Gwent: Alle Infos, Tipps und Guides rund um das Witcher-Kartenspiel

Das Minispiel aus Witcher 3 hat es zum eigenständigen Sammelkartenspiel gebracht. In unserem großen Gwent-Guide findet ihr alle wichtigen Infos zum beliebten Kartenspiel rund um Geralt von Riva.

  • von Veronika Kramer am 21.12.2018, 9:42 Uhr

Gwent ist ein Kartenspiel, in dem es um Fraktionen, Taktik und Strategie geht – vor der beeindruckenden Kulisse der Welt der Witcher-Saga rund um Geralt von Riva. Das kompetitive Game erschien als eigenständiges Spin-Off von Witcher 3 und ist ein Free-to-Play Sammelkartenspiel, in dem ihr eure Armeen in die Schlacht führt.

In diesem Artikel erfahrt ihr unter anderem

  • an der Seite welcher Fraktionen ihr in den Kampf ziehen könnt
  • auf welchen Plattformen ihr Gwent spielen könnt,
  • ob ihr auch gut werden könnt, wenn ihr kein Geld für Gwent ausgebt
  • und wie Gwent eigentlich gespielt wird.

Gwent hat eine beeindruckende Karriere hinter sich: Als Minispiel innerhalb des Riesenerfolgs Witcher 3 hat es eine riesige Fanbasis gewonnen, so dass auch der Erfolg eines eigenständigen Gwent-Kartenspiels nicht in Frage stand. Im Oktober 2018 ist mit dem Homecoming-Update auch das offizielle Release an den Start gegangen.

Für alle, die bereits Witcher 3 gespielt haben, ist die grundlegende Spielmechanik nichts Neues. Trotzdem könnt ihr bei Gwent, dem Witcher-Kartenspiel deutlich mehr selbst steuern und taktischer vorgehen. Wer aus irgendwelchen Gründen Gwent nicht bereits gespielt hat, muss sich jedoch keine Sorgen machen: Das Spiel ist schnell gelernt. Es zu meistern ist gleichwohl ein Stück Arbeit. Wir geben euch hier hilfreiche Tipps, damit ihr schneller Erfolge feiern könnt.

Inhaltsübersicht

1. Plattformen und Systemvoraussetzungen
2. Wie wird Gwent gespielt?
3. Die verschiedenen Spielmodi von Gwent
4. Das steckt hinter dem Single-Player-Modus Thronebreaker
5. Muss ich Geld bezahlen, um gute Karten zu haben?
6. Diese Fraktionen gibt es
7. Gibt es eine eSports-Liga für Gwent?
8. Das ist neu seit dem Homecoming-Release
9. Einsteigertipps für Neulinge
10. Deckbau-Tipps für Einsteiger

Hinweis: Dieser Übersichtsartikel wird von Zeit zu Zeit erweitert und ergänzt und ist damit stets im Wandel. Schaut doch regelmäßig wieder vorbei!

1. Plattformen und Systemvoraussetzungen

Das Sammelkartenspiel Gwent ist für Xbox One, Playstation 4 und PC erhältlich.

Auf der Xbox One benötigt das Game 4 GB HDD-Speicherplatz, außerdem ist eine Xbox One Gold-Mitgliedschaft notwendig.
Für die PS4 benötigt ihr keine PSN PLUS-Mitgliedschaft, aber mit 5,5 GB ein wenig mehr Speicherplatz.

