Gwent: Deckbau-Tipps für Fortgeschrittene

Ihr wollt echte Gwent-Profis werden? In diesem Guide erfahrt ihr, wie ihr euer Deck noch besser aufstellt und welche Strategien ihr dabei fahren könnt.

  • von Veronika Kramer am 04.01.2019, 12:42 Uhr

Ihr habt schon erste Matches in Gwent: The Witcher Card Game bestritten und euch für eine Lieblingsfraktion entschieden, auf die ihr euch konzentrieren wollt? Unsere Gwent Deckbau-Tipps für Fortgeschrittene verraten euch jetzt unter anderem

  • wie ihr euer Deck besser aufstellt
  • welche Fraktionen mit welchen Kartenkonstellationen besonders gut funktionieren
  • spezielle Tipps für jede einzelne Fraktion

Inhaltsverzeichnis

Wenn ihr euch in Gwent seid noch zurechtfinden müsst, werft einen Blick in unseren Deckbau-Guide für Anfänger und lest unsere Einsteigertipps. Eine Übersicht aller wichtigen Infos findet ihr außerdem im großen Übersichtsartike zu Gwent.

Die beste Herangehensweise ans Deck-Building

Im Grunde habt ihr zwei Möglichkeiten, ein Gwent-Deck zu planen. Beide sind legitim und was für euch besser funktioniert, ist eine Frage persönlicher Präferenzen.

  • »Von oben« (top down): Also indem ihr ausgehend von einer Fähigkeit einer oder mehrerer wichtigen Goldkarten den Rest des Decks plant.
  • »Von unten« (bottom up): Indem ihr erstmal die Bronzekarten aufeinander abstimmt und dann um Gold- und Sonderkarten ergänzt.

Wenn ihr um einzelne Goldkarten herum plant, besteht natürlich die Gefahr, dass ihr beim Ziehen der Karten Pech habt und die Goldkarte im Stapel bleibt. Dann müsst ihr in Gwent mit den verbleibenden Bronze- und Silberkarten klar kommen. Wählt beim Planen »von oben« mehrere Goldkarten, mit denen eure Strategie funktioniert und nehmt euch Zeit für die strategische Deck-Planung.

Ein wichtiger Anhaltspunkt kann zum Beispiel die besondere Fähigkeit eures Anführers sein. Schaut euch diese genau an und überlegt, welche in eure Strategie passt. Wenn ihr ihn geschickt auswählt und eure Bronze- und Goldkarten auf ihn abstimmt, kann euch das strategische Vorteile verschaffen und den gesamten Spielverlauf zu euren Gunsten entscheiden.

Ein Beispiel: Die Krabbspinnenkönigin im Monsterdeck hat die Fähigkeit, jedes Mal eine Krabbenspinne zu spawnen, wenn eine Einheit aus den eigenen Reihen einen Verbündeten verzehrt. Setzt für einen Vorteil auf Karten, die Verbündete verzehren. Das verschafft euch einen doppelten Vorteil:  Die verzehrende Karte steigt in der Stärke um die des Verzehrten, gleichzeitig erhaltet ihr Unterstützung durch zusätzliche Krabbspinnen.

Synergie-Effekte nutzen

Das Beispiel der Krabbspinnenkönigin bringt uns zu einem wichtigen Grundkonzept, dem jedes Deck folgen sollte: Synergie-Effekte. Es ist ausgesprochen gefährlich, sich ausschließlich auf die Stärke einiger weniger Karten zu verlassen. Spätestens wenn diese durch einen Zug des Gegners weggewischt werden, schaut ihr in die Röhre.

Statt roher Stärke sind in Gwent Strategie und Taktik gefragt. Bedeutet, dass ihr euch mit den Fähigkeiten  der Karten auseinandersetzen müsst. Die wichtigste Eigenschaft eures Decks ist deswegen (neben der Stärke einzelner Karten) die Tatsache, dass die Einheiten zusammenarbeiten und sich gegenseitig helfen.

Beispielsweise blockieren einige Karten die des Gegners – andere wiederum geben Bonus-Schaden pro blockiertem Gegner. Solche Zusammenspiele müsst ihr unbedingt nutzen. Schaut euch genau an, ob eure Einheiten Fähigkeiten haben, die sich gegenseitig im Kampf unterstützen.

