Fallout 76 vs. Generation Zero: Open World ohne NPCs

Open World, vier Spieler-Koop, keine NPCs – das haben Fallout 76 & Generation Zero gemeinsam. Wir verraten euch was die beiden Spiele sonst noch ausmacht und für wen sie sich eignen.

  • von Christoph Allgöwer am 25.10.2018, 15:15 Uhr
Generation Zero Header

In diesem Artikel zu Fallout 76 & Generation Zero sagen wir euch:

  • Wie die Level-Systeme der beiden Titel funktionieren.
  • Wie sich die Spielwelten unterscheiden.
  • Wer die Entwickler von Fallout 76 & Generation Zero sind.

Ihr spielt gerne Open-World-Titel, am liebsten gemeinsam mit euren Freunden? Dann seid ihr wahrscheinlich schon in die Fallout-76-Beta von Bethesda versunken. Doch im nächsten Jahr wartet mit Generation Zero womöglich schon die Ablöse von den Avalanche Studios auf euch.

Der Titel sagt euch nichts? Wie gehen der Frage nach was Generation Zero interessant macht, was das Spiel mit Fallout 76 gemeinsam hat und worin es sich wesentlich vom Bethesda Rollenspiel-Schwergewicht unterscheidet.

Inhaltsverzeichnis

Postapokalypse vs. 80er-Flair

Das postapokalyptische West Virginia des Jahres 2102 stellt das Setting von Fallout 76 dar. Die Welt ist gekennzeichnet von den zerstörten Überresten der menschlichen Zivilisation. Einzig Monster und Roboter bevölkern neben den Spielern die Appalachia getaufte Spielwelt.

Generation Zero dagegen spielt Ende der 80er Jahre im menschenleeren Schweden. Die einzigen »Lebewesen« scheinen hier feindliche Maschinen à la Horizon Zero Dawn zu sein.

Der 80er-Flair spiegelt sich nicht nur in den wählbaren Klamotten und Frisuren eures Charakters, sondern auch in den Auto-Modellen in der Spielwelt und dem Synthie-Soundtrack wider.

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Rollenspiel mit Shooter-Elementen oder Shooter mit Rollenspiel-Elementen?

Fallout 76 ist als Online-Ableger der Fallout-Reihe noch immer eindeutig dem Rollenspiel-Genre zuzuordnen. Ihr erledigt Quests, macht Jagd auf Monster und erhaltet dafür Erfahrungspunkte, durch die ihr im Level steigt und eure Charakterwerte ausbaut. Besondere Fähigkeiten erhaltet ihr über Skill-Karten.

Die grundlegende Spielmechanik ist aber die eines Shooters. Ihr könnt euch sowohl in der Ego-, als auch in der Third-Person-Perspektive mit allerhand abgedrehter Waffen – wie Miniatombombenkatapulten oder Schrott verschießenden Raketenwerfern – durch das Ödland kämpfen.

Generation Zero wirkt im ersten Moment wie ein klassischer Ego-Shooter. Die Waffenauswahl ist bodenständiger (Pistole, Schrotflinte, Maschinenpistole) und gespielt wird einzig aus der Ego-Perspektive. Doch kaum öffnet ihr das Spiel-Menü, tun sich euch Inventar, vier Skill-Trees und ein Quest-Log auf.

Die Shooter- und Schleich-Mechaniken stehen in Generation Zero aber klar im Vordergrund. Dadurch, dass ihr zu Anfang nur schwach bewaffnet seid, ist An- oder gar Vorbeischleichen an Gegnern Pflicht. Auf eurer Reise durch Schweden lootet ihr so Häuser, Scheunen und Autos. Immer auf der Suche nach Medipacks, Munition und Ausrüstung, um zu überleben und dem Geheimnis der leeren Welt auf die Spur zu kommen.

Wie funktioniert die Charakter-Progression in Generation Zero?

Das Level-System beschränkt sich in Generation Zero auf vier rudimentäre Skill-Trees mit jeweils zwölf Skills:

  • Combat
  • Support
  • Survival
  • Tech

Für Level-Aufstiege erhaltet ihr jeweils einen Skill-Punkt, den ihr dann in einer der vier Kategorien ausgeben könnt, um so zum Beispiel eure Ausdauer zu erhöhen. Manche Fähigkeiten besitzen zwei oder drei Stufen und lassen sich mehrmals upgraden.

Zwar lässt sich der eigene Charakter so nach belieben spezialisieren, an die Tiefe und Möglichkeiten des Level-Systems in Fallout 76 kommt Generation Zero aber nicht ran.

