Kingdom Come: Deliverance Kampfsystem – So laufen die Kämpfe ab

Die Kämpfe in Kingdom Come: Deliverance funktionieren nicht wie in den meisten anderen Rollenspielen. Wir verraten euch, auf was ihr achten müsst.

  • von Sebastian Weber am 14.02.2018, 13:23 Uhr

Am 13. Februar 2018 erschien Kingdom Come: Deliverance für den PC, die PlayStation 4 und die Xbox One. Das Rollenspiel schreibt sich auf die Fahne, dass es ein möglichst realitätsnahes Bild des Mittelalters zeichnen will, daher verzichtet es auf jegliche Fantasy-Elemente.

Daher laufen die Kämpfe etwas anders ab als in anderen Rollenspielen – wie etwa The Witcher 3. Wir erklären euch, wie genau das Kampfsystem funktioniert und was ihr beachten müsst. An anderer Stelle erklären wir euch übrigens, wie ihr euer Schwert immer schön scharf haltet und Ausrüstung repariert.

So funktioniert das Kampfsystem

Wie bei seiner Spielwelt oder den Bedürfnissen eures Helden Heinrichs (Hunger, Müdigkeit & Co.), setzt Kingdom Come: Deliverance in den Kämpfen auf Authentizität. Daher könnt ihr die Schläge mit eurem Schwert oder anderen Waffen genau steuern. So bestimmt ihr zum Beispiel aus welcher Richtung sie kommen sollen.

Im Kampf erscheint dafür eine Art Stern, bei dem ihr mit der Maus oder dem Stick des Controllers die Richtung auswählt, aus der Heinrich zuschlagen oder -stechen soll.

Dabei gibt es oben (Kopf), Links und Rechts auf Schulterhöhe und Links und Rechts an den Beinen. Diese Zonen solltet ihr in Kingdom Come: Deliverance strategisch wählen, denn ein Gegner mit Helm lacht bei Attacken gegen den Kopf nur müde auf.

Jeder Schlag kostet euren Helden Ausdauer. Wenn diese langsam aufgebraucht ist, dann verändert sich zum einen die Sicht, sodass ihr eure Umgebung schlechter wahrnehmen könnt. Zum anderen fängt Heinrich zu Keuchen an und seine Schläge haben weniger Kraft.

Ein müder Krieger teilt in Kingdom Come: Deliverance aber nicht nur schlechter aus. Mit niedriger Ausdauer könnt ihr auch die Angriffe eurer Gegner schwieriger blocken, denn auch der Einsatz des Schilds –beziehungsweise eine Parade mit dem Schwert – verbraucht Energie.

Bei jedem Treffer, den ihr einsteckt, sinkt dazu neben der Lebensenergie von Heinrich ebenfalls seine Ausdauer, was den Kampf dann wiederum schwerer macht.

Tipps für den Angriff

Um eure Widersacher erfolgreich niederzustrecken, braucht es in Kingdom Come: Deliverance ein wenig Übung. Das bezieht sich nicht nur auf euch, je weiter im Spiel ihr voranschreitet, desto besser lässt sich schließlich abschätzen, wann ein Gegner gerade wehrlos ist. Auch Heinrich wird im Kampf erfahrener und bekommt dann immer neue Skills.

Dabei solltet ihr euch aber für eine Waffe entscheiden. Je häufiger ihr irgendetwas in Kingdom Come: Deliverance benutzt, desto besser wird Heinrich darin. Alle Waffen gleich gut beherrschen, ist also schwierig.

Im Angriff ist dann aber vor allem das Timing entscheidend. Wenn euer Gegner auf einen Schlag gefasst ist, dann blockt er diesen immer – es sei denn er hat eine deutlich unterlegene oder gar keine Waffe.

Ihr könnt zum Beispiel zu einem Schlag ausholen und im Angriff noch kurzfristig die Richtung wechseln, um euren Gegner zu verwirren. Holt also zum Beispiel aus und zielt nach oben rechts, lasst dann die Angriffstaste los und zieht schnell nach unten links.

Ebenso ist es oft ratsam, nicht auf Schläge, sondern auf Stiche zu setzen. Diese lassen sich schneller ausführen und finden häufig ihren Weg an der Verteidigung vorbei. Ein gut gezielter Stich in den Hals des Gegners kann außerdem zum schnellen Ende des Kampfes führen, da die Trefferzonen sehr großen Einfluss auf den ausgeteilten Schaden haben. Das gilt aber auch umgekehrt.

Zudem solltet ihr versuchen, den Kontrahenten in Kingdom Come: Deliverance nicht frontal, sondern von der Seite anzugreifen, damit ihm die Verteidigung gegen eure Attacken schwerer fällt.