Die Mindestvoraussetzungen für den PC sind wie folgt angegeben:

  • Betriebssystem: Windows 7/8/8.1/10 (64-Bit)
  • Prozessor: Intel Celeron G1820 | AMD A4-7300
  • Arbeitsspeicher: 4 GB RAM
  • Grafikkarte: NVIDIA GeForce GT 730 | Radeon R7 240
  • Auflösung: Bildschirmauflösung von mindestens 1280 x 720
  • Netzwerk: Breitband-Internetverbindung
  • Festplattenspeicher: 6 GB freier Festplattenspeicher
  • Soundkarte: DirectX-kompatible Soundkarte

Für den vollen Genuss empfiehlt der Hersteller diese Ausstattung:

  • Betriebssystem: Windows 7/8/8.1/10 (64-Bit)
  • Prozessor: Intel Core i3 6100 | AMD FX-6300
  • Arbeitsspeicher: 4 GB RAM
  • Grafikkarte: NVIDIA GeForce GTX 660 | AMD Radeon R7 265
  • Netzwerk: Breitband-Internetverbindung
  • Festplattenspeicher: 6 GB freier Festplattenspeicher
  • Soundkarte: DirectX-kompatible Soundkarte

2. Wie wird Gwent gespielt?

Das Grundprinzip von Gwent ist schnell verstanden. Ihr wählt eine Fraktion, also eine Armee, an deren Seite ihr in den Kampf ziehen wollt. Euer Gegner kann mit der gleichen oder einer anderen Fraktion kämpfen.

Jeder hat mindestens 25 Karten auf seinem Deck und jeweils zehn Karten auf der Hand. Die restlichen Karten liegen auf dem Deckstapel rechts auf dem Spielfeld. Nach Runde 1 und 1 werden 3 weitere Karten vom Stapel gezogen. Nach jeder Runde landen die bereits verwendeten Karten links auf dem Friedhofstapel. Dasselbe passiert mit vom Gegner zerstörten Karten.

Gespielt wird zugweise und nach Punkten. Ihr könnt Karten im Nahkampf-Bereich oder im Fernkampf-Bereich (die Reihe näher an eurer Hand) ausspielen. Einige Karten haben unterschiedliche Fertigkeiten, je nach Lage. Eine Runde dauert so lange, bis ihr passt und damit die Runde für euch beendet – oder wenn ihr keine Karten mehr auf der Hand habt. Dann seid ihr gezwungen zu passen.

Das Spiel geht über maximal drei Runden. Die Runde geht an den Spieler mit den meisten Punkten. Punkte berechnen sich daraus, wie viele Stärkepunkte alle eure ausgelegten Karten zusammen haben. Wenn nach zwei Runden bereits einer der Spieler zwei Siege hat, ist das Spiel vorzeitig mit dessen Sieg zu Ende.

Ein paar nützliche Tipps für die ersten Schritte haben wir euch in unserem Gwent-Einsteigerguide zusammengestellt.

3. Die verschiedenen Spielmodi von Gwent

Gwent hat verschiedene Spielmodi, die meisten davon kompetitiv. Das bedeutet, dass ihr gegen reale andere Spieler antretet. Das Game macht dafür ein Matchmaking und weist euch passende Gegner zu, so dass ihr nicht als Anfänger gegen Super-Profis antreten müsst.

Das sind die Gwent-Spielmodi:

  • Das Übungsspiel ist perfekt für alle, die gerade erst anfangen, Gwent zu spielen. Hier tretet ihr nicht gegen andere Spieler an, sondern habt es mit einem Bot zu tun. Das gibt euch die Möglichkeit, die Spielmechanik kennenzulernen, ohne euch gleich mit der möglichen Taktik eines realen Gegners auseinanderzusetzen.
  • Im Freien Spiel begegnen euch dann andere Spieler, die euch per Matchmaking zugeordnet werden. Hier könnt ihr euch Belohnungen verdienen, um an neue Karten zu kommen. Das passiert, wenn ihr Spiele gewinnt, aber auch, wenn ein Gegner euch ein »Gutes Spiel« bescheinigt, wenn ihr verloren habt. Das Freie Spiel ist eine gute Plattform, um ein Gespür für die taktischen Unterschiede bei anderen Spielern zu bekommen – und wie diese ihre Decks aufgebaut haben.
  • Wer es wissen will, wählt den Modus Ranglistenspiel. Hier geht es um die Wurst, oder besser: Darum, wie gut ihr im Vergleich zu allen anderen seid. Wer hier einen Pro-Rang erreicht, kann sogar auf eSports-Niveau spielen.
  • Darüber hinaus gibt es das sogenannte Arena-Spiel. In diesem Modus sind die Regeln anders, beispielsweise könnt ihr Karten aus allen Fraktionen mischen und beliebig viele Kopien anfordern. Das Ziel ist es mehr als in anderen Modi, den Gegner zu überlisten. Der Eintritt kostet Spiegelsplitter, die ihr für 150 Erz oder echtes Geld kaufen könnt. Das Spiel geht über mehrere Runden und endet, wenn ihr neun Runden gewonnen habt – oder drei verloren.

