Anno 1800: Diplomatie – die besten Tipps & Tricks

Sowohl in der Kampagne als auch im freien Spiel trefft ihr auf KI-gesteuerte Kontrahenten. Damit ihr von Anfang an gut mit ihnen auskommt, erklären wir euch hier, wie die Diplomatie funktioniert.

  • von Sebastian Weber am 20.04.2019, 19:51 Uhr
Anno 1800

In diesem Ratgeber zur Diplomatie in Anno 1800 erläutern wir:

  • Was es mit dem Ruf auf sich hat.
  • Wie ihr den Ruf in Anno 1800 steigern könnt.
  • Welche diplomatischen Optionen euch offen stehen.

Anno 1800 (Jetzt bei MediaMarkt kaufen!) könnt ihr alleine oder seit dem Release von Anno 1800: Die Passage auch im Multiplayer spielen. Aber egal, ob ihr die Kampagne erkundet oder ein freies Spiel startet: Ihr seid nie ganz alleine in der Spielwelt, sondern stets von KI-gesteuerten Kontrahenten umgeben.

Ob ihr sie als hilfreiche Handelspartner nutzt oder sie zum erbitterten Widersacher werden, entscheidet alleine euer diplomatisches Geschick. Wie ihr euch die Diplomatie zunutze macht, erfahrt ihr in unserem Guide. Weitere Tipps zu Anno 1800 findet ihr im verlinkten Guide.

Wie der Ruf in Anno 1800 die Diplomatie beeinflusst

Wenn ihr mit den anderen Spielern in Anno 1800 in Verhandlungen treten wollt, hängt deren Reaktion davon ab, wie euer Ruf bei ihnen ist. Sobald ihr das Diplomatie-Menü öffnet, das ihr in der unteren linken Ecke findet, seht ihr eine Aufstellung aller Kontrahenten, die ihr bislang in der Spielwelt entdeckt habt. Unter deren Charakterbild stellt das Spiel euren Ruf in einer Zahl zwischen 0 und 100 dar.

Logischerweise sind die Damen und Herren euch freundlicher gesinnt, je höher diese Zahl ist. Entsprechend gehen sie auf eure Anfragen dann eher positiv ein. Dagegen führt ein niedriger Wert tendenziell dazu, dass sie eure Anfragen ablehnen oder hohe Gegenleistungen verlangen. Im schlimmsten Fall führt ein zu geringer Wert zu einem Krieg.

So verändert ihr den Rufwert

Der Ruf bei den anderen Parteien lässt sich in Anno 1800 durch verschiedenste Dinge beeinflussen. Zunächst einmal solltet ihr stets ein Auge darauf haben, mit wem ihr es zu tun habt. Einige Charaktere reagieren zum Beispiel negativ darauf, wenn ihr eine Streitmacht aufbaut. Andere sehen das dagegen positiv. Ebenso verhält es sich, wenn ihr mit Einflusspunkten die Zeitung manipuliert.

Bei manchen führen Propagandaartikel eher zur Verachtung und einer Senkung eurer Rufpunkte, während andere euch dafür loben und euer Ansehen steigt. Je nachdem mit wem ihr euch gut stellen wollt, solltet ihr überlegen, wie ihr grundsätzlich agiert. Abseits dessen habt ihr im Diplomatie-Menü von Anno 1800 aber natürlich die Möglichkeit, euren Ruf bei den verschiedenen Charakteren zu verbessern oder zu verschlechtern.

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Es gibt zahlreiche weitere Aktionen, die den Ruf zu euren Mitspielern verändern kann. So freut es eure Mitspieler, wenn ihr ein Piratenschiff versenkt und eine fertig gebaute Weltausstellung imponiert ihnen selbstverständlich auch. Erfüllt ihr eine Nebenquest, kann der Ruf gleich bei mehreren Parteien steigen. Dabei kommt es jedoch auf die Geschichte der Quest an.

Wenn ihr euch bei ihnen einschmeichelt oder ihnen Geschenke macht, hat das im besten Fall positiven Effekt auf den Ruf. Es kann aber auch nach hinten losgehen, wie wir euch im Anschluss erklären.

So funktioniert das Diplomatie-Menü

Im Diplomatie-Menü könnt ihr nicht nur nachsehen, wie euer Stand bei den anderen Fraktionen ist, ihr könnt auch mit ihnen interagieren. Wenn ihr einen Charakter anklickt, habt ihr zwei Möglichkeiten: Aktionen ausführen (links) oder Verträge aushandeln (rechts).

Neutrale Fraktionen sind nicht von Rufpunkten beeinflussbar. Man kann den Handelsvertrag mit diesen Parteien nicht aufkündigen und ihnen auch nicht den Krieg erklären. Aus diesem Grund sind sie auch nicht im Diplomatie-Menü zu finden.

