Anweisungen in FIFA 17: Alles hört auf euer Kommando

Damit die Spieler auch wirklich das spielen, was sie sollen, gibt es in FIFA 17 die Anweisungen. So funktioniert das System fürs 4-3-3.

  • von eSport Studio am 22.01.2017, 16:20 Uhr

Die Arbeit eines Trainers endet nicht damit, eine gute Formation auszusuchen und an die Stärken und Schwächen des Teams anzupassen. Jeder einzelne Spieler sollte mit Anweisungen versehen werden, damit er auf dem Platz nicht spielt, wie er will. In FIFA 17 gibt es dafür eine Menge Möglichkeiten.

Mittelfeld

Im 4-3-3 verändert ihr je nach Spielweise das Mittelfeld: Es kann offensiv, defensiv oder breit stehen. Deswegen fangen wir bei diesen Spielern an. Die Anweisungen findet ihr in der Teamübersicht oben als eigenen Reiter.

Nun müsst ihr nur einen Spieler anklicken, könnt mit dem linken Stick durch die unterschiedlichen Kategorien navigieren und mit dem rechten Stick die Anweisungen einstellen. Der Druck auf die Passtaste zur Bestätigung wird erst ganz am Ende nötig, sodass ihr die gemachten Änderungen nicht immer wieder bestätigen müsst. Jede Position auf dem Feld erhält unterschiedliche Anweisungen und ebenso unterschiedlich viele Möglichkeiten. Ein Innenverteidiger braucht keine Anweisung dafür, wie er die gegnerische Abwehr zu überlaufen hat, deswegen fehlt diese.

Eure zentralen Mittelfeldspieler sind die Schaltzentrale der Formation, sie sollen sowohl vorne, als auch hinten aushelfen. Entsprechend könnt Ihr die Einstellungen verändern. Spielt ihr mit einem ZOM, ist eure Formation eher offensiv ausgerichtet. Da kann es sich lohnen, dem Spieler die Anweisung zu geben, dass er auch in der Defensive aushelfen soll: Im 4-3-3 stehen nämlich bereits drei Spieler im Angriff, bleibt ein vierter Spieler dort, könnte die Verteidigung Probleme bekommen. Spielt ihr ein schnelles Aufbauspiel, ist der ZOM sowieso schnell wieder vorne.

Bei Flanken von außen darf der Spieler gerne in den Strafraum sprinten. Spielt ihr flankenbetont, braucht ihr möglichst viele Optionen im 16er. Ist ein Spieler schussstark wie beispielsweise Julian Draxler, kann er auch an der Strafraumgrenze warten und nicht hineinlaufen. Wisst ihr, dass euer Spieler dort lauert, reicht ein scharfer Pass und der Mittelfeldmann kann aufs Tor abziehen.

Die Auswahl, ob ein Spieler seine Position halten soll oder frei entscheiden darf, wo er steht, bleibt euch überlassen. Wollt ihr eure vorher erdachte Taktik durchziehen, soll der Spieler seine Position halten. Möchtet ihr auf dem Spielfeld variabler kombinieren, gebt den Spielern alle Freiheiten. Wichtig ist, diese Einstellung mit der generellen Taktikanweisung abzustimmen: Es bringt nichts, dort alle Freiheiten zu gewähren und hier die Spieler auf “Position halten” zu stellen. Eine freie Wahl wird auch dann problematisch, wenn ihr Spielzüge einstudiert.

Ein ZDM sollte übrigens nie Manndeckung spielen. Er läuft dann einfach nur dem Stürmer hinterher und dadurch werden wieder Räume frei. Spielt ihr das 4-3-3 mit zwei 6ern, schickt sie nach vorn. Sie sollen die Offensive unterstützen, sonst spielt ihr dort in Unterzahl. Generell gilt es, immer nach eurem Spielstil abzuwägen, schickt ihr beispielsweise die Außenverteidiger nach vorn, müssen die 6er hinten bleiben. Vier Spieler sollten immer hinten sein, sonst ist eure Formation in FIFA 17 zu anfällig für Konter.

