Pathfinder: Kingmaker-Tipps – Die wichtigsten Tricks

Pathfinder: Kingmaker kommt endlich auch für Konsolen. Wir haben die wichtigsten Tipps für Einsteiger in diesem Guide für euch zusammengefasst.

  • von Jonathan Harsch am 18.08.2020, 16:29 Uhr
Pathfinder: Kingmaker Boxart Artwork Charaktere

In diesem Tipps-Guide zu Pathfinder: Kingmaker erfahrt ihr:

  • Welche Art von Spiel Pathfinder: Kingmaker ist
  • Was ihr auf eurem Abenteuer alles beachten müsst
  • Wie das Kampfsystem funktioniert
  • Tipps zur Klassenwahl

Das extrem anspruchsvolle Rollenspiel Pathfinder: Kingmaker ist jetzt endlich auch für Konsolen erhältlich. Aber egal, auf welcher Plattform ihr spielt, der 2017 durch eine Crowdfunding-Kampagne finanzierte Titel wird euch aller Voraussicht nach erst einmal überfordern. Deshalb haben wir die wichtigsten Tipps und Tricks für alle Einsteiger parat.

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Was ist Pathfinder: Kingmaker?

Pathfinder: Kingmaker ist ein klassisches CRPG im Stile von Baldur’s Gate (Jetzt bei MediaMarkt kaufen!) oder Pillars of Eternity. Ihr blickt aus einer isometrischen Perspektive auf eure Gruppe herab und steuert sie per Mausklick oder Knopfdruck durch die Umgebungen. Kämpfe bestreitet ihr in Echtzeit oder – neu in der Definitive Edition – rundenbasiert.

Basis für das Gameplay ist das Pathfinder Pen & Paper-Rollenspiel, das wiederum auf Dungeons & Dragons beruht. Wer mit Pen & Paper-Rollenspielen keine Erfahrung hat, wird sich erst einmal in die komplexen Regeln und Mechaniken einarbeiten müssen. Aber keine Sorge, wir sind hier, um zu helfen.

Zufall spielt eine sehr große Rolle in Pathfinder: Kingmaker, denn der Erfolg vieler Aktionen hängt von eurem Würfelglück ab. Selbst bei sorgfältigster Vorbereitung kann es also sein, dass ihr daneben haut oder eine Falle auslöst. Eine gewisse Toleranz gegenüber Fehlschlägen solltet ihr definitiv mitbringen.

Und noch etwas: Pathfinder: Kingmaker ist lange und kann, je nach Spielstil, die 100-Stunden- oder sogar die 200-Stunden-Marke durchbrechen. Falsche Entscheidungen auf eurem Weg können gegen Ende der Kampagne dafür sorgen, dass ihr scheitert. Es ist also extrem wichtig, die Builds eurer Kämpfer und euer Königreich auf lange Sicht hin zu planen.

Einsteiger-Guide zu Pathfinder: Kingmaker

Pathfinder: Kingmaker überschüttet einen direkt zu Beginn mit Informationen und Optionen. Hier ist es besonders wichtig, die Übersicht zu behalten. Seid ihr neu im Pathfinder-Universum, schämt euch nicht, auf leicht (oder „Story“) zu spielen, zumindest bis ihr eine komplette Truppe von sechs Personen zusammen habt. Der Frust hält sich so nämlich in Grenzen.

Um schnell neue Charaktere zu rekrutieren, besucht direkt die Orte Ancient Tomb, Temple of the Elk und Technic League Encampment. Grundsätzlich gilt: Gegner leveln nicht mit, also kann es immer passieren, dass ihr auf Monster trefft, die zu stark für euch sind. Dann heißt es umkehren und später wieder kommen.

Wichtige Tipps & Tricks, die euch den Anfang erleichtern

  • Bei der Bezeichnung der Würfel seht ihr die Anzahl der Würfel und die maximale Augenzahl. 1D8 bedeutet also, ein Würfel mit bis zu acht Augen.
  • Stellt in den Optionen ein, dass das Spiel pausiert, wenn ihr auf Gegner trefft, neue Gegner einem Kampf beitreten oder ihr eine Falle ausmacht. So habt ihr Zeit, entsprechend zu planen.
  • Manche Charaktere, die ihr im Tutorial trefft, werden euch nicht folgen. Das ist nicht so schlimm. Sie werden später noch einmal euren Weg kreuzen und euch eine weitere Chance geben, sie für eure Gruppe zu verpflichten.
  • Zu Beginn der Kampagne bekommt ihr zwei Fackeln. Behaltet diese unbedingt im Inventar und gebt sie euren besten Nahkämpfern, ihr werdet sie bald brauchen.
  • Die gesammelte Erfahrung wird grundsätzlich zwischen allen Charakteren geteilt. Schaltet diese Funktion in den Optionen aus, wenn nur aktive Gruppenmitglieder leveln sollen.
  • Überlasst das Leveln eurer Gruppenmitglieder der KI, bis ihr mit den Mechaniken besser vertraut seid.
  • Neben eurer Gruppe gibt es auch noch ein Königreich zu verwalten. Ist euch dieser Aspekt zu komplex oder zu zeitintensiv, gibt es ebenfalls die Option, die KI den Job machen zu lassen.
  • Pausiert immer das Spiel, wenn ihr gerade nicht spielt. Nur im Kartenmodus läuft die Zeit nicht weiter.
  • Die Skills eurer Kämpfer helfen nicht nur im Kampf, sondern auch bei diversen anderen Aktivitäten (Türen, Fallen, Lesen, Schieben, Dialoge, etc.). Ist ein Spezialist gefragt, agiert immer automatisch der Charakter mit dem höchsten Bonus.
  • Eure Truppe kann auch über die Gebietskarte gesteuert werden. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn ihr eine Gegend komplett erkundet habt.

