Civilization 6: Der ultimative Guide

Civilization 6 erscheint nach dem Switch-Release nun auch für PS4 und Xbox One. Damit ihr euch im umfangreichen Strategiespiel zurechtfindet, stellen wir euch die besten Tipps & Strategien vor, um alle Epochen erfolgreich zu meistern.

  • von Niklas Walkerling am 22.11.2019, 11:26 Uhr
Civilization 6 Guide Titel

In diesem ultimativen Guide zu Civilization 6 erfahrt ihr:

  • Wie ihr den optimalen Start hinlegt
  • Warum Bezirke so wichtig sind
  • Worauf ihr bei Kriegen achten müsst

Civilization 6 hat seinen Weg schon letztes Jahr auf die Nintendo Switch (Kaufen!) gefunden. Am 22. November 2019 erschien endlich die PS4- (Kaufen!) sowie Xbox One-Version (Kaufen!) von Civ 6, die mit vier zusätzlichen Zivilisationen ausgestattet ist.

Inhaltsverzeichnis

  1. Wahl der richtigen Zivilisation
  2. Den Anfang meistern: Erkunden & Siedeln
  3. Handeln & Kriege vorbereiten in Civilization 6
  4. Kriege führen und Städte belagern
  5. Kriege gewaltlos gewinnen
  6. Stadt- und Bezirksplanung in Civ 6
  7. Handwerker: Kurzer Schub oder langfristige Erträge?
  8. Regierung und Politik-Karten in Civilization 6

Wahl der richtigen Zivilisation

Die Wahl der Zivilisation sollte von eurer Spielweise abhängen. Spielt ihr gerne aggressiv darauf los, empfehlen sich Skythen oder Azteken. Erstere haben starke berittene Bogenschützen und alle militärischen Einheiten regenerieren Lebenspunkte, nachdem eine Einheit ausgeschaltet wurde. Die Azteken wiederum haben mit ihren Adlerkriegern eine mächtige Spezialeinheit der Antike, die gegnerische Einheiten in eigene Handwerker umwandeln kann.

Seid ihr eher darauf aus ein Handelsimperium zu erschaffen, um später von den hohen Gewinnen zu profitieren, sind die Römer eine passende Wahl. Ebenfalls sehr an Handel interessiert, sind die Russen. Mit ihren starken Territorien-Boni wächst ihr Reich schneller als üblich und Handelsrouten bringen mehr Kultur- und Wissenschaftspunkte. Die Araber bekommen einen großen Propheten geschenkt, wodurch sie garantiert eine Religion gründen und die Deutschen trumpfen mit besseren Industriebezirken auf.

Die Vielfalt zwischen den Völkern ist erstaunlich groß, sodass ihr jedes Volk ihren Stärken entsprechend spielen solltet, um ihre vollen Boni zu nutzen.

Den Anfang meistern: Erkunden & Siedeln

In den ersten 10 bis 20 Runden von Civilization 6 ist Erkundung enorm wichtig. Findet heraus, wo auf der Karte ihr euch befindet, welche Ressourcen in der Nähe sind und wo sich eine Stadtgründung anbietet. Dafür solltet ihr mindestens einen Späher ausbilden und parallel mit dem Keulenkrieger scouten. Entfernt ihn aber nicht zu weit von der Hauptstadt, sodass er jederzeit zur Verteidigung eingesetzt werden kann.

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Für euren Späher gilt: Je mehr ihr erkundet, umso schnellere Fortschritte macht ihr im Technologiebaum. Die so genannten “Heurekas” verkürzen die Erforschung neuer Technologien enorm. Ihr bekommt sie für verschiedenste Ereignisse, wie Stadtstaaten treffen, Naturwunder aufdecken oder Eingeborenen-Stämme besuchen.

Ziemlich bald solltet ihr euren ersten Siedler bauen. Durch effiziente Erkundung wisst ihr bereits, wo ein guter Ort für eure nächste Stadt ist. Bedenkt dabei, dass die Stadt nur 5-8 Hexfelder von eurer Hauptstadt entfernt sein sollte. Ist sie zu nah, beengen sich Hauptstadt und Zweitstadt gegenseitig und kommen nicht zur vollen Entfaltung. Sind sie zu weit auseinander, könnt ihr Probleme bei der Verteidigung kriegen und die Grenzen nicht miteinander verknüpfen. Ein geeintes Reich ist aus den vielfältigsten Gründen sinnvoll.

