Gwent: Deck-Building für Einsteiger – Lest unsere Tipps

Ihr seid absolute Gwent-Neulinge? Unser Deck-Building-Guide hilft dabei, euch in der Deckschmiede zurechtzufinden und das beste Deck für einen gelungenen Start zusammenzustellen.

  • von Veronika Kramer am 01.01.2019, 9:00 Uhr

Noch ist kein Meister vom Himmel gefallen. In diesem Deck-Building-Guide für Einsteiger verraten wir euch

  • wie die Deckschmiede grundsätzlich funktioniert
  • welche Spielstrategien euch die verschiedenen Fraktionen eröffnen
  • und was ein gutes Gwent-Deck ausmacht

Ihr startet das Spiel mit fünf Starterdecks – von jeder Fraktion eines. Von dort aus entwickelt ihr eure Decks in der Deckschmiede weiter. Früher oder später solltet ihr euch in Gwent auf eine Fraktion festlegen und euch darauf zu konzentrieren, das perfekte Deck zu finden. Grundsätzlich solltet ihr euch aber erstmal mit den verschiedenen Fraktionen und Decks vertraut machen und ausprobieren, welche Zusammenstellung euch gut liegt.

Inhaltsverzeichnis

  1. So funktioniert die Deckschmiede
  2. Scraps und Karten zermahlen – wie geht das? 
  3. Die Zahl der Karten im Deck
  4. Welche Fraktion passt zu mir als Einsteiger?
  5. Neutrale Karten und Sonderkarten

Wer in Gwent – dem Witcher-Kartenspiel – siegreich sein und jenseits der Übungsspiele mit einem Deck Erfolg haben will, muss sich mit strategischem Deck-Building auseinandersetzen. Der erste Blick in die Gwent-Deckschmiede kann verwirrend sein. Zwar ist das Grundprinzip des Spiels einfach, doch das Deck-Building kann trotz allem sehr kompliziert werden.

Weitere Tipps für den Anfang verrät euch unser Gwent Einsteigerguide. Dort könnt ihr auch nachschauen, was die einzelnen Kartenattribute bedeuten. Wenn ihr darüber hinaus Infos zum Witcher-Kartenspiel sucht, schaut gerne in unserem Übersichtsartikel vorbei.

1. So funktioniert die Deckschmiede

Im Gwent-Menü kommt ihr über den Punkt »Deckschmiede« zu eurer Deckübersicht. Zu Beginn gibt es dort für jede Fraktion (Nilfgaard, Nördliche Königreiche, Skellige, Scoia’tael und Monster) ein Grunddeck. Dabei handelt es sich um das sogenannte Starterdeck, mit denen ihr erste Erfahrungen in Gwent sammelt.

Bei jeder Fraktion steht euch einer von jeweils vier möglichen Anführern zur Verfügung, der euer Einsteiger-Deck mit speziellen Fähigkeiten unterstützt. Die anderen stellt ihr später her oder gewinnt sie als Belohnungen hinzu. Schaut euch die Fähigkeiten der Anführer genau an und wählt denjenigen, dessen Fähigkeiten am besten die eurer Truppen ergänzen.

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Links in der Deckschmiede sind eure Decks aufgelistet. In der Mitte findet ihr die Kartenbibliothek, die ihr nach verschiedenen Kriterien wie Fraktion oder Kartenwert filtert. Dort sind alle Karten aufgelistet, die existieren – sogar diejenigen, die ihr als Einsteiger nicht besitzt.

Bestehende Starterdecks zu bearbeiten, umzubenennen, Karten hinzuzufügen oder zu entfernen – all das bietet euch Gwent. Den Anführer wechselt ihr, indem ihr diesen anklickt und einen neuen auswählt. Wenn ihr links ein Deck auswählt, werden euch dort alle Karten aufgelistet, die sich darin befinden.

Begutachtet Karten bei Bedarf einzeln oder entfernt diese, indem ihr sie aus dem Deck zurück in die Kartenbibliothek legt. Wenn ihr Karten aus eurer Kartenbibliothek zu eurem Deck hinzufügen wollt, könnt ihr das ebenfalls per Klick tun, indem ihr betreffende Karten auswählt. Gwent-Decks bestehen aus Bronze- und Goldkarten, die ihr untereinander kombiniert

Kombiniert ihr dabei nur Goldkarten, wird der Gesamtstärkewert des Decks und damit die Rekrutierungskosten zu hoch und dann links oben als rote Zahl angezeigt. Kniffeliger wird’s, wenn ihr eine gewünschte Karte nicht in der Bibliothek vorrätig habt. Das ist jedoch kein Grund zum Verzweifeln: Habt ihr ausreichend Scraps, stellt ihr eure Wunschkarten damit einfach her (Menü unter der Bibliothek).

