Folding@Home Guide: Kämpft mit gegen den Corona-Virus!

Mit dem Programm Folding@Home kann jeder von zu Hause beim Kampf gegen den Corona-Virus helfen. Wir erklären euch, wie das geht.

  • von Sebastian Weber am 19.03.2020, 8:22 Uhr
Folding@Home_Header

In diesem Guide zum Programm Folding@Home erfahrt ihr:

  • Wie ihr mit eurem Rechner die Erforschung des Corona-Virus unterstützen könnt.
  • Wie ihr das Programm Folding@Home einrichten müsst.
  • Wie ihr euren PC so einstellt, dass ihr dennoch keine Leistung einbüßt.

Der Corona-Virus sorgt aktuell überall auf der Welt für Chaos. Auch in Deutschland wird der Bevölkerung inzwischen angeraten, am besten zu Hause zu bleiben und sozialen Kontakt möglichst zu vermeiden. Bars, Kinos, Schulen, Museen und so weiter sind geschlossen.

Diese Situation lädt natürlich dazu ein, endlich seinen »Pile of Shame« abzuarbeiten und liegen gelassene Spieleperlen der vergangenen Monate nachzuholen. Ein paar gute Tipps dafür findet ihr am Ende dieses Artikels.

Aber ihr könnt die Rechenpower eures Spiele-PCs auch dafür nutzen, den Forschern im Kampf gegen das Corona-Virus zu helfen.

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Mit dem Programm Folding@Home übernimmt euer Computer Aufgaben, deren Ergebnisse schließlich helfen, das Virus besser zu verstehen und so irgendwann einen Impfstoff zu entwickeln. Wie genau das Programm funktioniert, wo ihr es herbekommt und wie ihr es benutzt, das erklären wir euch im folgenden Guide.

Was ist Folding@Home?

Bei Folding@Home handelt es sich um ein Projekt, das die amerikanische Stanford University bereits vor rund 20 Jahren ins Leben gerufen hat. Das gleichnamige Programm kann im Grunde jeder herunterladen und installieren und so die Rechenleistung seines PCs zur Verfügung stellen.

Die Berechnungen simulieren hierbei die Faltung von Proteinketten, was bisher vor allem für unter anderem die Forschung an Alzheimer und Krebs genutzt wurde. Inzwischen steht aber auch der Corona-Virus im Fokus.

Wo bekomme ich Folding@Home her?

Das Programm Folding@Home könnt ihr auf der offiziellen Webseite unter www.foldingathome.org herunterladen. Dort findet ihr auf der Startseite den Button »Start Folding Now« und auf der folgenden Seite den Button »Download Now«. Ihr könnt aber auch dem Link zur Download-Seite direkt folgen.

Dort startet ihr den Download der Datei »fah-installer_7.5.1_x86.exe«. Wer kein Windows-Betriebssystem nutzt, der bekommt unter dem Link »alternative downloads« auch Versionen für macOS oder Linux angeboten.

Wie installiere und konfiguriere ich Folding@Home?

Nachdem der Download abgeschlossen ist, müsst ihr lediglich die Installationsdatei öffnen und dort den Anweisungen folgen. Anschließend könnt ihr mit Folding@Home loslegen.

Es gibt allerdings ein paar Kleinigkeiten, die ihr in den Einstellungen beachten solltet:

Folding@Home starten

Wenn ihr Folding@Home über das Windows-Startmenü öffnet, dann startet das Programm direkt minimiert. Um darauf zuzugreifen, müsst in der Taskleiste rechts in der Nähe der Uhr auf das Pfeilchen klicken.

Dort findet ihr das Symbol des Programms, über das ihr per Rechtsklick sowohl das Web-Interface namens »Web Control« als auch die Programmoberfläche namens »Advanced Control« öffnen könnt.

Außerdem dürft ihr dort direkt festlegen, wie viel Rechenleistung ihr spenden wollt, was sich in Full, Medium und Light einteilt.

Web Control

Das Menü Web Control ist sozusagen eine abgespeckte Übersichtsseite von Folding@Home, die sich in eurem Browser öffnet. Dort seht ihr, ob euer Prozessor oder eure Grafikkarte gerade an dem Projekt arbeiten.

Außerdem könnt ihr den Folding-Vorgang komplett stoppen oder aber die Leistung regeln. Zudem lässt sich festlegen, ob euer PC durchgehend Leistung abzwacken soll – also auch wenn ihr spielt, arbeitet oder ähnliches. Oder ob der Prozess nur dann arbeiten soll, wenn ihr gerade nichts am PC macht, er aber noch an ist.

Mittig oben findet ihr ebenfalls die Auswahl welche Forschung ihr unterstützen wollt. Hier belasst die Einstellung am besten auf »any disease«, wenn ihr nicht gezielt Krebs oder Alzheimer in Betracht zieht. Der Corona-Virus hat hier keine eigene Auswahl bisher, sondern wird in der voreingestellten Konfiguration bevorzugt vermittelt.

Advance Control

Für mehr Einstellungsmöglichkeiten müsst ihr das Advance-Control-Fenster öffnen. Hier gibt es auch einige Einstellungen, die durchaus sinnvoll sind:

CPU Threads verwalten: Klickt auf »Configure« und wählt dann »Slots« aus. Dort macht einen Doppelklick auf den Punkt »cpu«. Es öffnet sich ein Fensterchen, wo bei CPUs in der Regel der Wert »-1« eingetragen ist.

Dies bedeutet, dass ihr Folding@Home freie Hand lasst, wie viele Prozessor-Threads, also Arbeitseinheiten, genutzt werden. Ihr könnt hier aber auch selbst einen Wert eintragen.

Falls ihr also vorhabt, ein aufwändiges Spiel zu zocken, dann empfiehlt es sich, hier den Wert »1« einzugeben und die abgezwackte Leistung zu begrenzen.

Bei der Grafikkarte, also im Punkt »gpu« dagegen könnt ihr alles so lassen, wie es vorgegeben ist, solange ihr nicht mehrere Grafikkarten in eurem Rechner verbaut habt.

Identity: Ebenfalls im »Configure«-Menü findet ihr diesen Punkt. Grundsätzlich lässt sich Folding@Home komplett anonym nutzen. Wer mag, der kann aber auch einen Namen eingeben, um in den Statistiken auf der Webseite aufzutauchen oder aber einem Team beitreten.

Was gibt es bei Folding@Home zu beachten?

Aktuell gibt es vor allem zwei Dinge bei Folding@Home zu beachten:

  1. Abgesehen von der eventuellen Limitierung der Rechenleistung, müsst ihr keine Einstellungen vornehmen. Sobald ihr das Programm startet, läuft es im Grunde von alleine los und fragt die Server der Stanford University nach Arbeit.
  2. Falls ihr eines der beiden Control-Fenster öffnet und dabei feststellt, dass euer PC aktuell nichts berechnet, dann liegt das nicht an falschen Einstellungen. Durch die viele zusätzliche Rechenleistung, welche in den vergangenen Tagen hinzu kam, gibt es hin und wieder tatsächlich nichts zu tun. Folding@Home fragt aber automatisch in regelmäßigen Abständen bei den Servern an und bekommt irgendwann wieder einen Job zugewiesen.

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Sebastian Weber
Sebastian Weber

Seit den ersten Pixelmännchen auf einem Commodore PET, liebt Sebastian Videospiele und hat heute vom PC, über Xbox One, PlayStation 4 bis hin zur Nintendo Switch alles zu Hause stehen, was virtuelle Welten auf den Bildschirm bringt. Dabei sind vor allem Rollenspiele und Action-Titel die erste Wahl.

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