Pillars of Eternity 2: Deadfire Multiklasse-Charakter – Tipps & Tricks für fortgeschrittene Helden

In Pillars of Eternity 2: Deadfire könnt ihr Helden erstellen, die mehrere Klassen vereinen. Wir verraten euch, für wen sich das eignet und was ihr dabei beachten müsst.

  • von Sebastian Weber am 08.05.2018, 19:00 Uhr
Pillars of Eternity 2: Deadfire

In unserem Multiklasse-Guide zu Pillars of Eternity 2 erfahrt ihr:

  • Welche Klassen es in Pillars of Eternity 2 gibt
  • Welche Vor- und Nachteile eine Mischklasse hat
  • Für wen ein Multiklasse-Held geeignet ist

Pillars of Eternity 2: Deadfire bietet unter anderem eine frei besegelbare Spielwelt und die Möglichkeit, zwei Klassen miteinander zu kombinieren. Dass ihr euch nicht auf Standardcharaktere beschränken müsst, macht das Spiel vor allem für Profis noch interessanter.

Natürlich könnt ihr zum Start des Abenteuers auch einfach in die Haut eines Barbaren, Zauberers oder Kämpfers schlüpfen. Die sogenannten Multiklasse-Charaktere sind aber deutlich komplexer und somit auch interessanter. Dabei wählt ihr zwei der traditionellen Klassen aus und erschafft so spannende Mischtypen.

Diese Experimente bringen sowohl Vorteile als auch Nachteile mit sich. Daher verraten wir euch hier, wie genau die Multiklasse-Charaktere funktionieren, für wen sie sich eignen und was ihr bei der Wahl beachten solltet.

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Alle Klassen von Pillars of Eternity 2 im Überblick

Kurz nachdem ihr die Kampagne von Pillars of Eternity 2 gestartet habt, dürft ihr mit der Erstellung eures Helden loslegen. Dabei habt ihr die Wahl zwischen Männlein und Weiblein, und legt Herkunft und Aussehen fest. Anschließend müsst ihr euch für eine Klasse entscheiden, also welche Art von Held ihr spielen möchtet. Diese haben unterschiedliche Fähigkeiten und Start-Attribute.

Hier die Klassen im Überblick:

  • Barbar
  • Sänger
  • Medium
  • Druide
  • Kämpfer
  • Mönch
  • Paladin
  • Priester
  • Waldläufer
  • Schurke
  • Zauberer

Jede dieser Klassen hat zudem noch Unterklassen, mit denen ihr zum Beispiel euren Paladin noch weiter definieren und eurem Spielstil anpassen könnt. Die Wahl einer Unterklasse bringt nämlich weitere Spezialisierungen.

Und als ob das noch nicht genug wäre, bietet euch Pillars of Eternity 2 auch sogenannte Multiklasse-Charaktere. Bei diesen wählt ihr nicht nur eine Klasse, sondern dürft gleich zwei Klassen für euren Helden festlegen, die jeweils noch eine Unterklasse bekommen.

Damit ihr euch hier leichter entscheiden könnt, ob ihr lieber einen Spezialisten (also eine einzige Klasse) oder einen etwas flexibleren Abenteurer (mit zwei Klassen) steuern wollt, folgen nun die Kniffe der Multiklasse-Charaktere.

Grundlegende Begriffe der Charaktere in Pillars of Eternity 2

Bevor wir in die Vor- und Nachteile einsteigen, zunächst eine kurze Erklärung zu den wichtigsten Charakter-Build-Begriffen aus Pillars of Eternity 2.

Energiepunkte

Die Fähigkeiten eures Helden werden maßgeblich von den Energiepunkten beeinflusst. Diese bestimmen, wie häufig ihr eure Skills in den Kämpfen ausführen könnt.

Zu Beginn von Pillars of Eternity 2 habt ihr wenige davon, aber zum Glück kosten auch die Zauber oder Spezialattacken anfangs nur wenige Energiepunkte. Je nach Stufe des Skills, erhöhen sich natürlich entsprechend die Kosten.