2. Scraps und Karten zermahlen – wie geht das?

Karten, die ihr nicht braucht, könnt ihr getrost in den Mörser werfen. Links oben in der Deckschmiede befindet sich das passende Mörser-Symbol. Geht ihr von der Kartenbibliothek-Übersicht aus auf dieses Symbol, zermahlt ihr alle Karten, die aktuell nicht in einem eurer Decks verwendet werden.

Vorsicht ist geboten: Sortiert eure Gwent-Karten lieber vorab und entscheidet, welche Karten ihr braucht und welche nicht. Auf Nummer sicher geht ihr, wenn ihr Karten einzeln oder deckweise zermahlt. Falls ihr doch mal etwas zerstört, das ihr noch hättet verwenden wollen, ist das kein Beinbruch.

Ihr könnt mit den erhaltenen Scraps direkt neue Karten herstellen. Zermahlene Karten wandern als Scraps in euer Inventar. Diese wiederum sind das Material, aus denen ihr neue Karten herstellt.

Obwohl das hier ein Einsteiger-Guide ist, haben wir noch einen Profi-Tipp: Sobald ihr euch auf eine Fraktion spezialisieren wollt, könnt ihr alle Karten aus anderen Fraktionen zermahlen und die Scraps dafür verwenden, euer ideales Deck zusammenzustellen.

3. Die Zahl der Karten im Deck

Wenn es darum geht, die passende Karten-Anzahl für euer Deck zu wählen, schränkt euch Gwent auf zwei Arten ein: Ein Deck muss mindestens 25 Karten enthalten. Darüber hinaus gibt es maximale Rekrutierungskosten, die ihr erreichen dürft. Goldkarten sind in aller Regel teurer in der Rekrutierung als die Basis der Bronzekarten.

Wählt also eine breite Basis Bronzekarten und füllt diese gezielt mit Goldkarten auf, ohne die erlaubten Rekrutierungskosten zu übersteigen.

Klar ist jedoch, dass ihr bei mehr als den 25 mindestens erforderlichen Karten insgesamt nicht mehr Rekrutierungskosten haben dürft. Wenn das Maximum an Kosten also bei 165 liegt, könnt ihr entweder mehr billigere Karten mitnehmen oder weniger teure. Die Chance, eine starke Karte auf der Hand zu haben ist natürlich größer, wenn ihr weniger und dafür hochwertigere Karten im Deck habt.

Wir raten deswegen zu einem Deck von 25 Karten.

4. Welche Fraktion passt zu mir als Einsteiger?

Manch einer sagt, welcher Fraktion ihr euch in Gwent anschließt sei im Wesentlichen eine Frage der Persönlichkeit. Wahrscheinlich spielt das eine Rolle, wenn es um individuelle Spielpräferenzen geht. Wer Stratege und Taktiker ist, kann sich natürlich auf jeden Spielstil einstellen.

Wir raten trotzdem dazu, euch recht schnell für eine Strategie zu entscheiden und euch der passenden Fraktion anzuschließen. Grundsätzlich bietet das Spiel keine bessere oder schlechtere Fraktion. Ihr könnt mit jeder Fraktion siegen.

Voraussetzung dafür ist jedoch, dass ihr sie richtig spielt. Seid ihr der Typ, der den Gegner in Sicherheit wiegt und dann hinterlistig zuschlägt? Wollt ihr Kontrahenten von Anfang an kontrollieren und eure Macht demonstrieren? Vielleicht seid ihr Fan von raffinierten Moves, die ein Spiel schnell und unvorhersehbar machen. Macht euch zunächst mit den grundsätzlichen Möglichkeiten der Fraktionen vertraut:

