Der Xbox One-Controller: Schnörkelloses Pad für Profi-Zocker

In ihrer Standard-Ausführung ist der aktuellen Microsoft-Konsole ein Xbox One Wireless Controller beigelegt - und der ist ergonomisch wie funktional ein äußerst gelungenes Stück Ingenieursarbeit. Zwar ist der Controller weniger innovativ und Feature-schwer als sein PS4-Pendant, das neben allerlei Tasten und Sticks auch auf Bewegungssensoren und Touchpad vertraut. Er leistet aber im normalen Spielebetrieb hervorragende Dienste. Wer auf der Xbox One mit Gesten durch Menüs und Spiele navigieren will, muss auf die Bewegungsperipherie Kinect zurückgreifen, die in frühen Konsolen-Bundles beiliegt oder einzeln erhältlich ist.

  • von Stephan Freundorfer am 16.03.2016, 12:21 Uhr

Überlegt überarbeitet

Der Xbox One Controller ist eine konsequente Weiterentwicklung des Xbox 360-Pads, das in Video- und PC-Spielerkreisen einen guten Ruf genießt. “Mehr als 40 Neuerungen und Verbesserungen” stecken laut Hersteller Microsoft in dem neuen Controller, und die machen diesen wirklich komfortabler und präziser als den Vorgänger.

Zwei Analog-Sticks, vier Action-Buttons und ein digitales Steuerkreuz (das D-Pad, das nun genauer als bei der Xbox 360 arbeitet) sind Standard, und wie sich’s gehört bietet der Controller auch vier Zeigefingertasten. Die Besonderheit der beiden unteren, den sogenannten Triggern: Sie sind nicht nur analog, dienen also z.B. zum gefühlvollen, dosierten Gasgeben und Bremsen in einem Autorennspiel, sondern sind auch mit eigenen Force Feedback-Motoren ausgestattet, welche die Zeigefinger mit einer fühlbaren Rückmeldung des Spiels versorgen.

Der kabellose Controller arbeitet mit zwei AA-Batterien oder -Akkus und bietet eine Anschlussmöglichkeit für Kopfhörer bzw. Headset. Die erste Controller-Version benötigt dabei ausgesuchte Peripherie bzw. einen Adapter, aktuelle Modelle verfügen auch über eine klassische 3,5mm-Buchse.

Pad für Profis: Der Elite Controller

Der seit Ende 2015 erhältliche Elite Controller von Microsoft ist zunächst mal beim Preis eine Klasse für sich: Er kommt rund dreimal teurer als der normale Xbox One Wireless Controller. Trotzdem war das Gerät wochenlang ausverkauft, und die Glücklichen, die das Gerät ergattern konnten, sind ausnahmslos voll des Lobes.

Zunächst einmal sieht das Pad, das in einer eigenen Tasche mit allerlei Zusatzelementen geliefert wird, edler aus und ist auch schwerer als die Standard-Version. Mehr hochwertiges Material wurde verarbeitet, was den Controller robuster, komfortabler und präziser macht. Die Analog-Sticks lassen sich austauschen – insgesamt drei Paar werden mitgeliefert, die sich in Länge bzw. Wölbung der Spitze unterscheiden. 

Auch für das D-Pad gibt es zwei Varianten – ein gewöhnliches Kreuz sowie eine konkave Fläche, die wie alle anderen auswechselbaren Teile dank Magnethalterungen ohne Werkzeug montiert werden und erfreulich fest sitzen.

Spannend sind die vier Metall-Paddels, die auf der Rückseite des Controllers ihren Platz finden und – wie alle anderen Steuerelemente – via App individuell belegt werden können. So lässt sich beispielsweise bei einem Ego-Shooter mit den Paddles nachladen, springen oder in die Hocke gehen, was sonst ein Umgreifen des rechten Daumens verlangt.

Insgesamt ist der Xbox One Elite Controller ein tolles Stück Hardware, das sich vornehmlich an Profi-Zocker richtet – oder an Spieler, die sich mal ein exklusives und luxuriöses Accessoire für ihr Hobby leisten wollen.  

Facts:

  • Der Xbox One Wireless Controller ist eine gelungene Weiterentwicklung des Xbox 360-Controllers.
  • Profispieler holen sich den kostenintensiven Elite Controller, der individueller, hochwertiger und präziser ist.
Stephan Freundorfer
Stephan Freundorfer