Und nicht vergessen: Nutzt auch die neutralen Karten, denn diese sind mit allen Fraktionen kombinierbar und haben unschätzbaren Wert. Nicht zuletzt Geralt von Riva stellt in Gwent eine neutrale Karte dar. Der Hexer – den ihr unter anderem in The Witcher 3: Wild Hunt spielt – erledigt mit einem Schlag Gegner, die mindestens acht Stärke besitzen.

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Mehrere Strategien sind besser als eine

Wie bei den meisten strategischen Sammelkartenspielen (angefangen bei Magic: The Gathering), gilt beim Witcher-Kartenspiel Gwent: Rechnet immer damit, dass eure Strategie nicht aufgeht. Zum Beispiel, weil der Gegner euch durchschaut und eure Pläne vereitelt. Für diese Fälle ist es wichtig, dass ihr mehr als nur eine Strategie parat habt.

Das ist nicht immer ganz einfach, da jeder dazu neigt, sich zunächst auf die logischen Vorteile einer Fraktion zu stürzen und diese zu nutzen. Clevere Spieler ergänzen diese Strategien. So könnt ihr etwa bei einem Nilfgaard-Deck einerseits auf Spionagekarten und Enthüllung setzen. Andererseits könnt ihr gleichzeitig in der Lage sein, Gegner mit Block-Effekten zu schaden – wenn euer Deck passt.

Tipps für Nilfgaard-Decks

Die Fraktion Nilfgaard ist der größte Feind der Nördlichen Königreiche und versucht deren zahlenmäßige und militärische Übermacht vor allem mit Hinterlist zu kontern. Die größte Stärke dieser Fraktion besteht darin, mit Spionen und fiesen Tricks wie Alchemie oder Kuhkadavern zu arbeiten, die ihr auf dem gegnerischen Feld platziert. Wenn ihr passend zu eurem Anführer die Truppen mit Spionen spickt, sind euch hinterlistige Siege gewiss.

Bei Nilfgaard-Decks könnt ihr verschiedene Strategien fahren. Das sind mögliche Schwerpunkte, die wir für Fortgeschrittene in Gwent empfehlen:

Spionagestrategie

In der Bibliothek existiert es eine Reihe von Karten, die Spionage-Fähigkeiten aufweisen. Um diese herum könnt ihr eine Strategie aufbauen. So wird etwa der Eindringling am Ende der Runde wieder ins gegnerische Deck gemischt.

Wenn ihr auf Spione setzt, nehmt die Karte Impera-Vollstrecker mit. Denn sie erhält jedes Mal eine Ladung, wenn ihr eine Spionageeinheit ausspielt.

Taktieren

Taktikkarten sind hinterhältig und sollten Teil eurer Strategie sein. Fiese Moves wie »Verrat« zwingen den Gegner, sich selbst zu schaden. Nehmt die Karten Menno Coehoorn und Stefan Skelle mit, wenn ihr richtig taktieren wollt.

Eine gute Kombination für Taktikkarten ist das Artefakt Leichengift. Es erhält pro Zug und gespielter Taktikkarte eine Ladung und kann dann auf Kommando tödliche Kraft entfalten.

Blockadestrategie

Starke Gegner kann Nilfgaard mit den passenden Karten einfach blockieren. Dabei wird es aber erst richtig spannend, wenn ihr die richtigen Synergieeffekte nutzt. Der Alba-Panzerreiter blockiert gegnerische Einheiten, während der Sklaventreiber seinen Schaden für jede blockierte gegnerische Einheit um 1 erhöht.

Vattier de Rideaux ergreift stattdessen blockierte Einheiten, Vanhemar zerstört sie. Die Hexer Serrit und Auckes sollten bei einer Blockadestrategie gemeinsam ins Deck. Auckes blockiert nicht nur Kopien des Gegners, sondern verbessert obendrein Serrit.

Enthüllungsstrategie

Eine Spezialität von Nilfgaard stellen die Enthüllungskarten dar. Sie sind vielseitig, fügen Schaden zu, rufen Kopien herbei oder verbessern eure Einheiten. Ihr könnt dem Gwent-Gegner in die Karten schauen und ihn direkt manipulieren.

Nehmt auf jeden Fall den Vipern-Hexer mit, denn dieser deckt die oberste Karte des gegnerischen Decks auf und verbannt sie sofort. Auch Xarthisius und Mangonel gehören zu dieser Strategie. Letztere fügt jedes Mal bei einer Enthüllung einer gegnerischen Einheit einen Schadenspunkt zu.

