Fallout 76: die wichtigsten Unterschiede zu Fallout 4

Was unterscheidet eigentlich Fallout 76 von Fallout 4? Was altbekannt ist und was sich gegenüber dem Vorgänger geändert hat, erfahrt ihr hier in unserer Übersicht.

  • von Veronika Kramer am 04.12.2018, 10:55 Uhr

Fallout 76 bringt einige Neuerungen ins Ödland, die Spieler bisher von Fallout-Spielen nicht gewohnt waren. Doch was sind die Unterschiede zwischen Fallout 76 und Fallout 4?

Bei uns erfahrt ihr

  • welche neuen Gameplay-Elemente es gibt
  • wie bestehende Systeme verbessert wurden
  • und was es sonst noch Neues gibt.

Wer Fallout 4 geliebt hat, wird auch an Fallout 76 jede Menge Spaß haben. Zwar handelt es sich beim neuen Teil nicht einfach um eine Fortsetzung (genau genommen ist es eine Prequel zu den Vorgängern), aber das Game hält an einigen altbewährten Prinzipien fest – und nimmt ein paar neue hinzu.

Crafting ist nach wie vor ein wichtiger Bestandteil und auch der Pip-Boy begleitet uns durch die vom Krieg gezeichnete Welt außerhalb des Vaults 76. Doch gibt es in der neuen Welt Appalachia (in West Virginia) neben der Tatsache, dass Spieler selbst Atomraketen starten können noch einige weitreichendere Neuerungen. Welche das sind, verraten wir euch hier.

Inhaltsverzeichnis

1. Multiplayer statt Singleplayer
2. Ein Fest für C.A.M.P.er
3. Das S.P.E.C.I.A.L.-Charaktersystem mischt die Karten neu
4. V.A.T.S. zielt in Echtzeit
5. Eine Welt so groß, dass sie nicht mehr auf den Pip-Boy passt

1. Multiplayer statt Singleplayer

Die wohl größte Veränderung für Fallout-Fans ist die Tatsache, dass sie nicht mehr die einzigen Spieler in der Welt sind. Fallout 76 hat keinen Singleplayer– oder Offline-Modus. Es handelt sich um ein reines Online-Multiplayer-Rollenspiel mit Survival-Mechaniken und findet auf dedizierten Servern statt, auf denen sich bis zu 24 Spieler gleichzeitig tummeln.

Es gibt darüber hinaus keine menschlichen NPCs. Alle Menschen, denen ihr begegnet, sind andere Spieler. Tut ihr euch zusammen, seid ihr stärker im Kampf ums Überleben. So spawnen beispielsweise Events mit kleinen Bossen, die ihr gemeinsam deutlich effizienter erledigen könnt.

Es ist möglich, im Team von bis zu vier Spielern auf den Server zu gehen und die Region Appalachia zu erkunden. Für alle Einzelgänger, die lieber alleine im Schrott wühlen und fiese Mutanten bekämpfen, besteht natürlich kein Zwang zum Teambuilding. Andere Spieler stellen für euch außerdem keine Gefahr dar. Es gibt jedoch eine Art PvP-Modus: Greift euch ein Spieler tätlich an, ist das eine Aufforderung zum Duell. Schlagt ihr zurück, nehmt ihr das Duell an.

Falls ihr lieber in Ruhe gelassen werden wollt, ist das auch kein Problem: Wenn ihr die Einladung zum Duell nicht akzeptiert, verursacht der andere Spieler bei euch nur minimal Schaden. Und wer trotzdem weiter draufhaut und einen Spieler umlegt, mit dem geht der Hersteller Bethesda nicht zimperlich um: Für ein Kopfgeld wird derjenige bis zu seinem Tod durch einen anderen Spieler zum Abschuss freigegeben und als »Gesucht« markiert.

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2. Ein Fest für C.A.M.P.er

Crafting und Modden steht beim Überleben in der postapokalyptischen Weite Appalachias im Vordergrund. Natürlich gibt es auch hier wieder diverse Werkbänke, Kochstellen und andere Crafting-Stationen, die auf der Welt verteilt sind und einfach benutzt werden können.

Ganz neu ist allerdings, dass ihr auch eine mobile Basis habt, die ihr jederzeit aufschlagen könnt, wo immer ihr wollt. Dieses Computergestützte Assistenzsystem für mobile Produktion, kurz C.A.M.P., bietet euch die Möglichkeit, euch häuslich einzurichten, Inventar zu lagern und alles herzustellen, was ihr fürs Überleben benötigt.

