Planet Coaster: Achterbahn bauen – So geht’s!

Bei dem Bau einer gewinnbringenden Achterbahn in Planet Coaster muss der Spagat zwischen Realität und Spielmechanik gelingen. Mit unseren Tipps schafft ihr das locker.

  • von Michelle Cordes am 12.11.2020, 15:37 Uhr
Achterbahn bauen in Planet Coaster

In unserem Achterbahn-Guide zu Planet Coaster erklären wir euch:

  • Wie ihr den Bau einer Achterbahn am besten beginnt
  • Welche Achterbahnelemente sich realisieren lassen
  • Wie ihr eine gute Gesamtbewertung erhaltet

Der Schlüssel zu einem erfolgreichen Freizeitpark sind nervenaufreibende, aber auch familienfreundliche Achterbahnen. In Planet Coaster lasst ihr eurer Kreativität freien Lauf und kreiert eure ganz eigenen Fahrgeschäfte. Worauf ihr dabei achten müsst, erklären wir euch im folgenden Guide.

Benötigt ihr weitere Tipps zum Freizeitpark-Simulator? Mit diesen Tipps & Tricks zu Planet Coaster fällt euch der Einstieg leicht. Das perfekte Layout und Parkmanagement in Planet Coaster erreicht ihr unter Anleitung dieses Guides.


Wie beginne ich den Bau einer Achterbahn?

Um den Bau einer eigenen Achterbahn zu beginnen, geht in das Menü “Achterbahnen” und wählt im linken Reiter die Option “Anpassen”. Dort wählt ihr die Art der Achterbahn, die ihr gerne bauen möchtet. Führt eure Maus über die unterschiedlichen Modelle, damit sich eine Infobox öffnet. In der Infobox ist vermerkt, wie viel das Modell kostet, ob Inversionen möglich sind oder für welche Zielgruppe die Achterbahn geeignet ist.

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Platziert die Vorschau der Achterbahn auf eurem Gelände und klickt mit links auf das platzierte Element, damit sich auf der rechten Seite ein Menü öffnet. Dort seht ihr bereits, wie das weitere Verfahren ist. Damit die Bahn in Betrieb genommen werden kann, muss ein Ein- und Ausgang gesetzt und der Eingang mit einem Weg verbunden werden. Jetzt beginnt der eigentliche Bau der Achterbahn.

Vorweg sollte jedoch eine erste Planung gehen. Damit die Konstruktion keine wilde Aneinanderreihung aller zur Verfügung stehenden Elemente wird. Fragt euch also, wie der Streckenverlauf der Bahn aussehen soll. An welcher Stelle nimmt er Fahrt auf und wo soll ein Looping eingebaut werden? Je klarer ihr das Bild vor Augen habt, desto realistischer und weniger chaotisch wird das Ergebnis aussehen.

Welche Achterbahnelemente kann ich in Planet Coaster bauen?

Mit dem, was euch in Planet Coaster zur Verfügung steht, lassen sich einige charakteristische Streckenelemente von Achterbahnen realisieren. Damit eure Strecke eine runde Sache wird, gilt es den Übelkeitswert im Auge zu behalten, auf den wir im weiteren Verlauf des Guides noch näher eingehen werden. Einige Elemente erzeugen viel Übelkeit bei den Fahrgästen, andere hingegen weniger. Die Elemente sollten sich entsprechend abwechseln.

Bereits beim Start kann zwischen aufregend und weniger aufregend gewählt werden. Eure Strecke kann mit einer Geraden oder einem Lift starten, die eure Bahn eine Steigung hinaufführen. In Planet Coaster sollte die Steigung so steil und schnell wie möglich erfolgen, damit sie eure Streckenbewertung nicht negativ beeinflusst. Ein Katapultstart ist da insgesamt wirkungsvoller.

Habt ihr euch für einen Lift entschieden, folgt in der Regel eine Abfahrt, die auch als Drop bezeichnet wird. Dabei kann es gerade hinuntergehen oder es werden Variationen eingebaut, die für mehr Aufregung sorgen. Eure Strecke kann sich während eines Drops neigen und dabei die Richtung wechseln oder in eine kleine Abfahrt führen, die Predrop genannt wird.

Richtungswechsel können auch auf eine Gerade folgen oder in eine Steigung eingebunden werden. Folgt sie auf eine Gerade, sollte sie immer eine Neigung besitzen, da es die Bahn ansonsten bei hoher Geschwindigkeit aus der Kurve wirft. In einer Testfahrt entnehmt ihr die dabei wirkenden G-Kräfte aus der Anzeige.

Von Inverts spricht man, wenn eure Fahrgäste nach allen Regeln der Kunst auf den Kopf gestellt werden. Die wohl beliebteste Form sind Loopings oder Schrauben. Von ihnen können gleich mehrere Elemente kombiniert werden, solange eure Gäste mehr Spaß und Nervenkitzel als Übelkeit empfinden. Achtet auch während einer Air-Time darauf, dass eure Gäste mehr Spaß als Angst haben.

Die Air-Time beschreibt das Gefühl des schwerelosen Zustands. Sobald negative G-Kräfte auf die Achterbahn und deren Passagiere einwirken, fühlen sie sich schwerelos. Am einfachsten erreicht ihr diesen Zustand durch kleine Hügel, die ihr auch kippen oder neigen könnt.

