Gwent: Einsteigertipps für das Witcher-Kartenspiel

In unserem großen Gwent-Einsteigerguide bekommen alle, die neu im Spiel sind, erste Tipps und Tricks für die Herangehensweise, Fraktionswahl und Strategieplanung.

  • von Veronika Kramer am 27.12.2018, 12:54 Uhr

Neu im Spiel? Diese Einsteigertipps verraten euch

  • wie Gwent gespielt wird.
  • wo ihr neue Karten herbekommt.
  • worum es eigentlich bei Gwent geht.

Gwent ist ursprünglich ein Minispiel in Witcher 3: Wild Hunt und hat innerhalb kürzester Zeit eine riesige Fanbasis gewonnen. In der Standalone-Variante von Gwent ergeben sich beim Spielen viel mehr Möglichkeiten. Außerdem spielt ihr in dem Free-to-play-Spiel online gegen echte Gegner, die ihr täuschen und besiegen müsst.

Gwent ist für PC, PlayStation 4 und Xbox One erhältlich.
Weitere Infos und Tipps zum Spiel findet ihr in unserem Übersichtsartikel. Außerdem haben wir euch einen Deckbuilding-Guide für Einsteiger zusammengestellt.

Inhaltsverzeichnis der Einsteigertipps

Spielmodi, Ziel des Spiels & Spielfeld

  • Übungsspiel
  • Das Freie Spiel
  • Ranglistenspiele
  • Arena-Modus
  • Der Einzelspielermodus Thronebreaker

Das sind die unterschiedlichen Spielmodi, die euch Gwent bietet. Ihr spielt entweder gegen einen Bot oder gegen echte Gegner, also andere Spieler. Solange ihr noch nicht so viel Erfahrung habt, raten wir euch dazu, die Ranglistenspiele und den Arena-Modus außen vor zu lassen.

In der Experimentierphase mit euren Decks ist sonst das Risiko zu groß, beim Ranglistenspiel Punkte abgezogen zu bekommen, die ihr später mühsam wieder erarbeiten müsst. Der Arena-Modus kostet einen Spiegelsplitter Eintritt (in Form von Erz oder echtem Geld bezahlbar). Macht euch damit am Anfang nicht arm, wenn ihr eure Decks noch nicht optimal aufgestellt habt.

Grundsätzlich geht es in Gwent darum, den Gegner in drei Runden nach Punkten zu besiegen. Es gewinnt also derjenige, der mehr Punkte auf dem Spielfeld liegen hat. Ausschlaggebend sind die Werte links oben auf den Karten. Zwischendurch schwächt oder zerstört ihr gegnerische Karten – zusätzlich besteht die Option, mit Reiheneffekten von Sonderkarten ganze Truppen ins Wanken bringen.

Ihr beendet eine Runde, indem ihr passt. Wenn ihr zwei Runden für euch entschieden habt, gewinnt ihr. Theoretisch kann es in der dritten Runde zum Gleichstand kommen, wenn ihr punktemäßig gleichauf seid.

Das Spielfeld ist zweigeteilt: Der obere Bereich gehört dem Gegner, der untere euch. Ihr habt rechts einen Kartenstapel liegen, dabei handelt es sich um euer Deck. In der Mitte sind offen aufgefächert die Karten auf eurer Hand.

Der linke Stapel repräsentiert den Friedhof. Dort werden zerstörte Karten und die von vorhergehenden Runden abgelegt. Manche Karten können Karten aus dem Friedhof wiederbeleben – um mehr darüber zu erfahren, lest ihr weiter unsere Einsteigertipps.

Auf dem tatsächlichen Schlachtfeld von Gwent stehen jedem Spieler zwei Reihen zur Verfügung. Die näher am Gegner liegt, ist die Front. Dort spielt ihr Karten mit Nahkampffähigkeiten aus.

Die Reihe direkt vor eurer Hand ist für Fernkampf vorgesehen. Achtet beim Auslegen von Karten auf deren Reichweite. Angriffe bringen euch nichts, wenn ihr damit nur die eigenen Reihen treffen würdet.

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Fünf Gwent-Fraktionen: Ihre Stärken & Schwächen

In Gwent existieren fünf Fraktionen – also Armeen – mit denen ihr in die Schlacht zieht. Alle haben ihre Stärken und Schwächen, sie passen somit zu unterschiedlichen Spielstilen. Deswegen solltet ihr euch mit den Decks vertraut machen.

