eSport: Von Dota bis PUBG – Alles, was ihr wissen müsst

Wir erklären euch, was ihr alles über die neue Form des Sports wissen müsst und machen euch zu eSport-Experten.

  • von Redaktion Gamez am 18.02.2019, 16:30 Uhr
Overwatch-Heldin D.Va in ihrem Mech.

In diesem Guide zu eSport erklären wir euch

  • was eSport ist
  • welche Genres und Spiele besonders beliebt sind
  • welche eSports-Events ihr auf keinen Fall verpassen dürft

eSport ist in aller Munde. Die neue Form des elektronischen Sports sorgt immer wieder für Schlagzeilen. Das ist nicht verwunderlich, denn die Preisgelder steigen rasant an und professionelle Vereine sehen eine Chance, in dieser jungen Sport-Kategorie Fuß zu fassen.

Doch eSport kämpft oft mit Missverständnissen und Vorurteilen. Wir wollen Licht ins Dunkel bringen. Deshalb dreht sich dieser Guide unter anderem darum, welche Genres und Spiele besonders beliebt sind oder ob eSport schon bald eine olympische Disziplin sein könnte.

Guide-Inhaltsverzeichnis

  1. Was ist eSport?
  2. Welche Genres & Spiele sind besonders beliebt?
  3. Wer sind die größten eSportler?
  4. Welche eSports-Events darf ich auf keinen Fall verpassen?
  5. Wird eSport bald olympisch sein?
  6. Welchen Stellenwert hat eSport in anderen Ländern?
  7. Wie kann ich selbst eSportler werden?

1. Was ist eSport?

eSport bezeichnet einen Wettkampf, der mithilfe eines Computers oder einer Konsole durchgeführt wird. Online oder offline treten Kontrahenten in Einzel- oder Team-Wettbewerben gegeneinander an. Damit gibt es eSport theoretisch seit dem ersten Videospiel mit Versus-Modus. Erst mit der Verbreitung des Internets hat es sich jedoch zu dem globalen Phänomen entwickelt, das es heutzutage ist.

2. Welche Genres & Spiele sind besonders beliebt?

eSport ist so vielfältig wie normaler Sport. Daher gibt es viele eSports-Spiele aus vielen unterschiedlichen Genres, die online auf Seiten wie Twitch und YouTube oder offline auf Events von zahlreichen Zuschauern verfolgt werden.

Sport-Spiele

Sport und eSport – das passt einfach zusammen. Jeder kennt die Regeln und die Grafik ist mittlerweile so realistisch, dass ihr glatt glaubt ein reales Sportereignis mitzuverfolgen. Ganz vorne mit dabei ist natürlich der beliebteste Sport der Welt: Fußball.

Mit FIFA veröffentlicht der Publisher EA jedes Jahr eine neue Version der erfolgreichen Serie. Neben den neuen Modi (wie die Champions League in FIFA 19) sind besonders die Gameplay-Veränderungen wichtig für die eSports-Saison. Die trägt übrigens den Namen “Global Series“.

Um sich für das große Finale (den FIFA eWorld Cup) zu qualifizieren, müssen die Spieler während der Saison Punkte in Turnieren wie den monatlich stattfindenden FUT-Champions-Cups sammeln. Mittlerweile sind auch Bundesligavereine wie der VfL Wolfsburg und der FC Schalke 04 im eSport aktiv. Auch in Sachen Tennis gibt’s Bewegung: Die Französische Tennis Federation hat in Kooperation mit dem Publisher Bigben Interactive das “Tennis World Tour eSports”-Turnier ins Leben gerufen.

Ego-Shooter

Viel Fingerspitzengefühl, ein ruhiger Puls und eine gute Strategie sind bei Ego-Shootern im eSport notwendig. Die Anzahl der beliebten Spiele ist groß. Dank zahlreicher Turniere und professionell aufgestellten Teams, etablierte sich Counter Strike: Global Offensive (CS:GO) von Valve als einer der größten eSport-Titel überhaupt.

Das Gameplay ist flott und treibt den Adrenalinspiegel schnell in die Höhe. CS:GO ist auch ein Dauerbrenner bei den beliebtesten Videospielen auf Twitch. Ein weiterer Vertreter ist Overwatch.