Ergreifungsstrategien

Fies wird’s, wenn ihr auf Karten setzt, die die Stärke des Gegners zu eurem Vorteil nutzen. Damit lassen sich Strategien sehr gut ausbauen, die auf Ergreifen setzen. Also darauf, dass ihr gegnerische Karten auf eure Seite zieht.

Karten mit der Ergreifen-Fähigkeit sind etwa Sklavenjäger. Nilfgaard-Ritter verstärken gegnerische Einheiten, bevor ihr sie beispielsweise ergreift und damit in eure Reihen holt.

Alchemie und Hexerei

Salbe etwa sorgt dafür, dass eure Bronzeeinheiten ihre Einsatzfähigkeit noch mal verwenden können. Achtet ebenfalls auf die Magier und Hexen/Hexer von Nilfgaard, deren Skills fügen Gegnern überraschend viel Schaden zu – etwa indem ihr ihn mit eigenen Waffen schlagt. Fringilla Vigo zum Beispiel kopiert eine Sonderkarte aus dem gegnerischen Deck und spielt sie bei euch aus.

Sonstige Karten

Einige mächtige Einzelkarten sollten immer dabei sein: Mit dem Seuchen-Mangonel beschwört ihr einen Kuhkadaver, der Karten in der gegnerischen Armee zur Explosion bringt. Der Alba-Pikenier ist wertvoll, sobald der viele Karten ausgelegt sind: Er richtet Schaden in Höhe der Einheiten in der anderen Reihe an. Sappeure sollten mit Artefaktkarten kombiniert werden, denn jeder Sappeur wird pro Artefaktkarte um 3 Schadenspunkte verbessert.

Nilfgaard-Anführer und ihre Stärken

Das sind die Anführer, die euch für Nilfgaard zur Verfügung stehen. Wir empfehlen sie für Fortgeschrittene zur Vervollständigung ihrer Strategie:

  • Emhyr var Emreis: Verschiebt auf seinen Befehl eine verbündete Einheit oder Artefakt auf eure Hand, spielt dann eine Karte aus. Täuschen und später wieder zuschlagen ist hier die Devise.
  • Jan Calveit: Seht euch die oberen drei Karten in eurem Deck an und spielt eine davon aus. Das ist nicht nur deswegen wertvoll, weil der Anführer für das Ausspielen einer zusätzlichen Karte sorgt. Darüber hinaus wisst ihr, welche Karten ihr in der nächsten Runde ziehen werdet.
  • Moruran Voorhis: Enthüllt eine zufällig gewählte Karte aus dem gegnerischen Deck und verbessert eine verbündete Einheit um 2.
  • Usurpator: Deaktiviert zu Beginn des Kampfes die Fähigkeiten des gegnerischen Anführers. Bei starken gegnerischen Anführern könnt ihr auf diesem Wege mitunter die ganze generische Strategie zerstören.

Wer darauf setzt, den Gegner zu blocken, fährt mit dem Usurpator gut. Decks, die eine Enthüllungsstrategie nutzen, profitieren von Jan Calveit und Moruran Voorhis. Nutzt die individuellen Stärken der Anführer für eure Strategie.

Tipps für Nördliche Königreiche-Decks

Die Nördlichen Königreiche sind Soldaten durch und durch: Hinterhalt, List und Alchemie sind hier nur in Maßen gefragt. Stattdessen zählen Überlegenheit in Stärke und Zahl sowie Belagerungstaktiken und Eifer. Kriegsmaschinerie ist ebenfalls mit von der Partie. Hier lest ihr, welche Strategien sich bei dieser Gwent-Fraktion am ehesten auszahlt.

Stärke, Befehle und Eifer

Eifer wirkt sich auf alle Karten mit Befehl-Fähigkeiten aus und ist wertvoll, wenn ihr nach dem Ausspielen einer Karte direkt zuschlagen (also einen Befehl ausführen) wollt. Diese Karten sorgen für schnelle, harte Kämpfe – wenn ihr sie mit Stärke kombiniert. Anführer wie König Foltest und König Henselt geben Einheiten Eifer.

Die Karte Johan Natalis spendiert allen Verbündeten auf dem Schlachtfeld Eifer, solange er dabei ist. Packt ihn unbedingt in euer Deck. Ggenauso wie den Temerien-Trommler.

