LEGO Star Wars: Die Skywalker Saga – Alle Infos zu Gameplay, Release und Koop-Modus

LEGO Star Wars: Die Skywalker Saga vereint alle neun Filme in einem Spiel und nutzt eine komplett neue Engine. Was das fürs Gameplay bedeutet, erfahrt ihr in unserem Guide-Artikel.

  • von Sönke Siemens am 07.08.2019, 11:23 Uhr
LEGO Star Wars: The Skywalker Saga Rey und Kylo Ren

In diesem Guide zu LEGO Star Wars: Die Skywalker Saga erfahrt ihr:

  • wie das Spiel die neun Filme inhaltlich verknüpft
  • wie sich das Abenteuer spielerisch von bisherigen LEGO Star Wars-Spielen unterscheidet
  • wie der Koop-Modus funktioniert und wann das Spiel voraussichtlich erscheint

Fragt man Fans und Kritiker nach ihrem favorisierten LEGO-Videospiel, dann ist das 2007 veröffentlichte LEGO Star Wars: Die komplette Saga in der Regel ganz vorne mit dabei. Kein Wunder, denn im Gegensatz zu allen anderen, bisher erschienenen Krieg der Sterne-Spielen im Klötzchenformat, fasst es die Ereignisse aus Episode eins bis sechs in einem einzigen Abenteuer zusammen. Lohn der Mühe: Mehr als 13 Millionen verkaufte Exemplare und eine Spitzenposition in der Liste der erfolgreichsten LEGO-Spiele.

Mit LEGO Star Wars: Die Skywalker Saga (Kaufen!) will Warner Bros. Interactive diesen Rekord nun brechen. Und genau das könnte auch klappen, denn zur Veröffentlichung im Jahr 2020 soll das Spiel nicht nur alle neun Star Wars-Filme in einem Paket vereinen, sondern dank neuer Engine auch spielerisch neue Maßstäbe im Bereich der LEGO-Games setzen.

Inhaltsverzeichnis

  1. Wie ist das Abenteuer gegliedert?
  2. Gibt es Open-World-Hub-Bereiche?
  3. Welche Nebenaktivitäten stehen auf der Agenda?
  4. Gibt es Weltraumschlachten?
  5. Was sind die wichtigsten Gameplay-Veränderungen?
  6. Welche spielbaren Charaktere stehen zur Auswahl?
  7. Kommt der typische LEGO-Humor wieder zum Tragen?
  8. Können die Figuren diesmal sprechen?
  9. Wird es einen Koop-Modus geben?
  10. Wann ist der Release von LEGO Star Wars: Die Skywalker Saga?

Wie ist das Abenteuer gegliedert?

Zur Erinnerung: LEGO Star Wars: Die komplette Saga aus dem Jahr 2007 war chronologisch angelegt. Das Abenteuer begann bei Episode 1 eins und endete mit der Zerstörung des zweiten Todessterns in Rückkehr der Jedi-Ritter. Die Episoden in beliebiger Reihenfolge zu spielen, war nicht möglich. Man musste sich zwingend durch die vorgegebene Struktur hangeln.

Mit LEGO Star Wars: Die Skywalker Saga bricht TT Games nun mit diesem Konzept und gestattet euch direkt im Hauptmenü genau den Film auszuwählen, den ihr als nacherleben möchtet. Kommt ihr irgendwo nicht weiter, speichert ihr einfach ab, wechselt wieder zurück ins Hauptmenü und probiert euer Glück in einer anderen Geschichte.

Stichwort Geschichte: Diese bietet fünf Hauptmissionen pro Film, sprich insgesamt 45 Hauptmissionen. Statt einfach nur die Level bisheriger LEGO Star Wars-Spiele mit mehr Details und 4K-Optik neu aufzulegen, wurden sämtliche Missionen von Grund auf neu erstellt. Auf Naboo etwa erlebt ihr nun erstmals die berühmte Unterwasser-Verfolgungsszene – ein Abschnitt, der damals aus technischen Gründen einfach nicht umgesetzt werden konnte.

Toll: Selbst die Levels aus Star Wars: Das Erwachen der Macht – welches 2016 ein eigenes LEGO-Spiel spendiert bekam – sind komplett neu. Wer also die alten Spiele bereits kennt, wird trotzdem ein komplett neues Abenteuer erleben.

Gibt es Open-World-Hub-Bereiche?