Außerdem leidet die Loyalität der Zweitstadt, wenn sie zu weit entfernt ist. Fehlende Loyalität kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass die Stadt sich einer anderen Nation anschließt, die großen kulturellen Einfluss auf sie hat.

Handeln & Kriege vorbereiten in Civilization 6

Wir empfehlen euch schon so früh wie möglich die Handelsoption zu erforschen, auch wenn ihr kriegerisch unterwegs seid. Der Handel zwischen euch und einer anderen Nation bringt Nahrung, Produktion sowie gegebenenfalls Wissenschaft, Kultur oder Glaube. Mit den richtigen Regierungskarten profitiert ihr von jeder Handelsroute durch zusätzliches Einkommen.

Als Nebeneffekt werden zwischen den Handelsstädten Wege erstellt, auf denen sich alle Figuren schneller bewegen. Auf diese Weise legt ihr Handelsposten in den Städten an, wodurch für Routen, die durch einen bestehenden Handelsposten führen, mehr rausspringt. Es ergibt also Sinn mit nahe gelegenen Städten zuerst zu handeln. Dadurch profitiert ihr später umso mehr, wenn längere Routen angelegt werden, die durch Handelsposten führen.

Ihr könnt euch mit Routen auch auf einen Krieg vorbereiten. Die gelegten Straßen bleiben auch nach Kriegserklärung bestehen, wodurch eure Truppen schnell zum Feind bewegt werden können.

Eine Route zwischen zwei eigenen Städten ist ebenso sinnvoll, weil ihr dadurch Nahrung und Produktion eurer schwächeren Zweitstadt erhöht.

Krieg führen und Städte belagern

Wenn Diplomatie versagt, hilft nur noch Krieg. Die Vorbereitung auf diesen ist in Civilization 6 genauso wichtig, wie der Krieg selbst. Betrachtet im Diplomatiefenster die Beziehungen zwischen den Nationen. Der Gegner könnte Verbündete oder enge Freunde haben, die sich im Kriegsfall einschalten und euch ebenfalls den Krieg erklären. Verhindert in solchen Szenarien einen Zwei-Fronten-Krieg.

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Macht euch einen nahe gelegenen Stadtstaat als Souverän gefügig, wenn ihr die nötigen Gesandten übrig habt. Die Armeen des Stadtstaates könnt ihr nun für gewisse Zeit nutzen.

Vor Kriegserklärung solltet ihr alle Truppen an die Grenzen des feindlichen Reiches bewegen, um sofort eindringen zu können. Der Gegner hat auf diese Weise nur wenige Züge übrig, um auf einen Angriff zu reagieren. Mit Hilfe der Stadtstaat-Armee ist vielleicht sogar ein Zwei-Fronten-Angriff möglich.

Eure Armee verfügt im besten Fall über einige Artillerie-Einheiten, sodass auch befestigte Städte schnell fallen. Sollte die Stadt keine Mauern haben, reichen häufig auch Fernkämpfer und starke Infanterie aus. Ist die Stadt zerstört, müsst ihr mit einer Infanterie-Einheit die Stadt annektieren.

Übertreibt die kriegerischen Handlungen aber nicht, sonst werdet ihr schon bald als Kriegstreiber bekannt sein. Dadurch wird es zukünftig schwierig Freunde oder gar Verbündete zu finden. Im schlimmsten Fall verbünden sich die übrigen Nationen sogar gegen euch und dann sieht es meist schlecht aus.

Civilization 6 Guide: Kriege gewaltlos gewinnen

Wie schon im Vorgänger sind auch in Civilization 6 Informationen über den potenziellen Feind Gold wert. Kontrolliert vor Kriegserklärungen den Fortschritt der anderen Nation. Laufen sie mit Musketen herum, während ihr noch Armbrustschützen habt, ist Krieg das Letzte, was ihr wollt.

