Anno 1800: Die richtigen Tipps & Tricks für Einsteiger

Egal ob Produktion, Zufriedenheit oder Diplomatie. Wir zeigen euch die besten Tipps, wie ihr als Einsteiger und Veteran in Anno 1800 gut in die Organisation eurer Inselwelt startet.

  • von Carlo Siebenhüner am 12.04.2019, 22:21 Uhr

In diesem Einsteiger-Guide verraten wir euch,

  • welche Startinsel die Richtige für euch ist.
  • wie das neue Arbeitskraft-System funktioniert.
  • mit welchen Tipps ihr die Bedürfnisse eurer Einwohner schnell befriedigt.

Mit Anno 1800 entführt euch Ubisoft auf dem PC in die Zeit der industriellen Revolution. Dabei vermischen sie das Beste aus allen bisherigen Anno-Teilen und würzen es mit spannenden, neuen Ideen, die das Spielprinzip gehörig umkrempeln. Wir zeigen euch alle Tipps und Kniffe, die euch zum Spielstart weiterhelfen werden. Dieser Guide wird stetig aktualisiert, es lohnt sich also öfters vorbeizuschauen.

Inhaltsverzeichnis

Die richtige Startinsel für euch

Der klassische Einstieg in eine Anno-Partie beginnt mit einem Schiff auf offener See. Von hier aus steuert ihr euren Kahn über die Karte und entdeckt dabei zahlreiche Inseln, auf denen ihr euch niederlassen könnt. Doch sind nicht alle Inseln gleich und es gilt mit den richtigen Tipps & Tricks, die Richtige zu finden.

Jede Insel hat verschiedene Fruchtbarkeiten, die euch zeigen, welche Pflanzen ihr anbauen könnt. Da in den frühen Spielstunden vor allem Kartoffeln und Weizen von euren Bauern gefordert werden, lohnt es sich, nach einer Insel mit diesen Fruchtbarkeiten Ausschau zu halten.

Ebenfalls wichtig ist die Größe eurer Insel. Da euer erstes Eiland meistens auch eure Hauptinsel bleibt, lohnt es sich, möglichst viel Bauplatz zu haben, damit euch der in späteren Stunden nicht ausgeht. Tipp für komplette Neulinge: Es gibt die Möglichkeit, bereits mit einer besiedelten Insel zu starten.

Tipps für die ersten Schritte in Anno 1800

Nachdem ihr eure perfekte Insel gefunden habt – und sie euch nicht von Computergegnern weggeschnappt wurde – kommen die ersten Handgriffe. Sucht euch zuerst einen Sandstrand an eurer Insel. Dort könnt ihr euren Kontor hinsetzen und eure Insel besiedeln. Alle Waren auf eurem Schiff werden automatisch in das Warenhaus geladen. Euer Schiff schickt ihr gleich wieder auf See, damit es auf die Suche nach neuen Inseln und Gegnern gehen kann.

Ein guter Tipp ist es, euch auf eurer Insel umzuschauen und grob im Kopf Gebiete abzustecken, wo ihr eure Bewohner ansiedeln und wo eure Produktion hinstellen wollt. Vor allem für Farmgebiete solltet ihr viel Platz einplanen, denn die Felder sind teils riesig.

Wohnhäuser brauchen immer einen Marktplatz in ihrer Nähe. Dies sollte also das erste Gebäude sein, dass ihr hinstellt. Anschließend sind die ersten Wohnhäuser dran, um Bauern einziehen zu lassen. Damit euch der Grundrohstoff Holz nicht ausgeht, sind nun Holzfäller und Sägewerk nötig und damit eure Bewohner nicht verhungern kommt mindestens eine Fischerei an den Hafen. Denkt dabei noch daran, dass alle Gebäude mit der Hauptstraße verbunden sein müssen und der Grundstein ist gelegt.

Der Einstieg in die Arbeitskraft

Bereits bei den ersten Produktionsgebäuden werden alte Hasen und Neueinsteiger auf das neue Arbeitskraft-System stoßen. Dieses Feature verknüpft in Anno 1800 die Leistungsfähigkeit eurer Produktion mit den Einwohnern eurer Stadt. Dabei gilt die einfache Regel: Habt ihr nicht genug arbeitende Leute, wird nicht oder nur wenig produziert. Mit ein paar einfachen Tipps, habt ihr aber alles im Griff.

Die Mechanik zieht sich durch alle Bevölkerungsstufen und bestimmte Gebäude benötigen bestimmte Einwohner. Das stellt euch vor die Herausforderung, genau abzuwägen, wie viele Einwohner ihr aufsteigen lasst. Levelt ihr eure Bauern zu Arbeiter auf, sind unter Umständen danach nicht mehr genug für die Felder da. Ihr müsst also immer ausreichend Leute aus allen Stufen zur Verfügung haben.