Ja. Das Bindeglied zwischen den einzelnen Levels sind weitläufige, mit Dutzenden Nebenmissionen gespickte Open-World-Areale. Während der US-Spielemesse E3 2019 zeigten die Entwickler die Anchorhead-Siedlung, die sich auf dem Wüstenplaneten Tatooine befindet. Zwischen zotteligen Banthas und geschäftstüchtigen Jawas müsst ihr einem GNK-Energiedroiden bei seinen Übersetzungsproblemen zu helfen. Letzteres klappt wie zu erwarten am besten in der Rolle des sprachbegabten Protokolldroiden C-3PO.

Wer mag, kann aber auch einfach nur die Gegend erkunden oder sich in ein Raumschiff setzen und anderen Tatooine-Örtlichkeiten wie etwa Mos Esley, Mos Espa oder dem Palast von Sklavenhändler Jabba the Hut einen Besuch abstatten. Keine Lust auf Tatooine? Kein Problem! Laut TT Games schaltet die Anwahl der einzelnen Filme immer auch die damit zusammenhängenden Planeten frei, die ihr dann ebenfalls nach Lust und Laune erforschen dürft.

Welche Nebenaktivitäten stehen auf der Agenda?

Für das finale Spiel spricht TT Games von über 500 Nebenmissionen, die wiederum verschiedenen Missionstypen zugeordnet sind. Hierzu zählen unter anderem Kopfgeldjäger-Aufträge, bei denen ihr eine bestimmte Zielperson zunächst aufstöbern und dann zur Strecke bringen müsst.

Ebenfalls bestätigt sind Schmuggleraktivitäten, wie man sie von Han Solo und Chewy kennt. Will heißen: Ihr schnappt euch den Millennium Falken oder ein anderes Cargoschiff und schippert heikle Güter von einem Planten zum nächsten. Vorzugsweise so, dass euch das Imperium dabei nicht auf die Schliche kommt.

Gibt es Weltraumschlachten?

Auf jeden Fall. Gefechte im Weltraum sind Teil der Star Wars-DNA und dürfen hier natürlich nicht fehlen. Die Schlachten sind wie zu erwarten an bestimmte Storymissionen gekoppelt. Wagt ihr euch mit einem Raumschiff in den Orbit eines Planeten, kann es allerdings erstmals auch zu dynamisch stattfindenden Zufallsgefechten kommen.

So ist es beispielsweise durchaus denkbar, dass plötzlich ein Sternenzerstörer in euren Quadranten springt und eine ganze Staffel Tie-Jäger entsendet, die euch dann erbittert jagen. Schüttelt ihr die Verfolger ab, dürft ihr euch natürlich auch den Sternenzerstörer vorknöpfen. Zunächst die Schilde und dann – sofern ihr lange genug durchhaltet – den Reaktorkern.

Ebenfalls vielversprechend: Viele Großkampfschiffe – allen voran die Sternenzerstörer des Imperiums und der Todesstern – sind so riesig, dass man sie auch von Innen erkunden kann. Und zwar sowohl fliegend als auch zu Fuß.

Ihr selbst habt die Wahl zwischen über 150 spielbaren Raumschiffen. Kombiniert man diese Ziffer mit den über 200 spielbaren Charakteren ist Die Skywalker Saga schon jetzt das LEGO-Spiel mit den meisten spielbaren Figuren und Fahrzeugen.

Was sind die wichtigsten Gameplay-Veränderungen?

Abseits der bereits skizzierten Veränderungen an der Spielstruktur krempelte TT Games zahlreiche Kernkomponenten um. Den Anfang macht ein komplett neues Kamerasystem. Konkreter formuliert: Die Kamera blickt nun nicht mehr aus einem vorgegebenen Blickwinkel auf das Geschehen, sondern folgt dem gerade aktiven Helden aus der Third-Person-Perspektive und kann mit dem rechten Analogstick nach Belieben nachjustiert werden.

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Vorteil der neuen Kamera: Kommen Blaster und andere Schusswaffen zum Einsatz, könnt ihr nun erstmals auch über Kimme und Korn zielen. Da die automatische Zielfunktion zudem standardmäßig abgeschaltet ist, sollen sich Gefechte so etwas herausfordernder anfühlen.

Die nächste zentrale Änderungen betrifft das Nahkampfsystem. Dieses ist nun etwas komplexer und unterscheidet erstmals zwischen leichten und schweren Angriffen und ergänzt Kombomanöver. Außerdem könnt ihr die Macht nun gezielt einsetzen, um Objekte durch die Gegend zu wuchten und dergleichen mehr. Plus: Gegner haben wieder Lebensenergieanzeigen und werfen die Flinte nicht gleich nach dem ersten Gegentreffer ins Korn.

