Marvel’s Spider-Man: PC-Performance optimieren

Bei euch will die freundliche Spinne der Nachbarschaft nicht wirklich elegant schwingen? Wir zeigen euch, wie ihr in Marvel's Spider-Man auf dem PC die Performance verbessert.

  • von Sebastian Johannsen am 23.08.2022, 8:56 Uhr
marvels spider-man header

Die Texturen in Marvel’s Spider-Man Remastered sind zum Großteil hochauflösend und beanspruchen wenig Platz in eurem Grafikspeicher. Das sorgt dafür, dass der Netzschwinger auch auf älteren Systemen noch sehr gut aussieht. Dennoch kann es sein, dass ihr Performance-Probleme bekommt. Daher erfahrt ihr in diesem Guide:

  • Alle Systemvoraussetzungen von Marvel’s Spider-Man Remastered
  • Welche Einstellungen euch Frames kosten
  • Welche Einstellungen wenig an der Performance ändern

Marvel’s Spider-Man: Systemvoraussetzungen

Um überhaupt in den Genuss von Marvel’s Spider-Man Remastered auf den PC zu kommen, braucht ihr mindestens 8 GB RAM, einen i3 von Intel beziehungsweise ein AMD-Äquivalent und eine Grafikkarte mit der Leistung einer GeForce GTX 950.

Die Grafikeinstellungen sind mit dieser Hardware allerdings sehr runtergeschraubt und die Auflösung geht nicht über 720p mit einer Framerate von 30.

Wer hingegen keinerlei Kompromisse machen möchte, braucht einen Intel Core i7-12700K oder einen AMD Ryzen 9 5900X. Dazu muss euer System 21 GB RAM sowie eine GeForce RTX 3080 oder eine Radeon 6950 XT besitzen. Dann könnt ihr alle Einstellungen auf das Maximum drehen und Raytracing in aller Pracht bewundern.

Für unseren Test haben wir ein Razer Blade 17 Pro mit einem Intel i7-10876H, einer GeForce RTX 3070 sowie 16 GB RAM genutzt. Unser Ziel waren mindestens 60 Frames.

Die besten Einstellungen für mehr Performance

Marvel’s Spider-Man Remastered bietet zahlreiche Grafikoptionen. Egal ob Schatten, Texturen, entfernte Objekte, Anzahl der CPU-gesteuerten Menschen oder das Wetter: Jeder dieser Punkte lässt sich von euch einstellen.

Das sorgt aber dafür, dass unklar ist, welcher Punkt im Menü wirklich viel Performance verbraucht. Tipp: Wer ein schwaches System besitzt, beginnt das Spiel mit den niedrigsten Einstellungen und arbeitet sich dann Schritt für Schritt hoch. Wer hingegen einen potenten Rechner hat, schaltet jeden Effekt auf die höchste Stufe und deaktiviert dann nach und nach einzelne Einstellungen.

Schattenqualität

Wenn ihr auf einen Schlag die Performance erhöhen wollt, solltet ihr die Schattendetails runterschrauben. Der grafische Unterschied zwischen “Sehr hoch” und “Hoch” ist kaum wahrnehmbar, bringt euch aber um die fünf Frames mehr ein. Erst bei niedrigeren Einstellungen erkennt ihr ein unschönes Flimmern.

Detailstufe für entfernte Objekte

Je nach Einstellung verblassen entfernte Objekte. Tatsächlich aber ist der optische Unterschied sehr gering und bisweilen gar nicht feststellbar. Das liegt natürlich auch an der beeindruckenden Skyline des Spiels.

Daher solltet ihr hier die Stufen herunterschrauben, wenn ihr mehr Performance benötigt. Pro Detailgrad bekommt ihr zwei bis drei Frames dazu.

SSAO oder HBAO?

Eigentlich sollte HBAO (Horizon Based Ambient Occlusion) das bessere Bild liefern, während SSAO (Screen Space Ambient Occlusion) mehr Performance bietet. Bei Marvel’s Spider-Man Remastered scheint hier aber etwas schief gelaufen zu sein. Denn das klassische SSAO für die Umgebungsverdeckung bietet feinere und detailliertere Schatten und schont merklich die Performance. Daher solltet ihr diese Einstellung bevorzugen.

