Final Fantasy 15: Tipps für Neueinsteiger und Veteranen

Final Fantasy 15 ist anders als seine Vorgänger. Mit einem aktiven Kampfsystem, Open-World-Elementen und einem neuen Universum will Entwickler Square Enix ein Final Fantasy erschaffen, was sowohl Serienfans als auch Neulinge spielen wollen. Damit ihr bei den ganzen Neuerungen den Überblick behaltet, haben wir für euch Tipps zusammengestellt, die den Einstieg ins Spiel erleichtern. Und ein paar Fragen beantwortet, die auch dem ein oder anderen Final-Fantasy-Veteranen im Kopf herumspuken.

  • von Ann-Kathrin Kuhls am 21.11.2016, 14:46 Uhr

Mit Final Fantasy 15 hat sich Entwickler Square Enix so einiges vorgenommen. Eine riesige Spielwelt, ein neues Kampf- und Magiesystem und ein neues Universum sollen sowohl Fans als auch Neulinge begeistern. Die Geschichte um Prinz Noctis, der mit seinen Freunden versucht, sein besetztes Land zu befreien und seinen Thron zurückzuerobern, ist gespickt mit spielmechanischen Überraschungen und alten Bekannten. Weil bei so einem riesigen Spiel gern mal die eine oder andere Frage auftaucht, haben wir hier für euch die wichtigsten beantwortet. Wir beginnen mit den Tipps für Neueinsteiger, die Informationen für Serienkenner findet ihr direkt danach.

Final Fantasy für Neueinsteiger

Sind Vorkenntnisse nötig?

Wie funktioniert das Kampfsystem?

Wie funktioniert das Magiesystem?

Welche Fertigkeiten sind die wichtigsten?

Allgemeine Tipps für Neueinsteiger

Muss ich die anderen Final-Fantasy-Spiele gespielt haben?

Nein. Ursprünglich war Final Fantasy 15 als Final Fantasy 13 Versus geplant, also als Teil der Geschichte um Lightning, magische Kristalle und das Ende der Welt. Das so genannte Fabula-Nova-Crystallis-Universum umspannt mittlerweile jedoch fünf Spiele (Final Fantasy 13, Final Fantasy 13-2, Lightning Returns: Final Fantasy 13, Final Fantasy Type-0 HD und dem Mobile Companion Final Fantasy Agito) und hat eine sehr komplexe Handlung. Um Neueinsteiger nicht abzuschrecken, wurde Final Fantasy 15 vom Universum losgelöst und steht jetzt für sich allein.

Da es trotzdem in der gleichen Welt steht, werden wir zwar auf bekannte Charaktere wie Cid oder Wesen wie die Chocobos treffen, Vorwissen benötigen wir jedoch nicht. Für einen Blick auf die Belagerung des Königreichs aus der Sicht des gestürzten Königs empfehlen wir euch den CGI-Film Kingsglaive, der der Leibgarde und dem König selbst folgt. Der ist nicht nur phänomenal animiert, sondern kann auch eine Starbesetzung vorweisen: Sean Bean und Jesse Pinkman sind hier mit von der Partie.

Und wer neugierig ist, wie Noctis, Ignis, Gladiolus und Prompto Freunde geworden sind, kann sich das in dem vierteiligen Anime Brotherhood: Final Fantasy 15 kostenlos auf YouTube ansehen. Die erste Folge haben wir schon einmal rausgesucht. 

Wie funktioniert das Kampfsystem?

Zum allerersten Mal in der Geschichte der Serie verfügt ein Final-Fantasy-Spiel über ein actionbasiertes Kampfsystem. Wir steuern dabei Noctis, die anderen werden vom Computer gesteuert, können aber in ihrer Angriffsweise von uns beeinflusst werden. Noctis hat eine ganze Reihe unterschiedlicher Attacken auf dem Kasten: Neben dem klassischen Schlag mit der Waffe sind das zum Beispiel auch Warp-Angriffe.

