Dreams Editor: Die wichtigsten Funktionen erklärt

Der Editor aus Dreams ist ein mächtiges Werkzeug, um an der PS4 eigene Spiele zu entwickeln. Allerdings braucht es etwas Übung, um reinzukommen. Die wichtigsten Funktionen für Einsteiger haben wir daher übersichtlich für euch zusammengefasst.

  • von Sönke Siemens am 19.02.2020, 11:42 Uhr
Dreams Editor Wichtel

In diesem Guide zu Dreams erfahrt ihr, wie man…

  • die Kamera optimal nutzt
  • Elemente platziert, skaliert, klont und gruppiert
  • Überzüge, Stile und Effekte ändert
  • einfache Animationen und Gameplay-Logiken ergänzt

Im Modus Traumformen könnt ihr in Dreams (Jetzt bei MediaMarkt kaufen!) so ziemlich alles erschaffen. Bevor es allerdings soweit ist, gilt es, die Grundlagen des Editors kennenzulernen. Welche das sind, verrät dieser Artikel.

Ergänzend dazu raten wird euch dringend, im Spiel die zahlreichen Anfänger-Tutorials aus der Rubrik Träume-Werkstatt gewissenhaft durchzuarbeiten. So könnt ihr die hier angerissenen Themen vertiefen. Erst danach solltet ihr mit den Übungen für Fortgeschrittene fortfahren. Ihr wollt Top-Kreationen anderer Träumer sehen? Dann schaut euch mal unser Special Dreams: Die besten Community-Level an.

Inhaltsverzeichnis

  1. Dreams: Die Grundlagen der Kamerasteuerung
  2. Objekte platzieren, bewegen, skalieren, löschen
  3. Dreams: Klonen und wiederholtes Klonen
  4. Objekte gruppieren; Heranfahren-Funktion
  5. Wie färbe ich Objekte & passe Details an? – Überzugs-, Stil- & Effektmodus
  6. Wie animiere ich Objekte in Dreams?
  7. Gameplay-Logiken – Auslösezonen und Beweger

Dreams: Die Grundlagen der Kamerasteuerung

In Dreams von Media Molecule erschafft ihr eure Kunstwerke und Spiele auf einem dreidimensionalen Reißbrett. Bevor ihr loslegt, solltet ihr euch mit der Kamerasteuerung vertraut machen. Die Grundlagen sind simpel. Der linke Stick steuert eure Bewegung im Raum, während der rechte eure Ansicht um die eigene Achse rotiert. Wollt ihr die Kameraposition anheben oder absenken, haltet ihr einfach die L1-Taste gedrückt und schiebt dann den linken Stick vor, beziehungsweise zurück.

Ergänzend dazu bietet Dreams verschiedene Kamera-Komfortfunktionen. Die wichtigste ist die Fixkamera. Platziert den Cursor über einem Objekt und haltet die R1 Taste gedrückt. Anschließend könnt ihr die Kamera mit dem linken Stick mühelos heran- und herauszoomen.

Der rechte Stick hingegen rotiert die Kamera im Kreis um das anvisierte Objekt. Das ist vor allem dann nützlich, wenn ihr bereits platzierte Objekte schnell aus allen Richtungen überprüfen wollt. Profi-Tipp: Wenn ihr ein Objekt durch Gedrückthalten von L1 selektiert und danach die R1-Taste drückt, eilt die Kamera im Handumdrehen dorthin.

Habt ihr trotzdem mal die Orientierung verloren, helfen Kamera-Lesezeichen. Denn damit springt die Kamera sofort zurück auf eine von euch vorgegebene Position. Um ein Kamera-Lesezeichen anzulegen, richtet ihr die Kamera wie gewünscht aus und fahrt mit dem Cursor oben links über das Puzzle-Symbol. Zum Schluss noch auf „Kamera-Lesezeichen hinzufügen“ klicken.

Dreams: Objekte platzieren, bewegen, skalieren, löschen

Um eine leere Dreams-Szene mit ersten Inhalten zu füllen, geht ihr in der Regel nach ein und demselben Schema vor. Mit der Viereck-Taste öffnet ihr das Zusammenbau-Menü am oberen Bildrand. Über den Menüpunkt „Durchsuchen“ macht ihr euch sodann auf die Suche nach einem Element, das ihr in eurer Kreation verwenden möchtet. Grundlegende Levelbausteine wie etwa Quader und Wände findet ihr in der Sammlung Mm-Modelle, Charaktere dagegen in Mm-Charaktere. Die Namen der Sammlungen sind soweit selbsterklärend.

Habt ihr euch für ein Objekt entschieden, könnt ihr es mit der X-Taste beliebig oft im Raum platzieren. In Dreams sagt man dazu stempeln. Wischt ihr mit dem Finger auf dem Touchpad des DualShock 4 Controller (Jetzt bei MediaMarkt kaufen!), dreht ihr das gerade selektierte Objekt um die eigene Achse.

Oben und unten auf dem D-Pad sind fürs Skalieren zuständig. Soll ein Element kleiner werden, haltet ihr die untere D-Pad-Taste gedrückt. Soll es größer werden die obere.

