Nintendo 3DS: Alle Modelle der Mobilkonsole im Überblick

Nintendo ist gut darin, seine Kunden mit einer kontinuierlich wachsenden Vielfalt von Handheld-Modellen zu verwirren. Schon in der letzten Hardware-Generation, bei der Nintendo DS-Familie, veröffentlichte man innerhalb von fünf Jahren mit DS, DS Lite, DSi und DSi XL vier Varianten, die sich technisch und funktionell deutlich voneinander unterschieden. Und auch das aktuelle Aufgebot ist schon wieder so breit gefächert, dass man sich vor dem Kauf eines 3DS erst einmal ein wenig schlau machen sollte.

  • von Stephan Freundorfer am 14.03.2016, 8:50 Uhr

3DS und 3DS XL

Im Frühjahr 2011 kam der Nintendo 3DS in Europa auf den Markt: Der Nachfolger des erfolgreichen Nintendo DS-Handhelds begeisterte vor allem mit seinem 3D-Effekt, der ohne spezielle Brille dank eines besonderen “autostereoskopischen” LC-Displays erzielt wird.

Der zweite, darunter liegende Bildschirm ist ein Touchscreen, wie ihn erfahrene Mobilspieler bereits vom Nintendo DS kennen. Mit dem Gerät lassen sich 3DS- sowie DS-Spiele auf sogenannten Game Cards nutzen, zudem kann Software digital im eShop gekauft und auf SD- bzw. SDHC-Karte gespeichert werden. Online-Einkäufe, die auf einem DSi-Gerät getätigt wurden, lassen sich auf den 3DS übertragen (hier gibt’s die offizielle Anleitung).

Bereits ein gutes Jahr später hat Nintendo den 3DS XL veröffentlicht, der mit größeren Bildschirmen – 12,38/10,61cm statt 8,97/7,62cm – und einer etwa eine halbe Stunde längeren Akkulaufzeit punktet. In Technik und Funktionalität unterscheidet er sich allerdings nicht von seinem kleinen Bruder. Wohl aber in der Ausstattung: Der 3DS XL wird ohne Netzteil verkauft, zum Aufladen kann man ein DSi- bzw. 3DS-Netzteil verwenden oder gesondert eines erwerben.

 

2DS

Mit dem 2DS veröffentlichte Nintendo Ende 2013 eine Variante des 3DS, der ein Kern-Feature der jüngsten Handheld-Hardware fehlt: der brillenlose 3D-Effekt. Das macht den 2DS – neben einem günstigeren Preis – zur ersten Wahl fürs Kinderzimmer. Eltern, die sich über mögliche körperliche Auswirkungen von 3D-Optik auf ihren Nachwuchs Sorgen machen, können diesen bedenkenlos mit dem 2DS spielen lassen.

Sämtliche DS- und 3DS-Software ist mit dem 2DS kompatibel. Da sich das Gerät nicht zusammenklappen lässt, empfiehlt sich zum Schutz der Bildschirme der Kauf einer Hülle.

 

New 3DS und New 3DS XL

Im Frühjahr 2015 hat die 3DS-Familie mit dem New 3DS und der zugehörigen XL-Version erneut Zuwachs bekommen, der sich technisch deutlich von den Geschwistern unterscheidet. So ist der 3D-Effekt stabiler und angenehmer – über die Innenkamera nimmt das Gerät die Position des Spielergesichts wahr und justiert entsprechend die Bildschirmdarstellung.

Die Steuerung mit dem New 3DS ist dank zweier weiterer Schulterknöpfe sowie eines zusätzlichen Ministicks vielfältiger und genauer. Dank überarbeiteter CPU und mehr RAM ist die Rechenleistung erhöht (was sich zum Beispiel beim schnelleren Aufrufen von Anwendungen bemerkbar macht). In das Gerät ist zudem ein NFC-Bereich integriert, über den via Nahfeldkommunikation Daten von amiibo-Figuren ausgelesen und auf diese geschrieben werden können.

Bislang existieren ganze zwei Spiele, die ausschließlich auf dem New 3DS und nicht auf 3DS oder 2DS laufen: Im Handel und als Download gibt es das Action-RPG Xenoblade Chronicles 3D, ausschließlich im eShop erhältlich ist der Indie-RPG-Shooter The Binding of Isaac: Rebirth. 

 

Facts:

  • Es gibt bereits fünf Versionen des aktuellen Nintendo-Handhelds: 3DS, 3DS XL, 2DS, New 3DS und New 3DS XL.
  • Der 2DS kommt ohne 3D-Effekt aus und lässt sich nicht zusammenklappen.
  • Der New 3DS besitzt die bessere Technik und mehr Funktionen.
Stephan Freundorfer
Stephan Freundorfer