Mittels Teleportation zum Ziel hin holt er so ordentlich Schwung für kräftige Hiebe. Es geht aber auch in die andere Richtung: Bei niedriger Gesundheit kann Noctis sich aus dem Kampfgeschehen heraus in Sicherheit teleportieren und in Ruhe heilen. Eine kurze Verschnaufpause an einem höher gelegenen Ort sorgt außerdem für einen guten Überblick.

Im Laufe des Spiels erhält Noctis außerdem Zugang zu den Königswaffen. Diese legendären Artefakte kann er heraufbeschwören, allerdings kostet ihre Nutzung Lebenspunkte. Dafür haben sie aber ordentlich Wumms.

Zusätzlich zu Noctis Soloattacken greifen die Jungs auch im Team an. Jeder der Freunde hat ein Kommando, dass besondere Attacken auslöst: Zum Beispiel kann Ignis alle Feinde in Reichweite für uns markieren, damit wir sie mit  Noctis‘ Teleport ausschalten können. Gladiolus »Alle auf einen«-Kommando dürfte sich von selbst erklären und das Kommando »Elementaura« lädt eure Waffe mit genau dem Element auf, gegen dass der Feind eine Schwäche hat. Weitere Kommandos werden im Laufe des Spiels freigeschaltet.

Ein guter Konter bringt ebenfalls alle zusammen. Wenn wir einem Angriff ausweichen und ihn dann gekonnt parieren, löst das eine Kombo mit einem sich momentan in der Nähe befindenden Teammitglied aus, die nicht nur cool aussieht sondern auch ordentlich Schaden verursacht.

Magie ist auch wieder mit von der Partie. Da das Magiesystem aber komplett überarbeitet wurde, bekommt es seinen eigenen Absatz.

Wie funktioniert das Magiesystem?

Magie funktioniert anders als bisher. Während wir früher Zauber lernen und diese dann einsetzen mussten, werden sie in Final Fantasy 15 hergestellt. Ähnlich wie in klassischen Zaubersprüchen kann da alles Mögliche verarbeitet werden. Die Zauber Blitz, Eis und Feuer werden als Magieessenz mit einem so genannten Katalysator kombiniert, der dem Element eine Wirkung zuordnet. Zauber können heilen, mit Zutaten wie einem Skorpionstachel aber auch zusätzlich vergiften oder, wenn wir eine Sprengfalle hinzufügen, explodieren.

Der Magiecocktail wird dann in einen Flakon gefüllt und ausgerüstet. Im Kampf können wir ihn wie jede andere Waffe auch mit dem Pad auswählen. Durch das Mischsystem können den bekannten Zaubern wie Eisra, Feura oder Blitzra spannende »Nebenwirkungen« hinzufügen.

Welche Fertigkeiten sind die wichtigsten?

Wenn wir kämpfen, Missionen erledigen oder in der Story vorankommen, verdienen wir Fertigkeitenpunkte, die so genannten FP. Mit denen können wir an unterschiedlichen Talentbäumen neue Attacken freischalten, Statuseffekte verbessern und vieles mehr. Anders als in früheren Teilen hat nicht mehr jeder Charakter einen eigenen Fertigkeitenbaum. Die Fähigkeiten sind jetzt in die Kategorien Kampf, Team, Statuswerte, Erkundung, Magie, Heilung und Kommandos aufgeteilt und beeinflussen je nach Relevanz die ganze Gruppe.

Wenn wir die Lebensenergie erhöhen, profitieren da zum Beispiel alle Gruppenmitglieder direkt von. Wenn Ignis lernt, besser zu kochen, ist das zwar in erster Linie seine Fähigkeit, kommt aber indirekt der ganzen Gruppe zu Gute. Bessere Mahlzeiten haben stärkere Effekte und verbessern zum Beispiel kurzzeitig den Angriff.