Einige Karten der Nördliche-Königreiche-Fraktion besitzen die Fähigkeit, Einheiten zusätzlich mit Boost-Effekten zu verstärken. Wenn ihr mehrere solcher Karten kombiniert, stehen eure Truppen ziemlich gut da. Wendet Verstärkung auf Karten an, die direkt von ihrer Überlegenheit profitieren – etwa solche mit Duell-Fähigkeiten (Seltkirk von Guleta).

Der Tridam-Infanterist fügt jedes mal 1 Schaden zu, wenn er verbessert wird, der Lyrische Landsknecht sogar 3 (ohne Verbesserung nur 1). Auch einfache Karten wie die Lyrische Kavallerie dürfen in einem solchen Deck nicht fehlen. Sie verbessern beim Ausspielen jeder Einheit mit Befehl-Fähigkeiten diese um den Wert 1.

Unbedingt mitnehmen solltet ihr bei dieser Strategie (und am besten auch bei den anderen) das Artefakt Vandergrifts Klinge. Immer, wenn ihr eine Soldatenkarte in derselben Reihe auslegt wie das Artefakt, wird es automatisch um 2 verbessert.

Belagerungsstrategie

Im Gegensatz zur Eifer-Strategie, setzt die Belagerungsstrategie auf Zeiteffekte durch Ansammeln von Ladungen eurer Karten. Clever kombiniert können Karten über mehrere Züge Ladungen sammeln und dann zeitversetzt besonders hart zuschlagen. Der Belagerungshelfer etwa gibt einer Maschine Ladung.

Die Lyrische Abaleste bekommt eine Ladung für jede ausgespielte Karte mit Befehl-Fähigkeit. Die Einheit Uysogota von Corvo erhält sie sogar für jede ausgespielte Karte. Reynard Odo gibt jeder verbündeten Einheit mit Ladung eine zusätzliche – ebenso wie Rittersporn und der Soldat Odrin.

Holt außerdem den Blutigen Baron hinzu, er kann die Ladung eines Verbündeten verdoppeln. Ein Artefakt, das diese Strategie positiv unterstützt, ist der Blutige Flegel. Packt noch die Kriegsmaschine Foltests Stolz ein, dann wird dem Gegner in Gwent garantiert schwindelig.

Manche Karten (wie Roche: Gandenlos) bekommen pro Zug eine Ladung hinzu. Der verfluchte Hexer Kiyan fügt hingegen Schaden in Höher seiner Ladungen zu. Ein guter Grund, ihn mit an Deck zu nehmen.

Ihr könnt die Effekte durch Karten verbessern, die weitere Ladungen erzeugen. In Kombination mit Stärke macht das euer Deck richtig mächtig. Stellt für einen Überraschungsangriff Karten, die Ladungen geben, clever mit solchen zusammen, die Ladungen sammeln.

Armeestrategie

Wenn ihr darauf aus seid, euren Gegner mit purer Masse zu überrennen, findet ihr gute Karten dafür bei den Nördlichen Königreichen. Bei einer Strategie der zahlenmäßigen Überlegenheit solltet ihr unbedingt auf den Kaedwen-Wiedergänger setzen (und diesen vorher verstärken). Dieser ruft jedes Mal eine Kopie von sich herbei, wenn er einen Gegner zerstört.

Mit einem Draug könnt ihr zusätzliche Kaedwen-Wiedergänger aus verbündeten Menschen generieren. Streifen-Kommando ist eine Karte, die alle Kopien dieser Einheit aus dem Deck herbeiruft. Nehmt mehrere ins Deck, jedoch nur eine davon auf die Hand.

Die Taktikkarte Verstärkung baut diese Strategie aus, denn sie generiert Kopien verbündeter Einheiten und ruft sie herbei. Zahlenmäßige Überlegenheit lässt sich mit Stärke und Eifer ebenso kombinieren wie mit Belagerung.

Sonstige Karten

Vernon Roche, Soldat gehört zu nützlichen Einzelkarten, mit denen ihr die Strategie zusätzlich untermauert. Er fungiert in Gwent als Spion und lässt euch zwei zusätzliche Karten von eurem Deck ausspielen.