Blizzard hat mit diesem First Person-Shooter nicht nur ein populäres Spiel veröffentlicht, sondern setzt alles daran, den erfolgreichen Hero-Shooter zu einem festen Bestandteil der eSport-Welt zu machen. In der Overwatch League treten Teams gegeneinander an. Sie repräsentieren Städte – wie im traditionellen Sport. Hier finden regelmäßige Events und natürlich das große Finale am Ende der Saison statt.

In Ubisofts Team-Shooter Tom Clancy’s Rainbow Six Siege sind Zusammenarbeit und richtige Operator-Wahl Trumpf. Teams aus Europa, Nordamerika, Lateinamerika, Japan oder Korea treten in der Profiliga gegeneinander an.

RTS

Das Genre der Real Time Strategy, also Echtzeit-Strategie, ist fest mit eSports verzahnt. Grund hierfür: StarCraft von Blizzard. Besonders in Südkorea begeistert die StarCraft-Serie Millionen von Zuschauern und hat einige eSportler zu echten Megastars gemacht.

MOBA

Für viele sind MOBAs eine Weiterentwicklung von RTS-Spielen. Mit einer Auswahl von hunderten Helden oder Champions müssen Spieler das perfekte Team zusammenstellen und die Basis der Gegner einnehmen. Gespielt wird auf einer genau symmetrischen Karte. Beim eSport hat das MOBA-Genre den großen Bruder RTS klar übertrumpft – das liegt an gleich zwei Spielen.

League of Legends (LoL) von Riot Games für den PC ist mit millionenschweren Preisgeldern und unzähligen Zuschauern ein eSport-Riese. Von den Arenen bis hin zu Übertragungen: LoL macht vor, wie professionell moderner eSport aussehen kann. Das zeigt sich auch an der Beliebtheit.

Ähnlich riesig ist Dota 2 von Valve für PC. Beim International 2018, dem größten Turnier des Jahres, betrug das Preisgeld über 25 Millionen US-Dollar. 18 Teams traten dabei gegeneinander an, Kommentatoren begleiteten das Event auf Englisch, Russisch und Chinesisch.

Kampfspiele

Im Gegensatz zu komplizierten Genres wie MOBA, versteht jeder sofort, um was es bei Kampfspielen geht. Zwei Kontrahenten stehen sich gegenüber – wer am Ende noch steht, gewinnt. Erneut dominieren zwei Serien die eSport-Szene.

Street Fighter von Capcom dürfte für viele das erstes Kampfspiel gewesen sein. Ryus Hadouken ist einer der bekanntesten Angriffe der Videospielgeschichte. Das ganze Jahr über finden Turniere der Capcom Pro Tour statt, in denen sich die besten Spieler für das Finale (Capcom Cup) qualifizieren. Aktuell wird in Street Fighter V: Arcade Edition auf PlayStation 4 gegeneinander gekämpft.

Um das zweite große Kampfspiel entzünden sich hitzige Diskussionen. Einige denken, die Bezeichnung “Partyspiel” wäre dafür angebrachter. Natürlich sprechen wir von der Smash Bros.-Reihe von Nintendo, die aktuell mit Super Smash Bros. Ultimate auf Nintendo Switch für heiße Gefechte sorgt. Hier müssen sich Kontrahenten gegenseitig aus der Arena katapultieren.

Battle Royale

Das jüngste eSport-Genre hat eine einfache Prämisse: 100 Spieler gehen an den Start, wer als Letztes übrig bleibt, gewinnt. Zwei Titel repräsentieren dieses Spielprinzip und holten den großen Battle Royale-Hype in die Welt des eSports.

PUBG (Playerunknown’s Battlegrounds) hat den großen Begeisterung losgetreten und bietet eine ernste Battle Royale-Erfahrung. Für 2019 haben die Entwickler große eSports-Pläne. Sechs regionale Profi-Ligen auf der ganzen Welt sollen mit jeweils eigenen Turnieren starten. Am Ende der Saison stehen die Global Championships an.