Welche Fähigkeiten am sinnvollsten sind, kommt auf den eigenen Spielstil an. Wenn wir zum Beispiel gern die Welt um uns erforschen, lohnt eine Investition in den Erkundungs-Baum. Wenn wir zu denjenigen gehören, die im Kampf lieber draufhauen als zu zaubern, können wir die Zauber erst einmal vernachlässigen und die Angriffsstärke erhöhen oder neue Attacken freischalten. Andersherum geht das natürlich genauso.

Unsere persönlichen Favoriten finden wir am besten im Spiel heraus. Wenn wir mit der Einführung der Königswaffen zum Beispiel merken, dass das Kämpfen mit ihnen weitaus mehr Spaß macht als mit Zaubern, investieren wir ab da ein bisschen mehr in die Lebensenergie. Grundlagen wie mehr Lebenspunkte oder eine bessere Verteidigung lohnen sich aber in jedem Fall.

Zum Abschluss noch ein paar allgemeine Tips für Neueinsteiger:

  • Haltet euch an die Levelempfehlungen der Missionen. Eine Level-30-Mission bedeutet, dass ihr mindestens Level 30 erreicht haben solltet um sie zu beginnen. Es passiert nämlich oft, dass euch innerhalb der Quest Feinde begegnen, die nicht Level 30 sind, sondern nur ab Level 30 besiegt werden können. Schwächere Spieler sind den Feinden oft hoffnungslos unterlegen.
  • Nicht jeder Gegner kann sofort besiegt werden. In der offenen Welt können wir nach Herzenslust herumstromern. Da kann es schon mal sein, dass wir auf Monster treffen, dessen Füße so groß sind wie Bagger. Die sind gerade am Anfang einfach noch zu stark. Gegen einen Level-99-Dino anzutreten, wenn wir selbst noch Level 30 sind ist Äquivalent zu einer Orange, die lachend in die automatische Saftpresse springt.
  • Redet mit den Menschen. Kommunikation ist wichtig, auch in Final Fantasy. Die Hauptstory und viele Quests sind durch Icons oder Marker über den Köpfen der Questgeber gekennzeichnet. Von manchen Aufgaben oder Dungeons erfahren wir aber nur durch Gespräche mit »normalen« Leuten (also denen, die weder neonfarbene Haare noch aufwändige Kleidung haben.). Sprecht also ab und zu mit Spaziergängern, Cafébesuchern oder ähnlichen. Vielleicht haben sie wichtige Infos. 

Final Fantasy 15 für Veteranen

Ist Final Fantasy 15 ein Open-World-Spiel?

Was wurde aus Fabula Nova Crystallis?

Was wurde aus den Bestia?

Wie funktionieren die Zauber?

Wie spiele ich rundenbasiert?

Ist Final Fantasy 15 ein Open-World-Spiel?

Jein. Final Fantasy 15 ist ein lineares Action-Rollenspiel mit Open-World-Elementen. Zu Beginn bewegen wir uns relativ frei auf einem riesigen Kontinent zu Fuß, mit dem Auto oder den großartig-flauschigen Chocobos. Je nach Geschmack können wir Dungeons erkunden, Kopfgeldmissionen annehmen oder der Hauptstory folgen. Wenn sich der Konflikt um den Thron jedoch zuspitzt, wird auch die wird auch die Handlung linearer. Das macht Sinn: Schließlich würde im echten Leben auch niemand in der Pampa Monster jagen, wenn währenddessen zuhause die Welt untergeht.   

Was wurde aus dem Fabula-Nova-Crystallis-Universum?

Ursprünglich war Final Fantasy 15 als Final Fantasy 13 Versus geplant, also als Teil der Geschichte um Lightning, magische Kristalle und das Ende der Welt. Das so genannte Fabula-Nova-Crystallis-Universum umspannt mittlerweile jedoch fünf Spiele (Final Fantasy 13, Final Fantasy 13-2, Lightning Returns: Final Fantasy 13, Final Fantasy Type-0 HD und dem Mobile Companion Final Fantasy Agito) und hat eine sehr komplexe Handlung.