Auch Ergreifung – eigentlich wie Spionage eine Spezialität von Nilfgaard – könnt ihr punktuell einsetzen und Gegner auf eure Seite holen. Zudem existieren diverse magische Karten, um eurem Feind zu schaden.

Nördliche-Königreiche-Anführer und ihre Stärken

Diese Anführer der Nördlichen Königreiche könnt ihr, passend zu eurer Strategie, mit in den Kampf nehmen. Denkt auch bei den Nördlichen Königreichen daran, dass ihr neutrale Karten mitnehmen könnt, um eure Strategie abzurunden.

  • König Foltest: Verbessert eine verbündete Einheit um 1 und gibt ihr Eifer – für schnelle und starke Überraschungsangriff geeignet.
  • König Henselt setzt auf zahlenmäßige Überlegenheit und Stärke zugleich. Seinem Befehl folgend spielt ihr die Kopie einer verbündeten Einheit auf dem Schlachtfeld aus, verbessert sie um 4 und gebt ihr zusätzlich Eifer.
  • Prinzessin Adda setzt auf rohe Gewalt und fügt einer Einheit 8 Schaden zu.
  • König Demawend III. gibt einer Einheit 1 Ladung und hat dabei eine Abklingzeit von 2.

6. Tipps für Skellige-Decks

Skellige ist ein mächtiges Deck, das jedoch nicht immer einfach zu spielen ist und etwas Mut erfordert. Schließlich geht es hier darum, die eigenen Reihen zu opfern oder zumindest schwere Verletzungen hinzunehmen!

Wiederauferstehungsstrategie und Opfer

Eine Besonderheit des Skellige-Decks ist die Fähigkeit einiger Einheiten, sich selbst zu opfern oder andere Einheiten zu opfern. Sind sie erst mal auf dem Friedhof, können sie durch Rituale oder Herbeirufung wieder aufs Schlachtfeld gerufen werden. So gibt es Karten mit der Fähigkeit Verwerfen, die absichtlich auf den Friedhof verschoben werden.

Der Tuirseach-Plünderer oder die Bestie Morkuarg etwa werden dorthin verschoben, um dann direkt in die Nahkampfreihe zurückzukehren. Stellt euch eine Kombination zusammen, die Synergieeffekte schafft: Derran schiebt 3 Karten aus dem Deck auf den Friedhof, Gudmund Flinkzunge tauscht dagegen das komplette Deck mit dem Friedhofstapel aus. Cerys an Craite wird gemeinsam mit anderen Karten vom Friedhof zurückgerufen, wenn ihr etwa Sigrdrifas Ritual ausspielt.

Wenn ihr keine Angst vor dem Verlust eurer Karten habt, könnt ihr mit dieser Strategie weit kommen. Ergänzt durch den Anführer Eist Tuirseach sorgt sie für ganz schöne Überraschungen beim Gegner.

Heilungsstrategie

Es muss nicht immer gleich ein Todesopfer sein: Die Skellige-Einheiten scheuen auch nicht davor zurück, Verletzungen davonzutragen, wenn sie den Gegner damit ordentlich schaden. Eine solche Strategie ermöglichen diverse Heilerinnen und Zauber, die erlittenen Schaden eurer Einheiten heilen. Deswegen muss niemand Angst vor Verwundungen haben!

Die Bestie Olaf verbessert ihren Angriff beispielsweise um den doppelten erlittenen Schaden. Harald Hundeschnauze verpasst zwar einer verbündeten Einheit 1 Schaden, ruft aber drei Freunde herbei. Auch die Piraten und deren Schiffe wie der Dimun-Schmuggler und das Dimun-Langschiff schaden verbündeten Einheiten.

Das ist aber alles kein Problem, wenn man ausreichend heilende Einheiten mit an Deck hat. Nehmt für diese Strategie die Magierin Joana, die Heymaey-Kräuterfrau, Heymaey-Flaminica und den Zauber Wiederherstellen mit.

Beschädigung und Zerstörung

Skellige ist stark und unnachgiebig. Man sagt dieser Armee mit Recht Blutdurst nach. Und genau diese Fähigkeit haben einige Karten. Die Zahl hinter dem Attribut Blutdurst bedeutet, wie viele beschädigte Einheiten nötig sind, um die Fähigkeit zu aktivieren. Sind ausreichend Gegner beschädigt, erhöht sich der Schaden, den die Einheiten mit Blutdurst verursachen auf ein mitunter tödliches Level.