Welche Klasse soll ich wählen?

Die Charakter-Erstellung in Pathfinder: Kingmaker steht dem Rest des Spiels in Sachen Komplexität in nichts nach. Weswegen wir euch auch hier ein paar Tipps mit an die Hand geben.

  • Wählt eine leicht zu erlernende Klasse wie den Kämpfer, Barbar oder Ranger. So macht ihr euch den Einstieg deutlich einfacher.
  • Lasst zunächst die Finger von Multiclass-Builds. Jeder Skill-Punkt, den ihr in eine andere Klasse steckt, fehlt euch am Ende bei eurer eigenen.
  • Passt die restliche Gruppe den Stärken und Schwächen eures Hauptcharakters an. Zwei gleiche Kämpfer im Team ergeben keinen Sinn.
  • Nehmt euch Zeit mit der Erstellung eures Protagonisten, denn ein Respec (Neukonfigurierung der Klasse) im späteren Spiel ist nicht möglich.

Tipps zu den Reisen in Pathfinder: Kingmaker

Eure Reise in Pathfinder: Kingmaker ist kein Spaziergang, denn es gibt ein Zeitlimit (90 Ingame-Tage) für einen bestimmten Punkt in der Geschichte und die Uhr tickt ununterbrochen. Es ist also essenziell, dass ihr eure Ausflüge gut plant (es gibt keine Schnellreise) und keine Zeit verschwendet. Rasten solltet ihr nur, wenn es unbedingt notwendig ist (zum Beispiel vor harten Kämpfen).

Schlagt ihr ein Camp auf, heilen und erholen sich eure Gruppenmitglieder und ihr könnt Zauber austauschen sowie Buffs auslösen. Ordnet eure Kämpfer ihren Spezialitäten entsprechend einer Tätigkeit zu (Wache schieben, Kochen, Jagen, etc.). Allerdings kostet euch das Ressourcen und Zeit. Wir empfehlen, immer genügend Ressourcen für zwei Camps mitzunehmen (nicht mehr, denn sie fallen buchstäblich ins Gewicht).

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Achtet immer darauf, dass ihr nicht überladen seid. Jedes Gruppenmitglied trägt die eigene Ausrüstung und einen Teil der mitgeführten Ressourcen. Übersteigt das Gewicht die Stärke, ist die Kämpferin oder der Kämpfer erst ein wenig und dann sehr überladen. Das führt zu Ermüdung, einer langsameren Reisegeschwindigkeit und schlechteren Werten bei Kämpfen.

Wie funktioniert das Kampfsystem?

Ein Kampf in Pathfinder: Kingmaker beginnt schon vor der eigentlichen Auseinandersetzung. Seid ihr unterwegs, formiert euer Team (ihr habt die Möglichkeit, aus festen Formationen zu wählen, oder selbst eine Formation zu kreieren) immer so, dass vorne und hinten ein Nahkämpfer positioniert ist, um euch gegen Hinterhalte zu schützen.

Schickt zudem einen Späher vor. Hat dieser einen Feind entdeckt, könnt ihr lang anhaltende Buffs wirken, bevor das Gemetzel beginnt. In der Regel wirkt ein Buff nur einmal auf einen Charakter. Die Wirkung verdoppelt sich nicht bei wiederholten Anwendungen.

Beginnt der Kampf, wird die Reihenfolge (Initiative) der Teilnehmer ausgewürfelt. Hetzt zunächst einen Tank auf den stärksten Feind, um ihn zu beschäftigen. Grundsätzlich sind Heiler und Alchemisten zuerst zu beseitigen, da sie alle anderen Feinde stärken. Danach müssen die Magier und Fernkämpfer dran glauben. Zuletzt besiegt ihr noch die verbleibenden Nahkämpfer.