Raytracing

Raytracing besitzt den größten Hardware-Hunger: Acht bis zehn Frames bringt das Deaktivieren der realistischen Ausleuchtung. Dafür ist der optische Unterschied aber deutlich sehbar, da New York mit Raytracing gerade bei Nacht zu beeindrucken weiß.

Ihr könnt bei den Raytracing-Reflexionen an der Auflösung und dem Detailgrad der Geometrie schrauben. Dabei habt ihr jeweils die Auswahl zwischen “Hoch” und “Sehr Hoch”. Bei uns zeigte sich, dass die “Reflection Resolution” um die fünf Frames an Performance kostet. Der Wechsel zwischen den beiden Optionen bei den “Geometry Details” hat hingegen kaum Auswirkungen. Daher kann diese Einstellung auf dem maximalen Wert bestehen bleiben.

Aktiviert ihr hingegen die Skalierungsoption für mehr Performance, solltet ihr die Einstellungen beim Raytracing tauschen, da dann die geometrischen Details am meisten Performance verbrauchen.

Die “Object Range” solltet ihr nicht über 6 stellen. Alles danach wirkt sich kaum auf das Gesamtbild aus, kann euch aber gut und gerne ein bis zwei Frames kosten.

Sobald die Performance im Spiel passt, empfehlen wir euch, einen Blick in die wichtigsten Tipps zum Start in Marvel’s Spider-Man zu werfen.

Diese Einstellungen ändern wenig an der Performance

Es gibt viele Grafikeinstellungen, die auf den ersten Blick wie Performance-Fresser klingen. Dem ist aber meist nicht so. Daher listen wir euch hier auf, welche Settings ihr ohne Probleme hochschrauben könnt.

Wetterpartikelqualität

Wetterpartikelqualität beeinflusst vor allem die am Himmel dargestellten Wolkengebilde sowie den Regen in Marvel’s Spider-Man Remastered. Und wirklich Performance könnt ihr hier nicht sparen, dafür aber viel an Atmosphäre verlieren, wenn ihr sie auf die niedrigsten Stufen stellt. Also Finger weg.

Texturqualität

Wie Anfangs erwähnt, beanspruchen die Texturen nicht viel Speicherplatz in eurer GPU. Das sorgt dafür, dass das Spiel auch auf älteren Systemen eine Augenweide ist. Entsprechend gering fallen Performanceunterschiede zwischen den einzelnen Stufen aus. Kaum ein Frame lässt sich hier herausholen. Es darf also auf “Sehr hoch” gestellt werden.

Diverse Filter und Effekte

Körnung, Kino-Effekt, Unschärfe, Vignette, Überstrahlung und Co.: Sie alle sind nicht leistungsrelevant und können problemlos aktiviert werden. Es ist nur eine Geschmacksfrage, ob euch die diversen Stile gefallen.

Haar-Qualität

Realistisch fallendes Haar war früher mal ein ziemlicher Performance-Fresser. Da Spidey aber zum Großteil eh seine Maske trägt, braucht ihr diese Einstellungen nicht runterzuschrauben. Nur wenn ihr während der Zwischensequenzen eine niedrige Framerate bekommt, könnt ihr diese Settings runterstellen.

Verkehrs- und Passantendichte

Wer glaubt, weniger (KI-gesteuerte Personen) ist mehr (Performance), der liegt hier falsch. Tatsächlich sorgt eine niedrige Einstellung nur für eine spürbar leere Stadt, was zum New-Yorker-Alltag absolut nicht passt. Ihr könnt hier auf “Hoch” stellen, da ihr nicht einmal einen Frame durch das Fehlen der Bewohner dazubekommt.

Sebastian Johannsen
Sebastian Johannsen

Hat als Geralt von Riva schon viermal Ciri vor der Wilden Jagd gerettet, war unter den 500 besten Gwent-Spielern und besitzt noch einen aktiven Ultima-Online-Account.

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