Zu den Karten mit Blutdurst zählen Ansturm des Meisters, Donar an Hindar und Svanrige Tuirseach. Auch sonst gibt es einige Karten, mit denen ihr auf rohe Gewalt und Zerstörung setzen könnt. Verwendet Anführer und Bronzeeinheiten, die Gegnern Schaden zufügen und kombiniert sie mit denen, die von beschädigten Einheiten profitieren.

Skjall beschädigt eine bisher unbeschädigte gegnerische Einheit. Das Schiff Wildschwein der See fügt beschädigten Einheiten weitere 2 Schaden zu, Lugos der Irre beschädigt eine Einheit sogar in Höhe der doppelten Anzahl bereits geschädigter gegnerischer Einheiten. Vjaborn wiederum zerstört gegnerische Einheiten. Nehmt noch Dagur Doppelklinge mit ins Boot, denn er wird jedes Mal verbessert, wenn eine gegnerische Einheit Schaden erleidet.

Die Skellige-Anführer und ihre Fähigkeiten

Diese Anführer helfen euch, eure Skellige-Strategie zu perfektionieren:

  • Bran Tuirseach lässt euch eine Karte verwerfen und dafür eine neue ziehen, wobei sich diese Fähigkeit jede Runde erneuert. Verwerft ihr eine Karte, wird einer zufällig gewählten gegnerischen Karte 1 Schaden zugefügt.
  • Crach an Craite mag es simpel und fügt einer Einheit 1 Schaden zu, mit einer Abklingzeit von 2 – ihr könnt ihn also in einem Match maximal zweimal hinzuziehen.
  • Harald der Krüppel regiert mit roher Gewalt und fügt 8 Schaden zu, die zufällig auf die gegnerischen Einheiten verteilt werden. Nutzt ihn, wenn ihr auf die Beschädigungs- und Zerstörungsstrategie setzt.
  • Eist Tuirseach lässt euch einen Krieger aus dem Friedhof ausspielen und ergänzt somit die Wiederbelebungsstrategie perfekt.

7. Tipps Scoia’tael-Decks

Die Fraktion Scoia’tael besteht aus Elfen, Zwergen, Menschen und Dyraden. Sie ist geheimnisvoll und ihre Züge unvorhersehbar. Sie arbeiten mit Fallen und Überfällen (verdeckt ausgespielten Karten) und treten im Schwarm auf, um ihre Gegner zu überraschen und mit verbesserten Truppen zu beschädigen. Die Fraktion verfügt außerdem über die Fähigkeit, Einheiten immun zu machen.

Fallenstrategie

Die wohl größte Stärke von Scoia’tael ist, dass sie in der Lage sind, ihrem Gegner Fallen zu stellen. Wenn ihr auf diese Strategie setzt, könnt ihr euer Gegenüber unerwartet schädigen oder blockieren. Nehmt unbedingt mindestens vier Fallen in euer Startdeck auf und ergänzt sie mit der Taktikkarte Iorweths Schachzug, die euch gleichzeitig zwei Fallen ausspielen lässt.

Fallen wie die Schlangenfalle und die Fallgrube zerstören die nächste ausgespielte gegnerische Einheit, noch bevor diese ihre Fähigkeit verwenden kann. Stattet euch mit Fallen aus, um die gegnerischen Reihen zu schwächen. Nehmt bei dieser Strategie außerdem den Elfenspäher mit, denn dieser wird jedes Mal um 2 verbessert, wenn eine Falle ausgelöst wird.

Fallen verfügen über den Statuseffekt Überfall, das bedeutet, sie werden verdeckt ausgespielt und der Gegner weiß nicht, was sich hinter ihnen verbirgt.

Verbesserung und Beschädigen

Das bringt uns zu einer Strategie, mit der ihr nicht nur die Fallenstrategie ergänzen könnt, sondern auch andere Decks massiv stärkt: Die Strategie rund ums Verbessern und Schaden-zufügen. Im Scoia’tael-Deck wimmelt es von Einheiten und Karten, die andere Einheiten und sich selbst verbessern können.

Manche Karten haben so wahre Boost-Effekte. Xavier Moran zum Beispiel wird durch jede Verbesserung nochmal um 2 verbessert. Nehmt außerdem Barnabas Beckenbauer, Dennis Craemer, Ithlinne Aegli, Aglais, Milva oder den Ruf des Waldes mit und verbessert eure Einheiten so weit, bis euer Gegner vor eurer Übermacht erzittert.