In den Kämpfen könnt ihr solange Fähigkeiten auslösen, bis die Punkte verbraucht sind, denn sie regenerieren sich erst nach der Auseinandersetzung wieder. Außer ihr nutzt im Kampf die Fähigkeit, Energiepunkte wieder aufzuladen. Das funktioniert pro Auseinandersetzung aber nur ein einziges Mal.

Kraftstufe

Der Talentbaum jedes Helden ist in neun Kraftstufen unterteilt. Innerhalb dieser neun Stufen warten immer wieder neue Skills auf euch, die ihr nach und nach in Pillars of Eternity 2 freischalten könnt.

Vorteile von Multiklasse-Charakteren

Mehr Energiepunkte

Einer der ersten Vorteile, wenn ihr euch für einen Multiklasse-Charakter entscheidet: Ihr habt im Verlauf des Abenteuers mehr Energiepunkte in den Kämpfen zur Verfügung als ein Einzelklasse-Charakter.

Einzelklasse-Charaktere erhalten in Pillars of Eternity 2 (Jetzt bei MediaMarkt kaufen!) alle zwei Stufenaufstiege einen zusätzlichen Energiepunkt. Dagegen erhalten Multiklasse-Charaktere zwar nur alle drei Stufenanstiege neue Punkte, dafür dann aber für jede der zwei Klassen jeweils einen Punkt.

Somit stehen einem Einzelklasse-Charakter auf Stufe 7 insgesamt sechs Energiepunkte zur Verfügung, während Multiklasse-Charaktere insgesamt zehn Energiepunkte haben. Fünf Punkte für jede Klasse.

Das wiederum bedeutet, dass ihr mit einem Multiklasse-Charakter entsprechend häufiger Skills einsetzen könnt, wenn auch weniger starke.

Charakterwerte

Auch die Charakterwerte und deren Veränderung werden durch die Wahl eines Multiklasse-Charakters beeinflusst. Hierbei gibt es zwar ebenso Vor- und Nachteile, aber generell überwiegen hier die Vorteile.

Pillars of Eternity 2 bietet insgesamt fünf Charaktergrundwerte:

  • Gesundheit
  • Abwehr
  • Tapferkeit
  • Reflexe
  • Wille

Jede Klasse hat bestimmte Werte vorgegeben, die bei einem Einzelklasse-Charakter fix sind. Wählt ihr aber einen Multiklasse-Charakter, dann nimmt Pillars of Eternity 2 den Mittelwert aus beiden Klassen als Startwerte (die Werte werden dabei abgerundet).

Wenn ihr also als Multiklasse-Charakter einen Barbaren und einen Zauberer zu einem Hexenmeister mischt, dann startet dieser mit 42 Gesundheit. Ein Barbar hätte 46, ein Zauberer 38, somit ergibt sich der Mittelwert 42. Das ist aus Sicht eines reinen Barbaren natürlich ein Nachteil. Doch für diejenigen unter euch, die gerne magiebegabte Helden steuern, ist es ein Vorteil.

Bei Tapferkeit als zweitem Beispiel, startet der Barbar mit 30 Punkten, der Zauberer dagegen nur mit 15. Als Hexenmeister habt ihr zu Beginn 22 Punkte auf Tapferkeit.

Auf allen Grundwerte bekommt ihr bei einem Stufenanstieg drei Zähler obendrauf, egal ob ihr einen Einzelklasse- oder Multiklasse-Charakter bei Pillars of Eternity 2 spielt. Eine Ausnahme bildet der Gesundheitswert. Dieser definiert sich abermals über den Mittelwert der beiden Einzelklassen.

Um beim Beispiel zu bleiben: Der Barbar würde bei einem Stufenanstieg 16 Lebenspunkte hinzubekommen, der Zauberer dagegen nur 8. Entsprechend bekommt der Hexenmeister 12 Punkte auf die Gesundheit dazu, wenn ihr genug Monster vermöbelt und Quests gelöst habt.

Die Attributwerte zum Start ergeben sich ebenfalls aus dem Mittelwert der beiden Klassen.

Nachteile von Multiklasse-Charakteren

Wenn ihr euch für einen Multiklasse-Charakter entscheidet, dann hat das aber natürlich nicht nur Vorteile, sondern auch Nachteile.