Für erfahrene Anno-Spieler ein Schock: Reine Produktionsinseln, auf denen ausschließlich Industrie ist, gehören damit der Vergangenheit an. Unser Tipp ist also, dass ihr immer einen gewissen Grundstock an Einwohnern auf jeder Insel ansiedelt. Erst im späteren Spielverlauf stehen euch Fährhäfen zur Verfügung, mit denen ihr eure Einwohner über verschiedene Inseln verteilen könnt.

Bedürfnisse & Zufriedenheit eurer Bürger

Das Grundprinzip von Anno 1800 ist simpel: Eure Einwohner wollen bestimmte Waren, ihr baut die Produktion dafür auf, eure Bewohner sind zufrieden, steigen auf und wollen neue Waren. Sind eure Untertanen zum Einstieg noch mit Fisch, Kleidung und Kartoffelschnaps zufrieden, sind später Glühbirnen und Grammophone gefragt.

Hier ist unser Tipp, eine Sache zu beachten: Eure Einwohner haben in höheren Stufen trotzdem die gleichen Grundbedürfnisse. Es ist dementsprechend Gold wert, regelmäßig einen Blick in eure Lagerhäuser zu werfen. Sinkt ein Warenwert stetig, solltet ihr schleunigst eure Produktion mit ein paar neuen Gebäuden aufpeppen.

Zusätzlich hält in Anno 1800 die Zufriedenheit Einzug. Dieser Wert setzt sich aus mehreren Faktoren zusammen, wie Luxusgüter, aber auch Dinge, die ihr mit eurem Spielstil beeinflussen könnt. Das eure Bewohner es beispielsweise weniger pralle finden, wenn eure Insel belagert wird, brauchen wir euch sicher nicht sagen.

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Als Einsteiger könnt ihr am einfachsten mit der Zeitung Einfluss auf die Zufriedenheit nehmen. Sind die Meldungen zu negativ, werden schlechte Nachrichten kurzerhand ausgetauscht – El Pesidente lässt grüßen. Das solltet ihr nur nicht zu oft machen, denn irgendwann merken eure Bewohner, dass etwas nicht stimmt und bekommen trotzdem schlechte Laune.

Tricks für die Produktion

Damit ihr eure Bürger mit Waren ruhigstellen könnt, müsst ihr sie erst einmal produzieren. Jede Ware hat eigene Produktionsketten, die mit der Zeit immer verzwickter werden. Braucht ihr für Holzbretter nur einen Holzfäller und ein Sägewerk, werden für die Brotherstellung schon Weizenfarm, Mühle und Bäcker benötigt.

Der Trick dabei ist, dass die verschiedenen Gebäude einen unterschiedlichen Warenausstoß haben. Eine Eisenmine produziert beispielsweise genug Eisenerz, um zwei Eisenschmelzen zu versorgen, die wiederum mehrere Stahlwerke versorgen. Beobachtet einfach die verschiedenen Produktionsgebäude oder macht es ganz effizient und werft einen Blick in unseren Guide zu den Produktionsketten.

Solltet ihr einmal etwas knapp an Waren sein, könnt ihr übrigens mit einem einfachen Trick eure Produktion erhöhen. Klickt dafür auf ein Produktionsgebäude und anschließend auf das kleine Kistensymbol neben dem drehenden Zahnradsymbol. Dort könnt ihr die Arbeitsbedingungen anpassen und die Produktion erhöhen – Auf Kosten der Zufriedenheit eurer Arbeiter.

Ebenfalls ein wichtiger Tipp in den Produktionsketten ist der Transport zum Warenhaus. Diese müssen immer in der Nähe sein, sonst werden eure Waren nicht abgeholt. Um zu sehen, ob ein Betrieb noch in Reichweite des Lagerhauses ist, klickt ihr einfach auf das Haus. Anschließend sind alle Wege in Reichweite grün eingefärbt.

Denkt dabei jedoch daran, dass Warenhäuser nur eine gewisse Transportkapazität besitzen. Habt ihr zu viele Produktionen in der Nähe, kommen eure Marktkarren nicht mehr hinterher. Spätestens dann solltet ihr euer Lagerhaus aufwerten oder ein zusätzliches bauen – Tipp: Klickt ihr ein Lagerhaus an, seht ihr, wie viele Karren im Einsatz sind und wie viele gebraucht werden.

Handelsrouten einrichten

Spätestens ab der zweiten Bevölkerungsstufe solltet ihr nach neuen Inseln Ausschau halten, denn selbst die beste Startinsel kann nicht alles bieten. Es wird Zeit, weitere Produktionen auf einer zweiten Insel zu errichten und die Waren zwischen den Inseln zu transportieren.