S.P.E.C.I.A.L.-System & Skill-Karten in Fallout 76

Fallout 76 bietet im Gegensatz dazu das aus Fallout 4 bekannte S.P.E.C.I.A.L.-System, das euch bei jedem Level-Aufstieg einen der sieben Charakter-Werte verbessern lässt:

  • Stärke
  • Wahrnehmung
  • Ausdauer
  • Charisma
  • Intelligenz
  • Beweglichkeit
  • Glück

Komplexität erhält das System durch sogenannte Skill-Karten, von denen ihr bei jedem Level-Aufstieg ebenfalls eine erhaltet. Diese bieten Boni, die euch zum Beispiel mehr Items tragen lassen. Ihr könnt aber nur so viele der auf den verschiedenen Werte-Kategorien basierenden Skill-Karten ausrüsten, wie ihr Punkte in die entsprechende Werte-Kategorie investiert habt.

Crafting-Schwergewicht vs. Minimalismus-Ansatz

Während Crafting in der Open-World von Fallout 76 eine große Rolle einnimmt- vom Häuser-Bau, über Mahlzeiten, bis hin zum Basteln eigener Waffen-Mods – spielt es in Generation Zero so gut wie keine Rolle. Wie bisher bekannt ist, upgradet ihr einzig eure Waffen mit gefundenen Aufsätzen (zum Beispiel Visiere & Schalldämpfer).

Wobei gerade eigener Häuser-Bau in Generation Zero mit seiner Spielwelt voller intakter, aber verlassener Dörfer und Städte wohl auch ziemliche Zeitverschwendung wäre.

Singleplayer, Koop oder PVP?

Beide Titel lassen sich entweder alleine oder in der Gruppe mit bis zu vier Spielern spielen. Der große Unterschied ist aber, dass ihr in Fallout 76 trotzdem niemals alleine auf der Map unterwegs seid.

Bis zu 24 Spieler befinden sich bei Bethesdas Rollenspiel auf einem Server. Was wiederum PVP-Elemente mit sich bringt, auf die Generation Zero komplett verzichtet.

In den verlassenen Weiten Schwedens von Generation Zero werden nie mehr als vier Spieler gleichzeitig unterwegs sein.

Open World mit unterschiedlichen Ansätzen

Trotz vieler Gemeinsamkeiten, wie einer riesigen Open World, dem Koop-Modus und einem Level-System, unterscheiden sich Fallout 76 und Generation Zero in ihrem grundsätzlichen Ansatz.

Während Fallout 76 mit seinen Crafting- und Charakter-Systemen eher an ein klassisches Rollenspiel erinnert, fühlt sich Generation Zero wie ein Schleich-Shooter mit Rollenspiel-Elementen an.

Eine große Anzahl an Emotes, Radiosender mit Musik aus den 50er Jahren und ein bunter, herbstlicher Wald als Startgebiet verleihen Fallout 76 eine eher leichte und helle Atmosphäre. Dem steht der dynamische 80er-Synthie-Soundtrack und die leer gefegte und in dunklen Farben gehaltene Spielwelt von Generation Zero entgegen.

Vor allem Fans der Netflix-Serie Stranger Things oder dem deutschen Überraschungs-Hit Dark dürften an der mysteriösen 80er-Atmosphäre von Generation Zero gefallen finden.

Expertise: Avalanche vs. Bethesda

Generation Zero und Fallout 76 sind für die jeweiligen Entwickler-Studios übrigens kein Neuland in Sachen Open World-Design.

Fallout 76-Entwickler Bethesda hatte in den letzten Jahren nicht nur zwei Teile der Fallout-Reihe zu verantworten (Fallout 3 & Fallout 4), auch die Elder Scrolls-Reihe entsteht seit Mitte der neunziger Jahre in Maryland, USA.

Die – wie auch Generation Zero – in Schweden ansässigen Avalanche Studios sind den meisten Spielern wohl als Entwickler der Open-World-Spielplätze der Just-Cause-Reihe bekannt. Aber mit dem offizielle Spiel zum Mad-Max-Franchise – Mad Max – aus dem Jahr 2015 sammelten die Avalanche Studios ebenfalls schon Erfahrung mit leer gefegten Spielwelten.

Ganz unbekannt sind sich die beiden Studios übrigens nicht. Zurzeit entsteht bei den Avalanche Studios – neben Generation Zero – noch Rage 2 in Zusammenarbeit mit id Software, bei dem Bethesda als Publisher fungiert, sowie Just Cause 4 mit Square Enix als Publisher.

Release von Generation Zero & Fallout 76

Während Fallout 76 schon am 14. November 2018 erscheint, ist für Generation Zero noch kein genaues Release-Datum bekannt. Die Entwickler Avalanche Studios peilen aber einen Release im Jahr 2019 an. Beide Spiele erscheinen für PC, PlayStation 4 und Xbox One.

So bleibt fürs erste genug Zeit, um sich im Ödland häuslich einzurichten und den mutierten Monstern Einhalt zu gebieten. Wir haben für euch deshalb alle Infos zur Beta und dem Release von Fallout 76 in einem Artikel zusammengetragen.

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Christoph Allgöwer
Christoph Allgöwer

Prakti. Student. Stuttgart, Gießen, Magdeburg, Berlin. In ganz Deutschland zu Hause. Zoo Tycoon bis To The Moon. Indie oder Triple A. Für allen Spaß zu haben.

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