In Fortnite von Epic Games wird nicht nur um die Wette getanzt, sondern auch geschossen. 100 Kontrahenten landen auf einer Insel und müssen sich gegenseitig ausschalten, um am Ende den “Epischen Sieg” davonzutragen. Im Gegensatz zu PUBG sammelt ihr Ressourcen und stampft Gebäude aus dem Boden, was dem Spielprinzip einen ganz eigenen Twist gibt. Fortnite kommt so langsam in Rollen, die Entwickler planen wichtige Streaming-Tools und ganze Turnier-Serien mit eSport-Fokus. Mit Apex Legends hat Fortnite zudem vor kurzem einen mächtigen Konkurrenten bekommen.

3. Wer sind die größten eSportler?

Über die Jahre haben sich einige Top-Mannschaften formiert, die in mehreren eSports-Spielen um Trophäen konkurrieren. Bekannte Namen sind zum Beispiel Team Liquid aus den Niederlanden, die besonders in Dota erfolgreich sind. Evil Geniuses aus Nordamerika, OG aus Europa oder Fnatic aus England sind im eSport so bekannt wie Bundesligavereine. Einzelne Spieler wie KuroKy, SumalL, N0tall und flusha werden sogar wie Profi-Fußballer umjubelt.

Aktuell dürfte der bekannteste Einzelsportler aber Ninja sein, der Fortnite spielt. Im noch jungen eSport konnte der Twitch-Streamer schon einige Erfolge feiern. Was Smash Bros. für Wii U angeht, existiert ein ganz klarer Spitzenreiter. Gonzalo Barrios, besser bekannt als ZeRo, gewann 2015 unvorstellbare 56 Turniere in Folge.

4. Welche eSports-Events darf ich auf keinen Fall verpassen?

  • Die DreamHack ist ein Gaming-Festival für eSport, Cosplay, LAN-Parties und mehr. Sie findet in Leipzig statt. Hier werden Titel wie Smash Bros., Hearthstone und Rocket League gespielt.
  • EVO ist das größte Kampfspiel-Turnier der Welt und findet jedes Jahr in Las Vegas, USA statt. Neben Street Fighter und Smash Bros. gibt es hier noch andere Titel wie Tekken zu sehen.
  • The Invitational ist das Highlight der Dota 2-Saison und fesselt jedes Jahr Millionen von Zuschauern auf der ganzen Welt.
  • League of Legends World kann zwar nicht mit dem Preisgeld von Dota 2 mithalten, aber auch hier gibt es sehr viele treue Fans.

5. Wird eSport bald olympisch?

Diese Frage taucht immer wieder auf und wird heiß diskutiert. Fürs erste heißt die Antwort aber ganz klar: nein. Thomas Bach, Präsident des Internationalen Olympische Komitees, hat eSports bei Olympia für die nähere Zukunft eine klare Absage erteilt.

6. Welchen Stellenwert hat eSport in anderen Ländern?

Während Deutschland in puncto eSport-Förderung noch zaghaft ist, haben andere Länder schon längst das Potenzial entdeckt. Die Vorreiterrolle nimmt dabei Südkorea ein. eSportler gelten als Athleten und können nach einer erfolgreichen Karriere in StarCraft auch zum TV-Star aufsteigen. Nicht nur das – Südkorea hat sich über die Jahre in vielen bekannten eSport-Titeln eine Favoritenrolle erkämpft.

Auch China investiert viel in eSport. So werden Trainingszentren erbaut, um die besten Videospieler des Landes so gut wie möglich zu fördern. Spiele wie Dota 2 und PUBG sind besonders beliebt im Reich der Mitte.

Ihr müsst aber gar nicht so weit in die Ferne blicken. Dänemark macht’s vor: Das relativ kleine Land in Europa hat sich in CS:GO zu einer der Top-Nationen entwickelt.

7. Wie kann ich selbst eSportler werden?

Mitmachen und viel trainieren. Ob nun bei FIFA 19 oder Overwatch – Spiele mit eSport-Fokus bieten oft einen entsprechenden Modus an, bei dem es richtig zur Sache geht. Das richtige Equipment kann auch nicht schaden, wir empfehlen einen leistungsstarken Controller oder hochwertige Maus sowie Tastatur. Schnelles Internet und ein reaktionsschneller Monitor sind auch hilfreich, um gegen die Besten zu bestehen.

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Redaktion Gamez
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