Verbesserung geht Hand in Hand mit Beschädigung gegnerischer Einheiten. Füllt eure Reihen auf mit Elfen, Dyraden, Zwergen und Menschen, die Gegnern Schaden zufügen. Eine ideale Ergänzung dazu ist Ele’yas, der eine verstärkende Wirkung hat: Er fügt bereits beschädigten Einheiten 1 weiteren Schaden zu und verbessert bereits verbesserte ebenfalls um 1. Ihr seht: hier könnt ihr wertvolle Synergieeffekte zwischen Karten schaffen!

Schwarmstrategie

Die Schwarmstrategie setzt auf zahlenmäßige Übermacht und lässt sich ebenfalls hervorragend mit der Verbesserungsstrategie kombinieren. Je mehr Elfen, Zwerge oder Dyraden ihr auf dem Schlachtfeld habt, desto mehr boosten diese sich gegenseitig, wenn ihr richtig taktiert.

Braenn zum Beispiel gibt anderen Dyraden Eifer, wenn ihr mindestens zwei andere Dyraden kontrolliert. Eine Karte für den Elfenschwarm ist Aelirenn, die aus dem Deck herbeigerufen wird, wenn ihr fünf Elfen kontrolliert. Ideale Kombi dafür: Der Scoia’tael-Neuling, denn dieser ruft einfache Kopien seiner selbst herbei.

Setzt ihr auf Zwerge, geht kein Weg an Zoltan Chivay vorbei: Er zerstört eine gegnerische Einheit, deren Stärke maximal der Anzahl verbündeter Zwerge entspricht.

Wichtig: Entscheidet euch für eine Rasse und mischt nicht zu sehr, denn die Schwarmstrategie setzt immer jeweils auf Elfen ODER Zwerge ODER Dyraden.

Immunitätsstrategie und Zähigkeit

Immunität ist ein Statuseffekt, der bedeutet, dass eine Karte nicht von Hand ins Ziel genommen werden kann. Sie ist nicht unzerstörbar, aber die meisten Angriffe prallen an ihr ab. Immune Karten können sehr mächtig werden, vor allem wenn sie zusätzlich verstärkt werden. Einige Karten im Scoia’tael-Deck verfügen über diese Fähigkeit, die euch resistenter gegen Angriffe macht.

Zudem gibt es Karten wie Gabor Zigrin oder den Mahakam-Brigant, die über Zähigkeit verfügen. Setzt sie in der ersten oder zweiten Runde ein, denn sie verbleiben nach der Runde auf dem Schlachtfeld!

Die Anführer von Scoia’tael und ihre Fähigkeiten

Diese Anführer führen eure Scoia’tael-Armee in die Schlacht:

  • Francesca Findabair: Auf ihren Befehl kannst du eine Sonderkarte aus deinem Friedhof ausspielen.
  • Eithné fügt einer Einheit 1 Schaden zu und hat dabei ganze 4 Ladungen. Nehmt ihn mit, wenn ihr euren Gegner gezielt schwächen wollt.
  • Brouver Hoog kann den Befehl aussprechen, eine Einheit in die andere Reihe auf ihrer Seite zu verschieben. Handelt es sich dabei um eine gegnerische Einheit, werden dieser außerdem 2 Schaden zugefügt. Bei einer verbündeten Einheit wird diese um 2 verbessert. Mit ihm könnt ihr Karten mit speziellen Reihenfertigkeiten des Gegners schwächen oder eigene Karten verbessern und damit eure Verbesserungsstrategie ausbauen.
  • Filavandrel aén Fidhál verbessert alle Einheiten auf deiner Hand um 1. Idealer Anführer für die Verbesserungstaktik!

8. Tipps für Monster-Decks

Die besten Tipps für ein optimales Monster-Deck gibt es demnächst hier nachzulesen.

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Veronika Kramer
Veronika Kramer

Im zarten Alter von elf Jahren ist Vero am C128 kleben geblieben und seither nicht mehr von Spielen losgekommen. Sie setzt sich für Videogames als Familien-Event ein und glaubt, dass Spiele die Menschen und die Welt verändern können. Ob Rollenspiel, Action-Adventure oder Shooter: Für Vero muss die virtuelle Welt stimmig und die Story gut sein.

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