Merkt euch ferner die Dreieck-Taste. Sie richtet das gerade ausgewählte Element an der nächstbesten horizontalen oder vertikalen Achse aus. Eine überaus wichtige Funktion, speziell, wenn ihr viel Wert auf gerade Linien legt.

Falsch platzierte Objekte zu entfernen, ist ebenfalls ein Kinderspiel. Einfach den Cursor über dem Problem-Element schweben lassen und die Dreieck-Taste drücken. Ganz wichtig: Falsch durchgeführte Aktionen macht ihr durch Drücken von D-Pad links jederzeit rückgängig. Drückt ihr dagegen auf dem D-Pad nach rechts, macht das den letzten Rückgängig-Schritt ungeschehen.

Dreams: Klonen und wiederholtes Klonen

Eine immer wieder benötigte Standardfunktion ist das Klonen. Um ein bereits platziertes Objekt auf dem Reißbrett zu duplizieren, bewegt ihr den Cursor darüber, haltet die L1-Taste gedrückt und betätigt dann die R2-Taste. Das selektierte Objekte erscheint nun ein weiteres Mal. Solange ihr nach dem Klonen R2 gedrückt haltet, könnt ihr das geklonte Objekte direkt an den gewünschten Ort verschieben. Was ihr mit Klonen vervielfältigt, spielt keine Rolle.

Fast noch praktischer ist das wiederholte Klonen. Hiermit erstellt ihr in Windeseile Kopien eines Objekts und ordnet diese in gleichmäßigen Abständen zueinander an. Ein Beispiel: Ihr wollt den Boden eines Levels durch eine Treppe mit einer höher gelegenen Plattform verbinden. Normalerweise müsstet ihr nun nacheinander mehrere Bodenplatten so im Raum anordnen, dass sie eine Treppe ergeben.

Viel einfacher und schneller geht es mit dem wiederholten Klonen. Platziert dafür zunächst eine Bodenplatte leicht versetzt über dem Boden, sodass euer Held sie mit einem Sprung noch erreichen kann. Anschließend haltet ihr die L1-Taste gedrückt, gefolgt von R2. Die Bodenplatte wird geklont und kann in Position gebracht werden. Wichtig: Lasst R2 nicht los, sondern nur L1. Die Folge: Im Menü taucht jetzt die Option „Klone einfügen“ auf.

Drückt ihr nun auf dem D-Pad nach links, fügt Dreams zwischen ursprünglicher und geklonter Bodenplatte einen weiteren Klon der Platte ein. Drückt ihr D-Pad links mehrmals, kommen weitere Bodenplatten-Klone hinzu. D-Pad rechts hingegen reduziert die Zahl der Klone. Zugegeben, diese Technik braucht etwas Einarbeitung. Habt ihr den Dreh aber erst einmal raus, sind Treppen und vieles andere im Handumdrehen fertig.

Dreams: Objekte gruppieren; Heranfahren-Funktion

Eine weitere essenziell wichtige Editor-Funktion ist das Gruppieren. Hiermit fügt ihr mehrere Objekte einer Gruppe hinzu. Die gruppierten Objekte verhalten sich wie ein einzelnes Element, das bewegt, geklont oder gelöscht werden kann. Eine Gruppe zu erstellen, ist kinderleicht. Bewegt den Wichtel über das erste Objekt, das einer Gruppe hinzugefügt werden soll und drückt die X-Taste.

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Das Objekt wird daraufhin durch eine gestrichelte Linie umrandet. Wiederholt diesen Schritt so lange, bis alle gewünschten Objekte ebenfalls über eine Umrandung verfügen. Abschließend klickt ihr rechts im Bild auf das kreisförmige Plus-Zeichen und schon definiert Dreams die markierten Objekte als Gruppe. Keine Sorge: Die Gruppierung lässt sich jederzeit aufheben.

Wollt ihr die Objekte innerhalb einer Gruppe neu anordnen, benötigt ihr die Funktion Heranfahren. Das passende Symbol ist ein nach rechts zeigender Pfeil in einem Kreis. Klickt ihn an, während eine Gruppe selektiert ist und Dreams blendet alles aus – außer die Elemente der Gruppe. Jetzt könnt ihr die Gruppenelemente nach Belieben neu anordnen oder nicht benötigte Objekte aus der Gruppe entfernen. Fertig? Mit L1 + Kreis-Taste verlasst ihr den Heranfahren-Modus.

Wie färbe ich Objekte & passe Details an? – Überzugs-, Stil- & Effektmodus

Die vorgegebenen Editor-Objekte sind streckenweise etwas langweilig. Um sie aufzupeppen, habt ihr viele Möglichkeiten. Den Anfang macht Tönen – hier repräsentiert durch das Symbol einer Airbrush-Pistole. Ihr findet sie im Zusammenbau-Menü unter Modi. Nun noch eine Farbe auswählen, das gewünschte Objekte in den Fokus nehmen und R2 gedrückt halten.

Das tut ihr so lange, bis die beabsichtigte Farbintensität erreicht ist. Um die Intensität zu reduzieren, einfach Dreieck drücken. Der Wichtel wird transparent und ihr könnt durch Drücken von R2 Farbe entfernen.