Manchmal ist der militärische Vorsprung einer Nation schon zu groß und die Chance diesen aufzuholen zu gering. In solchen Fällen hilft es, sich mit dem Widersacher gut zu stellen und ihn auf andere Weise zu besiegen.

Religion ist eine ausgezeichnete Methode, um euren Einfluss waffenlos zu vergrößern und die Städte nach und nach zu bekehren. Bildet Missionare aus und verbreitet sie in der Welt. In manchen Fällen werdet ihr für Bekehrungsversuche denunziert oder gar angegriffen, jedoch ist auch die Übernahme ganzer Zivilisationen durch Glauben möglich. Das Risiko kann sich also lohnen.

Stadt- und Bezirksplanung in Civ 6

Wie auch in vorherigen Civilization-Teilen üblich, gibt es in Civilization 6 mehr als nur eine Siegbedingung. Den Grundstein für einen Wissenschafts-, Kultur- oder Religionssieg legt ihr durch den Bau von Bezirken. Abhängig vom Terrain, auf dem sich eine Stadt befindet, sind manche Bezirke sinnvoller als andere. Auf diese Weise spezialisiert ihr jede Stadt.

Jeder Bezirk erhält Boni von den sechs angrenzenden Hexfeldern. So profitiert eine Heilige Stätte beispielsweise von angrenzenden Naturwundern oder Gebirgen. Ein Handelszentrum wiederum sahnt für jeden angrenzenden Fluss oder Hafen extra ab. Zu guter Letzt profitieren Bezirke auch von jedem anderen Bezirk in direkter Nachbarschaft.

Handwerker: Kurzer Schub oder langfristige Erträge?

Gerade neu gegründete Städte leiden in Civilization 6 häufig unter langsamer Produktion und schleppendem Wachstum. Daher solltet ihr der Wirtschaft auf die Sprünge helfen, in dem ihr Handwerker ausbildet. Diese sorgen für Gebietsverbesserungen, wodurch Produktion und Nahrung ansteigen oder Luxusgüter genutzt werden.

Im Ausrichtungsbaum beschleunigt ihr die Rekrutierung von Handwerkern um 30%, wenn ihr “Handwerkskunst” erlernt und in einen freien Politik-Platz einsetzt.

Für einen schnellen Produktions- oder Nahrungsschub könnt ihr Ressourcen mit Hilfe von Handwerkern auch komplett abernten. Dadurch verliert ihr beispielsweise einen Wald und könnt anschließend kein Sägewerk mehr darauf errichten. Der enorme Produktionsschub hilft euch aber auf kurze Sicht. Dies ist sinnvoll, wenn ihr zum Beispiel ein Weltwunder baut und euch unsicher seid, ob nicht ein anderer Spieler gerade dasselbe tut.

Langfristig gesehen ist das “Beackern” einer Ressource ertragreicher, als das Abernten. In Notfallsituationen, in denen schnell eine Verteidigungsanlage fertiggestellt werden muss, solltet ihr die Option aber im Hinterkopf behalten.

Regierungs und Politik-Karten in Civilization 6

In Civilization 6 entscheidet eure ausgewählte Regierungsform über die einsetzbaren Politik-Karten. Zwar könnt ihr die Regierungsform ständig wechseln, dennoch solltet ihr dies so wenig wie möglich tun. Denn alle 15 Runden, in denen ihr die gleiche Regierungsform besitzt, sammelt ihr Vermächtnisboni, die permanent bleiben.

Anhänger der Republik kriegen beispielsweise alle 15 Züge ein Prozent mehr Punkte auf große Persönlichkeiten. Daher lohnt es sich sehr, ein System auszuwählen und dann dabei zu bleiben, bis man eine weiterentwickelte Regierungsform zur Auswahl hat.

Mit zunehmender Spieldauer werden euch immer mehr Politik-Karten zur Verfügung gestellt. Produktionsboni oder zusätzliches Gold sind nie eine verkehrte Wahl. Denkt jedoch auch an Karten, die euch Punkte auf große Persönlichkeiten gewähren. Seid ihr in einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit einer anderen Nation, kann der schnelle Wechsel zu einer solchen Karte den entscheidenden Unterschied machen.

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Niklas Walkerling
Niklas Walkerling
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