Tipps für die Verteidigung

Der wichtigste Tipp für den Anfang ist: Besorgt euch einen Schild. Mit diesem könnt ihr im Kampf die Blocken-Taste gedrückt halten und seid so gegen feindliche Schwerthiebe oder Bogenschützen in der Ferne einigermaßen gut geschützt.

Kniffliger, aber effektiver, ist das Blocken zum im richtigen Zeitpunkt. Wie bei den Angriffen, ist hier das Timing enorm wichtig.

Relativ früh in Kingdom Come: Deliverance bekommt Heinrich in einem Kampftraining die Fähigkeiten »Finte« und »Perfekter Block« beigebracht.

Bei der Finte weicht ihr Angriffen aus, indem ihr rückwärts oder seitlich lauft. Das bringt den Gegner kurz durcheinander, was euren Konter ermöglicht.

Der perfekte Block hat denselben Effekt. Dabei zeigt der oben erwähnte Stern bei einem feindlichen Angriff kurz ein grünes Schildsymbol an. Wenn ihr in genau diesem Moment die Blocken-Taste drückt, dann führt Heinrich in Kingdom Come: Deliverance einen perfekten Block aus und ihr könnt direkt zum Gegenschlag ausholen.

Tipps zum Fernkampf

Der Fernkampf ist in Kingdom Come: Deliverance wohl die schwierigste Disziplin überhaupt. Sobald ihr den Bogen spannt, müsst ihr nämlich gewissermaßen aus Erfahrung zielen.

Das Spiel bietet keinerlei Fadenkreuz oder ähnliches. Daher solltet ihr viel mit dem gewählten Bogen üben, damit ihr wisst, wie ihr zielen müsst, damit der Pfeil auch den anvisiterten Punkt trifft. Je nach Bogen fliegen die Geschosse nämlich unterschiedlich weit.

Glücklicherweise findet ihr in vielen Ortschaften Bogenschießanlagen – etwa in Rattay – wo ihr einige Zeit verbringen solltet, wenn ihr euch dem Fernkampf widmen wollt. Generell sollte sich die Pfeilspitze rechts unterhalb eures Ziels befinden, bevor ihr schießt. Dann stimmt zumindest die Richtung, für die Präzision hilft in Kingdom Come: Deliverance dann nur Übung.

Generelle Tipps zum Kampf

In Kingdom Come: Deliverance können Kämpfe sehr schnell vorbei sein, wenn ihr oder euer Gegner einen guten Treffer landet. Sie können sich aber auch lange ziehen, wenn die Kontrahenten einigermaßen gleichstark sind.

Ein Kampf gegen einen Feind ist nicht immer einfach, aber machbar. Sobald ihr gegen mehr als einen Schurken antreten müsst, landet ihr schnell im Hauptmenü und dürft neuladen. Die Kerle umzingeln euch nämlich schnell und schlagen auch von hinten auf euch ein.

Versucht deshalb eine Gruppe immer zu separieren. Bei einem Nah- und einem Fernkämpfer lockt ihr zum Beispiel den Nahkämpfer weg vom Bogenschützen. Sobald der dann ausgeschaltet ist, rennt ihr auf seinen Kollegen zu und greift diesen an. Bis er in Kingdom Come: Deliverance sein Schwert zieht, habt ihr schon ein paar Treffer gelandet.

Außerdem könnt ihr – wenn ihr wisst wo sich eure Feinde aufhalten – auch warten bis es Nacht ist. Dann legen sich die Kerle in der Regel schlafen und ihr könnt zum Beispiel einen bereits erledigen, bevor die Bande überhaupt erst aufgestanden ist.

Schließlich solltet ihr der Versuchung widerstehen, ständig neue Waffen einzusacken, die ihr bei euren Gegnern findet. Zum einen sammelt ihr für jede Waffenart Erfahrung und damit Skillpunkte, sodass es ratsam ist, sich hier zum Experten zu entwickeln.

Zum anderen erlaubt Kingdom Come: Deliverance, dass ihr Waffen nutzt, die für Heinrich eigentlich noch gar nicht geeignet sind, weil er zu wenig Körperkraft hat oder nicht die passenden Skills. Dann habt ihr zum Beispiel einen Bogen dabei, den ihr gar nicht komplett spannen könnt und dessen Pfeile daher nach wenigen Metern schon zu Boden fallen.

Schaut euch deshalb immer die Info-Tafel jeder Waffe (aber auch Rüstung & Co.) genau an, um herauszufinden, ob das neue Werkzeug tatsächlich besser und geeignet für euch ist.

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Sebastian Weber
Sebastian Weber

Seit den ersten Pixelmännchen auf einem Commodore PET, liebt Sebastian Videospiele und hat heute vom PC, über Xbox One, PlayStation 4 bis hin zur Nintendo Switch alles zu Hause stehen, was virtuelle Welten auf den Bildschirm bringt. Dabei sind vor allem Rollenspiele und Action-Titel die erste Wahl.