4. Das steckt hinter dem Single-Player-Modus Thronebreaker

Eigentlich ist Gwent ein kompetitives Online-Game und ihr habt (außer beim Übungsspiel) mit anderen Spielern als Gegner zu tun. Daneben wurde jedoch mit Thronebreaker eine Single-Player-Kampagne geschaffen, die einen richtigen Story-Modus hat und jenseits des reinen Kartenspielens komplett mit vertonter Story aufwartet. Zeitlich vor der Zeit von Geralt von Rivia angesiedelt ist die Protagonistin der düsteren Kampagne Königin Meve von Lyrien und Rivien.

In Thronebreaker duelliert ihr euch über fünf Maps mit Gegnern, die jedoch nicht von realen Spielern gespielt werden. Entsprechend habt ihr den vollen Vorteil einer storylastigen Einzelspieler-Kampagne: Ihr könnt euch Zeit lassen. Unter anderem kommen 20 neue Karten zum Einsatz, die das Grundspiel nicht zur Verfügung stellt und die direkt mit der Story zusammenhängen.

Thronebreaker ist im Gegensatz zum Gwent-Grundspiel nicht kostenlos, sondern für 19,99 € erhältlich.

5. Muss ich Geld bezahlen, um gute Karten zu haben?

Gwent ist ein Free-to-Play-Spiel, das Grundspiel kostet euch also überhaupt nichts. Von Beginn an habt ihr für jede Fraktion ein voll ausgestattetes Deck mit nach Seltenheit sortierten Karten: Bronze, Silber und Gold. Neben den fraktionsgebundenen Karten gibt es neutrale Karten, die ihr mit jedem Deck verwenden könnt.

Theoretisch reicht das auch aus, denn das Startset an Karten erweitert sich nach und nach, wenn ihr so viel spielt, wie ihr könnt, Siege einfahrt und dafür Belohnungen bekommt. Diese gibt es in Form von Fässern, in denen sich jeweils fünf Karten (darunter eine seltene Karte oder besser) befinden oder in Form von Erz, mit dem ihr euch im Laden Dinge kaufen könnt.

Neue Karten könnt ihr darüber hinaus aus Scraps herstellen. Diese erhaltet ihr, wenn ihr überflüssige Karten aus euren Decks zermahlt. Bis man genug Scraps für gute Karten

Wer schneller vorankommen und vor allem bessere Karten haben möchte, der kann sich Fässer und damit neue Karten kaufen. Ob ihr das tut oder nicht ist eine Frage des Geldbeutels und der Geduld: Mit Beharrlichkeit kann man sich auch ohne den Kauf von Fässer-Paketen ein ordentliches Deck zusammenstellen.

6. Diese Fraktionen gibt es

Neben den bereits erwähnten neutralen Karten gibt es fünf Fraktionen, die für unterschiedliche Armeen stehen. Jede Fraktion hat einzigartige Vorzüge und unterscheiden sich in punkto Spielstrategie und Taktik.