Alle Werkbänke und Stationen, die ihr in eurer Basis errichtet habt, sind jederzeit verfügbar, wenn ihr sie braucht. Gegen eine kleine Gebühr von ein paar Kronkorken könnt ihr das C.A.M.P. einfach am Ort eurer Wahl neu errichten. Wie ihr euer Leben als Camper am einfachsten gestaltet und wie ihr eure Basis sicher macht, verrät euch unser Guide.

3. Das S.P.E.C.I.A.L.-Charaktersystem mischt die Karten neu

Aus Fallout 4 und den Teilen davor kennt ihr das bewährte S.P.E.C.I.A.L.-Charaktersystem. Hier könnt ihr die Attribute Stärke, Wahrnehmung, Ausdauer, Charisma, Intelligenz, Beweglichkeit und Glück mit Skillpunkten leveln. So weit, so bekannt. Neu ist in Fallout 76, dass ihr zusätzlich über Skill-Karten verfügt, auch Perk-Karten genannt.

Jeder Stufenanstieg ermöglicht euch, eine neue Karte zusätzlich auf das entsprechenden Attribut zu legen. Die Skill-Karten geben euch Boni auf unterschiedliche Fähigkeiten. So geben einige Charisma-basierte Karten einen Bonus auf Teamfähigkeiten, wer ein Crafting-Experte werden möchte sollte eher auf Skill-Karten der Kategorie Intelligenz setzen.

Je mehr Punkte ihr bei einem Attribut vergeben habt, desto mehr und höherwertige Karten könnt ihr dort ausrüsten. Übrigens müsst ihr euch in punkto Skills nicht festlegen: Die Punkte für die Attribute sind zwar nach wie vor unveränderlich, aber Skill-Karten könnt ihr jederzeit neu sortieren und passend für jede Situation neu ausrüsten.

4. V.A.T.S. zielt in Echtzeit

Das Vault-Tec-Zielunterstützungssystem V.A.T.S. ist aus Fallout 4 und den Vorgängerspielen bekannt. Die Tatsache, dass Fallout 76 nur online gespielt wird, wirkt sich direkt auf seine Bedienung aus. V.A.T.S. hat bislang die Zeit während des Zielens stark verlangsamt, so dass ihr in Ruhe überlegen konntet, welches Körperteil ihr anvisiert. Das ist nun vorbei. Online müsst ihr das Zielunterstützungssystem in Echtzeit bedienen.

5. Eine Welt so groß, dass sie nicht mehr auf den Pip-Boy passt

Noch in Fallout 4 hattet ihr nur über den Pip-Boy Zugriff auf die Weltkarte – in bekannt monochrom-grüner Optik. Fallout 76 ist deutlich größer als der Commonwealth in Fallout 4 und wartet mit einer Karte auf, die ihr über das Steuerungsmenü außerhalb des Pip-Boy aufruft (Options-Button auf PS4) und die euch bildschirmgroß in prächtigen Farben die Welt von Appalachia zeigt. Darauf seht ihr deutlich wo euer Ziel liegt, wo ihr euch befindet und wo sich die anderen Spieler herumtreiben.

Optisch ist West Virginia auch außerhalb der Map-Ansicht eine angenehme Überraschung. Besonders in Sachen Farben stellt Fallout 76 den Vorgänger Fallout 4 noch mal in den Schatten. Damit ihr das postapokalyptische Spektakel auch in vollen Zügen genießen könnt, hat Fallout 76 einen Foto-Modus, mit dem ihr das UI ausblenden und unvergessliche Bilder von eurem Aufenthalt in Appalachia schießen könnt.

Die besten Tipps, wie ihr im Ödland von West Virginia überlebt, gibt es in unserem Fallout 76 Survival-Guide. Mehr Infos zu Fallout 76 findet ihr in unserem Übersichtsartikel.

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Veronika Kramer
Veronika Kramer

Im zarten Alter von elf Jahren ist Vero am C128 kleben geblieben und seither nicht mehr von Spielen losgekommen. Sie setzt sich für Videogames als Familien-Event ein und glaubt, dass Spiele die Menschen und die Welt verändern können. Ob Rollenspiel, Action-Adventure oder Shooter: Für Vero muss die virtuelle Welt stimmig und die Story gut sein.

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