Um Neueinsteiger nicht abzuschrecken, wurde Final Fantasy 15 vom Universum losgelöst und steht jetzt für sich allein. Da es trotzdem in der gleichen Welt steht, werden wir zwar trotzdem auf bekannte Charaktere wie Cid oder Wesen wie die Chocobos treffen, Vorwissen benötigen wir jedoch nicht. Für einen Blick auf die Belagerung des Königreichs aus der Sicht des gestürzten Königs empfehlen wir euch den CGI-Film Kingsglaive, der der Leibgarde und dem König selbst folgt.

Der ist nicht nur phänomenal animiert, sondern kann auch eine Starbesetzung vorweisen: Sean Bean und Jesse Pinkman sind hier mit von der Partie. Und wer neugierig ist, wie Noctis, Ignis, Gladiolus und Prompto Freunde geworden sind, kann sich das in dem vierteiligen Anime Brotherhood: Final Fantasy 15 kostenlos auf YouTube ansehen.  

Was wurde aus den Bestia?

In den vorherigen Teilen war es uns ab einem bestimmten Zeitpunkt möglich, Bestia zu beschwören. Die mächtigen Monster bleiben einen ganzen Kampf lang an unserer Seite. Allerdings mussten wir uns ihre Gunst erst einmal verdienen. In Final Fantasy 15 ist das ähnlich. Während wir der Handlung folgend durchs Land reisen, erlangen sie die Gunst der Götter. Dafür werden wir von jedem von ihnen mit einem Siegel belohnt, die uns im Kampf unterstützen.

Das Siegel des Riesen (vom Titanen höchstpersönlich) lässt uns zum Beispiel den Zauber Meteor wirken und das Siegel vom Donnergott Ramuh ermöglicht vernichtende Blitze. Für eine Beschwörung müssen allerdings bestimmte Voraussetzungen geschaffen werden: Den Titanen können wir nur rufen, wenn eines unserer Teammitglieder außer Gefecht ist, und Ramuh erscheint nur, wenn der Kampf schon sehr lange dauert. Die anderen Siegel und ihre Kräfte wollen wir hier noch nicht verraten. 

Wie funktionieren die Zauber?

Zauber werden nicht mehr gewirkt, sondern verwendet. Eine kurze Zusammenfassung findet ihr in den Einsteigertipps unter »Magiesystem«. Ein Tipp noch: Wenn wir auch unsere Kameraden mit Flakons ausrüsten, können sie ebenfalls Zauber wirken.

Kann ich auch rundenbasiert statt actionbasiert spielen?

Ein bisschen. Ein Wechsel auf ein komplett rundenbasiertes Kampfsystem, wie es zum Beispiel in Final Fantasy 10 existiert, ist nicht möglich. Wohl aber der Sprung in den so genannten Wait Mode. Darin können wir zu jedem Zeitpunkt im Kampf das Geschehen pausieren. Mit der Kamera können wir das Kampfgeschehen von allen Seiten betrachten, Feinde markieren und Zauber wirken. Auch Veränderungen an der Kampftaktik unserer Kameraden sind möglich. In der Praxis spielt sich das so ähnlich wie die taktische Ansicht von Dragon Age Inquisition.    

Auf unserer Hauptseite findet ihr noch mehr Artikel und alle News zu Final Fantasy 15

Ann-Kathrin Kuhls
Ann-Kathrin Kuhls

Erstes Spiel: Jazz Jackrabbit Lieblingsgenres: Action-Adventure, (Japan-)Rollenspiele, Strategie Lieblingsspiele/-serien: Final Fantasy, The Last of Us, Alice: Madness Returns, XCOM: Enemy Unknown