Stolz ist TT Games darüber hinaus auf die Tatsache, dass sich viele Herausforderungen und Bosskämpfe nun auf verschiedene Art und Weise lösen lassen. Nicht zu vergessen das dynamische Schadensmodell. Trefft ihr also beispielsweise ein Fahrzeug häufiger mit einem Blaster, fallen nach und nach Teile ab. Ähnlich verhält es sich mit Gegnern. Auch sie verlieren nun häufiger (Plastik-)Körperteile basierend auf den von euch anvisierten Trefferbereichen.

Welche spielbaren Charaktere stehen zur Auswahl?

Noch hat TT Games keine finale Liste bekannt gegeben. Gleichwohl bestätigten die Briten, das mehr als 200 Charaktere spielbar sein werden. Im Rahmen der E3-Präsentation standen unter anderem Glücksspieler und Geschäftsmann Lando Calrissian sowie der tollpatschige, allseits beliebte Protokolldroide C-3PO zur Auswahl, der sich nun übrigens auf Knopfdruck in zwei Teile spalten kann.

Analysiert man den Ankündigungs-Trailers sowie die bereits veröffentlichten Screenshots genauer, sind dort außerdem Publikumslieblinge wie R2-D2, BB-8, Rey, Kylo Ren, Qui-Gon, Obi-Wan, Darth Maul, Darth Vader und Luke Skywalker zu sehen.

Kommt der typische LEGO-Humor wieder zum Tragen?

Definitiv. Ein schönes Beispiel hierfür ist der Ankündigungstrailer von der E3 2019. Hier sieht man, wie Darth Vader seinem Sohn Luke im Lichtschwertduell die rechte Hand abschlägt. Ziemlich verwundert über seine Tat, schraubt er sich sogleich die eigene Hand ab und überreicht sie Luke.

Oder nehmen wir das Ende des Trailers. Hier bastelt Kylo Ren gerade an einem Schneemann mit Vader-Maske und freut sich wie ein Schnitzel, als sein Werk endlich vollendet ist. Erst als dann Rey auftaucht und ziemlich verdutzt dreinschaut, reißt er sich zusammen und stürzt sich in den Kampf. Schmunzeln vorprogrammiert!

Können die Figuren diesmal sprechen?

Ja. Wie schon in LEGO Star Wars: Das Erwachen der Macht spendierte man allen wichtigen Charakteren Synchronsprecher. Zum Teil sind dies die gleichen Sprecher wie in den Kinofilmen. Standen diese jedoch nicht zur Verfügung, griff man auf offizielle, von Lucasfilm abgesegnete Sprecher zurück.

Gleichwohl erhielt das Team auf der E3 2019 sehr positives Feedback, was das Gemurmel der Figuren im offiziellen Ankündigungstrailer angeht. Spieldirektor James McLoughlin will dies nun zum Anlass nehmen, um Studio-intern über einen Modus zu diskutieren, bei dem – wie damals – nicht gesprochen, sondern nur gemurmelt wird.

Wird es einen Koop-Modus geben?

Ja, auf der E3 2019 bestätigte Spieldirektor James McLoughlin einen klassischen Couch-Koop-Modus für zwei Spieler. Ob der Bildschirm dabei ständig oder nur situationsbedingt zweigeteilt wird, wollte er allerdings noch nicht verraten. Ebenfalls unbestätigt ist ein Online-Koop-Modus. Dieser war traditionell nicht Teil der bisher veröffentlichten LEGO-Spiele. In Anbetracht des komplett neuen Technikgerüsts wäre es jedoch durchaus denkbar, dass das Feature diesmal umgesetzt wird.

Wann ist der Release von LEGO Star Wars: Die Skywalker Saga?

Das Spiel soll 2020 für PC, PS4 (Kaufen!), Xbox One (Kaufen!) und Nintendo Switch (Kaufen!) auf den Markt kommen. Einen genaueren Termin gab Warner Bros. nicht bekannt. Hintergrund hierfür: Selbst TT Games darf zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts über die Handlung des neunten Films (Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers) erfahren und muss daher mit der Entwicklung der letzten Episode warten.

Dies ist eine reine Vorsichtsmaßnahme seitens Lucasfilm und soll Leaks und Spoilern vor dem offiziellen Kinostart am 18. Dezember 2019 vorbeugen. Behält man diese Information im Hinterkopf, erscheint ein Release des Spiels im Sommer 2020 als realistisch. Das große Star Wars-Spiel im Jahr 2019 bleibt somit Star Wars Jedi: Fallen Order (Kaufen!) von Electronic Arts.

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Sönke Siemens
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