Pillars of Eternity 2: Deadfire Multiklasse-Charakter – Tipps & Tricks für die fortgeschrittenen Helden

In Pillars of Eternity 2: Deadfire könnt ihr nicht nur normale Helden wie Barbar, Kämpfer oder Paladin erstellen. Im neuen Rollenspiel von Obsidian Entertainment ist das Bauen von Multiklasse-Charakteren möglich, die zwei verschiedene Klassen mischen. Für wen sich das eignet und was ihr dabei beachten solltet, das verraten wir euch hier.

  • von Sebastian Weber am 08.05.2018, 19:00 Uhr
Pillars of Eternity 2: Deadfire

Mit Pillars of Eternity haben die Rollenspielexperten Obsidian Entertainment 2015 ein Oldschool-Rollenspiel im Geiste von Baldur’s Gate und Co. auf den Markt gebracht, das die Fans frohlocken ließ. Nun steht mit Pillars of Eternity 2: Deadfire die Fortsetzung an, die einige Neuerungen wie eine frei besegelbare Spielwelt mit sich bringt.

Ebenfalls spannend ist hier aber, dass ihr euch nicht auf Standardcharaktere beschränken müsst. Zwar könnt ihr zum Start des Abenteuers in die Haut eines Barbaren, eines Zauberers oder Kämpfers schlüpfen. Ihr könnt aber auch sogenannte Multiklasse-Charaktere erstellen. Dabei wählt ihr zwei dieser traditionellen Klassen aus und erschafft euch so spannende Mischtypen.

Das klingt spannend und bringt sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich. Daher verraten wir euch hier, wie genau die Multiklasse-Charaktere funktionieren, für wen sie sich eignen und was ihr bei der Wahl beachten solltet.

Inhaltsverzeichnis

Die Klassen von Pillars of Eternity 2 im Überblick

Kurz nachdem ihr das Abenteuer in Pillars of Eternity 2 gestartet habt, dürft ihr mit der Erstellung eures Helden loslegen. Dabei habt ihr unter anderem die Wahl zwischen Männlein und Weiblein, Herkunft und Aussehen. Doch ihr sollt auch festlegen, welche Klasse von Held ihr spielen möchtet. Jede davon hat unterschiedliche Fähigkeiten und Start-Attribute.

Hier die Klassen im Überblick:

  • Barbar
  • Sänger
  • Medium
  • Druide
  • Kämpfer
  • Mönch
  • Paladin
  • Priester
  • Waldläufer
  • Schurke
  • Zauberer

Jede dieser Klassen hat zudem noch Unterklassen, mit denen ihr euren Paladin zum Beispiel noch ein Stückchen weiter definieren und eurem Spielstil anpassen könnt. Die Wahl einer Unterklasse bringt nämlich weitere Spezialisierungen.

Und als ob das noch nicht genug wäre, bietet euch Pillars of Eternity 2 auch sogenannte Multiklasse-Charaktere. Bei diesen wählt ihr nicht nur eine Klasse mit Unterklasse, sondern dürft gleich zwei Klassen für euren Helden festlegen.

Damit ihr euch hier leichter entscheiden könnt, ob ihr lieber einen Spezialisten (also eine Klasse) oder einen etwas flexibleren Abenteurer steuern wollt, folgen nun die Kniffe der Multiklasse-Charaktere.

Grundlegende Begriffe der Charaktere in Pillars of Eternity 2

Bevor wir in die Vor- und Nachteile einsteigen können, zunächst eine kurze Erklärung zu gleich folgenden Begriffen aus Pillars of Eternity 2.

Energiepunkte

Die Fähigkeiten eures Helden werden maßgeblich von den Energiepunkten beeinflusst. Die bestimmen, wie oft ihr Skills in den Kämpfen ausführen könnt.

Zu Beginn von Pillars of Eternity 2 habt ihr davon wenige, doch auch die Zauber oder Spezialattacken kosten nur wenige Energiepunkte. Je nach Stufe des Skills erhöhen sich natürlich die Kosten.

In den Kämpfen könnt ihr solange Fähigkeiten auslösen, bis die Punkte verbraucht sind, denn sie regenerieren sich erst nach der Auseinandersetzung wieder. Außer, ihr löst einmalig pro Kampf die Fähigkeit aus, dass die Energiepunkte aufgeladen werden.

Kraftstufe

Die zweite wichtige Begrifflichkeit ist die Kraftstufe. Der Talentbaum jedes Helden ist nämlich in neun solcher Kraftstufen unterteilt.

Innerhalb dieser neun Stufen warten immer wieder neue Skills auf euch, die ihr nach und nach in Pillars of Eternity 2 freischalten könnt.

Vorteile von Multiklasse-Charakteren

Mehr Energiepunkte

Einer der ersten Vorteile, wenn ihr euch für einen Multiklasse-Charakter entscheidet: Ihr habt im Verlauf des Abenteuers mehr Energiepunkte in den Kämpfen zur Verfügung als ein Einzelklasse-Charakter.

Einzelklasse-Charaktere erhalten in  Pillars of Eternity 2 alle zwei Stufenanstiege einen zusätzlichen Energiepunkt. Dagegen erhalten Multiklasse-Charaktere zwar nur alle drei Stufenanstiege neue Punkte, dafür dann aber für jede der zwei Klassen jeweils einen Punkt.

Somit stehen einem Einzelklasse-Charakter auf Stufe 7 insgesamt sechs Energiepunkte zur Verfügung, während Multiklasse-Charaktere insgesamt zehn Energiepunkte haben. Fünf Punkte für jede Klasse.

Das wiederum bedeutet, dass ihr mit einem Multiklasse-Charakter entsprechend häufiger Skills einsetzen könnt, wenn auch weniger starke.