Weiter geht’s mit dem Stilmodus – zu finden im Modi-Menü direkt neben dem Überzugsmodus. Hiermit passt ihr die Detailgenauigkeit der Flecken an, aus denen sich letztendlich jedes Objekt in Dreams zusammensetzt. Einst glatte Flächen werden dadurch unebener, was durchaus interessant aussieht.

Ziemlich wichtig ist außerdem „Kämmen“. Streicht ihr damit beispielsweise von links nach rechts über animiertes Wasser, erhält das kühle Nass die von euch vorgegebene Fließrichtung.

Nun zu den Effektmodi. Mit ihrer Hilfe fügt ihr ausgewählten Flecken euer Kreation Effekte hinzu. Mit „Kochen“ sprudeln sie dann wie kochendes Wasser. „Fließen“ lässt sie wie einen Fluss fließen. Mit „Wellen“ wehen sie wie Grashalme im Wind und mit „Verdunsten“ steigen die Flecken wie Dampf in die Luft empor. „Pulsieren“ wiederum bewirkt genau das, was der Name andeutet.

Wie animiere ich Objekte in Dreams?

Wer Spiele mit Dreams baut, muss keine Zeile Programmcode schreiben. Stattdessen löst ihr Probleme oft spielerisch. Ein schönes Beispiel hierfür sind sich bewegende Levelobjekte. Nehmen wir an, ihr braucht einen Lift, der zwischen Plattformen ständig hoch und runterfährt. Öffnet dazu zuerst das durch eine Filmklappe gekennzeichnete Animieren-Menü. Danach klickt ihr auf den Menüpunkt ganz links, was der Szene ein Aufnahmegerät hinzufügt.

Kaum platziert, erscheint rechts am Bildrand ein roter Kreis mit den Buchstaben REC darin. Oben am Bildrand ist derweil die Fortschrittsleiste zu sehen. Startet jetzt die Aufnahme, greift die Lift-Plattform und bewegt sie langsam vom Startort zum Zielort. Also so, wie sich der Lift letztendlich in eurem Level bewegen soll. Klickt danach im Kontextmenü auf „Aufnahme beenden“ und eure erste Animation ist im Kasten. Um sie in Aktion zu sehen, einfach den rechten Stick (R3) hineindrücken.

Seid ihr unzufrieden, könnt ihr die Aufnahme jederzeit neu starten. Weitere Feintuningmöglichkeiten bietet das „Animation anpassen“-Menü. Ruft es auf, indem ihr den Cursor über das Aufnahmegerät bewegt und dann L1+Viereck drückt. Damit sich der Lift gleichmäßig von A nach B und zurück bewegt, empfiehlt sich der Abspielmodus “Pingpong”. Ein Ändern der Abspielgeschwindigkeit ist hier ebenfalls möglich.

Gameplay-Logiken erklärt: Auslösezonen und Beweger

Eine Szene spielerisch interessant zu gestalten, ist in Dreams auf vielfältige Art und Weise möglich. In jedem Fall benötigt ihr dafür Gameplay-Logiken. Ein guter Einstieg in diese Materie sind Auslösezonen und Beweger. Nehmen wir an, eine schwebende Plattform soll zu rotieren beginnen, wenn eure Spielfigur einen bestimmten Bereich im Level erreicht hat.

Um den sensitiven Bereich zu definieren, platziert ihr dort zunächst eine Auslösezone. Ihr findet sie im Zusammenbau-Menü unter Geräte > Sensoren & Eingabe > Auslösezone. Klickt mit der X-Taste auf das platzierte Auslösezonen-Symbol und ihr seht eine grün leuchtende Sphäre. Verschiebt diese so, dass die Figur später hindurchlaufen kann.

Im Anschluss verknüpft ihr einen Rotator mit der Plattform, die sich im Kreis drehen soll. Rotatoren findet ihr unter Geräte > Beweger & Ausgabe. Nutzt beim Platzieren die kontextsensitive Funktion „Oberfläche einrasten“. Auf diese Weise wird der Rotator beim Stempeln direkt mit dem gewünschten Objekt verbunden.

Abschließend stellt ihr eine logische Verknüpfung zwischen der Auslösezone und dem Rotator her. Nur so kann der Mechanismus in Gang gesetzt werden. Klickt dazu auf den „Aufgespürt“-Ausgang der Auslösezone und befestigt das Kabel mit dem Stromeingang des Rotator-Symbols. Testet das Ergebnis danach im Spielmodus. Funktioniert? Sehr gut, denn nun habt ihr eure erste logische Verknüpfung erstellt.

Streng genommen ist das allerdings nur die Spitze des Eisbergs. Experimentiert daher auch mit den unzähligen anderen Logik-Mechanismen und verinnerlicht die ausführlichen Tutorials von Dreams. Scheut euch zudem nicht, die Kreationen anderer zu remixen. Auf diese Weise könnt ihr sehen, mit welchen Methoden sie Herausforderungen gemeistert haben.

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Sönke Siemens
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