Aktionen

Aktionen dienen vor allem dazu, euren Ruf zu beeinflussen. Folgende stehen euch folgende zur Wahl:

  • Einschmeicheln: Diese Aktion dient natürlich nur dazu, euren Ruf zu verbessern, indem ihr dem anderen Honig ums Maul schmiert. Das geht komplett kostenfrei und hat nur geringen Einfluss auf euren Ruf.
    Beachtet hierbei jedoch: Wenn das Einschmeicheln klappt, steigt euer Ruf ein wenig an. Allerdings kann die Aktion auch nach hinten losgehen. Dann erkennt der KI-Charakter, dass ihr nur euer Ansehen verbessern wollt. In diesem Fall sinkt euer Ruf um wenige Punkte. Außerdem könnt ihr diese Aktion nicht zu oft nacheinander ausführen, denn dann wird die Wahrscheinlichkeit eines negativen Effekts größer.
  • Beleidigen: Wenn ihr einen anderen beleidigt, sinkt euer Ruf natürlich. Diese Aktion solltet ihr also nur überlegt einsetzen, wenn ihr zum Beispiel einen Krieg heraufbeschwören wollt.
  • Geschenk anbieten: Ein Präsent kann euren Ruf stark erhöhen. Allerdings müsst ihr stets beachten, dass das durchaus teuer ausfallen kann, je nachdem wie euer Ruf vorher ist.
  • Um eine Aufgabe ersuchen: Einer der einfachsten Wege, euren Ruf zu erhöhen ist, dem anderen eure Hilfe anzubieten. Das führt meist zu Nebenquests.
    Wenn ihr diese annehmt, sollt ihr zum Beispiel eine bestimmte Menge Waren liefern, Schiffbrüchige retten oder einen Kahn des Widersachers eskortieren.Wenn ihr diese Aufgaben jedoch ablehnt oder nicht erfüllt, hat das entsprechend negative Konsequenzen und euer Ruf sinkt teilweise stark ab. Sollten zwei Spieler untereinander verfeindet sein, kann das Erledigen einer Aufgabe zu einer Verschlechterung der Rufpunkte beim Kriegsgegner führen.

Verträge

Neben den Möglichkeiten der Rufverbesserung, könnt ihr auch Verträge mit euren Mitspielern aushandeln. Folgende Möglichkeiten stehen euch zur Verfügung:

  • Eine Allianz gründen: Innerhalb einer Allianz steht man füreinander ein. Alliierte beschützen eure Schiffe und Häfen, wenn sie angegriffen werden. Erklärt ihr jemandem den Krieg, folgen euch eure Alliierten. Erklären eure Verbündeten einem Mitspieler den Krieg, so sinkt euer Ruf bei diesem Mitspieler automatisch und sämtliche Verträge werden aufgekündigt. Um eine Allianz zu gründen, benötigt ihr üblicherweise einen hohen Ruf von mindestens 80 Punkten.
  • Handelsrechte ersuchen: Wenn ihr einen neuen Charakter in der Spielwelt findet, dann ist dieser zunächst einmal nicht direkt ein Handelspartner. Einen solchen Handelspakt müsst ihr zunächst mit ihm aushandeln.Je höher euer Ruf bei einer Fraktion ist, desto eher wird diese einem solchen Vertrag natürlich zustimmen. Jedoch gibt es auch KI-Figuren, die trotz vergleichsweisen niedrigen Rufes einschlagen würden, dies aber an Bedingungen knüpfen, wie etwa einer Geldzahlung. Hier solltet ihr also stets abwägen, ob die potenziellen neuen Handelsrouten so lohnenswert sind, dass diese Zahlung Sinn ergibt.
  • Friedensvertrag unterzeichnen: Ein Friedensvertrag bewirkt, dass beide Parteien einander nicht attackieren können. Der Vertrag wird auf unbestimmte Zeit geschlossen, kann aber auch jederzeit aufgekündigt werden. Je nachdem, mit welcher Partei ihr Frieden schließen wollt, benötigt ihr unterschiedlich hohe Rufpunkte. Aggressive Parteien und solche, die eine starke Militärmacht besitzen, benötigen mehr Punkte als andere.
  • Nichtangriffspakt erbitten: Manche Partei im Spiel kann im Verlauf auch feindlich agieren, sodass eure Schiffe dann stets Gefahr laufen, angegriffen zu werden – bestes Beispiel sind hier die Piraten. Jedoch habt ihr die Möglichkeit, mit allen Fraktionen einen Nichtangriffspakt zu schließen. Dieser läuft eine gewisse Zeit und kostet in der Regel einen ordentlichen Batzen Geld.
  • Krieg erklären: Sollte die Situation eskalieren, dann habt ihr stets die Möglichkeit, einer anderen Partei den Krieg zu erklären. Diesen Schritt solltet ihr aber nur in Erwägung ziehen, wenn eure Militärmacht größer ist als die des Gegners – etwas, das ihr ebenfalls im Diplomatie-Menü von Anno 1800 ablesen könnt. Doch Vorsicht: Erklärt ihr einem Mitglied einer fremden Allianz den Krieg, habt ihr euch automatisch viele Feinde gemacht.
Sebastian Weber
Sebastian Weber

Seit den ersten Pixelmännchen auf einem Commodore PET, liebt Sebastian Videospiele und hat heute vom PC, über Xbox One, PlayStation 4 bis hin zur Nintendo Switch alles zu Hause stehen, was virtuelle Welten auf den Bildschirm bringt. Dabei sind vor allem Rollenspiele und Action-Titel die erste Wahl.

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