    • Die Fraktion Nilfgaard setzt auf rohe Stärke und arbeitet mit hinterlistigen Tricks wie Spion-Karten. So sind sie in der Lage, die Strategien des Gegners zu unterlaufen.
    • Die Nördlichen Königreiche sind eine starke Armee und profitieren von Belagerungsmaschinen und Rüstungen, die sie vor Schaden schützen. Außerdem können manche Karten zu Goldkarten aufsteigen. Damit werden sie bei Gwent immun gegen Wettereffekte, die auf den Rest der Armee schwächend wirken.
  • Skellige ist ein flexibles Deck, das einerseits brachiale Stärke mit sich bringt und andererseits eigene Truppenmitglieder wiederauferstehen lassen kann.
  • Scoia’tael ist raffiniert. Einige Karten dürfen verdeckt ausgespielt werden, was Gegner verunsichert. Außerdem ist die Gwent-Fraktion meisterhaft im Stellen von Fallen.
  • Monster profitieren teilweise von Wetterkarten, die andere Fraktionen schwächen. Sie können zudem andere Monster beschwören und Feinde wie Freunde verschlingen, um ihre eigene Stärke zu verbessern.

Das Kartendeck, Anführer & Sonderkarten

Es gibt insgesamt rund 300 Karten im Spiel, die an Fraktionen gebunden sind. Darüber hinaus habt ihr die Möglichkeit, auf neutrale Karten zurückzugreifen, die mit allen Fraktionen gemischt werden können. Das klingt unspektakulär, doch neutrale Gwent-Karten sind nicht schwach oder nutzlos. Sie sind einfach nur flexibler einsetzbar.

Sowohl in den Reihen der neutralen als auch bei den Fraktionskarten finden sich Sonderkarten, die besondere Effekte auf eigene oder gegnerische Truppen haben. Sie werden sofort aktiv, wenn sie ausgespielt werden und haben keine eigenen Stärkewerte. Deshalb erklären wir sie euch in unseren Einsteigertipps nun genauer.

Wetterkarten zählen zu diesen Sonderkarten und setzen die Stärke aller Karten in einer Reihe, die nicht gegen Wetter immun sind, auf den Wert Eins herunter. Das kann durch eine Tagesanbruch-Karte (entfernt Wettereffekte vom Spielfeld) gekontert werden. Manche Karten wiederum – beispielsweise der Monsterfraktion – erhalten durch bestimmtes Wetter erhebliche Boni.

Mit dem Homecoming-Update (und damit dem offiziellen Release) ist eine neue Kartensorte ins Spiel gekommen: Artefakt-Karten. Sie haben Auswirkungen auf die Truppen, sind aber schwer vom Spielfeld zu entfernen und deswegen eine erstzunehmende Größe im Gefecht!

Ausgespielte Karten haben in Gwent einen Stärkewert, dieser wird zu der Gesamtstärke addiert. Zusätzlich besitzen viele Karten einen Spezialeffekt. Mal beschädigen sie eine gegnerische Karte, mal erhöhen sie die Stärke einer eigenen Karte.

Jedes Deck benötigt überdies einen Anführer. Für jede Fraktion stehen verschiedene zur Verfügung, die ihr nach und nach erhaltet. Zu Beginn bekommt ihr einen Anführer pro Armee.

Die Funktion des Anführers kann unterschiedlich aussehen, aber alle haben besondere Fertigkeiten, die ihr einmal pro Match nutzt. Diese Effekte sind durchaus mächtig, also nutzt sie unbedingt und plant sie in eure Strategie ein. Zudem gibt’s Gwent-Karten in unterschiedlichen Qualitätsstufen.

  • Bronzekarten haben keine besonderen Qualitätsboni und stellen die Basis dar.
  • Goldkarten können nur durch Spezialkarten beschädigt werden und sind auch gegen Wettereffekte immun.

Die aus der Beta-Version bekannten Silberkarten sind nicht mehr im Spiel, sie wurden von CD Red Projekt ersatzlos gestrichen. E

in Gwent-Deck besteht aus mindestens 25 Karten. Beim Deck-Building werdet ihr bemerken, dass ihr nicht komplett beliebig vorgehen könnt. Da Karten sogenannte Rekturierungskosten haben und diese begrenzt sind, könnt ihr also nicht beispielsweise ein Deck nur aus Goldkarten bauen.

Wie ihr am geschicktesten beim Deck-Building vorgeht, erfahrt ihr in Kürze in unserem Gwent-Guide zum Deck-Building für Anfänger.

Eifer, Befehl, Herbeirufen: Das bedeuten die Kartenattribute

Noch lange bevor ihr euch mit Deckbau beschäftigt, ist echt wichtig, ein paar grundlegende Funktionsweisen der Karten zu verstehen. Es gibt eine Reihe verschiedener Attribute, die eine Karte haben kann. Hier eine kurze Übersicht, was die einzelnen Attribute bedeuten:

  • Abklingzeit: Das ist die Anzahl der Runden, bis eine Befehlsfähigkeit wieder eingesetzt werden kann.
  • Befehl: Die entsprechende Fähigkeit wird manuell eingesetzt, auf Wunsch des Spielers. Allerdings kann sie erst einen Zug nachdem die Karte ausgespielt wurde verwendet werden.
  • Block: Statuseffekt, der die Fähigkeiten einer Karte sperrt und andere Statuseffekte entfernt.
  • Duell: Zwei gegnerische Karten fügen sich solange Schaden in Höhe ihrer Stärke zu, bis eine stirbt.
  • Eifer: Ermöglicht es, eine Befehl-Fähigkeit in einem Zug einzusetzen, in dem die Karte erst ausgespielt wurde.
  • Einsatz: Diese Fähigkeit wird sofort beim Ausspielen der Karte eingesetzt.
    Enthüllung: Zeigt eine Karte beiden Spielern und legt sie dann zurück ins Deck oder auf die Hand.
  • Ergreifen: Verschiebt eine gegnerische Einheit in die gegenüberliegende Reihe.
  • Erschaffen: Generiere eine von drei zufällig gewählten Karten, die Karten einer bestimmten Fraktion oder neutrale Karten sein können.
  • Fernkampf: Die Fähigkeit dieser Karte kann nur eingesetzt werden, wenn sie sich in der Fernkampf-Reihe befindet.
  • Generieren: Dieses Attribut fügt dem Spiel eine Karte hinzu.
    Herbeirufen: Verschiebt eine Karte automatisch auf das Schlachtfeld, gilt aber trotzdem nicht als ausgespielt.
  • Ladung: Die Anzahl Ladungen bestimmt, wie oft ein Befehl ausgeführt werden kann.
  • Nahkampf: Die Fähigkeit dieser Karte kann nur eingesetzt werden, wenn sie sich in der Nahkampf-Reihe befindet.
  • Reichweite: Abstand in Reihen, über den hinweg gezielt werden kann.
  • Spionage: Das ist ein Statuseffekt für eine Einheit, die auf der gegnerischen Seite ausgespielt oder dorthin verschoben wird.
  • Todeswunsch: Diese Fähigkeit wird ausgelöst, wenn die Einheit vom Schlachtfeld auf den Friedhof verschoben wird. Gilt nicht für verbannte Karten.

So kommt ihr an neue Karten bei Gwent

Gewinnt ihr eine Partie, bekommt ihr Erfahrungspunkte. Bei Stufenanstieg erhaltet ihr sogenannte Scraps (daraus stellt ihr neue Karten her) oder Erz, die Ingame-Währung. Mit je 100 Erz oder mit Echtgeld kauft ihr im Gwent-Kartenshop ein neues Kartenfass, das eine Reihe zufällige Karten beinhaltet.

Darunter befindet sich immer eine Karte, die mindestens selten ist und bei der ihr euch zwischen drei Optionen entscheiden könnt. Ihr müsst also nicht alles nehmen, was euch vorgesetzt wird. Übrigens: Alle Karten in der Kartenbibliothek von Gwent könnt ihr entweder bauen oder durch Kartenfässer bekommen.

Die Kartenbibliothek bietet eine Übersicht aller existierenden Karten. Dort sehr ihr auch, welche Karten ihr bereits besitzt. Überzählige Karten oder Karten, die ihr nicht verwendet, lassen sich in Scraps zerlegen.

Aus den Scraps wiederum baut ihr dann die Karten, die ihr wirklich benötigt. Auf diese Weise kann sich jeder Spieler sein Wunschdeck zusammenbauen – niemand ist in Gwent auf den Einsatz von echtem Geld angewiesen.

Geschickter Sieg durch Bluffen

Stärke allein ist nicht das, was euch zum Sieg führt. Tatsächlich könnt ihr sogar mit einem verhältnismäßig schwachen Deck einen Gegner übertrumpfen – wenn eure Strategie stimmt.

Zu Beginn der wahrscheinlich wertvollste der Einsteigertipps: Spielt nicht gleich eure stärksten Karten aus, sondern geht taktisch vor. Schließlich geht es in Gwent auch ums Bluffen – also darum, den Gegner zu täuschen, um ihn zu unvorsichtigen Handlungen zu bewegen.

Der Gegner hat in der ersten Runde eine Reihe seiner starken Karten ausgespielt, ihr dagegen habt niedrigere Karten gelegt? Lasst ihn diese Runde gewinnen und passt. Im besten Fall hat er sein Pulver dann bereits verschossen und ihr bekommt mit euren noch übrigen starken Karten und einigen geschickten Moves die Überhand.

Nun wisst ihr, wie das Gwent grundsätzlich funktioniert. Wie bei den meisten Spielen macht aber die Übung den Meister. Wichtig ist, dass ihr während einer Partie den Gegner genau studiert und daraus Lehren für zukünftige Matches zieht. Lernt die Auswirkungen eurer Karten im Vergleich zu denen eurer Gegner und passt euer Deck behutsam daran an.

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Veronika Kramer
Veronika Kramer

Im zarten Alter von elf Jahren ist Vero am C128 kleben geblieben und seither nicht mehr von Spielen losgekommen. Sie setzt sich für Videogames als Familien-Event ein und glaubt, dass Spiele die Menschen und die Welt verändern können. Ob Rollenspiel, Action-Adventure oder Shooter: Für Vero muss die virtuelle Welt stimmig und die Story gut sein.

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