Dafür steht euch ein ausgeklügeltes Handelsrouten-System zur Verfügung. Das sieht zwar auf den ersten Blick sehr komplex aus, ist mit den richtigen Tipps aber kinderleicht zu bedienen. Ihr findet das Tool auf einem der drei Buttons unter eurer Minimap links unten auf dem Bildschirm.

Klickt ihr darauf, öffnet sich eine große Ansicht der Inselwelt mit allen Häfen und euren bereits eingerichteten Routen. Handelsrouten beziehen sich jedoch nicht bloß auf eigene Häfen. Ihr könnt jeden existierenden Hafen ansteuern – vorausgesetzt ihr besitzt die Handelsrechte.

Richtet ihr eine neue Route ein, könnt ihr zwischen Charter- und Handelsrouten wählen. Beide verfolgen den gleichen Zweck, nur bieten sich Charterrouten eher an, wenn ihr noch keine eigenen Schiffe besitzt. Ihr mietet euch quasi einen fremden Kapitän, der eure Waren gegen eine Gebühr verschifft. Für Einsteiger lohnt sich das definitiv, da die Gebühr zu verschmerzen ist.

Die Einrichtung ist in beiden Fällen ähnlich. Im Chartermenü wählt ihr zuerst die Ware aus, die transportiert werden soll. Anschließend sucht ihr Start- und Zielhafen und legt die Menge fest, bis zu der transportiert werden soll. Bei Handelsrouten wird es ein wenig komplexer.

Dort wählt ihr zuerst ein Schiff aus eurer Flotte aus und anschließend die Start- und Zielhäfen. Nun könnt ihr genau festlegen, welche Waren an welchen Hafen be- und entladen werden. Unser Tipp für Grundbedürfnisse ist es, ein Schiff komplett für eine Ware einzustellen. So könnt ihr bei Bedarf die Produktion erhöhen, ohne eure Handelsroute neu einstellen zu müssen. Bei Handelsrouten könnt ihr übrigens mehre Hafen ansteuern.

Expeditionen & die neue Welt

In Anno 1800 seid ihr jedoch nicht nur auf einer Inselwelt unterwegs. Ab der dritten Bevölkerungsstufe – den Handwerkern – spricht euch plötzlich der Kapitän an und schlägt eine Expedition vor.

Dafür müsst ihr ein Schiff auf die Reise schicken, das ihr für verschiedene Gefahren rüstet. Im Expeditionsbildschirm wird im oberen Bereich angegeben, was euch begegnen könnte. Dementsprechend müsst ihr Vorräte auf euer Schiff laden und damit die Moral der Mannschaft erhöhen. Da es nicht offensichtlich ist, unser Tipp: Fahrt mit der Maus über die verschiedenen Waren im Kontor und euch wird angezeigt, welchen Effekt sie haben.

Anschließend geht euer Schiff auf die Reise und verschwindet von der Karte. Im Laufe der Zeit meldet sich jedoch der Kapitän und verlangt eure Aufmerksamkeit. Euch wird eine Situation erklärt und ihr müsst entscheiden, wie sich eure Mannschaft verhält. Dabei kann man glimpflich aus der Sache wieder herauskommen oder sogar die gesamte Expedition scheitern lassen.

Habt ihr einige gefährliche Situationen gemeistert, landet ihr in der neuen Welt. Diese karibisch angehauchte Inselwelt bringt euch komplett neue Produktionsketten und Bevölkerungsstufen, die es zusätzlich zu verwalten gibt. Außerdem verlangen eure Bewohner der alten Welt Waren, die es nur in der neuen Welt gibt.

Erkundet zuerst die neue Inselwelt so lang, bis ihr auf den KI-Gegner Isabel Sarmento stoßt. Sie stellt euch nämlich kostenlos ein eigenes Schiff zur Verfügung, mit Ressourcen für ein erstes Kontor. So spart ihr euch einen Umweg und müsst nicht erst aus der alten Welt Baumaterial holen.

Für einen guten Start in der Karibik, solltet ihr Ausschau nach einer Insel mit den Furchtbarkeiten für Bananen, Zuckerrohr und Baumwolle halten. Im weiteren Verlauf werden dann auch Kaffeebohnen wichtig und Gold- und Ölvorkommen. So habt ihr einen soliden Grundstein für die neue Inselwelt gelegt.

Diplomatie für Anfänger

Je nachdem, wie ihr eure Spielbedingungen eingestellt habt, sind bis zu drei Computergegner auf den Nachbarinseln. Damit es am Anfang nicht direkt zu Reibereien kommt, solltet ihr einen Blick in das Diplomatiefenster werfen. Dort könnt ihr mit allen Computergegnern in Kontakt treten, Bündnisse ausarbeiten oder den Krieg erklären.