Pathfinder: Kingmaker ist hart, also nutzt alle Vorteile und Tricks, die ihr habt. Das kann bedeuten, einzelne Gegner anzulocken (eventuell müsst ihr dafür vorübergehend die KI eurer Gefährten abschalten), große Gruppen für Boni auf die Angriffswerte zu flankieren oder Schlaf auf starke Feinde zu wirken, um zunächst die schwächeren Widersacher zu beseitigen.

Jede Runde der Kämpfe dauert sechs Sekunden. Wundert euch anfangs also nicht über das behäbige Tempo. Ihr werdet bald genug zu tun haben, wenn euer Trupp vollständig ist. Dann ergibt es sogar Sinn, das Kampftempo zu verlangsamen, um die Übersicht zu behalten. Dem Feind Schaden zuzufügen, ist nicht so simpel wie in den meisten anderen Spielen.

Wann trifft ein Angriff?

Angriffe und Rüstungswerte in Pathfinder: Kingmaker sind eine Wissenschaft für sich. Sie sind abhängig von diversen Parametern und nur, wenn der Angriffswert den Rüstungswert übersteigt oder ihm gleich ist, trifft eine Attacke auch.

Pro Runde kann ein Charakter – mit Ausnahme einiger Spezialisten – nur einmal angreifen. Kämpfer können aber auch außerhalb ihrer Runde angreifen, beispielsweise wenn sie ihrerseits attackiert werden oder wenn der Feind vor ihnen davonlaufen möchte.

Der Grundwert der Rüstungsklasse beträgt immer zehn. Hinzu kommen der Rüstungsbonus und der Schildbonus, also die Werte der angelegten Ausrüstung. Aber damit nicht genug. Der Geschicklichkeitsbonus des jeweiligen Charakters wird ebenfalls hinzugerechnet. Und zum Schluss kommen noch diverse andere Modifikatoren wie Buffs hinzu.

Ein Angriff muss das Endergebnis der Rüstungsklasse schlagen. Er besteht aus dem Angriffswert des Aggressors, der je nach Klasse und Level unterschiedlich ausfällt, seiner Stärke und einigen anderen Boni – wie offensiven Buffs. Zu diesem Ergebnis wird noch gewürfelt und die Augenzahl hinzugezählt. Als wäre das alles nicht kompliziert genug, gibt es auch noch kritische Treffer.

Kritische Treffer werden initiiert, wenn ihr bei einem Angriff mit dem Würfel eine 19 oder 20 (die höchste Zahl) werft. In diesem Fall bekommt ihr einen zweiten Wurf zugesprochen. Schafft ihr es mit diesem erneut über den Rüstungswert des Gegners zu kommen, richtet ihr doppelten Schaden an. Bei einer 20 braucht ihr nicht erneut zu werfen – der Schaden fällt automatisch doppelt so hoch aus.

Weitere Pathfinder-Tipps, die ihr vor Spielbeginn wissen solltet

Pathfinder: Kingmaker ist sehr komplex und ihr werdet auch nach dutzenden Stunden noch Neues lernen. An dieser Stelle haben wir noch einige Aspekte des Spiels zusammengetragen, die ihr vor Spielbeginn wissen solltet und euch im Laufe der Geschichte nützlich sein werden.

  • Eure Taten lassen euren Charakter gut oder böse sowie chaotisch oder gesetzestreu werden.
  • Habt immer verschiedene Waffen, Materialien und Elemente dabei, um auf jeden Gegnertyp vorbereitet zu sein.
  • Tötet ihr einen Nekromanten, sterben auch seine beschworenen Spießgesellen. Das macht ihn zu eurem ersten Ziel.
  • Achtung: Friendly Fire ist möglich. Bringt eure Verbündeten also in Sicherheit, wenn ihr einen Gebiets-Zauber wirkt.
  • Ihr habt die Möglichkeit Söldner anzuheuern, die gegen Geld an eurer Seite kämpfen. Die Kosten hängen von eurem Level ab. Ihr könnt diese Krieger sogar selbst erstellen, damit sie ideal ins gesuchte Profil passen.
  • Lasst schlechte Rüstungen und Schilde besser liegen. Sie sind extrem schwer und andere Gegenstände bringen bei Händlern meistens mehr Geld.
  • Es existiert eine Kiste im Spiel, in die ihr Gegenstände legen könnt. Die sind darin sicher, auch wenn das Spiel sich hier nicht ganz eindeutig ausdrückt.
  • Speichern ist eine eurer wichtigsten Waffen, das kann nicht oft genug betont werden. Speichert mindestens alle Viertelstunde und immer vor schwierigen Kämpfen, bevor ihr versucht Schlösser zu öffnen sowie wenn ihr eine neue Umgebung betretet.

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Jonathan Harsch
Jonathan Harsch

Arbeitet als freier Autor und Texter. Auf allen Konsolen und ab und an auch auf dem PC unterwegs. Am liebsten mag er es gruselig.

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