Diese Fraktionen stehen euch zur Verfügung:

  • Nilfgaard: Hier geht es diplomatisch und listig zu und man versucht vor allem, dem Gegner einen Strich durch seine Pläne zu machen.
  • Nördliche Königreiche: Diese Armee zieht ihre Vorteile aus der schieren zahlenmäßigen Übermacht und militärischer Taktik.
  • Skellige: Große Kämpfer sind sie, die Leute aus Skellige. Sie schrecken vor dem Tod nicht zurück, stattdessen schenkt er ihnen sogar besonderen Ruhm.
  • Scoia’tael: Diese Fraktion setzt sich aus Elfen, Dyaden und Zwergen zusammen und ist meisterhaft darin, sich gegenseitig zu helfen und Gegner Fallen zu stellen.
  • Monster: Diese Fraktion ist instinktgetrieben, grausam und schwer zu durchschauen. Sie verzehren sich zum Beispiel gegenseitig und beschwören andere Monster.

Jede Fraktion hat ihre Vorteile. Am besten probiert ihr anfangs alle mal aus und konzentriert euch dann auf die, die euch am besten liegt.

7. Gibt es eine eSports-Liga für Gwent?

Ja, in der Tat hat es Gwent als kompetitives Spiel in die Reihen des eSports geschafft. Wer in der Liga der Besten mitspielen möchte, geht diesen Weg über die Ranglistenspiele. Wer es dort schafft, den Pro-Rang-Status zu erreichen, hat damit automatisch seine Eintrittskarte, um auf eSports-Ebene mitspielen zu können.

Nähere Informationen zum Weg an die Weltspitze der Gwent-Spieler findet ihr auf der offiziellen Webseite.

8. Was ist neu seit dem Homecoming-Release?

Das Update Homecoming hat den offiziellen Release des Spiels eingeläutet. Zwar hat sich am Grundprinzip nichts geändert, doch das Studio hat noch mal einige Änderungen vorgenommen:

  • Es gibt nur noch zwei Spielreihen pro Spieler, nämlich Nahkampf und Fernkampf, die dritte Reihe wurde abgeschafft. Gleichzeitig sind mehr Karten mit speziellen Nahkampf- und Fernkampf-Fähigkeiten ausgestattet, also achtet genau darauf, wo deren Einsatzgebiet liegt!
  • Die Silberkarten wurden abgeschafft, es gibt nur noch Bronzeeinheiten und goldene Karten. Dafür haben auch Bronzekarten spezielle Skills, die ihr nutzen solltet.
  • Zusätzlich zur Einsatz-Fähigkeit gibt es nun auch Befehle. Diese könnt ihr einsetzen, wann ihr es für richtig haltet – und zu einem späteren Zeitpunkt den Gegner damit überraschen.
  • 25 Karten sind immer noch das Minimum, doch theoretisch könnt ihr ab jetzt auch mehr als 40 Karten im Deck mit euch führen. Allerdings empfehlen wir euch das nicht.
  • Viele Karten wurden überarbeitet, den Anführern coole Animationen hinzugefügt und das Kartenset insgesamt aufgestockt.

9. Einsteigertipps für Neulinge

Ihr seid ganz neu in Gwent und braucht ein paar Tipps, wie ihr euch am besten zurechtfindet? Schaut doch mal bei unserem Einsteigerguide vorbei. Dort haben wir euch die wichtigsten Infos für den smarten Einstieg zusammengestellt, zum Beispiel

  • wie ihr Bluffen könnt,
  • wie das Spiel grundsätzlich funktioniert und
  • was die Kartenattribute bedeuten.

10. Deckbau-Tipps für Einsteiger

Die Deckschmiede kann zu Beginn ein wenig überwältigend sein und sich sein eigenes Deck zusammenstellen geht leichter, wenn man ein paar grundlegende Dinge weiß. Wir haben euch die wichtigsten Infos für den Start ins Deck-Building in unseren Deckbau-Einsteigertipps zusammengestellt. Schaut doch mal vorbei!

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Veronika Kramer
Veronika Kramer

Im zarten Alter von elf Jahren ist Vero am C128 kleben geblieben und seither nicht mehr von Spielen losgekommen. Sie setzt sich für Videogames als Familien-Event ein und glaubt, dass Spiele die Menschen und die Welt verändern können. Ob Rollenspiel, Action-Adventure oder Shooter: Für Vero muss die virtuelle Welt stimmig und die Story gut sein.