Dort könnt ihr auch Schmeicheleien oder Geldgeschenke aussenden, die eure Mitspieler milde stimmen. Vor allem die einfachen Gegner freuen sich schon über Schmeicheleien, während schlauere Computer-Mitspieler lieber bare Münze sehen wollen. Passt aber auf: Wenn ihr die Funktionen zu oft hintereinander nutzt, durchschauen das eure Kontrahenten.

Die meisten Sympathiepunkte könnt ihr aber durch das Erfüllen von Aufträgen einsacken. Fast wie Rollenspiel-NPCs haben auch eure Computergegner immer irgendwelche Wehwehchen, bei denen ihr ihnen unter die Arme greifen könnt. Dabei entspinnen sich sogar kleine Mini-Geschichten.

Tipps für die Kriegsführung

Doch hilft es alles nichts, wenn die Gegner sturköpfig bleiben und die Diplomatie versagt. Dann hilft es nur noch, die Kampfschiffe auszupacken und in den Krieg zu ziehen. Damit ihr nicht direkt untergeht, haben wir ein paar Tipps für euch parat.

In Anno 1800 läuft die Kriegsführung ausschließlich per Schiff statt. Dabei liegt der größte Unterschied in den verschiedenen Schiffsarten. Zum Start stehen euch nur kleinere Segelschiffe zur Verfügung und erst im Laufe einer Partie könnt ihr zu Dampf- und Linienschiffen mit massig Kanonen aufrüsten.

Wollt ihr eine Insel erobern, steuert ihr die Hafenanlagen eures Gegners an und bombardiert sie so lange, bis nichts mehr steht und die Insel aufgibt. Das kann je nach Ausbaustufe des Hafens auch mal länger dauern. beachtet jedoch, dass ihr euch nach der Eroberung entscheiden müsst. Lasst ihr die Insel im Besitz des Gegners und zwackt ihm dafür ordentlich Kohle ab oder wollt ihr das Eiland selbst behalten – Dann werden jedoch alle Gebäude zerstört.

So aktiviert ihr die Ego-Perspektive in Anno 1800

Es geisterte schon seit einiger Zeit durch das Internet, doch nun haben wir Gewissheit: Ja, es gibt eine Ego-Perspektive in Anno 1800 und mit einem einfachen Trick aktiviert ihr sie! Das kleine Gimmick ist eher als Easter Egg gedacht, deswegen ist es auch nicht perfekt ins Spiel integriert.

Ihr aktiviert die Ego-Perspektive indem ihr die Tastenkombination Strg + Shift + R drückt. Daraufhin verschwindet euer Interface und ihr zoomt bis auf Bodennähe herab. Nun könnt ihr euch in klassischer Ego-Steuerung per WASD umherbewegen – mit Shift rennt ihr. Eure unsichtbare Spielfigur gibt sogar Schrittgeräusche von sich.

Wie bereits erwähnt: Das Feature ist eher ein Gag, deswegen wundert euch nicht, wenn es grafisch etwas hakt. In der Ego-Sicht gibt es einige unschöne Clipping-Fehler, vor allem mit den gebauten Wegen. Außerdem laufen alle Figuren einfach durch euch durch. Trotzdem bietet dieses Feature einen tollen Einblick in all die kleinen Details, die in der Vogelperspektive gar nicht sonderlich auffallen.

Ein guter Grundstein für Anno-Einsteiger

Mit diesen Tipps habt ihr die ersten Schritte zur florierenden Inselwelt getan. Wie sich eure Stadt entwickelt hängt von euch und eurer Spielweise ab. Wichtig ist jedoch: Anno ist ein gemächliches Spiel. Deswegen nehmt euch genügend Zeit und tüftelt fleißig an eurer Insel weiter.

Steht euch Zwischendurch der Sinn nach etwas mehr Action, dann spielt doch eine Runde Apex Legends. Wir haben euch alle Tipps & Tricks zu den beliebtesten Legenden für euch zusammengetragen. Wer Action und Geschichte verbinden will, der ist jedoch mit Assassin’s Creed: Odyssey und unseren Tipps besser beraten.

Besucht uns auf Facebook und Instagram und diskutiert mit uns über eure Lieblingsspiele.

Carlo Siebenhüner
Carlo Siebenhüner

Ein langer Weg liegt schon hinter Carlo. Mit Sonic ist er damals auf dem Mega Drive um die Wette gerannt, hat sich »volles Pfund aufs Maul« in Gothic gegeben, baut regelmäßig neue Städte bei Anno und verteilt auch immer mal Headshots in Battlefield (oder versucht es zumindest ;-) ).

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