Sturm

Im 4-3-3 wird mit zwei Flügeln und einem zentralen Stürmer gespielt. Der hält sich auch mittig, es sei denn, ihr stellt um. Zieht er nach außen, unterstützt er die äußeren Stürmer, was in FIFA 17 durchaus schlau ist, da viel auf den Flügeln passiert. Setzt ihr auf Flanken, sollte er mittig bleiben.

Der Punkt “Abwehr überlaufen” ist für alle Stürmer kritisch: Diese Anweisung regelt, wohin der Angreifer seinen Blick richtet. Überläuft er, schaut er in Richtung gegnerisches Tor und rechnet mit dem langen Steilpass. Dabei zieht er Verteidiger auf sich. Diese Anweisung ist gut für konterbetontes Spiel oder hohes Passrisiko geeignet. Ist er hingegen Anspielstation, schaut er in Richtung der eigenen Hälfte und unterstützt den Aufbau.

Die KI in FIFA 17 ist generell recht schlau und kann gut mit ausreißenden Stürmern umgehen. Deswegen ist “Falsche 9” oder “Anspielstation” die bessere Anweisung. Beim Pressing solltet ihr eher nicht “Abwehr unter Druck setzen” einstellen. Die Stürmer rennen den Gegnern dann hinterher, obwohl die in der Regel viel Platz haben, um den Ball in der eigenen Hälfte durch die Gegend zu schieben. Stattdessen ist es sinnvoller, die Passwege zuzustellen, dann kommt der Ball nur schwer nach vorne.

Die Flügelspieler können hingegen gerne die eigene Abwehr verstärken. Vorne bringen sie nichts, wenn ihr in der Defensive seid. Schlimmer noch: Ihr könntet in Unterzahl geraten. Im 4-3-3 sollen sie sich außerdem außen halten, denn dafür spielt ihr diese Formation. Wollt ihr sie innen haben, stellt beispielsweise auf ein 4-3-2-1 um, dann stehen sie schon innen. Mehr Infos zu Formationen findet ihr in diesem Einsteigerartikel.

Anders als der Mittelstürmer dürfen die Flügelstürmer sich auch gern von den Verteidigern absetzen, also die “Abwehr überlaufen”. Die gegnerischen Außenverteidiger rücken gerne mal hinaus und sind nicht bei jedem auf “hinten bleiben” eingestellt. Überläuft der Flügelstürmer, habt ihr ganz schnell viel Platz. Die letzte Anweisung ist die Unterstützung bei Flanken. Stellt unbedingt auf “im Strafraum unterstützen”. Denn die Flanke kommt in der Regel vom jeweils anderen Flügelspieler. Außen nützt euch der Mann nichts, innen kann er köpfen oder schießen.

Verteidigung

Wichtig in der Defensive ist vor allem eines: Sie soll hinten bleiben. In FIFA 17 lässt sich leicht kontern; wenn dann nur zwei Mann hinten sind, könnte es problematisch werden. Schickt ihr die Innenverteidiger sogar noch nach vorn, ist das Gegentor fast schon sicher.

Hier wird auch der Punkt des energischen Abfangens wichtig: Ist das eingestellt, versucht der Spieler mit akrobatischen Verrenkungen und viel Laufarbeit, gegnerische Pässe zu unterbrechen. Das geht immens auf die Kondition. Der Vorteil der Verteidiger: Sie müssen in der Regel nicht so viel laufen und können diese Anweisung das gesamte Spiel lang durchhalten. Gut ist die Einstellung auch auf den 6ern, die müssen dann aber um die 65. Minute ausgewechselt werden. Außerdem sollten die entsprechenden Spieler einen guten Wert in “Abfangen” haben, sonst rennen sie viel, unterbrechen aber nichts.

Letztlich gilt es, die Anweisung auf euren Spielstil und die entsprechende Aufstellung abzustimmen. Hilfreich ist in jedem Fall, dass ihr genau wisst, wie sich eure Spieler verhalten werden. Wartet ein passender Spieler am Strafraum, könnt ihr den Gegner mit einem starken Schuss überraschen.

von Holm Kräusche

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