Wie bereits angesprochen, ist der Fähigkeitenbaum in sogenannte Kraftstufen unterteilt, in denen die Skills darauf warten, freigeschaltet zu werden. Als normaler Held erhaltet ihr immer nach jedem zweiten Stufenaufstieg eine neue Kraftstufe und somit eine neue Fähigkeit.

Ein Multiklasse-Charakter schaltet eine neue Energiestufe allerdings nur alle drei Stufenaufstiege frei. Somit habt ihr erst später Zugriff auf die starken Skills, wodurch die Reise durch Pillars of Eternity 2 für solche Builds vor allem zu Beginn sehr anspruchsvoll ist.

Dazu kann ein solcher Charakter auch nicht die höchsten Kraftstufen 8 und 9 freischalten, in denen die mächtigsten Skills auf euch warten. Daher solltet ihr euch die Fähigkeitenbäume genau ansehen, wenn ihr einen Charakter erstellt, damit ihr entscheiden könnt, auf welche Skills der Stufen acht und neun ihr eventuell verzichten könnt.

Multiklasse-Charaktere im Überblick

Nachdem ihr jetzt wisst, welche Vor- und Nachteile es hat, sich für einen Multiklasse-Charakter zu entscheiden, wollen wir euch abschließend noch verraten, welche Kombinationen in Pillars of Eternity 2 möglich sind.

Letztendlich könnt ihr jede der elf Klassen mit allen übrigen zehn vermischen. Unberührt davon bleibt übrigens, welche Unterklassen ihr für die jeweiligen Hauptklassen auswählt – diese Option steht euch weiterhin zur Verfügung, verändert aber die entstehende Mischklasse nicht.

Folgende Kombinationen sind möglich:

Einige der Kombinationen eignen sich besser als andere. Überlegt einfach, welche Schwächen einer Klasse durch die Kombination mit einer anderen Klasse wettgemacht werden können.

Mehr als zwei Klassen zu kombinieren, ist übrigens nicht möglich. Es gibt auch keine primäre Klasse – beide Klassen sind gleichwertig.

Wer sollte sich für einen Multiklasse-Charakter entscheiden?

Pillars of Eternity 2 warnt euch bei der Erstellung eines Helden, dass Multiklasse-Charaktere weniger für Einsteiger geeignet sind. Diese Aussage können wir nur unterstreichen.

Denn auch wenn die Vorteile eines solchen Mischprotagonisten auf den ersten Blick zu überwiegen scheinen, stellt euch Pillars of Eternity 2 damit auf eine besondere Probe. Fortgeschrittene Spieler – vor allem diejenigen, die bereits den Vorgänger gespielt haben – sollten damit weniger Probleme haben.

Neulinge dagegen dürften mit der Menge an verfügbaren Skills im späteren Spielverlauf überfordert sein. Außerdem gestaltet sich der Start von Pillars of Eternity 2 mit einem Multiklasse-Charakter schwerer, da euch Skills, mit denen ihr ordentlich Schaden austeilt, erst im späteren Verlauf zur Verfügung stehen. Hier haben Standard-Builds eindeutig die Nase vorn.

Wer sich davon aber nicht abschrecken lässt, der bekommt ein ganz eigenes Spielerlebnis. Anfangs etwas herausfordernder, könnt ihr später zum Beispiel Nahkämpfer und Magier vereinen und müsst euch nicht von Beginn an auf eine Spielweise beschränken. Als Multiklasse seid ihr breiter aufgestellt, agiert aber weniger effektiv.

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Pillars of Eternity 2: Deadfire erschien am 08. Mai 2018 für den PC. Inzwischen gibt es außerdem Versionen für die Xbox One, PlayStation 4 und Nintendo Switch.

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Sebastian Weber
Sebastian Weber

Seit den ersten Pixelmännchen auf einem Commodore PET, liebt Sebastian Videospiele und hat heute vom PC, über Xbox One, PlayStation 4 bis hin zur Nintendo Switch alles zu Hause stehen, was virtuelle Welten auf den Bildschirm bringt. Dabei sind vor allem Rollenspiele und Action-Titel die erste Wahl.

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