch in der Anfangsphase des Spiels mit schwierigen Herausforderungen rechnen müsst.

7. Wie verbessert ihr eure Kolonie?

Nur mit stetiger Erforschung neuer Technologien steht euren Kolonisten der Bau besserer Produktionsstätten, Waffen, Verteidigungsanlagen und effizientere Energiegewinnung offen. Daneben errichtet ihr Wohn- und Wirtschaftsgebäude für eure Koloniebewohner. Mit einer rings um die Gebäude gebauten Mauer haltet ihr Feinde aller Art fern und verlangsamt Angriffstrupps. Eure Verteidigung baut ihr mit Deckungsmöglichkeiten, Geschützen und Fallen auf, die eure Gegner verlangsamen oder gleich töten.

Dekorationsgegenstände wie Statuen und Blumentöpfe erhöhen den Dekorationswert der Umgebung, hochwertige Möbel sorgen dank ihres besseren Bequemlichkeitswerts für generell bessere Stimmung. Für die Freizeitgestaltung eurer Kolonisten baut ihr Gegenstände vom einfachen Hufeisen-Wurfspiel über Schachtische bis hin zu hochwertigen Fernsehern. Verletzte oder kranke Kolonisten versorgt ihr in einer sterilen, modernen Krankenstation mit speziellem Equipment und hochwertiger Medizin.

8. Mit welchen Feinden müsst ihr rechnen?

Zu Spielstart sind eurer Kolonie mindestens zwei von fünf auf dem Planeten lebenden menschlichen Völker feindlich gesinnt. Diese Gegner greifen euch mit zu ihrer Tech-Stufe passenden Waffen in losen Abständen an. Verletzt ihr bei der Jagd ein Tier, kann es eure Jäger angreifen. Gehört das angegriffene Tier zu einem Rudel, rächt sich vielleicht sogar die ganze Tier-Gruppe an euren Kolonisten.

Menschenfressende Tiere sowie Raubtiere können euren Kolonisten und deren Zuchttieren jederzeit gefährlich werden. Schießwütige und hochentwickelte Mechanoiden gelangen in Erzähler-Events aus abgestürzten Raumschiffen ins Spielgebiet.  Baut ihr zu weit ins Gebirge hinein, wühlen sich auch mal fressgierige Rieseninsekten aus dem Boden ins Herz eurer Kolonie!

9. Wie sieht der Kolonisten-Alltag aus?

Die wichtigsten und grundlegendsten Aufgaben eurer Koloniebewohner sind Verteidigung, Gebäudebau und Versorgung. Für alle Koloniemitglieder muss ausreichend Nahrung zur Verfügung stehen. Befindet sich die Kolonie in einer Klimazone, in der kein ganzjähriger Nahrungsanbau möglich ist, kommen noch umfangreiche Vorratsplanung und/oder Viehzucht hinzu. In Gebäuden finden eure Kolonisten Schutz vor schlechter Witterung, Feinden und können sich nach einem harten Arbeitstag erholen.

Auch der Aufbau einer funktionierenden Energieversorgung und -speicherung sowie das Errichten von Verteidigungsanlagen gehören zum täglichen Tun eurer Kolonisten. Nur mit Strom könnt ihr bessere Ausrüstung betreiben oder das Zuhause eurer Kolonisten klimatisieren, automatische Verteidigungsgeschütze funktionieren nicht ohne Energie. Egal welche Erzähler-KI ihr wählt, im Spiel habt ihr es immer wieder mit der Abwehr von Angreifern und gefährlichen Tieren zu tun.

10. Wie kann ich RimWorld an meinen Spielgeschmack anpassen?

Im Steam-Workshop gibt es dank der sehr aktiven Modding-Community von RimWorld eine sehr breite Auswahl von Mods für jeden Geschmack. Diese reichen von neuen Erzähler-Kis über Grafikupdates wie neue Kolonistenkörper oder -frisuren bis hin zu verbesserten Funktionalitäten wie einer aufgebohrten Psychologie der Kolonisten, neuen Waffen und einem Kolonisten-Erstellungseditor.

Gefallen euch bestimmte Aspekte des Grundspiels nicht, findet ihr mit hoher Wahrscheinlichkeit einen passenden Mod, mit dem ihr diese verändern oder gleich ganz ausschalten könnt. Als besonders oft abonniert markierte Mods sind auf jeden Fall einen genaueren Blick wert.

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Gloria H. Manderfeld
Gloria H. Manderfeld
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