    • Nilfgaard ist hinterlistig und grausam – ideal für gerissene Spieler, die den Gegner überraschen wollen. Diese Fraktion setzt auf Spione und Buff-Efekte, die erst nach mehreren Spielzügen aktiv werden. Dadurch überrumpelt ihr Gegner, wenn diese schon den Sieg im Sinn haben. Eure Spione schauen Feinden außerdem wortwörtlich in die Karten.
  • Die Nördlichen Königreiche empfehlen wir denjenigen, die gerne alles unter Kontrolle haben. Hier wird auf klassisch-militärische Stärke durch Kriegsmaschinen gesetzt: Karten können befördert und damit gestärkt werden, mehrere gleiche Soldaten in einer Reihe geben Bonuspunkte. Eine weitere Besonderheit der Fraktion ist, dass sie Rüstungen benutzen und sich so vor Schaden schützen.
  • Skellige ist die Fraktion, die so kämpft wie das Land, aus dem die Krieger kommen: Unbarmherzig geht es zu und keiner scheut den Tod. Im Gegenteil – Truppen werden mitunter absichtlich in den Tod geschickt und später vom Friedhofstapel wiederbelebt. Ein Deck für mutige Spieler, die auf Verwundung, Tod und Wiederbelebung setzen. Wer sich auf die Fraktion einlässt, wird vielfältige Möglichkeiten finden, um zum Sieg zu gelangen.
  • Scoia’tael – eine Fraktion von Waldelfen und Dyraden – kommt geschmeidig dahern. Sie ist extrem wandelbar und setzt auf Überraschungseffekte, Fallen und Hinterhalte. Mit einem solchen Deck seid ihr in der Lage, verdeckte Karten auszuspielen, die zuschlagen, wenn es das Gegenüber am wenigsten erwartet.
  • Die Monster sind optisch sicherlich mit am beeindruckendsten. Manche erinnern sich vielleicht, dass in Witcher 3: Wild Hunt das Monster-Deck kaum zu schlagen war. In Gwent ist mehr Taktik gefragt. Monster lassen sich rasant spielen, da einige Karten andere (eigene) Karten verzehren und dafür zur Überraschung des Gegners neue Monster aufs Feld rufen. Weiterer Vorteil dieser Fraktion: Einige Monster profitieren von Wettereffekten, die andere Fraktionen schwächen.

5. Neutrale Karten und Sonderkarten

Neben den bereits bekannten Fraktionen, existieren sogenannte Neutrale Karten. Diese lassen sich mit allen Fraktionen kombinieren. Zu ihnen zählen Truppenkarten (also Einheiten, die für euch kämpfen) – ebenso wie Zauber- oder Effektkarten.

Vor allem für Einsteiger sind neutrale Karten ausgesprochen reizvoll und nützlich, denn ihr könnt sie aus einem Deck der einen Fraktion herausnehmen und für andere Fraktionen verwenden. Damit sind neutrale Karten äußerst flexibel. Wenn ihr also Karten herstellt und noch keine Lieblingsfraktion habt, wählt starke neutrale Karten und probiert mit ihnen herum.

Zu den Sonderkarten gehören verschiedene Effekte und Zauber sowie Artefakte. Eine Sonderkarte kann beispielsweise eine Wetterkarte sein, die ganze Truppen schwächt und ihren Stärkewert auf 1 heruntersetzt. Von diesen Effekten ausgenommen sind lediglich Goldkarten (immun) sowie Monsterkarten, die von diesen Effekten mitunter sogar profitieren.

Andere Karten sind sofortwirkende Zauber wie »Verbrennung«: Die stärkste Karte auf dem Spielfeld wird damit sofort zerstört, somit könnt ihr mit nur einer Aktion das ganze Gwent-Match drehen. Wir raten dazu, immer einige Sonderkarten im Deck zu haben und euch nicht ausschließlich auf Einheiten (also Personen oder Wesen, die für euch kämpfen) zu konzentrieren.

Artefakte werden ausgespielt und verbleiben auf dem Spielfeld. Es gibt nur wenige Karten, die eine Artefakt-Karte zerstören können, deswegen sind sie nachhaltig in der Wirkung und können eure Truppen deutlich verbessern, ohne dass der Gegner dagegen viel ausrichten kann.

Wählt die Sonderkarten so, dass sie zu eurem restlichen Deck und eurer Strategie passen. Wollt ihr Gegner täuschen und dann deren Übermacht brechen, setzt auf Sonderkarten, die ihn schwächen oder gar Einheiten zerstören. Wenn ihr auf Kontrolle und Stärke setzt, helfen euch Sonderkarten, die eure eigenen Reihen verbessern Etwa dadurch, dass eigene Truppen zu Goldkarten und damit immun werden oder durch Karten, die Einheiten gezielt verstärken.

Mit diesen Tipps sollten die ersten Einsteiger-Versuche im Gwent-Deck-Building etwas leichter fallen. Für Fortgeschrittene gibt es in Kürze noch einen weiteren Guide, der sich näher mit den Deck-Building-Details auseinandersetzt.

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Veronika Kramer
Veronika Kramer

Im zarten Alter von elf Jahren ist Vero am C128 kleben geblieben und seither nicht mehr von Spielen losgekommen. Sie setzt sich für Videogames als Familien-Event ein und glaubt, dass Spiele die Menschen und die Welt verändern können. Ob Rollenspiel, Action-Adventure oder Shooter: Für Vero muss die virtuelle Welt stimmig und die Story gut sein.

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