Charakterwerte

Auch die Charakterwerte und deren Veränderung werden durch die Wahl eines Multiklasse-Charakters beeinflusst. Hierbei gibt’s zwar ebenso Vor- als auch Nachteile, doch generell würden wir hier auch einen Vorteil sehen.

Pillars of Eternity 2  bietet fünf Charaktergrundwerte:

  • Gesundheit
  • Abwehr
  • Tapferkeit
  • Reflexe
  • Wille

Jede Klasse hat hier bestimmte Werte vorgegeben, die bei einem Einzelklasse-Charakter fix sind. Wählt ihr aber einen Multiklasse-Charakter, dann nimmt Pillars of Eternity 2 den Mittelwert aus beiden Klassen als Startwerte (die Werte werden dabei abgerundet).

Wenn ihr also als Multiklasse-Charakter einen Barbaren und einen Zauberer zu einem Hexenmeister mischt, dann startet dieser mit 42 Gesundheit. Ein Barbar hätte 46, ein Zauberer 38, somit ist 42 der Mittelwert.

Das ist aus Sicht eines reinen Barbaren natürlich ein Nachteil. Doch für diejenigen unter euch, die gerne magiebegabte Helden steuern, ist es ein Vorteil.

Bei Tapferkeit als zweites Beispiel startet der Barbar mit 30 Punkten, der Zauberer dagegen nur mit 15. Als Hexenmeister habt ihr dann 22 Punkte auf Tapferkeit zu Beginn.

Auf all diese Grundwerte bekommt ihr bei einem Stufenanstieg drei Zähler oben drauf, egal ob ihr einen Einzelklasse- oder Multiklasse-Charakter bei  Pillars of Eternity 2 spielt.

Ausnahme ist hier allerdings der Gesundheitwert. Dieser funktioniert abermals über den Mittelwert der beiden Einzelklassen.

Um beim Beispiel zu bleiben: Der Barbar würde bei einem Stufenanstieg 16 Lebenspunkte dazu bekommen, der Zauberer dagegen nur 8. Entsprechend bekommt der Hexenmeister 12 Punkte auf Gesundheit dazu, wenn ihr genug Monster vermöbelt und Quests gelöst habt.

Die Punkte auf die Attributwerte sind zum Start ebenfalls der Mittelwert aus den beiden Klassen.

Nachteile von Multiklasse-Charakteren

Wenn ihr euch für einen Multiklasse-Charakter entscheidet, dann hat das aber natürlich nicht nur Vor-, sondern auch Nachteile.

Wie bereits angesprochen, ist der Fähigkeitenbaum in sogenannte Kraftstufen unterteilt, in denen die Skills schlummern. Als normaler Held schaltet ihr immer nach zwei Stufenanstiegen eine neue Kraftstufe frei, sodass euch neue Skills offenstehen.

Ein Multiklasse-Charakter schaltet eine neue Energiestufe allerdings nur alle drei Stufenanstiege frei. Somit habt ihr erst später Zugriff auf die starken Skills, was die Reise durch Pillars of Eternity 2 vor allem zu Beginn etwas kniffliger macht.

Dazu kann ein solcher Charakter auch nicht die höchsten Kraftstufen 8 und 9 freischalten, wo die mächtigsten Skills versteckt sind.

Daher solltet ihr euch die Fähigkeitenbäume genau ansehen, wenn ihr einen Charakter erstellt, damit ihr entscheiden könnt, wie gravierend das für eure Spielweise ist.

Multiklasse-Charaktere im Überblick

Nachdem ihr jetzt wisst, welche Vor- und Nachteile es hat, sich für einen Multiklasse-Charakter zu entscheiden, wollen wir euch abschließend noch verraten, welche Kombinationen in Pillars of Eternity 2 möglich sind.

Letztendlich könnt ihr jede der elf Klassen mit allen übrigen zehn vermischen. Unberührt davon bleibt übrigens, welche Unterklassen ihr für die jeweiligen Hauptklassen auswählt – diese Option steht euch weiterhin zur Verfügung, verändert aber die herauskommende Mischklasse nicht.

Folgende Kombinationen sind möglich:

Wer sollte sich für einen Multiklasse-Charakter entscheiden?

Pillars of Eternity 2 warnt bei der Erstellung eures Helden, dass Multiklasse-Charaktere weniger für Einsteiger geeignet sind. Diese Aussage unterstützen wir.

Denn auch wenn die Vorteile eines solchen Mischprotagonisten zu überwiegen scheinen, stellt euch Pillars of Eternity 2 damit auf eine besondere Probe. Fortgeschrittene Spieler – vor allem diejenigen, die den Vorgänger gespielt haben – sollten damit weniger Probleme haben.

Neulinge dagegen dürften mit der Menge an verfügbaren Skills im späteren Spielverlauf überfordert sein. Außerdem gestaltet sich der Start von Pillars of Eternity 2 mit einem Multiklasse-Charakter schwerer, da euch langsamer neue Skills zur Verfügung stehen, die ordentlich Schaden austeilen. Hier haben »Standardhelden« eindeutig die Nase vorn.

Wer sich davon aber nicht abschrecken lässt, der bekommt ein ganz eigenes Spielerlebnis. Anfangs etwas herausfordernder, könnt ihr später zum Beispiel Nahkämpfer und Magie vereinen und müsst euch nicht von Beginn an auf eine Spielweise beschränken.

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Sebastian Weber
Sebastian Weber

Seit den ersten Pixelmännchen auf einem Commodore PET, liebt Sebastian Videospiele und hat heute vom PC, über Xbox One, PlayStation 4 bis hin zur Nintendo Switch alles zu Hause stehen, was virtuelle Welten auf den Bildschirm bringt. Dabei sind vor allem Rollenspiele und Action-Titel die erste Wahl.