Wie baue ich eine gute Achterbahn?

Die Platzierung des Startbereichs kann bereits entscheidend dafür sein, wie gut eure Achterbahn performen wird. Achtet bereits beim Bau des Startbereichs darauf, dass ihr genug Platz für die Beschleunigung durch einen Lift oder den Katapultstart mitbringt. Auch der hintere Bereich benötigt genug Spielraum, um die Bahn zu bremsen, bevor sie wieder in den Startbereich einfährt.

Drosselt das Tempo der Achterbahn mit einem letzten Hügel oder einer Bremse. Lasst die Geschwindigkeit niemals auf einer Geraden auslaufen, ansonsten langweilt das die Fahrgäste. Während der Fahrt ist es wichtig, dass die Streckenführung weder zu hektisch, noch zu langweilig vonstattengeht. Gebraucht die oben beschriebenen Achterbahnelemente immer in Maßen.

Die Einbindung der Achterbahn in die Umgebung ist ein wichtiger Aspekt, wenn es um eine gute Bewertung geht. Dabei sind eurer Kreativität keine Grenzen gesetzt. Ob durch Berge, über Hügel oder an einem Wasserfall entlang. Es gibt viele verschiedene Wege die Bahnstrecken in das Gesamtbild eures Vergnügungsparks einzubinden.

Wie setze ich Trigger?

Damit eure Achterbahn die beste Bewertung abräumt, benötigt sie mindestens zwei Trigger. Sie erzeugen zusätzliche Effekte, die eure Besucher besonders toll finden. Das schlägt sich auch in der Gesamtbewertung eurer Bahn nieder. Um einen Trigger einzubinden, müsst ihr Folgendes tun:

  • Platziert ein steuerbares, elektronisches Objekt an einer beliebigen Stelle.
  • Wählt im Menü der Achterbahn den oberen Reiter “Auslöser” aus. Klickt auf “Auslösersequenz erstellen”, um einen Triggerpunkt für die Aktivierung eures Objektes zu platzieren.
  • Verschiebt dazu den Regler “Schienen-Auslöser” auf der Strecke.
  • Klickt auf das Plus mit “Objekt mit Auslöser verbinden” und wählt das Objekt aus, das aktiviert werden soll. Mehrere Objekte markiert ihr mit gedrückter Shift-Taste.
  • Führt eine Probefahrt durch, um den gesetzten Triggerpunkt zu testen.

Hinweis: Platziert den Trigger kurz vor dem Objekt, das aktiviert werden soll. Befindet er sich dahinter, werden ihn eure Fahrgäste nicht wahrnehmen.

Wie müssen die Testbewertungen meiner Achterbahn ausfallen?

Klickt auf die Achterbahn und schaut euch das linke Menü an. Dort seht ihr drei prägnante Faktoren, die das Testergebnis einer Fahrt bestimmen: Spaß, Nervenkitzel und Übelkeit. Jederzeit lassen sich die Live-Daten während einer Fahrt beobachten. Um die wichtigsten Spots für Spaß, Nervenkitzel oder Übelkeit ausfindig zu machen, ist die Heatmap ein übersichtliches und hilfreiches Tool. Sie befindet sich ebenfalls im Achterbahn-Menü.

Wie gut das Fahrergebnis der einzelnen Kategorien ausgefallen ist, wird farblich markiert. Sie können grün, gelb oder rot sein. Rot signalisiert, dass Änderungen vorgenommen werden müssen. Gelb ist in Ordnung, aber verbesserungswürdig. Grün sollte in allen Bereichen angestrebt werden, um eine gute Gesamtbewertung zu erhalten.

Damit die Bewertung für alle drei Bereiche positiv ausfällt, solltet ihr Folgendes beachten:

  • Spaß
    Der Spaß wird zum einen von den vertikalen G-Kräften und zum anderen von der Umgebung und der Höhe beeinflusst. Drückt oder zieht die Fahrgäste immer Mal wieder aus ihren Sitzen und manövriert sie dicht an hohen Felsen, Wasserfällen oder anderen Umgebungsobjekten vorbei. Bei Achterbahnen der Familien-Zielgruppe darf der Spaß etwas niedriger ausfallen.
  • Nervenkitzel
    Je höher Geschwindigkeit, Höhen und G-Kräfte, desto größer auch der Nervenkitzel. Übertreibt ihr es, haben eure Fahrgäste Angst. Verursacht Nervenkitzel in einem dosierten Maß, damit Besucher nicht vor einer Fahrt mit der Achterbahn zurückschrecken. Bei der Zielgruppe der Jugendlichen darf es gern etwas mehr Nervenkitzel sein.
  • Übelkeit
    Extreme Achterbahnelemente wie Loopings oder abrupte Richtungsänderungen führen Übelkeit herbei. Gönnt den Fahrgästen zwischen euren Strecken-Highlights kleine Atempausen. Sorgt entweder für sanfte Übergänge oder eine ausreichende Anzahl von Bänken, Toiletten und Mülleimern am Ausgang eurer Achterbahn.

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Michelle Cordes
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